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Klassenlose Gesellschaft

der mensch ist, wie er ist.

Ich denke, eine klassenlose Gesellschaft ist eine Utopie. Wenn man eine Utopie verwirklichen will, kommt es zu einer Diktatur. Die Menschen sind nun mal so, wie sie sind. Egoistisch, macht- und geldgierig. Wären sie anders, hätten sie keine Bedürfnisse, oder Wünsche, wären sie vielleicht besser, aber sie wären eher Maschinen oder Roboter. Der Mensch ist eben Mensch, weil er Fehler macht. Deshalb könnte er nie mit einem klassenlosen System klar kommen, weil er immer mehr haben will, als sein Nachbar oder sogar Familienmitglied.
Natürlich bin ich auch dafür, dass man armen Menschen helfen sollte, und ich weiß auch, das jeder Mensch das Recht auf Leben hat. Natürlich sollte er nicht hungern und frieren. Aber wie soll man das den verwirklichen? Es geht nicht. Das ist eine Sache, die zwar sehr schmerzt, aber um dies zu ändern, muss sich die ganze Menschheit ändern. Und ich glaube, das geht erstens, nicht so schnell, und zweitens nicht so leicht...
liebe/r sysiphos,
deiner ansicht kann ich nur voll und ganz zustimmen.

dermensch ist wie er ist.
und jedes (verbesserte) system muss in 1.linie mal vom IST-zustand ausgehen.
diesen einfach anders haben zu wollen, als er ist, kann niemals klappen.
das ist dann so wie in der schule, wo die lehrer schon bei schulbeginn die fertigen kinder wollen....und jeder fehler geahndet oder vermieden wird.

doch von einer anderen sicht des sich entwickelns und lernens ist unsere gesellschaft schon noch etwas entfernt.

aber, was nicht ist, kann ja noch werden...

liebe grüße und herzlich willkommen
kathi :)
 
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AW: der mensch ist, wie er ist.

doch von einer anderen sicht des sich entwickelns und lernens ist unsere gesellschaft schon noch etwas entfernt.

hallo kathi,

glaube ich nicht, glaube vielmehr dass sie (die gesellschaft - also wir alle) mittendrin sind, im entwickeln, lernen, wurschtln, erkennen, etc etc.....

lg johanna
 
AW: Klassenlose Gesellschaft

Hallo Leute!

Als ehemaliger Lehrer wehre ich mich entschieden gegen eine klassenlose Gesellschaft!
Wo kämen wir denn hin in einer Schule ohne Klassen?!

Spaß bei Seite...

Schon im Urchristentum gab es Probleme.
Angeblich warfen die Gemeindemitglieder das Geld in einen gemeinsamen Topf und jeder entnahm, was er brauchte. Das ging vielleicht kurze Zeit gut, war aber keine Dauerlösung.
Aus meine WG-Zeit Anfang der 70er habe ich ähnliche Erfahrungen.
Alle waren gleich, doch ein paar waren noch gleicher...

Die klassenlose Gesellschaft wird es meiner Meinung nach erst dann geben,
wenn alle Menschen völlig gleich sind. Also nie ...

Ich ehre und achte zwar alle Bestrebungen, die auf die Verwirklichung der Utopie hinauslaufen, glaube aber nicht an die Möglichkeit.
Es wird immer Anführer geben und Fußvolk, Macher und Gemachte und mir fielen bei Bedarf noch Hunderte von Gegensatzpaaren ein.

Solange es diese Gegensätze zwischen Einzelnen gibt, bleibt die klassenlose Gesellschaft meiner Ansicht nach eine Utopie.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
 
Klassenlose Gesellschaft - Nein danke !

Mein Fremdwörterbuch sagt folgendes: (Wahrig 2007)
Utopie - Wunschtraum, hirngespinst, Schwärmerei

Wär es nicht schoen, wenn alle Menschen gleich wären?
Das ist eine utopische Wunschvorstellung (Achtung Stilmittel)

Erstmal zu meinen Vorpostern:
hermann - Kann ich zu 100% NICHT nachvollziehn, obwohl du bei dem Thema Utopie voll und ganz in deinem Element zu sein scheinst
Sisyphos' Beitrag ist meine Wellenlänge (der gesamte)
Galamar - Wieviel wovon braucht ein Mensch denn wirklich?

Ich habe auch das Glück z.Zt. die Erfahrungen des WG-Lebens machen zu dürfen.
Alle zahlen das gleiche für den Strom, aber wie kann ich da zufrieden sein, wenn ich, aus Umweltbewusstsein spare und mein Mitbewohner seinen PC 24h/Tag und 7 Tage die Woche laufen lässt?

