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Warum entfernt die Kirche das 2 Gebot?

AW: Warum entfernt die Kirche das 2 Gebot?

Dazu fällt mir eine kleine Geschichte ein:

Kommt der TOD zur alten Frau und sagt: "Komm, es ist Zeit!"
Antwortet die Frau: "Siehst du nicht, dass ich jetzt gar keine Zeit habe mitzukommen? Ich muss noch das Essen für meine Enkel kochen, die gleich aus der Schule kommen."
Sagt der TOD: "Ist gut, ich komme morgen wieder."
Am nächsten Morgen klopft der TOD erneut an die Tür der Frau: "Ach, da bist du ja schon wieder," sagt diese, "aber siehst du nicht, dass ich noch die Wäsche bügeln muss ?"
"Doch, das sehe ich," sagt der TOD: "Ich komme in den nächsten Tagen mal wieder vorbei."
Einige Tage später klopft der TOD erneut an die Tür der alten Frau.
Diese begrüßt ihn freudig: "Schön, dass du kommst, jetzt bringst du mich bestimmt in Paradies, stimmt's?"
Fragt der TOD zurück: "Gute Frau, was glaubst du eigentlich, worin du die ganze Zeit warst ?"
Helau:clown2:
 
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AW: Warum entfernt die Kirche das 2 Gebot?

Dazu fällt mir eine kleine Geschichte ein:

Kommt der TOD zur alten Frau und sagt: "Komm, es ist Zeit!"
Antwortet die Frau: "Siehst du nicht, dass ich jetzt gar keine Zeit habe mitzukommen? Ich muss noch das Essen für meine Enkel kochen, die gleich aus der Schule kommen."
Sagt der TOD: "Ist gut, ich komme morgen wieder."
Am nächsten Morgen klopft der TOD erneut an die Tür der Frau: "Ach, da bist du ja schon wieder," sagt diese, "aber siehst du nicht, dass ich noch die Wäsche bügeln muss ?"
"Doch, das sehe ich," sagt der TOD: "Ich komme in den nächsten Tagen mal wieder vorbei."
Einige Tage später klopft der TOD erneut an die Tür der alten Frau.
Diese begrüßt ihn freudig: "Schön, dass du kommst, jetzt bringst du mich bestimmt in Paradies, stimmt's?"
Fragt der TOD zurück: "Gute Frau, was glaubst du eigentlich, worin du die ganze Zeit warst ?"
Helau:clown2:

Sprache ist Kulturgut und schafft oftmals Begriffe als Ausdruck einer Situation, welche die Natur als sog. reale Wirklichkeit nicht kennt; Religion und Märchenliteratur stehen exemplarisch für linguistische (Schein-) Lösungen als angenehm verträgliche (Schein-) Wirklichkeit zur Verfügung; die Sprache (mittlerweile der Film mit Spezialeffekts) kann „Wirklichkeiten“ erzeugen, wo die „Wirklichkeit“ nur staunen kann. Die Bibel u. a. Religionsbücher kann man sicher auch als „Vorläufer“ von „Phantasiefilmen“ mit viel Action, einem Helden, einer Moral mit „gut“ und „böse“, leicht verdaulich für jeden Leser (oder Zuseher) betrachten.

Gruß
K. M.
 
AW: Warum entfernt die Kirche das 2 Gebot?

Ja, das mag durchaus so sein....!
Allerdings fragt im Falle der von mir erzählten Geschichte der TOD auf dem Niveau bzw. vor dem Hintergrund der Diskussionen, die im 20. Jahrhundert und frühen 21. Jahrhundert von bzw. zwischen Philosophen und denkenden Theoretischen Physikern zum Thema Zeit/Ewigkeit geführt worden sind. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die Fragen und Reflexionen von
A. Einstein, R. Carnap, L. Wittgenstein, O.F. Bollnow, M. Heidegger und Carl Friedrich von Weizsäcker ...
Linguistische/germanistische Kommentare verfehlen an dieser Stelle den Kern und möglichen Wahrheitsgehalt dieser Geschichte, der mit einem fundamentalen Thema des Mensch-seins zu tun hat, vermutet moebius.
Aber jeder liest halt einen Text mit seinen Augen! (Bzw. seinem hermeneutischen Vor-Verständnis). H.G. GADAMER lässt :winken3:
 
AW: Warum entfernt die Kirche das 2 Gebot?

