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Der Sinn des Lebens - gefunden?

Matrus

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Sorry, wenn ich für wohl viele jetzt grad zu viel auf einmal poste, ABER ich habe mir über diese so simpel erscheinende Frage bereits gehörig den Kopf zerbrochen und bin nach abstrusen und haarspalterischen Erklärungen schließlich zu dieser gekommen, die ich für recht plausibel halte. Vielleicht findet sich ja die eine oder andere Person, die die Muße hat, dies zu lesen und zu durchdenken.
Jedenfalls freue ich mich auf alle Kritiken und Ergänzungen.

(Das Wesentliche ist bis Weiterführung gesagt.)




Alles was wir kennen hat eine Richtung. Alle Dinge und jedes Leben existiert in Abhängigkeit von Zeit zur Schaffung von Unordnung (Enthropie). Möglicher Weise gibt es einen unbeobachteten Kreislauf, im Universum, so dass irgend wo und/oder irgend wann wieder Ordnung geschaffen wird / Enthalpie wächst.
Wir, die wir aber nur Entropie kennen, gehören jedenfalls zu dem Teil des möglichen Kreislaufes, der in Richtung Unordnung geht. Alle Dinge haben eine relativ konstante Art der Entropiegewinnung. Nur das Leben scheint seine Arten der Enthropiegewinnung stufenlos zu verändern. Leben kann nun aber nur dann existieren, wenn im Spektrum der Entropiegewinnungsarten der Dinge ohne das Leben eine Lücke sein würde und die Entropiegewinnung somit stufenförmiger wird. In der Natur scheint es nun auch die Regelmäßigkeit zu geben, dass Stufen vermieden werden
(Bsp.: spitze Kanten erodieren schnell / Kollisionen enden immer in (plastischer) Deformierung, wodurch die Geschwindigkeit stufenlos abnimmt, selbst der Übergang zwischen luftlehrem Raum und Planeten hat durch Athmosphären oder Staubschichten/wolken einen stufenlosen Übergang zwischen Nichts und konzentrierter Masse).
Also stellt das Leben einen Puffer dar, der immer dort, wo im natürlichen Umfeld Stufen sind, die Entropiezuname „weicher“ macht.
Auf der Erde verstreut das Leben z. B. Materie bestimmter Art, die sich sonst anhäufen würde und es somit eine Stufe zwischen Anäufung und dem Rest gäbe. Durch unsere Technik und durch Entwicklung des Lebens vergrößert sich das Spektrum des Stufenausgleichs, weshalb auch jedes Leben evolviert, denn, ist in einem Bereich die Stufe beseitigt, durch lange und zahlreiche Präsenz des Lebens, so gibt es wieder keine Notwendigkeit und somit auch keine Nährstoffe mehr für das betroffene Leben, wobei Stufen , die das Leben noch nicht ausgleichen, weil nicht erreichen konnte, weiterhin bestehen würden. Also ist die Entwicklung des Lebens für das Überleben notwendig, wobei ein Ende der Entwicklung zum Unendlichen zu strebt scheint, da die Menge der Möglichkeiten der Entropiegewinnung für uns unvorstellbar sind, so wie die Weite des Raumes. Dieser Raum ist allein schon so schwer zu überwinden, dass es fürs Leben nur ab einer bestimmten Komplexität / Genialität / Entwicklungsstufe möglich ist diesen zu überwinden um auch auf anderen Himmelskörpern Stufen in weiche Übergänge zu verwandeln.

