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Neue Weltordnung

Ich verstehe was du sagen willst, aber ein Rentierstaat ist auf Zahlungen aus dem Ausland angewiesen. "Arbeitet" die KI und/oder Robotik im Inland, ist das nicht der Fall.
Und, was ist für dich bei uns der "Staatsapparat"? Es ist bei uns ja nicht so wie in Saudi-Arabien oder im Oman, wo der Staatsapparat eine geschlossene Dynastie und der Herrschaftsanspruch ein Geburtsrecht ist, sondern die Politiker kommen aus dem Volk und werden vom Volk auf Zeit gewählt.
Der Staatsapparat bei uns ist Legislative, Judikative und Exekutive eine sehr gute und wirksame Möglichkeit, dass sich die drei Machten gegenseitig in Kontrolle halten und sich nirgendwo zu viel Macht anhäuft, die missbraucht werden kann. Das habe ich aber gerade auch schon geschrieben.

Wie ich aber den Titel verstehe ist, dass es um die Zukunft geht, denn ich kann nicht erkennen, dass es jetzt bereits eine "Neue Weltordnung" gibt, halte aber verschiedene Zukunftszenarien für möglich.

Also nochmals: Gesetzen Falles, es gäbe in Zukunft zu viel KI und Robotik, so dass zu viele Arbeitskräfte wegfallen, dann wären nur noch wenige Firmen übrig, die nach und nach immer mehr Wirtschaftsleistung auf sich konzentrieren. Der Staat hätte weiterhin seine Staatseinnahmen durch diese Firmen, aber nicht mehr in dem Ausmaß, als wenn viele Menschen arbeiten gingen. Die Aufgabe des Staates wäre es weiterhin, die Bevölkerung zu Unterstützen, die Einnahmen der wenigen Firmen also an das Volk umzuverteilen. Nur: die Firmen würden das so nicht einsehen und der Staat wäre geschwächt, weil die Einnahmen geringer wären. Der Staat und die Firmen wären dann auch mehr verbandelt als derzeit möglich. Und dann würde die zu einer Abwärtsspirale führen. Möglicherweise führt die auch zu mehr Selbstversorger-Kommunen, die den Staat und ebenfalls die KI- und Robotik-Firmen auch gar nicht mehr wollen oder brauchen.

Wie gesagt, ein Szenario, und ich bin auch gerne bereit, über dieses Szenario zu diskutieren. Ich halte es für denkbar.
 
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Zusatz hierzu noch: natürlich stehen auch die Staaten wie Oman und Saudi-Arabien von einem Umbruch, denn das Öl wird entweder versiegen, oder es wird schon vor dem Versiegen der Umsatz einbrechen. Die Macht gründet sich aber auf den Öl-Einkommen. Die Ressourcen an eiszeitlichem Grundwasser sind - wie irrsinnig - für Rinderfarmen bereits weitgehend versiegt. Sie werden dann auch nicht vom Wüstensand leben können.

Dann muss man sich fragen: was geschieht, wenn der Golfstrom abreißt? Unsere Gegend hier wird keine rentable Landwirtschaft mehr betreiben können. Man vergleiche es mit dem gleichen Breitengrad auf dem nordamerikanischen Kontinent - viel Tundra. Zugleich wird es in den Gegenden von Mittelamerika viel zu warm, es ist ja dann die globale Klimaanlage ausgefallen. Weite Migrationsbewegungen folgen auf engerem Raum. All dies hat natürlich mit Änderungen in den Machtverhältnissen zu tun.

Des weiteren basiert unser Wirtschafssystem auf Wachstum und Wachstum hat seine Grenzen. Unsere Staaten wiederum basieren auf den Wirtschafssystemen. Es wird sich also vieles profund ändern und noch ist es unmöglich zu sagen, wo es hin geht. Nationalistische Bestrebungen führen zum zerbröseln der Völkergemeinschaft. Andererseits wird die Völkergemeinschaft mehr denn je auf Zusammenhalt angewiesen sein.

Ich würde gerne mal die Welt sehen, wie sie im Jahr - sage mal 2200 aussehen würde - ich hoffe, ich wäre dann nicht schockiert.
 
Der Staatsapparat bei uns ist Legislative, Judikative und Exekutive eine sehr gute und wirksame Möglichkeit, dass sich die drei Machten gegenseitig in Kontrolle halten und sich nirgendwo zu viel Macht anhäuft, die missbraucht werden kann. Das habe ich aber gerade auch schon geschrieben.

Wie ich aber den Titel verstehe ist, dass es um die Zukunft geht, denn ich kann nicht erkennen, dass es jetzt bereits eine "Neue Weltordnung" gibt, halte aber verschiedene Zukunftszenarien für möglich.

Also nochmals: Gesetzen Falles, es gäbe in Zukunft zu viel KI und Robotik, so dass zu viele Arbeitskräfte wegfallen, dann wären nur noch wenige Firmen übrig, die nach und nach immer mehr Wirtschaftsleistung auf sich konzentrieren. Der Staat hätte weiterhin seine Staatseinnahmen durch diese Firmen, aber nicht mehr in dem Ausmaß, als wenn viele Menschen arbeiten gingen. Die Aufgabe des Staates wäre es weiterhin, die Bevölkerung zu Unterstützen, die Einnahmen der wenigen Firmen also an das Volk umzuverteilen. Nur: die Firmen würden das so nicht einsehen und der Staat wäre geschwächt, weil die Einnahmen geringer wären. Der Staat und die Firmen wären dann auch mehr verbandelt als derzeit möglich. Und dann würde die zu einer Abwärtsspirale führen. Möglicherweise führt die auch zu mehr Selbstversorger-Kommunen, die den Staat und ebenfalls die KI- und Robotik-Firmen auch gar nicht mehr wollen oder brauchen.

