• Willkommen im denk-Forum für Politik, Philosophie und Kunst!
    Hier findest Du alles zum aktuellen Politikgeschehen, Diskussionen über philosophische Fragen und Kunst
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Ich kenne den Sinn des Lebens

Werbung:
Ja, so auch im Falle der Superreichen. Auch dort sind nur eine Minderheit suizidgefährdet.
Zwischen dem damals auf 6,9 Mrd. € geschätztem Vermögen Merckles und dem eines arbeitslosen Deutschen oder Österreichers sehe ich trotzdem einen viel größeren Unterschied als zwischen dem Vermögen eines besagten Deutschen oder Österreichers und dem eines in den Favelas Lebenden in einem Entwicklungsland.
Suizid hat viel mit der Person und ihrer psychischen Verfassung zu tun und ist zum Glück sehr selten.
Doch, denn es geht um Verlust. Und verlieren kann man sowohl Eigentum wie auch Kinder. Es liegt in der Natur eines Vergleiches, dass man UNTERSCHIEDLICHES miteinander vergleicht.
Wenn man Kinder hat, kennt man den Unterschied.
Es geht auch nicht um zusätzliche Kinder oder Millionen, sondern um den Verlust dessen, was man gerne hatte. Und man kann eben nicht verlieren, was man niemals hatte.
Mir ging es darum, dass man den Verlust des Eigentums nicht mit dem Verlust eines Kindes vergleichen kann. Materielle Werte kann man wieder zurückgewinnen - ein verstorbenes Kind niemals.
Richtig, so verhält es sich auch mit Lottogewinnern. Nach einer kurzen Phase der Euphorie, sinkt ihr Glücksempfinden wieder auf das vorige Niveau ab - und nicht selten auch weiter runter.
Es sind die anvisierten Ziele, die einen Menschen begeistern, ihn leben lassen. Es ist nicht das schon Erreichte.
Und schon sind wir uns wieder einig.
Ähnliches würde wohl Elon Musk zu der Idee, seinen Lebenslauf gegen deinen einzutauschen, sagen.
Sein Lebenslauf hat mit seiner Geburt begonnen - genauso wie meiner. Bereits die Biologie wäre im Weg, wenn es darum ginge, dass wir unsere Lebensläufe eintauschen können und das ist gut so. Ich habe die Fähigkeit, mich in andere Menschen zu versetzten und ihre emotionale Situation nachzuvollziehen. Ein vom Asperger-Syndrom Betroffener kann das nicht. Das interpretiere ich als partielle Wahrnehmung der Welt, was für mich bedeuten würde, dass ich umsonst gelebt hätte.
 
Wenn einem die Phantasie fehlt, um seinem Leben einen Sinn zu geben, dann holt ihn die Realität des Lebens früher oder später ein.
 
Werbung:
Zurück
Oben