AW: Über den Sinn unseres Daseins.
Wo geht denn hervor, dass ich die beiden Fragen stelle, um meine persönliche Neugierde und gleichzeitig meine persönlichen Zweifel kund zu tun? Nein, da ist in die Auslegung echt zuviel hinein interpretiert worden - meiner Meinung nach.
Ja, das ist meine Interpretation und Wertung. Sie gefällt Dir nicht? Weshalb nicht?

Ich muss doch damit leben und nicht Du.
Die beiden Fragen habe ich ausschließlich der Diskussion wegen gestellt. Sie waren und sind als Wiedergabe dessen gedacht, was draußen in der Welt - und wohl auch hier - immer wieder Anlass für Auseinandersetzungen gibt. Gute und schlechte, fanatische und friedliche, gescheite und dumme.
Ja, klar, das ist doch gut so. Und mich haben Deine Fragen zu einer Antwort angeregt.
Aber hier bei den Diskutanten/Diskuonkels steht nur zu schnell nicht der Gedankengang so sehr im Vordergund, nein die nachweisbare Dummheit bzw. Widersprüchlichkeit des anderen und/oder die persönlich kleinliche Motivation des Gegenüber. Die Psychoanalyse vom anderen wird gesucht. Und der erfährt, dass ihn nichts anderes treibt als höchstens eine kindische Neugier.
Das sehe ich nicht so undifferenziert. Es gibt hier ganz verschieden Diskutanten und -onkels.
Also jetzt weiß ich, dass ich kindisch und neugierig bin. Aber wenn dem so ist, dann sind und waren auch alle Philosophen und Forscher nur kindisch neugierig, die das Rätsel lösen wollten, warum wir sind. Oder die "Über den Sinn unseres Daseins" - wie unser Thread lautet, ein Leben lang Auseinandersetzungen geführt haben.
Es wundert mich, daß
Du den Schluss ziehst, kindisch und neugierig zu
sein, nur weil meine Ansichten so sind, wie sie sind.

Mir ist ganz egal, wieviele Philosophen und Forscher sich daranmachen unlösbare Rätsel zu lösen, ich finde es deshalb nicht klüger. Du bist doch nicht darauf angewiesen, wie ich Deine Haltungen beurteile, oder?
Nun ja, so lange werden wir uns darüber voraussichtlich nicht unterhalten, aber reizvoll kann es trotzdem sein. Also werfe ich unabhängig von meiner Haltung ein:
Wenn wir über den Sinn unseres Daseins nachsinnen, dürfen wir dabei ausschließlich und nur an unsere sozialen Aufgaben denken?
Wir dürfen denken? Darfst Du nicht denken, was Du willst? Ich schon. Darum frage ich nicht, was der Sinn meines Daseins sein darf oder sein muss sondern ich denke mir einen Sinn aus. Aber nicht einen grundsätzlichen Sinn sondern einen der Zeit angepasst fließenden.
Oder müssen wir auch andere Dimensionen im Auge behalten? Theoretisch gibt es ja neben der dritten Dimension noch andere Dimensionen, vor allem jenseits der Lichtgeschwindigkeit.
Wir müssen? Ich
kann im Auge behalten, was dort ist aber ich muss nicht. Du merkst, Deine
umklammernde Art zu formulieren fordert mich zur Abgrenzung heraus. Sie wirkt auf mich, wie der Schlachtplan einer römischen Kohorte, die nichts ausser Gleichschritt kennt.
Gegen die Annahme beliebig vieler weiterer Dimensionen habe ich dagegen nichts einzuwenden, mancher theoretische Physiker meint, diese Dimensionen errechnen zu können. Recht so. Ich weiss sowieso, daß ich nicht alles wahrnehmen kann, was da ist.
Oder: Ist der Tod ein sinnloses Ende?
Das ganz gewiss nicht. Ein so ausgefeiltes Projekt wie
das Leben auf der Erde, hat das Recycling all seiner Teile sicher nicht zufällig oder gar als
Fehler im Programm. Da steckt Knowhow dahinter.

Ganz im Gegensatz zu dem Gefasel irgendwelcher Menschen, welche angeblich über den Sinn und Zweck diverser Dimensionen allerbestens informiert sind und über ganze Hierarchien von unsichtbaren Existenzen genauestens Bescheid wissen.
