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Abtreibungsverbot USA

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"Hieraus lässt sich, mit sehr guten Gründen, ableiten, was die ganz herrschende Meinung, die Rechtsprechung und auch die Human- und Rechtswissenschaft meinen: Dass es – von Anfang der Schwangerschaft an – jedenfalls zwei verschiedene, selbstständige Rechtsgüter gibt: die Person der Schwangeren und die – »werdende« Person des Embryos. Nur deshalb können ja Personen, die vor ihrer Geburt durch schuldhafte Eingriffe Dritter (Gewalttäter, kunstfehlerhafte Ärzte, giftvertreibende Chemieunternehmen) Schäden erlitten haben, die sich erst nach der Geburt manifestieren, eigene Rechte geltend machen. Die Entschädigungen für die »Contergan«-Geschädigten der Sechzigerjahre oder die »Dioxin«-Geschädigten der Achtzigerjahre waren keine Almosen für die Mütter, sondern Ansprüche der Kinder selbst. Wären diese vor der Geburt nur »Teil ihrer Mutter« gewesen, hätten sie so wenig Ansprüche gehabt wie deren Blinddarm."
 
Meine Tochter bekommt in diesem Jahr ihr drittes Kind, obwohl ihr Ärzte diagnostiziert hatten, dass sie keine Kinder bekommen könne. Das erinnert mich an die Frau eines Freundes, die vier Fehlgeburten hatte, was beide dazu bewog, zwei Kinder zu adoptieren und der ein Arzt im Alter sagte, als sie altersgemäß keine Kinder mehr bekommen konnte, es wäre sehr leicht gewesen, Gebärfähigkeit bei ihr herzustellen. Es hatte nur vorher kein Arzt eine korrekte Diagnose gemacht. Meine Tochter macht nach ein paar Monaten Schwangerschaft immer den Test, ob ihr Baby Trisomie 23 bekommt, weshalb wir schon früh wussten, welches Geschlecht das Kind haben wird. Sie führt eine sehr gute Ehe, hat einen guten und sehr verantwortungsbewussten Mann, weshalb auch das dritte Kind ein Wunschkind ist. Würde sie abtreiben wollen, dann würde weder ich, noch ihre Mutter erwarten, in die Diskussion mit eingebunden zu werden. Das haben die beiden Eltern miteinander zu besprechen. Die Frage, wie sie zur Abtreibung grundsätzlich steht, ist für sie irrelevant und theoretisch, weil sie Kinder liebt, eine gute Ehe führt und Unterstützung von ihren Eltern hat, soweit sie das wünscht.



Mich würde mal interessieren, wie die gesellschaftlichen und sonstigen Bedingungen von Schwangeren sind, die in Deutschland abtreiben. Vergewaltigungen werden sicher statistisch zu vernachlässigen sein. Gesundheitliche Risiken dürften auch nicht die Mehrheit der Abtreibungen hierzulande sein.
 


Auch in Deutschland ist eine Mehrheit der Frauen gegen Abtreibung, es sei denn die in Indiana genannten Fälle.
 
Würde man Abtreibungsärzte so gut bezahlen wie jeden Auftragsmörder, dann wäre Abtreibung weltweit legal.
 
Das Delta zwischen Geburten und Todesfällen entstand durch Abtreibungen.

Steile These, aber wie willst Du sie begründen?

Die Umkehr aus dem Verhältnis von Geburten und Todesfällen fand durch die Einführung und breite Akzeptanz der Antibabypille statt, in den frühen 70ern, der sog. "Pillenknick". Die Antibabypille wurde in Deutschland zwar schon 1961 eingeführt, wurde aber nur von nur sehr wenigen Ärzten verschrieben, nur an verheiratete Frauen, nur zur Behandlung von Menstruationsstörungen, nur an Frauen, die bereits 3 oder 4 Kinder hatten und über 30 Jahre alt waren. Erst Ende 1970 lockerte die deutsche Ärzteschaft ihre bislang restriktive Haltung zur Pille.

Und genau das bildet die Statistik ab, seit den 70er Jahren sinken die Geburtenraten. Allerdings steigen sie seit 2015 auch wieder.
Zwischen 1980-2005 sinken die Todeszahlen, vor allem aus zwei Gründen: Etwa um 1980 hat die durchschnittliche Lebenserwartung, bedingt durch eine fortschrittlichere Medizin, eine höhere Lebensqualität und bessere Ernährung in etwa ihr Maximum erreicht. Die Todeszahlen sinken, weil die Deutschen älter werden (seit 1980 stagniert die Lebenserwartung mehr oder weniger oder hat nur kleine Zuwächse erzielt). Außerdem sind es noch nicht die geburtenstarken Jahrgänge, die in die Sterbensalter kommen.

Seit 2010 steigen die Todeszahlen wieder: Die geburtenstarken Nachkriegs-Jahrgänge werden alt. Sie werden in den nächsten in den nächsten Jahren weiter steigen, weil es nun die "Baby-Boomer" der frühen 1960er Jahre sind, die abtreten. In spätestens 30 Jahren werden die Todeszahlen aber auch wieder sinken, denn dann sind fast alle Baby-Boomer tot und es sind die geburtenschwachen Jahrgänge, die nachrücken.
 
Ich bevorzuge den Begriff: Kindermord, denn genau diese werden vor ihrer Geburt getötet, nichts anderes, diese ganzen Wortverharmlosungen sollen doch nur verschleiern, was es tatsächlich ist, ein Lebewesen wird getötet.
 
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