Ja, das mag durchaus so sein....!
Allerdings fragt im Falle der von mir erzählten Geschichte der TOD auf dem Niveau bzw. vor dem Hintergrund der Diskussionen, die im 20. Jahrhundert und frühen 21. Jahrhundert von bzw. zwischen Philosophen und denkenden Theoretischen Physikern zum Thema Zeit/Ewigkeit geführt worden sind. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die Fragen und Reflexionen von
A. Einstein, R. Carnap, L. Wittgenstein, O.F. Bollnow, M. Heidegger und Carl Friedrich von Weizsäcker ...
Linguistische/germanistische Kommentare verfehlen an dieser Stelle den Kern und möglichen Wahrheitsgehalt dieser Geschichte, der mit einem fundamentalen Thema des Mensch-seins zu tun hat, vermutet moebius.
Aber jeder liest halt einen Text mit seinen Augen! (Bzw. seinem hermeneutischen Vor-Verständnis). H.G. GADAMER lässt :winken3:

genau so denke ich auch:

Denn die Natur kennt keinen: „Tod“, keine „Zeit“ oder „Ewigkeit“ in unserem Sinne, die Sprache ist eine durch Menschen entwickelte Kommunikation als Annäherung eines Zustandes in unserer Wahrnehmung einer sog. menschlich- subjektiven Wirklichkeit, am meisten wurde mir dieser Umstand beim Übersetzen altägyptischer Texte bewusst.

Der Wesenskern bei: Zeit- Raum, Ewigkeit, liegt vielleicht in unserer menschlich- beschränkten Sinneswahrnehmung; persönlich bewusst wurde mir dieser Umstand wieder beim Übersetzen, besonders bei altägyptischen Bautexten, wo es den Erbauern beim exakten Ausrichten des Grundrisses von Gebäuden zur Bauzeit unvorstellbar war, dass in ein- zwei Jahrtausenden (die ägyptische Geschichte selbst ist so alt) die Durchlassöffnungen (wo an einem bestimmten Tag im Jahr das Sonnenlicht an einen bestimmten Punkt fällt), merklich nicht mehr stimmt (stimmen kann) weil die Rotation der Planeten sich elliptisch, um die eigene „leicht schräg“ gehaltene Achse drehend, nicht mehr genau den Ausgangspunkt erreicht, sondern davon abweicht; heute macht man sich diesen Umstand zunutze und kann aufgrund dieser Abweichung, dem Abstand des Lichteinfalls vom damals gekennzeichneten Punkt am Bauwerk relativ genau dessen Entstehungszeit, sofern dieser Umstand vorhanden ist, (rück-) rechnen.

(die von Dir genannten Wissenschaftler und Autoren: A. Einstein, R. Carnap, L. Wittgenstein, O.F. Bollnow, M. Heidegger und Carl Friedrich von Weizsäcker, haben dieses, ohnehin kaum haltbare starre aristotelische Weltbild, noch haus der griechischen Antike stammend, das im Christentum auch großteils übernommen wurde, entgültig widerlegt)

Ich finde es eben „unfair“ wenn Religionen (egal welche) sich den Umstand des bislang noch unerforschten, oder unerklärbaren „herausnehmen“ und da „Gott“ hineinbasteln und damit Macht ausüben.

Gruß
K. M.
 
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AW: Warum entfernt die Kirche das 2 Gebot?

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(die von Dir genannten Wissenschaftler und Autoren: A. Einstein, R. Carnap, L. Wittgenstein, O.F. Bollnow, M. Heidegger und Carl Friedrich von Weizsäcker, haben dieses, ohnehin kaum haltbare starre aristotelische Weltbild, noch haus der griechischen Antike stammend, das im Christentum auch großteils übernommen wurde, entgültig widerlegt)
mir kommt´s vor, dass du immer noch im mittelater lebst...(denn deine formulierung impliziert, dass christentum das aristotel. weltbild bis dato nicht überwunden hat)

Ich finde es eben „unfair“ wenn Religionen (egal welche) sich den Umstand des bislang noch unerforschten, oder unerklärbaren „herausnehmen“ und da „Gott“ hineinbasteln und damit Macht ausüben.

A. Einstein: "Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft blind."

Carl Friedrich von Weizsäcker war überzeugter Christ und ist daher untauglich für die Argumentation von Atheisten.

