Meine Tochter bekommt in diesem Jahr ihr drittes Kind, obwohl ihr Ärzte diagnostiziert hatten, dass sie keine Kinder bekommen könne. Das erinnert mich an die Frau eines Freundes, die vier Fehlgeburten hatte, was beide dazu bewog, zwei Kinder zu adoptieren und der ein Arzt im Alter sagte, als sie altersgemäß keine Kinder mehr bekommen konnte, es wäre sehr leicht gewesen, Gebärfähigkeit bei ihr herzustellen. Es hatte nur vorher kein Arzt eine korrekte Diagnose gemacht. Meine Tochter macht nach ein paar Monaten Schwangerschaft immer den Test, ob ihr Baby Trisomie 23 bekommt, weshalb wir schon früh wussten, welches Geschlecht das Kind haben wird. Sie führt eine sehr gute Ehe, hat einen guten und sehr verantwortungsbewussten Mann, weshalb auch das dritte Kind ein Wunschkind ist. Würde sie abtreiben wollen, dann würde weder ich, noch ihre Mutter erwarten, in die Diskussion mit eingebunden zu werden. Das haben die beiden Eltern miteinander zu besprechen. Die Frage, wie sie zur Abtreibung grundsätzlich steht, ist für sie irrelevant und theoretisch, weil sie Kinder liebt, eine gute Ehe führt und Unterstützung von ihren Eltern hat, soweit sie das wünscht.
Mich würde mal interessieren, wie die gesellschaftlichen und sonstigen Bedingungen von Schwangeren sind, die in Deutschland abtreiben. Vergewaltigungen werden sicher statistisch zu vernachlässigen sein. Gesundheitliche Risiken dürften auch nicht die Mehrheit der Abtreibungen hierzulande sein.