Wie gesagt, ein Szenario, und ich bin auch gerne bereit, über dieses Szenario zu diskutieren. Ich halte es für denkbar.
In dem Szenario geht es primär um Monopolstellungen bzw Marktkonzentrationen und nicht um KI oder Robotik.
 
Die Aufgabe des Staates wäre es weiterhin, die Bevölkerung zu Unterstützen, die Einnahmen der wenigen Firmen also an das Volk umzuverteilen. Nur: die Firmen würden das so nicht einsehen und der Staat wäre geschwächt, weil die Einnahmen geringer wären. Der Staat und die Firmen wären dann auch mehr verbandelt als derzeit möglich. Und dann würde die zu einer Abwärtsspirale führen. Möglicherweise führt die auch zu mehr Selbstversorger-Kommunen, die den Staat und ebenfalls die KI- und Robotik-Firmen auch gar nicht mehr wollen oder brauchen.
Ich sehe die Aufgabe des Staates nicht primär darin Gelder zu verteilen, sondern die Infrastruktur, Verwaltung, Medizin, Versorgung, Verteidigung, etc., sicherzustellen. Und diese hoheitlichen Aufgaben des Staates bleiben genauso aktuell, auch wenn es keinen Geldmangel mehr gibt (weil die Technik uns die Arbeit abnimmt). Dann geht's eben mehr um die Priorisierung der einzelnen Aufgaben und die Festlegung wer was ausführt. Auch da kann man durchaus auf Star Trek verweisen, das in einer utopischen Zukunft spielt, wo es kein Geld mehr braucht - aber natürlich weiterhin Regierungen und Entscheidungsträger.
 
Ich sehe die Aufgabe des Staates nicht primär darin Gelder zu verteilen, sondern die Infrastruktur, Verwaltung, Medizin, Versorgung, Verteidigung, etc., sicherzustellen. Und diese hoheitlichen Aufgaben des Staates bleiben genauso aktuell, auch wenn es keinen Geldmangel mehr gibt (weil die Technik uns die Arbeit abnimmt). Dann geht's eben mehr um die Priorisierung der einzelnen Aufgaben und die Festlegung wer was ausführt. Auch da kann man durchaus auf Star Trek verweisen, das in einer utopischen Zukunft spielt, wo es kein Geld mehr braucht - aber natürlich weiterhin Regierungen und Entscheidungsträger.
Z.T. einverstanden.
Angenommen, KI und Robotik hätten tatsächlich in ca. 200 Jahren die menschlichen Arbeitskräfte weitestgehend überflüssig gemacht, dann würde für diese KI-Firmen ja zugleich der Otto-Normal-Verbraucher uninteressant. Womit könnte er die Firma denn bezahlen, wenn dieser selbst keine Arbeitseinkünfte mehr hat. Eine Umverteilung wäre auch nicht denkbar, es hieße ja dann, dass sich eine Weltfirma mit ihren eigenen abgezwackten Sozialabgaben finanzieren müsste. Dann wird sie die Arbeit weitestgehend einstellen. Damit wäre zugleich auch ihre Macht wieder eingeschränkt(er).

Aus diese Grunde glaubte ich - wie geschrieben - autonomere Gesellschaftsgrüppchen schießen wie Pilze aus dem Boden, denn Untätigkeit das tut Menschen nicht gut. Unterdrückt sein auch nicht.
Vergleichen kann man die Situation vielleicht (auch wenn das nun sehr weit hergeholt sein mag) mit den Wikingern die aus Skandinavien vor dem despotischen König nach Island flohen und dort eine unabhängige Existenz aufzubauen.

Ich teile die Musk-Vision nicht, dass Außenposten der Erde im Sonnensystem entstehen könnten. Da würden 200 Jahre zumindest (m.E.) nicht ausreichen. Selbst nach dem 3. WK (der hoffentlich nie eintritt) wäre die nuklear verseuchte Erde immer noch lebenswerter als der Mars.
 
Z.T. einverstanden.
Angenommen, KI und Robotik hätten tatsächlich in ca. 200 Jahren die menschlichen Arbeitskräfte weitestgehend überflüssig gemacht, dann würde für diese KI-Firmen ja zugleich der Otto-Normal-Verbraucher uninteressant.
Diese Sorge ist so als wie die Zivilisation. Aber keine technische Neuerung hat Menschen eine weitgehende Arbeitslosigkeit beschert. Manche Berufe sterben aus, aber dafür entstehen wieder neue.
 
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Diese Sorge ist so als wie die Zivilisation. Aber keine technische Neuerung hat Menschen eine weitgehende Arbeitslosigkeit beschert. Manche Berufe sterben aus, aber dafür entstehen wieder neue.
Wie weiter oben geschrieben, bislang war der Mensch eben mit dessen Intellekt gefragt. Nun wird der Intellekt des Menschen selbst ersetzt, dann hat der Mensch eben nichts mehr, womit er auftrumpfen könnte. Wie sollten denn deiner Meinung nach die Berufe aussehen, die kein Risiko haben, durch Technik ersetzt zu werden?
 
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