Der Schluss den wir aus dieser Erkenntnis für uns ziehen können ist daher naheliegend:
Je primitiver das Leben ist / wird umso näher ist es / nähert es sich dem Zustand der Dinge, die Leblos also tod sind. Schließlich hat primitiveres Leben weniger Bedürfnisse / weniger Wissen und somit auch weniger Auswirkung auf Stufenbeseitigung, da die Arten der Entropiegewinnung für dieses Leben begrenzt sind. Dann ähnelt es auch mehr den Zuständen von Dingen in der Erscheinung und im Verhalten (Bsp.: Pilzkulturen wachsen durch Feuchtigkeit und Mineralien ähnlich wie es auch Kristalle tuhen).
Je komplexer / genialer / entwickelter das Leben ist, umso „lebhafter“ ist es auch in Erscheinung und Verhalten und umso mehr Bereiche (Lebensräume) können in der Natur abgedeckt werden (Bsp.: Insekten sind bunt, formenreich und widerstandsfähig gegen mechanische und radiologische Einwirkungen. Säugetiere meistern Zustände von großer Kälte und kurzfristigere, radikale Veränderungen in der Natur).
Durch die größere Menge an Bedürfnissen (im Fall des Menschen auch durch Wissen bedingt) können somit mehr Stufen beseitigt werden, wobei es auch zu Überlappungen von „Zuständigkeitsbereichen“ führen kann, wodurch das entwickeltere Leben in diesem Bereich das Unentwickeltere beseitigt, mit in sein Leben einbindet oder seine Bedürfnisse verlagert. Eine Beseitigung in solch einem Konfliktfall ist aber auch nur dann für den Beseitiger unschädlich, wenn er die gleiche Arbeit zu leisten vermag und auch leistet, wie das Leben, das er beseitigt.
Der Entwicklungsschwerpunkt des Menschen liegt nun beim Gehirn, womit er durch Wissensaneignung nicht mehr primär auf biologische Entwicklung angewiesen ist um sich anderer Lebensbereiche- / räume anzunehmen oder um plötzlich Veränderungen in der Natur zu überleben.Unsere Einsicht, dass mit steigendem Wissen unser Wissen immer geringer in Relation zum nicht Gewussten scheint, ist wiederum die Bestätigung der natürlichen Richtung des Lebens, da in der anderen Richtung (Unwissenheit) der Tod un somit eine stufenreiche Natur wäre. Durch die Erkenntnis des geringen eigenen Wissens besteht die Aussicht auf unendliche Wissensgewinnung, somit auf eine unendlich hohe Bedürfnissschaffung und somit auf ein harmonischeres Universum (zumindest in unserem Machtbereich / Lebensraum).

Fazit: Ein Mensch, der sich entscheidet nicht oder wenig zu denken und nichts oder wenig zu wissen unterstützt den Tod und somit ein unausgeglichenes Universum.

Wissen ist (L)(l)eben, Dummheit ist Tod!
(wobei sich hier Dummheit nicht auf sowieso nicht deffinierbare Intelligenz bezihet sonder eher auf den Wissensstand)









Weiterführung:
Die einzelnen Individuen einer Spezies unterlaufen nun unterschiedlichen Verwandlungen / Mutationen um sich besser an die Umgebung anzupassen, die so geringfügig sind, dass es ebenso wenige Veränderungen zu nicht überlebensfähigen wie auch zu überlebensfördernden Subjekten gibt. Die nicht Überlebensfähigen haben das Potential die gesammte Spezies einen Schritt zurückzuentwickeln und die Überlebensfördernden sind die fortschrittlichsten der Spezies, die das Potential haben die ganze Spezies einen kleinen weiteren schritt vorwärts auf der Entwicklungsskala zu bringen. Beide können auch einfach aussterben, da sie Außenseiter sind und somit ein schwereres Leben in der Allgemeinheit haben. Die Allgemeinheit dient dabei als große fördernde Basis beider Extremen, ohne die die Extreme auch nicht existieren könnten. Schließlich stammen die Mutierten von der fast gleich gebliebenen Allgemeinheit ab. Erschwert wird das Leben der Mutierten von der Allgemeinheit wegen Furcht vor dem Unbekannten oder wegen Vergötterung. Beides kann auf beide Extreme der Mutationen zutreffen.
Mutationen oder Veränderungen werden aber von der Lebensführung ganzer Generationen bestimmt.
Da der Mensch aber nicht sicher sein kann, welcher Weg / welche Mutatin besser zum Überleben dient, bzw. weil nicht jedes Einzelne Individuum dies von sich aus erkennen kann, ist es gesünder, dass die Mehrheit eine Art Mittelweg zwischen der positiven und negativen Mutation geht und sich dann langsam in die Richtung wandelt die sich als erfolgreich bewiesen hat. Schlecht wäre es hierbei, wenn Alle durch blinden Glauben an eine Lebensweise (Religion) eine Richtung als richtig erachten, ohne zu prüfen, ob es sich in dieser Richtung auch besser überleben lässt.
Ideal wäre es, wenn jedes Individuum einer Spezies den richtigen Weg zum Überleben von sich selbst aus erkennt, da die Entwicklung der gesammten Spezies somit auf ein maximum beschleunigt wäre, was wiederum die Überlebenswahrscheinlichkeit erhöht. Schließlich sind die Abschnitte der Entwicklung, in denen man bestimmten Gefahren ausgesetzt ist kürzer, womit es unwahrscheinlicher wird, dass diese Gefahren zu einem Zeitpunkt eintreten, in dem man noch nicht darauf vorbereitet ist.
Wenn man nun seinen Platz im Universum besser erkennt und die Richtung in die auch anderes Leben strebt, so erleichtert dies die Erkenntnis eines Jeden über das eigene Handlungsspektrum, das zur befriedigung eigener Grundbedürfnisse, wie Leben und Fortpflanzung, führt.
Da die Meissten auch leben wollen, würde ihnen solch eine Erkenntnis keine andere Wahl lassen, als moralisch zu handeln, da Mitmenschen und Lebewesen zum Überleben gebraucht werden, und auch höheres Wissen und Verständnis über das Universum zu erlangen, da er sonst wiederum unmoralisch gegen seine Mitmenschen und Mitlebewesen wäre und sich selbst bzw. seine Nachfahren dem Tod verschreiben würde.

