AW: Über den Sinn unseres Daseins.
Nicht leicht zu lesender, aber sehr interessanter Text.
Wobei ich mich trotzdem zweifelnd frage,
ob u.a. die schwere Lesbarkeit nicht schon wieder Indiz
für diametrale Gegenläufigkeit zum postulierten Inhalt ist.
Man kann sich nicht waschen, ohne nass zu werden.
Demzufolge bleibt nasser Zustand mysteriöser solcher.
"Aber die Poesie, die Musik und später die Malerei ..... sind Sprachen, die auf ihre ungewohnten Referenten verweisen, indem sie sich ausgehend von Resonanzen konstituieren, die sie beim Künstler wie beim Rezipienten hervorrufen. Rilkes „Engel“ sind nicht mehr jene der Tradition, sind nicht mehr die der Bibel und der Theologie. Sie entwachsen dem von seinen Gedichten geschaffenem Raum und stiften neue Bedeutungen. Diese Sprachen sind an keine Ontologie, sind weder an die Transzendenz noch an die Immanenz konstitutiv gebunden. "
Wie kann man so eine Aussage (die markierte) treffen,
ohne zu leugnen, was man zuvor noch für möglich erachtete?
Also das Vorhandensein rranszendenter Räume
jenseits traditioneller Vorstellungen?
Und gab es solche Vorstellungen überhaupt je verbindlich
oder nicht doch eher immer schon Menschen,
die ganz andere Wege gingen und eben darum auch
um jene Räume wussten, die Traditionsverhaftung verborgen bleiben?