rotegraefin
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AW: Über den Sinn unseres Daseins.
Mir kommt es so vor, als ob das Vertrauen auf die Zukunft gerichtet ist. Dafür wird oft auch das Wort glauben genommen. Ich vertraue darauf ; glaube daran, dass es schon gut gehen wird.
Aber an etwas glauben z.B. einen Gott oder an den morgigen Tag hat gleichfalls viel mit dem Sinn meines Daseins zu tun und wie weit ich mich von Enttäuschungen so beeinflussen lasse, dass alles keinen Sinn mehr ergibt oder eben einen neuen, vertieften und umfassender Sinn sich entwickelt.
Mir scheint mein Einsatz hat sich gelohnt. Ich bin auf den Grund meines Schmerzes gestoßen und kann aus dem und mit ihm jetzt mit mehr Gelassenheit leben.
rg
"Ich vertraue Dir " ist eine andere Aussage als, "Ich glaube Dir."Ich verstehe Glauben als Vertrauen (im Sinne Deiner Differenzierungen) als ein zwischenmenschliches Phänomen im gegenwärtigen realen Leben, während der Glauben an bestimmte Inhalte/Dogmen in einer Religion/Ideologie z.B. an den Erfahrungen/Texten der Vergangenheit orientiert ist.
Mir kommt es so vor, als ob das Vertrauen auf die Zukunft gerichtet ist. Dafür wird oft auch das Wort glauben genommen. Ich vertraue darauf ; glaube daran, dass es schon gut gehen wird.
Das sehe ich erst einmal genauso.Langer Rede, kurzer Sinn:
Zwischen jemandem/einem lebenden Menschen glauben/vertrauen und an etwas glauben , was aus der Vergangenheit überliefert wird/worden ist, liegen "Welten".
Aber an etwas glauben z.B. einen Gott oder an den morgigen Tag hat gleichfalls viel mit dem Sinn meines Daseins zu tun und wie weit ich mich von Enttäuschungen so beeinflussen lasse, dass alles keinen Sinn mehr ergibt oder eben einen neuen, vertieften und umfassender Sinn sich entwickelt.
Na ja und mir scheint das eine ist eben ohne das andere nicht möglich sondern ergänzt sich, wenn die Synapsen und beide Gehirnhälften gut zusammen arbeiten.Jemandem glauben/vertrauen ist wohl eher pzozeß-/lebens-orientiert - während an etwas glauben eher statisch ist - denkt vermutend/fragend mit lieben Grüßen
moebius
Wer wie ich den sogenannten "toten" Schriften geglaubt hat, das Gott Mensch geworden ist, der ist nie aus dem großen Erstaunen und Verwundern herausgekommen. Wer dann zusätzlich noch mit dem Glauben an die Verdammnis überhäuft wurde, der hat einfach nur Angst um alle Menschen gehabt die er liebt, dass sie verdammt sein könnten. Sich aus diesem Irrglauben zu befreien ist keine leichte Aufgabe.Das Thema war die Bedeutung "toter" Schriften für die lebendige Religiosität, der Kontext ist ein virtuelles Forum, in dem Menschen mit völlig unterschiedlichen Einstellungen, Erfahrungen und Überzeugungen bezüglich Glaubensfragen aufeinander treffen.
Das scheint für Dich so zu sein und das habe ich genau bei Dir vermisst. Ich brauchte für den Durchbruch die Reibung mit meinen Mitmenschen um den elenden Schmerz loszuwerden, oder zu mindestens sortieren zu lernen, was ist meiner und was geht real vom anderen aus.denn für mich schließen sich Machtkämpfe und Erkenntniszugewinn aus.
Bei mir ist es die fehlende Bestätigung, die ich deswegen ungefragt jetzt jedem erst einmal verkünde:Da trägt wohl jeder sein Päckchen, in meinem ist das weitgehende Fehlen gelebter Spiritualität Last, Entwicklungsmotor und Lernaufgabe zugleich. LG Kaawi
Ich bin göttlich und okay! Du bist göttlich und okay!
Ein Versuch erst einmal eine gemeinsame Basis herzustellen und alle Vor- wie Nachurteile zur Sprache zu bringen, die das Wort göttlich hervorruft.Mir scheint mein Einsatz hat sich gelohnt. Ich bin auf den Grund meines Schmerzes gestoßen und kann aus dem und mit ihm jetzt mit mehr Gelassenheit leben.
rg