Wenigstens kann man nun die lebensfördernden Mutationen von den lebensunfähigen unterscheiden: Erfindungsreichtum, hohes und zunehmendes Wissen und moralisches Handeln unterstützen jedes Leben. Destruktivität, Dummheit/Verblödung und Rücksichtslosigkeit erschweren und vernichten anderes und eigenes Leben.


Der Beweis für die Orientierungslosigkeit dieser Art selbst von zweifelnden Menschen liegt im allgemeinen Minderwertigkeitskomplex des Menschen.
Er schuf sich in der Vergangenheit Religionen und Egozentrische Weltanschauungen, um sich nicht zu unwichtig vorzukommen. Aufgeklärtere Menschen erkennen, wovon es heute viele gibt, erkennen die Bedeutungslosikeit der gesammten Menschheit und ihrer selbst im Angesicht der Größe und Vielfältigkeit des Universums. Dabei gibt es zwei Schlssfolgerungen, die getätigt werden: 1. Alles wird als Unwichtig erachtet, was ein kleinen Rest egozentrismus in sich birgt, denn:“ warum soll irgend was etwas wert sein oder einen Sinn haben, wenn ich keinen habe“. 2. (dies scheint am gängigsten zu sein) Je wichtiger/größer eine Sache wird, als umso komplexer wird sie erachtet. Das Universum zu verstehen oder einen Sinn im Leben zu finden wird hierbei als unlösbare aufgabe angesehen etwas nahezu unendlich komplexes zu erklären.
Jedoch sind die wichtigen/fundamentalen Einsichten, die auch primär sein sollten, nämlich das eigene Überleben zu sichern, so genial simpel, dass man nach einer längeren Argumentation, wobei man auf einen Schluss kommt, neigt zu sagen: „Das hab ich auch schon von vorne rein geahnt“. Jedes Lebewesen scheint in sich ein gefühl für gut und schlecht fürs Überleben zu haben, wenn das Lebewesen auch ehrlich genug zu sich selbst ist.
Die Genialität der Natur / des Universums ist zwar für uns nur durch komplexe argumentatoin (Physik: Beweis von Naturgesetzen) eindeutig und exakt ergründbar, jedoch fühlen wir ständig wie die Dinge sind, wie sich Gravitation anfühlt, wie ein Gegenstand beschaffen ist wie schlecht für das Leben das Nichts (totales Vakuum) ist, so dass wir auch unsere Handlungen intuitiv nach diesem Gefühl richten sollten, wenn wir leben und überleben wollen.

(Wie Kant schon sagte: „Handle nach deinem besten Willen“)

Was auch bedeutet, dass man einen Willen haben soll und damit auch ein Ziel, um das man sich dem eigenen Willen zum Leben wegen bemühen soll. Wenn dieses Bemühen schwer fällt und keine Lebensfreude bringt, ist auch der Wille zum Leben gering, woraufhin man seine Werte und Lebensart prüfen sollte. Schließlich hängt davon die Sicht auf die Welt ab und somit das Gefallen von dem was man sieht.

__________________
Wisdom spreads with the wings of beauty.
 
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louiz30

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Du führst eine ganze Menge an Argumenten an und ich frage mich nun, was ist der Sinn des Lebens, so wie du ihn verstehst?