Oder Anders:
Wer will denn bitte sehr gleich behandelt werden?
Wenn in der guten Idee des Sozialismus alle Arbeiter das gleiche bekamen und nicht nach Leistung bezahlt wurdde, gab es auch zur Genüge jene, welche halt einfach gar nichts taten und sich die Zeit vertrieben.
Obwohl ich der DDR einiges zu Gute halten muss:
Die war dem Ziel dieser, jener Utopie näher als die jetzige BRD
Und ich für meinen Teil brauche keine 40 Sorten Wurst

Und wenn wir schon von den schwachen reden, sollten wir diese auch unterteilen und zwar in jene, welche nicht die Möglichkeiten haben sich selber ausreichend zu versorgen, und jene, welche nicht die Fähigkeiten besitzen.

Den ersteren Muss, für mein Erachten, auch Biegen und Brechen geholfen werden.
Und auch den letzteren darf man ein Recht auf Grundversorgung nicht absprechen.
Wenn man allerdings nicht (und ich hasse Darwin) selektiert, dann passiert nämlich mit der Uniformierung der Gesellschaft folgendes: (@kathi)
Eine Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied

Wenn wir uns ethisch Vorwärtsentwickeln, dürfen wir uns nicht in allem anderen Zurückentwickeln. (Eugenik)

Zu guter Letzt kann ich nur den Schinken mit den dünnen Seiten empfehlen (Bibel).

Klingt vllt. teilweise etwas dreist und genau dann solltet ihr nochmal drüber nachdenken, ob ich es wirklich so meine ;)
 
AW: Klassenlose Gesellschaft

Gut das wir diese Utopie haben! Auch wenn sie nicht erfüllbar ist, und die Erfüllung eher einem Albtraum gleich käme, so stellt sie, die Utopie der klassenlosen Gesellschaft, doch einen Gegenpol dar. Alles hat halt sein Spiegelbild.

Einen kleinen Filmtip will ich an dieser Stelle noch los werden.

Rapa Nui
 
AW: Klassenlose Gesellschaft - Nein danke !

Hallo "interessenloser" Djasyl !

Und ich für meinen Teil brauche keine 40 Sorten Wurst
Ich auch nicht; 30 gute, von denen ich mir 15 auch leisten kann, genügen mir.

Wenn wir uns ethisch Vorwärtsentwickeln, dürfen wir uns nicht in allem anderen Zurückentwickeln. (Eugenik)
Stimme ich inhaltlich im wesentlichen zu; wobei ich es so empfinde, dass die technische und philosophische (nicht moralphilosophische) Entwicklung der ethischen bis jetzt ein gutes Stück voraus war und noch ist.

Klingt vllt. teilweise etwas dreist und genau dann solltet ihr nochmal drüber nachdenken, ob ich es wirklich so meine ;)
Das schreibst Du jetzt, wo ich schon von Deiner Ehrlichkeit ausgegangen bin.

Zeili
 
AW: Klassenlose Gesellschaft - Nein danke !

Galamar - Wieviel wovon braucht ein Mensch denn wirklich?

Ganau das ist ja das Problem. Genaugenommen braucht der Mensch ja nur eine Wohnung und genaug zu Essen aber wer würde sich denn schon damit zufrieden geben? Wie wärs also mit einem Nettoeinkommen von 3000€ im Monat? Da kann man dann aber auch nicht jeden Monat in den Urlaub fliegen...

Wenn man nur von dem ausgeht was jeder einzelne braucht dann wird es nimanden geben der mit dem was er hat zufrieden ist und wenn man von dem ausgeht was ein Mensch braucht um sich jeden Materiellen Wunsch zu erfüllen geht die Gesellschaft pleite (ausserdem macht Geld allein bekanntlich auch nicht glücklich)
Der Mensch ist halt nur zufrieden wenn er unzufrieden sein kann.
 
AW: Klassenlose Gesellschaft

Hallo Leute!

Als ehemaliger Lehrer wehre ich mich entschieden gegen eine klassenlose Gesellschaft!
Wo kämen wir denn hin in einer Schule ohne Klassen?!

Spaß bei Seite...

Schon im Urchristentum gab es Probleme.
Angeblich warfen die Gemeindemitglieder das Geld in einen gemeinsamen Topf und jeder entnahm, was er brauchte. Das ging vielleicht kurze Zeit gut, war aber keine Dauerlösung.
Aus meine WG-Zeit Anfang der 70er habe ich ähnliche Erfahrungen.
Alle waren gleich, doch ein paar waren noch gleicher...

