Bei Normalbürgern weiß ich, dass manche Ehe gescheitert ist, weil die Familie in finanzielle Not geraten ist, beispielsweise wegen Arbeitslosigkeit, aber bis zum Suizid ist noch viel Spielraum. Psychische Labilität gehört meines Wissens auch dazu, um einen solchen Schritt zu machen.
Was den Vergleich mit den Kindern angeht, sie sind zum Glück kein Eigentum und man kann sie nicht mit einem finanziellen Verlust vergleichen. Wenn man vier Kinder hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass einem von ihnen etwas zustößt statistisch gesehen größer, als wenn man zwei Kinder hat. Andersherum, wenn man vier Millionen hat, dann will man auch die fünfe Million erreichen, aber bei vier Kindern will man nicht unbedingt ein fünftes Kind, außer man heißt Elon Musk, dann will man ein Dutzend Kinder mit vielen Frauen...
Im verlinkten Interview wird erwähnt, dass man mit dem, was man hat nur kurz zufrieden ist und nach einer gewissen Zeit will man wieder mehr, weil die neue Errungenschaft wieder Freude bereitet. Der kleine Mann will ein neues Auto und die Superreichen brauchen dann eine neue, größere Yacht, um wieder Freude daran zu haben. Das ist die menschliche Natur.
Das Glück ist übrigens etwas Flüchtiges und das ist oft unabhängig vom Reichtum. Ich beneide beispielsweise kein Bisschen Elon Musk, allein schon, weil mir seine Erfahrung mit seinem ersten Kind erspart geblieben ist, das mit 10 Monaten an plötzlichem Kindestot gestorben ist. Ich beneide ihn aber auch umso weniger für sein Asperger-Syndrom, dem er hauptsächlich seinen Reichtum zu verdanken hat. Meine Wahrnehmung der Welt und meine Einstellung zum Leben sind mir viel wichtiger. Ich bin zufrieden mit meinem Leben, so wie es bisher verlaufen ist und ich möchte mit keinem tauschen.