Der Mensch ist unwichtig im Ablauf des ganzen Universums, wobei wir nicht wissen können, ob es noch weitere gibt. So sind denn auch all unsere Verhaltensweisen oder Handlungen nicht isoliert, sondern immer im Sinne des Gesamtsystems zu betrachten.

So wie es sich heute darstellt ist das Universum durch ein Zusammenspiel von sich entgegen gesetzten Kräften geprägt ohne die keine Bewegung stattfinden würde und ohne Bewegung wäre alles statisch und Leben wäre nicht möglich. Die Zeit spielt dabei keine Rolle, denn auch wenn wir Abläufe im Sinne von Zeit und Raum zu bestimmen versuchen, so hat die Zeit nach bisherigen Erkenntnissen eigentlich keine Wirkung. Das Universum ist in sich existent und verändert sich. Daher sind wir auch heute zur gleichen "Zeit" existent wie der Urknall, wenn es den jemals gegeben hat.

Unter diese Polraität ist auch die Ordnung und Unordnung einzubeziehen, genau so wie alle anderen Kräfte und Vorgänge, die positive oder negative Kräfte entfalten. Dahingegen sind Tod und Leben keine Gegenpole sondern Teil eines Vorganges, der sich stetig erneuert um die Entwicklung zu bewahren und als Leben existent zu bleiben. Der ultimative Punkt der Harmonie und das Ende der Polarisierung ist im Hinblick auf das Universum, wie auch auf uns Individuen die Singularität, das Ende aller Bewegung und Gegensätze, das Ende alles Gesetze der Physik und das Eins-Werden aller Existenz.

In der Tat ist die Dummheit ein weit verbreitetes Übel und doch werden hiervon nicht die grundsätzlichen Abläufe des Lebens geprägt. Auch das Wissen ist nur ein Mittel zum Überleben, zum Feuer machen, zum Herstellen von Werkzeugen. Jedoch dient das Wissen nur eingeschränkt dem Leben als solchem: hierfür gibt es die Erkenntnis.

Die Erkenntnis ist wiederum unabhängig vom Willen zum Leben, da das Leben in sich begrenzt ist, vergänglich ist und daher bestenfalls zu einem temporären Effekt beitragen kann. Die Erkenntnis führt letztlich auch zu dem Schluß, daß das Leben nicht das Ziel, sondern der Weg ist. So steht bei allen Religionen das Ziel nach dem Leben und dann, wenn wir erkannt haben, daß die materiellen Dinge um uns herum keinerlei Wichtigkeit besitzen.

In diesem Sinne stimme ich dir zu, daß der Mensch einen Aufwand betreiben muß. Jedoch muß diesen Aufwand jeder individuell betreiben, wodurch ein globaler Effekt per se ausgeschlossen ist. Wir unterliegen den Gesetzen des Universums, aber wir beeinflussen sie nicht.

Das Problem ist, daß sich der Mensch irgendwie göttlich fühlt und sich vom Universum abzuheben versucht. Deshalb wird er auch innerlich verarmen und bei allem Wissen keinen Schritt weiter kommen. Wir versuchen die Welt mit unserem Wissen und unserer Methode zu erklären und vergessen dabei unsere Herkunft, unser eigentliches Sein und unsere Wesensart: wir sind Leben, genau so wie jedes andere Leben auch und nicht mehr. Unsere Denkweise ist verschieden, die Kapazitäten und doch sind wir grundsätzlich nichts anders als ein Baum, ein Vogel oder ein Fisch im Meer. Aus dieser Welt sollten wir unsere Schlüsse ziehen und die Erkenntnisse sammeln.

Demnach ist dann auch die Frage differenziert zu betrachten. Einerseits die Frage nach dem Sinn des Universums und des Lebens als solchem und andererseits die Frage nach meinem individuellen Sinn in meinem Leben. Die erste Frage kann ich dir derzeit nicht beantworten und vielleicht habe ich auch nie eine Antwort parat. Die Frage nach dem individuellen Sinne beantwortet sich von selbst: das Individuum gibt sich diesen Sinn, entscheidet über Ziele und mögliche Handlungen und definiert durch sein Leben auch den Sinn desselben.

In diesem Sinne ist der "lebendige Tod" dort zu finden, wo Menschen keinen Sinn entwickeln, sich nicht orientieren und letztlich unwissend und dumm bleiben.
 