Der Harvard Astronom und Wissenschaftshistoriker Owen Gingerich verteidigt die Vereinbarkeit von Glauben und Wissenschaft. Ihm sind die "Intelligent Design"-Apostel ebenso zuwider wie die Dawkinsschen Materialisten. Er führt immer wieder sein großes Vorbild an, Johannes Kepler, dessen tiefer Gottesglaube für wissenschaftliche Durchbrüche verantwortlich war.
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kultus, du bist als historiker ein guter handwerker, aber das abstrakte denkweise ist dir bisher völlig fremd ... vielleicht, wenn du ohne vorurteile und genug konzentriert sowohl die alten als auch die neuen philosophen zu studieren beginnst, dann öffnet sich dir eine faszinierende neue welt... bis dahin bleibst du mit deinen trivialen argumenten auf der oberfläche der vielschichtigen realität.....:geist:
 
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AW: Warum entfernt die Kirche das 2 Gebot?

mir kommt´s vor, dass du immer noch im mittelater lebst...(denn deine formulierung impliziert, dass christentum das aristotel. weltbild bis dato nicht überwunden hat)

Praktisch ist diese Aufrechterhaltung für die Kirche unmöglich; denn da müsste man den gesamten Schöpfungsbericht streichen. Um diesen Problemen entgegenzuwirken, betreibt der Vatikan u.a. eine Sternenwarte

(http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,400601,00.html, http://de.wikipedia.org/wiki/Vatikanische_Sternwarte)

Die evolutive Anpassung zeitgemäßer Herausforderungen kommt im Titel: " Warum entfernt die Kirche das 2 Gebot?" wunderbar zum Ausdruck.

A. Einstein: "Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft blind."

Was blieb Einstein anderes über; wesentlich mitfinanziert wurde er über die Kultusgemeinde, sich da selbst vollkommen atheistisch darzustellen, hätte ihm diese Kariere, die Hilfestellung seiner Veröffentlichungen nicht ermöglicht.

Carl Friedrich von Weizsäcker war überzeugter Christ und ist daher untauglich für die Argumentation von Atheisten.

Der Harvard Astronom und Wissenschaftshistoriker Owen Gingerich verteidigt die Vereinbarkeit von Glauben und Wissenschaft. Ihm sind die "Intelligent Design"-Apostel ebenso zuwider wie die Dawkinsschen Materialisten. Er führt immer wieder sein großes Vorbild an, Johannes Kepler, dessen tiefer Gottesglaube für wissenschaftliche Durchbrüche verantwortlich war. ...............

Carl Friedrich von Weizsäcker (auch bei anderen genannten verhält es sich ähnlich) war als Philosoph hochgebildet, als solcher sah er auch das Christentum, genau so wie der Papst, oder andere „christliche Intellektuelle" im „christlichen Glauben“ eine Ausformulierung des Miteinanders, das kann man kritisieren, oder differenziert sehen; auch ich als überzeugter Atheist bin mit einigen Ansichten des Papstes einer Meinung. Bis heute müssen sich Wissenschaftler bei Veröffentlichungen an staatsrechtliche Vorgaben halten, wenn sie populärwissenschaftlich veröffentlichen, oder öffentliche Aussagen machen, in Form der Anerkennung der staatlichen Mythologie (sonst gibt’s keine Förderungen).

Gruß
K. M.
 
AW: Warum entfernt die Kirche das 2 Gebot?

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1. A. Einstein: "Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft blind."

2. Carl Friedrich von Weizsäcker war überzeugter Christ und ist daher untauglich für die Argumentation von Atheisten.

3. Der Harvard Astronom und Wissenschaftshistoriker Owen Gingerich verteidigt die Vereinbarkeit von Glauben und Wissenschaft. Ihm sind die "Intelligent Design"-Apostel ebenso zuwider wie die Dawkinsschen
...
Zu 1.:
Ja, allerdings lässt sich EINSTEIN durch sein Konzept der kosmischen Religiosität nicht für Vereinnahmungsversuche durch das, was er Furcht- und Moralische Religionen (Judentum, Christentum, Islam) genannt hatte, für monotheistische-kirchliche Zwecke missbrauchen:
http://www.kosmische-religiositaet.de/
Zu 2.:
Ja! Allerdings hatte er zur christlichen Religion als Mitglied der protestantischen Kirche mehr Fragen als diese Antworten, was ich an entsprechenden Texten ausführlich belegen könnte !!!
Zu 3.:
Das spricht für Gingerich ...
moebius
 
AW: Warum entfernt die Kirche das 2 Gebot?

der tod ist in der physischen welt real und darum keine fehlinterpretation im bezug auf materie.
ob der tod eine veränderung in seiner existenz ist, es bleibt der mystik (dem glaube) überlassen...

