• Willkommen im denk-Forum für Politik, Philosophie und Kunst!
    Hier findest Du alles zum aktuellen Politikgeschehen, Diskussionen über philosophische Fragen und Kunst
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Warum soll Gott in die Welt gekommen sein???

moebius

Well-Known Member
Registriert
11. März 2009
Beiträge
42.486
AW: Warum soll Gott in die Welt gekommen sein???

Nee ich denke eher, als Adam sah, das Eva die Schlange als Wissen erkannte, flog er aus dem Paradies und erschuf auf Erden Gesetze über die Frau!:lachen:

:ironie: Nicht verzagen, und die alten Genesis-AT-Exegeten fragen ..., die genau wissen, wofür die Schlange und der Apfel stehen ...:lachen::lachen::lachen:
 
Werbung:
M

Manfredo

Guest
AW: Warum soll Gott in die Welt gekommen sein???

Warum soll Gott in die Welt gekommen sein?


Ich möchte hier den Zugang eines Kirchenvaters vorstellen:

Athanasius von Alexandrien meinte, Jesus Christus wurde Mensch, damit wir vergöttlicht werden. =theosis (Vergöttlichung)

Allerdings der Gnade nach, nicht der Natur nach.

Er sagte sinngemäß, dass der Mensch aus dem Nichts mit der Möglichkeit in der Gnade Gottes ewig zu leben, geschaffen wurde. Aber genauso kann der Mensch wieder ins Nichts (für ihn bedeudete das Nichts die Verderblichkeit) zurückfallen. Nach Athanasius ist der Sündenfall der Moment, in dem der Weg zur Verderblichkeit wieder geöffnet wird, in der die Gemeinschaft mit Gott bedroht ist. Jesus Christus schafft nun die reale, vollkommene Gemeinschaft mit Gott, daher Vergöttlichung.


Was den Sündenfall betrifft, meinte allerdings Irenäus von Lyon (gst.202) dass der Sündenfall unausweichlich war, da der Mensch geschaffen und nicht vollkommen ist. Der Mensch (Adam) befindet sich am Anfang eines Weges, er ist wie ein Kind. Daher ist auch der Gang durch die Geschichte unausweichlich, damit der Mensch zur Reife kommt. Und nur durch die Sünde kann der Mensch reifer werden.
Den Sündenfall sieht er nicht vordergründig mit Schuld verbunden, sondern als eine notwendige Erfahrung.

Und Gott wurde Mensch, damit sich der Mensch mit dem dem Unsterblichen vereinigen kann und so unsterblich wird, sinngemäß nach Irenäus.
 

moebius

Well-Known Member
Registriert
11. März 2009
Beiträge
42.486
AW: Warum soll Gott in die Welt gekommen sein???

....


Ich möchte hier den Zugang eines Kirchenvaters vorstellen:

1. Athanasius von Alexandrien meinte, Jesus Christus wurde Mensch, damit wir vergöttlicht werden. =theosis (Vergöttlichung)


2. Und Gott wurde Mensch, damit sich der Mensch mit dem dem Unsterblichen vereinigen kann und so unsterblich wird, sinngemäß nach Irenäus.

Zu 1.:
Und wann lebte und starb dieser Kirchenvater :dontknow:

Zu 2.:
:ironie: Aber nicht Irenäus Eibl-Eibesfeldt ...:lachen::lachen::lachen:
 

Eulenspiegel

Well-Known Member
Registriert
9. August 2009
Beiträge
2.435
AW: Warum soll Gott in die Welt gekommen sein???

das würde im logischen schluss bedeuten, dass ein kind, ein mensch, in der sahelzone oder einer sonstigen umgebung geboren dann was ist?

ist es dumm, wenn es in einer umgebung auf die welt gekommen ist, wo die chancenlosigkeit praktisch vorprogrammiert ist?

für mich haut diese logik nicht hin. wenn keine möglichkeiten gegeben sind, kann sich intelligenz nicht ausbilden.


es ist doch vielmehr so, dass die gier von wenigen so wenig übrig läßt, dass viele nur noch schlecht oder nicht überleben können.

von der verantwortung fürs tun und unterlassen sind die, die die fäden in der hand haben, nicht frei gesprochen...gott, so existent, kann man das nicht in die schuhe schieben, denk ich.
Sie würden hier sterben obwohl man in der Sahelzone noch Jahrhunderte nach Beginn der "Kleinen Einzeit" überleben könnte.
Was nun?​
 

rotegraefin

New Member
Registriert
28. März 2009
Beiträge
8.415
AW: Warum soll Gott in die Welt gekommen sein???

Das dachte ich mir schon so, das du so denkst.
Dann weiß ich es sehr zu würdigen, dass Du die Ehrlichkeit besitzt mir Deine Gedanken über mein Denken mitzuteilen. Das nenne ich doch einmal eine gute Einleitung zu einem Gedankenaustausch.
Von solchen Menschen möchte ich aber keine Belehrungen!
Das kann ich gut verstehen. Ich hasse es auch belehrt zu werden und drücke lieber meine eigenen Gedanken und Meinung aus.
Denn sie schnattern über viele Dinge, ohne je einmal eine tiefe Erfahrung gemacht zu haben.
Ja und solche elenden Schnattergänse bringen es doch tatsächlich fertig, dass ich keinen einzigen klaren Gedanken mehr fassen kann. Sie sind wirklich ein elendes Kreuz für Menschen mit tief schürfenden Erfahrungen. Unser werter Leerer des Nichts hat sich da wirklich eine große Aufgabe gestellt in diesem Forum.
Sie schwimmen immer mit dem Strom, weil es so bequem ist!
Jeder Fluss mündet doch früher oder später im Ozean und
Was kümmert mich der Schiffbruch,
wenn Gott der Ozean ist?