Zuletzt bearbeitet:

mwirthgen

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Warum????

Matrus schrieb:
Alle Dinge und jedes Leben existiert in Abhängigkeit von Zeit zur Schaffung von Unordnung (Enthropie).

Lieber Matrus,

ich konnte deinen ganzen Artikel nicht lesen, weil ich schon an diesem Satz von vielen Fragezeichen aufgehalten wurde.

Welche Gründe veranlassen dich die Entropie, oder das, was du darunter verstehst, auf die Sinnfrage anzuwenden?

Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar! :confused:

manni
 

Matrus

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71
Ich freue mich, dass sich jemand dies durchliest oder zumindest dies interessant findet.
Ich dachte mir schon, dass nur du, louiz30, antworten würdest, aus deiner zuvor gezeigten Bereitschaft zum viel Lesen und Schreiben zu urteilen.


louiz30 schrieb:
Der Mensch ist unwichtig im Ablauf des ganzen Universums, wobei wir nicht wissen können, ob es noch weitere gibt. So sind denn auch all unsere Verhaltensweisen oder Handlungen nicht isoliert, sondern immer im Sinne des Gesamtsystems zu betrachten.
Stimme ich dir zu und habe auch nichts anderes behauptet.
Gegen Ende hab ich mich nur auf den Menschen bezogen, weil ich nunmal einer bin und unter welchen lebe. <-- ist ja nur eine Abzweigung der Idee auf uns, die wir relativ unwichtig sind, weil Zahlenmäßig wenige, im Vergleich zum Leben im gesammten Universum.

Den Begriff Zeit habe ich auch nur benutzt, um die mögliche Illusion der linearität und Richtung in Veränderungen einzubauen. Wir können uns nunmal noch keinen Ablauf oder Zustandspotentiale ohne Zeit vorstellen. (ich will ja auch wenigstens annähernd verstanden werden)
Wenn man Zeit einfach mit der Vorstellung ersetzt, dass Alles jeden Zustand darstellt, den es einnehmen kann, ist das nicht nur schwierig (weil man sich mehrfache Unendlichkeit vorstellen müsste), sondern auch noch momentan Nutzlos für unsere Interaktion mit dem, was wir Realität nennen.

louiz30 schrieb:
Unter diese Polraität ist auch die Ordnung und Unordnung einzubeziehen, genau so wie alle anderen Kräfte und Vorgänge, die positive oder negative Kräfte entfalten. Dahingegen sind Tod und Leben keine Gegenpole sondern Teil eines Vorganges
Auch hier hast du mich wohl missverstanden, weil ich Leben und Tod nicht polarisiert und auch nicht mit Entropie und Enthalpie verglichen habe.
Tote Materie kann in meinem Verständnis höhere Ordnungszustände annehmen oder haben als Lebendiges. Tote Materie gibt es für mich daher Ordnungstechnisch über, unter und auf gleicher Ebene wir das Leben. Jedoch ist das Leben nach oben, wie auch nach unten begrenzt, weil es zum leben unordnung schaffen muss und um noch als Leben bezeichenbar zu sein, eine höhere Ordnung als das totale Chaos (<-- ebenso unvorstellbar wie Unendlichkeit) haben muss.
Mit Natur oder Universum im Gleichgewicht meine ich auch keine Harmonie, sondern ein leichtes teilweises - sich ballancierendes - hin und her schwanken des Gesamtsystemes.


louiz30 schrieb:
In der Tat ist die Dummheit ein weit verbreitetes Übel und doch werden hiervon nicht die grundsätzlichen Abläufe des Lebens geprägt. Auch das Wissen ist nur ein Mittel zum Überleben, zum Feuer machen, zum Herstellen von Werkzeugen. Jedoch dient das Wissen nur eingeschränkt dem Leben als solchem: hierfür gibt es die Erkenntnis.
Mag sein, dass Wissen und Erkenntnis offiziell unterschiedlich definiert werden. Ich sehe Erkenntnis als eine Art von Wissen, das von dem Wissenden erarbeitet wurde, nicht wie indirektes Wissen, das andere Erarbeitet haben, was dann auch geringer im Wert ist aber dennoch sehr wertvoll.
Daher ist für mich der Gegensatz für Dummheit, die Erkenntnis und nicht das Wissen.

