Höcke ist nicht irgendein AfD-Parteimitglied, sondern der Partei- und Fraktionsvorsitzende der AfD in Thüringen und gleichzeitig die Führungsfigur des sogenannten Flügels in der AfD. Dieser Flügel war vom Bundesverfassungsschutz als erwiesen rechtsextremistisch eingestuft und drohte verboten zu werden. Weidel als Bundesvorsitzende der AfD wollte den Flügel disziplinieren, weil die Bundespartei verboten zu werden drohte und Höcke hat sich natürlich dagegen gewehrt. Inzwischen dominiert der Flügel in der AfD und Weidel kann nichts dagegen tun.
Weidel hat kein Problem damit, dass der Flügel rechtsextrem ist, - sie ist es schließlich auch - aber nachdem der Bundesverfassungsschutz die Bundes-AfD auch als gesichert rechtsextremistisch eingestuft hat, versucht sie noch zu retten, was zu retten ist, um ein Verbotsverfahren zu verhindern. Das einzige Problem Weidels mit Höcke ist also, dass er laut Gerichtsbeschluss ein Rechtsextremist ist und sie will ein solches Gerichtsurteil über die gesamte Partei verhindern. Dass sie Bundesvorsitzende einer rechtsextremen Partei ist, das wusste sie schon bevor sie für den Bundesvorsitz kandidiert hatte.