Würde ich nicht unbedingt so sehen, laut Energieerhaltungssatz in der Physik kann Energie nicht verloren gehen sondern nur umgewandelt werden, das bedeutet das es für Materie keinen Tod gibt sondern nur Veränderung, im extremsten Fall existiert nur mehr die Energie ohne Materie. Die Wahrnehmung seiner eigenen Existenz kann nur durch ein bestimmtes Muster der Wechselwirkung der Materie entstehen. Wenn man stirbt ist die Materie oder Energie aus der man besteht ja noch da jedoch kann das Muster der Wechselwirkung kein Bewusstsein mehr erzeugen das ist dann als ob man Bewusstlos wäre. Ich sehe da Beweis Probleme da man nur Subjektiv für sich Selbst etwas Beweisen kann und es keine echte Objektivität gibt kann man den Tod nicht Beweisen er bleibt also Spekulation da man ja nichts wahrnehmen kann, hingegen ist die Existenz auch Subjektiv nachweisbar daraus schließe ich das diese Absolut und unsterblich ist.

Da in der ewigen Existenz des nennen wir es einfach Multiversum, unendlich viele Möglichkeiten existieren also auch unendlich viele Muster von Wechselwirkungen entstehen können wäre es nur eine Frage der Zeit bis das gleiche Muster das unser Bewusstsein erzeugt hat wieder auftaucht wo auch immer das sein mag. Das beste daran ist weil man in der Zwischenzeit nichts Wahrnehmen kann würde der Übergang von dem alten auf das neue Bewusstsein sofort erfolgen auch wenn dazwischen 1000 Milliarden Jahre vergehen. Das wirft aber dann eine Frage der Identität auf ob ich das dann noch immer bin obwohl mein Bewusstsein mich wahrnehmen kann.
 
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AW: Warum entfernt die Kirche das 2 Gebot?

Zu 1.:
Ja, allerdings lässt sich EINSTEIN durch sein Konzept der kosmischen Religiosität nicht für Vereinnahmungsversuche durch das, was er Furcht- und Moralische Religionen (Judentum, Christentum, Islam) genannt hatte, für monotheistische-kirchliche Zwecke missbrauchen:
http://www.kosmische-religiositaet.de/ .................

moebius

An diesem Beispiel kann man allerdings auch erkennen, dass das nur schwer möglich ist, denn bereits im Wort „Religion“ (bereits erwähnt im Beitrag Nr.: 77) steckt der Wortstamm religio, onis, f. (*religo, ere, wov. religens), die rücksichtliche Beachtung, I) im allg., die gewissenhafte Berücksichtigung, die auf einem inneren Gefühle beruhende gewissenhafte Sorgfalt, -Genauigkeit, die Gewissenhaftigkeit, nimia, Cic.: antiqua, Cic.: hac ego religione (gewissenhafte Berücksichtigung jedes einzelnen) non sum ab hoc conatu repulsus, Cic.: nulla in iudiciis severitas, nulla religio... existimantur esse, Cic.: u. so nullus deûm metus, nullum iusiurandum, nulla religio, Gottlosigkeit, Meineidigkeit, Gewissenlosigkeit, Liv. - mit obj. Genet., non nullius officii, privati officii, eines bedeutenden, eines persönlichen Pflichtverhältnisses, Cic. - mit subj. Genet., fides et rel. iudicis, Cic.: testimoniorum rel. et fides, Cic.: fides et religio vitae (gewissenhafter Lebenswandel), Cic.: Atheriensium religioni (gewissenhafte Sorgf.) servire, Cic.: admirari fidem alcis et in consilio dando religionem, Cic.

[Lateinisch-deutsches Handwörterbuch: religio. Georges: Lateinisch-Deutsch / Deutsch-Lateinisch, S. 47933 (vgl. Georges-LDHW Bd. 2, S. 2293-2294)]

Automatisch bildet diese „rücksichtliche Betrachtung“ (religio) auch einen Kontext zu (bestehenden) Welt- Religionen. Es ist vielleicht besser stattdessen den Begriff „Spiritualität“ zu verwenden, um nicht vereinnahmt zu werden.

Gruß
K. M.
 
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