louiz30 schrieb:
Die Erkenntnis ist wiederum unabhängig vom Willen zum Leben, da das Leben in sich begrenzt ist, vergänglich ist und daher bestenfalls zu einem temporären Effekt beitragen kann. Die Erkenntnis führt letztlich auch zu dem Schluß, daß das Leben nicht das Ziel, sondern der Weg ist. So steht bei allen Religionen das Ziel nach dem Leben und dann, wenn wir erkannt haben, daß die materiellen Dinge um uns herum keinerlei Wichtigkeit besitzen.
Ja, das Leben ist nur eine temporäre Erscheinung, jedoch nur auf eine Spezies oder einen relativ geringen Raum (Planet) betrachtet. Durch Erkenntnis und auch anderes Wissen, kann die Existenzspanne zeitlich, weil auch räumlich jedoch verlängert werden (man ist zumindest etwas gewappnet gegen sehr fatale Naturschauspiele).

louiz30 schrieb:
Das Problem ist, daß sich der Mensch irgendwie göttlich fühlt und sich vom Universum abzuheben versucht. ...
Sehe ich auch so, was einer der Gründe ist, warum ich keine religiösen Perspektiven berücksichtigt habe, die schließlich fast alle den Menschen höher heben als gesund für ihn ist.
Dabei finde ich es aber auch schädlich, wenn man sich selbst oder seine eigene Rasse als statisch ansieht (Wesensart, wie du meintest). Durch Erkenntnis erscheint mir selbstverständlich, dass damit auch unsere Wesensart sich ändert und Wandel ist nötig um zu sein, weil alles was ist, Wandel unterliegt. Sobald dies unterdrückt wird, läuft auch die Existenzberechtigung für die Ursprüngliche Form des betroffenen Lebens ab.


mwirthgen schrieb:
Welche Gründe veranlassen dich die Entropie, oder das, was du darunter verstehst, auf die Sinnfrage anzuwenden?
Ich wollte so nah wie möglich bei dem bleiben, was wir im Bezug auf Mikro-bis-Makrokosmos wissenschaftlich beweisen konnten und auch haben.
Dabei ist mir, wie ich schon in der Einleitung erwähnte, nach vielem Überlegen aufgefallen, dass die größte und alles bestimmende Veränderungsrichtung, die wir kennen, die Entropiezunahme ist. Da das Leben nunmal mit allem Existenten verbunden ist, wäre eine Veränderungsrichtung anderer Art zu "Objektspezifisch", würde also nicht auf Alles zutreffen.
 
Zuletzt bearbeitet:

mwirthgen

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969
Matrus schrieb:
Ich wollte so nah wie möglich bei dem bleiben, was wir im Bezug auf Mikro-bis-Makrokosmos wissenschaftlich beweisen konnten und auch haben.
Dabei ist mir, wie ich schon in der Einleitung erwähnte, nach vielem Überlegen aufgefallen, dass die größte und alles bestimmende Veränderungsrichtung, die wir kennen, die Entropiezunahme ist. Da das Leben nunmal mit allem Existenten verbunden ist, wäre eine Veränderungsrichtung anderer Art zu "Objektspezifisch", würde also nicht auf Alles zutreffen.

Lieber Matrus,
mir ist es gänzlich unbekannt, dass deine Ausgangsthese wissenschaftlich bewiesen ist. Aber vor allem fehlt mir immer noch die Verbindung zur Sinnfrage!
manni
 

Matrus

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Das Prinzip der Ursache und Wirkung ist das Fundament unserer Wissenschaften. Daher ist es natürlich auch wissenschaftlich anerkannt, dass in einem System (Erde) jedes Teilchen einen Einfluss auf jedes Andere hat. Somit ist auch das Leben mit allem verbunden.
Über Entropiezunahme gibt es viele Bücher, die meisst auch auf Studien Basieren, deren Resultat diese Feststellung ist: Entropie nimmt für alles was wir kennen zu, und wir kennen nichts, wo Enthalpie entsteht.
Diese beiden Erkenntnisse sind weit bekannt und gehören auch zum fundamentaleren Allgemeinwissen.
Wenn du daran zweifel hast, solltest du vielleicht ein Artikel, Buch oder was auch immer über Entropie lesen.
Natürlich kann man jetzt sagen, dass gar nichts tatsächlich beweisbar ist, da wir Realität nicht erklären können. Wenn du es deswegen aber nutzlos findest etwas zu beweisen, kannst du auch einfach gleich aufhören zu atmen, da dies ja dann auch keinen Nutzen hat.

zur Sinnfrage:
Wenn du wissen willst, welches das Ziel (Bestimmung) für etwas oder jemanden ist, so musst do doch erst sehen, in welche Richtung es, er oder sie ghet / sich bewegt. Die Bewegung in dieser Richtung extrapoliert man dann auf lange Zeit und großen Raum um alle möglichen Ziele in Erwägung zu ziehen.