Die klassenlose Gesellschaft wird es meiner Meinung nach erst dann geben,
wenn alle Menschen völlig gleich sind. Also nie ...

Ich ehre und achte zwar alle Bestrebungen, die auf die Verwirklichung der Utopie hinauslaufen, glaube aber nicht an die Möglichkeit.
Es wird immer Anführer geben und Fußvolk, Macher und Gemachte und mir fielen bei Bedarf noch Hunderte von Gegensatzpaaren ein.

Solange es diese Gegensätze zwischen Einzelnen gibt, bleibt die klassenlose Gesellschaft meiner Ansicht nach eine Utopie.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael

Hallo Raphael.
Hier in diesem eisernen Zeitalter gibt es sicherlich keine klassenlose Gesellschaft, da mußt du schon auf das goldene Zeitalter warten, das sehr bald kommen wird. Und die einzige Lösung ist die Liebe. Sie ist eine solch große Kraft, daß sie Berge versetzen kann. Dieser Ausspruch ist dir sicher bekannt, nicht wahr? Sie hängt direkt mit dem Goldenen zusammen. Denk mal darüber nach!
Liebe Grüße
hermann
 
AW: Klassenlose Gesellschaft - Nein danke !

Ganau das ist ja das Problem. Genaugenommen braucht der Mensch ja nur eine Wohnung und genaug zu Essen aber wer würde sich denn schon damit zufrieden geben? Wie wärs also mit einem Nettoeinkommen von 3000€ im Monat?

Hey, soll das eine Grenze darstellen für den Höchstverdienst? Oder meinst du, dass kostet ein halbwegs angenehmes Leben mindestens?

Ich käme mir vor wie ein Luxusweib, wenn ich 3000 € monatlich zur Verfügung hätte. Ich kann auch vergleichen, denn vor ca. 10 Jahren war ich in dieser Verdienstklasse. Hab aber einen großen Brocken des Geldes dafür verbraucht, dass ich den lukrativen Job machen konnte. Jetzt hab ich monatlich knapp weniger als ein Drittel und komm ganz gut zurecht. Denn vieles von den Dingen, die ich anfangs glaubte, schmerzlich entbehren zu müssen, brauche ich inzwischen gar nicht mehr. Mir geht nichts ab.

Übrigens stoße ich nicht in dieses Horn, dass alle immer nur immer mehr wollen. Viele die ich kenne, sind bereits jenseits der Konsumgier und reduzieren auch ihre Arbeitswut, weil sie erkannt haben, dass Lebensqualität viel mit einem selbstbestimmten Leben zu tun hat und wenig mit immer mehr haben Wollen.

Aber wie jeder zu dieser Erkenntnis kommt, das lässt sich nicht verordnen.

Unbestritten ist für mich derzeit, dass die Politik in Österreich in den letzten Jahren denen noch mehr zugeschoben hat, die schon viel haben, und das auf Kosten der Ärmeren. In meinen Augen eine Niederlage für die Sozialdemokraten, die jetzt in einer Koalition mit dieser unverschämten Politik der ÖVP mitmachen, und meinen, das sei notwendig, weil sonst die Koalition nicht hält.
Ich kann hier meine Parteikollegen nicht wirklich verstehen, denn dafür sind sie nicht gewählt worden.

Ob es um die Finanzierung des Gesundheitswesens geht, oder um die öfftenlichen Verkehrsmittel, oder auch um die Kinderbetreuung, die für sehr viele junge Frauen ein Voraussetzung dafür ist, dass sie ihren Beruf ausüben können, all das wird sehr halbherzig abgehandelt. Von der Bildungspolitik gar nicht zu sprechen.

Schweren Herzens muss ich zur Kenntnis nehmen, dass es anscheinend sehr leicht ist, an vollen Futtertrögen zu vergessen, wie es ist, wenn man da noch nicht angekommen ist. Minister und Parteifunktionäre der SPÖ, die meine Hoffnung waren, sind eben schon viel näher an der "Klasse" der oberen Zehntausend, was das Einkommen - und davon stark beeinflusst, die innere Haltung - betrifft, als diejenigen, die sie vertreten soll(t)en.

Klingt sehr enttäuscht, und das bin ich auch!
:blume1:
 
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AW: Klassenlose Gesellschaft

Man muss ja immer von der breiten Masse der "Allgemeinheit" ausgehen. Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel aber es bleibt trotzdem dabei, dass der größte Teil der Menschen eben nicht die nötige Erkenntnis besitzt, dass man sich seine Unzufriedenheit auch einreden kann...
 
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