:dontknow:

Nee ich denke eher, als Adam sah, das Eva die Schlange als Wissen erkannte, flog er aus dem Paradies und erschuf auf Erden Gesetze über die Frau!:lachen:
Das sehe ich noch anders und erfahre es täglich neu, das Paradies geht da verloren wo die Verantwortung von einem zum anderen geschoben wird.
Die Verführung der Schlange bedeutet die weltliche Einstellung wenn dann Die Erkenntnis Gottes beinhaltet aber ohne wenn und aber:
Ich bin göttlich und okay! Du bist göttlich und okay!
:geist:
rg​
 

Bherka

New Member
Registriert
26. Dezember 2007
Beiträge
706
AW: Warum soll Gott in die Welt gekommen sein???

Dass der Mensch ein moralisches Gerüst braucht, stelle ich einmal außer Frage.

Was mich wundert ist, dass die meisten Gott als personifiziert, strafend, urteilend sehen. Andere gehen von einem Geist aus, der AUSSERHALB von uns sein muss.

Ich sehe das so: Gott IST der Geist. Und er ist überall, folglich auch IN uns. Und da es derselbe Geist ist, der in uns allen und um uns alle herum ist, sind wir in Wahrheit nicht voneinander getrennt. Uns alle verbindet das Göttliche, eben dieser Geist.

Dieses All-Verbindende macht moralische Vorschriften notwendig, damit man den anderen Menschen als gleichwertig sieht. So meinen es auch die Weisheiten, wie "Alle Menschen sind Brüder", "liebe den Nächsten wie dich selbst". Wir alle sind Bestandteile des umfassenden göttlichen Geistes. Nur unsere Scheuklappen und unsere Egozentrik verhindern, dass wir das wahrnehmen. ;)

Seht nicht das Trennende, sondern das Gemeinsame!

Viele Grüße

Konfuzi

Ein schon altes Thema, aber immer noch interessant:
Code:
Was mich wundert ist, dass die meisten Gott als personifiziert, strafend, urteilend sehen. Andere gehen von einem Geist aus, der AUSSERHALB von uns sein muss.
Wer kein wirkliches und wahres Wissen über Gott hat, der möchte doch trotzdem verständlicherweise irgendwie verstehen: "Wer und was ist "Gott!" Also zimmert er sich selbst ein Bild von Ihm, oder nicht? Und je nachdem welches Innenleben jemand hat, so sieht halt seine Vorstellung von Gott aus! Da wir Menschen innerlich alle verschieden sind, so ist auch das selbst gemachte Bild von Gott auch ganz verschieden von allen anderen, oder nicht?

Code:
Ich sehe das so: Gott IST der Geist. Und er ist überall, folglich auch IN uns. Und da es derselbe Geist ist, der in uns allen und um uns alle herum ist, sind wir in Wahrheit nicht voneinander getrennt. Uns alle verbindet das Göttliche, eben dieser Geist.
Wenn du mit "Geist" meinst, daß Gott unsichtbar, subtil ist, kann ich dir nur zustimmen. Sichrlich ist Er auch Allgegenwärtig, aber nur für diejenigen, die Ihn akzeptieren so wie Er ist. Wenn Er aber in uns wäre, wie verstehst du dann, daß Gott bei Seiner Unfehlbarkeit und unbegrenzter Liebe uns Menschen so verderben werden ließ, und in Not und Verzweiflung gebracht hat? Allerdings sind wir menschliche Seelen mit unserem Vater, der Höchsten Seele verbunden; wie sollte es auch anders sein, zwischen Vater und Kind? Natürlich kann diese Verbindung nur auf spiritueller Basis vorhanden sein!

Code:
Dieses All-Verbindende macht moralische Vorschriften notwendig, damit man den anderen Menschen als gleichwertig sieht. So meinen es auch die Weisheiten, wie "Alle Menschen sind Brüder", "liebe den Nächsten wie dich selbst". Wir alle sind Bestandteile des umfassenden göttlichen Geistes. Nur unsere Scheuklappen und unsere Egozentrik verhindern, dass wir das wahrnehmen.

Wer wirklich erkennt, daß er ein Seelenkind des Höchsten, der Höchsten Seele, dem Vater aller Seelen ist, der wird definitiv auch dafür seine Verantwortung aufnehmen und dementsprechnd leben. Aber wie viele Menschen gibt es davon? In den Augen Gottes sind alle Seine Seelenkinder gleichwertig, auch wenn sie unterschiedliche Neigungen haben. Und wenn du nach dem Grund fragst, warum Gott nicht richtig erkannt wird: So nenne ich hier erstmal nur den Oberbegriff "Körperbewußtsein", was allerdings darunter zu verstehen ist, müßte noch näher erklärt werden. Trotzdem kann niemand eine Schuldzuweisung erteilt werden, weil alles was geschieht so und nicht anders im Weltenfilm vorgesehen ist und deshalb niemand wirklich eine Schuld dazu trifft. Das soll zwar nicht heißen, wir können so weiterleben und uns in unseren Fehlern suhlen.
Liebe Grüße Bherka
 
Werbung:
Oben