Vielleicht solltest du den Text einfach mal zu Ende (in diesem Fall bis zu Mitte) lesen. Vielleicht verstehst du dann den Zusammenhang.
Man hört doch nicht einfach auf zu lesen, weil man eine Frage hat. Immerhin wird ja wie in jedem Gedankengang, den man aufschreibt, der Ausgangspunkt später noch bewiesen oder erklärt.

Vielleicht solltest du mal erklären, was du unter Entropie verstehst. Vielleicht liegt ja da die Verständnislosigkeit begraben.
 
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Matrus

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Um nun auf die erste Frage von louiz30 und vielleicht auch auf deine zu antworten:
Ich sehe als möglichen Sinn des Lebens den des Füllens einer Lücke der Entropiezinahme. Oder anders: Es gibt diese großen Lücken in der Entropiezunahme fast gar nicht, weil es Leben gibt.
Also wie schon louiz30 befürwortet: Der Weg ist das Ziel/der Sinn.
Dabei ist das keineswegs das, was ich unter dem Sinn des Lebens verstehen bzw. das ich als einzig wahre Erklärung halte.
Bisher ist es nur der plausibelste für mich, wobei das auch nur ein Teil der Warheit sein kann oder auch total falsch sein kann.
Das ganze ist halt nur ein Gedankenspiel, das zu Denken anregen soll bzw. argumentativ auf die Probe gestellt werden soll.
 

karinamixipi

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Der Sinn des Lebens...war das nicht die Zahl 49?

Der Sinn des Lebens...ist für mich die Erkenntnis der Wahrheit, die Erkenntnis dessen, wer du selbst bist.

Der Sinn des Lebens...ist das Leben selbst.

Der Verstand verstrickt sich in die Suche nach Gründen und Ursachen. Das Herz nimmt es einfach als das, was es ist.

Selbst wenn Ärzte einen Menschen bis ins Kleinste sezieren, sie werden dadurch nicht sein Wesen kennen lernen.
 

Claus

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mein Beitrag im Thread „der sinn“ vom 15.10.2005, 22:04 Nr.4

https://www.denkforum.at/forum/showthread.php?mode=hybrid&t=2683

Zitat von Nereva:
Meiner Ansicht ist der Sinn des Lebens, dass man lernt. Schlicht und einfach lernt. Seinen Horizont zu erweitern und vieleicht das eine oder andere wiederlegen zu können sind doch das schönste am Leben.

ich gebe dir recht, Nereva!

vorausgesetzt, wir verstehen unter dem Lernziel das gleiche.

Lernen im Sinne von Faust
„erkennen was die Welt im innersten zusammenhält“

also zu verstehen, wie unser weltall entstanden ist,
warum die Vorgänge um uns herum so ablaufen wie wir sie sehen,
Voraussagen zu treffen für die Zukunft
(nicht wie eine Hellseherin sondern wie ein Astronom, der mit bestimmtheit weiß, daß zum beispieldie Sonne in 5 milliarden Jahren ihr Leben aushaucht....)

Diese Erkenntnisse zu gewinnen und zu verstehen, dafür lohnt es sich zu leben.

gruß von claus
 
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karinamixipi

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Zitat: erkennen was die Welt im innersten zusammenhält


Für mich eher sinngemäß : den Wesenskern erkennen,
zum Kern der Dinge vordringen,
und eben nicht nur auf das Außen zu schauen.

Was bringt mir das Wissen, dass die Sonne in soundsoviel Milliarden von Jahren ihr Licht aushaucht?

Irgendwie trenne ich zwischen Wissen (welches das Außen betrifft, also das Weltliche) und Erkennen (außerhalb der Welt, im Inneren). Alles in der Welt wird immer nur die Welt betreffen. Es kann nicht Ziel sein, der intelligenteste Wissenschaftler auf Erden zu werden.

Was ist es denn, das die Welt zusammenhält? :)
 
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