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Ist es möglich glücklich zu werden?

PS:
Und wenn das Glück gerade daher kommt, man sich aber nicht die Zeit nimmt, weil man immer wichtige Termine hat, dann verpeilt man es.
Das kann man aber begreifen und lernen, dann hält man inne, lässt sich ein. Ist das dann Zufall oder Verdienst? Ich finde, beides bedingt sich.
 
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Allgemein ließe sich sagen, dass die Fragestellung nicht ganz richtig ist: "ob es möglich ist glücklich zu werden" -- es sollte eher lauten "ist es möglich zufrieden zu werden" -- denn wenn man es mit Glück theoretisch so handhabt, wie es auch ursprünglich gemeint war, dass es einen zufällig und schicksalshaft überfällt, so liegt es demgemäß nicht in unserer Macht glücklich zu werden, sondern sich des Glückes, wenn es denn kommt, entweder anzunehmen, oder auch nicht anzunehmen.
Ich habe schon manche helle Geister sprechen hören: "das Glück lag auf der Straße, aber ich habe es nicht aufgehoben." (auch sehr weise, wie ich finde)
 
per definitionem von Glück ist es so: "etwas, was Ergebnis des Zusammentreffens besonders günstiger Umstände ist; besonders günstiger Zufall, günstige Fügung des Schicksals" (Duden)
Da habe ich auch nichts zu mäkeln, aber Cassiopeia fragte ja, ob er/sie glücklich werden könne.
Aber mein PS und Dein zeitgleich abgeschickter Beitrag meinen doch ohnehin dasselbe, oder?
 
Da habe ich auch nichts zu mäkeln, aber Cassiopeia fragte ja, ob er/sie glücklich werden könne.
Aber mein PS und Dein zeitgleich abgeschickter Beitrag meinen doch ohnehin dasselbe, oder?
Ich glaube, dass das was Menschen unter glücklich sein verstehen, eigentlich das zufrieden sein meint -- ich finde es fälschlich das gleichwertig zu behandeln - es kommt dem Begriff des Glücks nicht gerecht. Aber jeder wie er will/versteht.
 
Ich glaube, dass das was Menschen unter glücklich sein verstehen, eigentlich das zufrieden sein meint -- ich finde es fälschlich das gleichwertig zu behandeln - es kommt dem Begriff des Glücks nicht gerecht.
Ich auch. Habe ich ja auch geschrieben, an Cassiopeia. Zufriedenheit ist die Basis, man kann sie durch dies und das gründen oder erweitern und das vergößert dann wieder die Fähigkeit glückliche Momente zu erfassen.

Da gibt es ein schönes Zitat:
„Bei allem Wissensdurst, allem Ringen um künstlerische Perfektion und mancher Mühsal des Reisens blieb Spitzweg unterwegs ein Genießer. In Briefen und Tagebuchnotizen finden immer wieder gute Wirtshäuser Erwähnung, ein trefflicher, gebratener Fisch hier, eine stattliche Haxe dort. Und die Pausen, die sich oft durch verspätete Anschlüsse ergaben, wusste er durchaus zu schätzen, schließlich gaben sie Gelegenheit zu einer Maß mit dem Postillion oder einem Glas Frankenwein in Gesellschaft der Malergefährten… Denn auch dies war elementarer Teil seiner Lebens-Kunst: glückliche Winkel zu finden, wo immer sie sich boten.“
(aus: Joachim Nagel, "Carl Spitzweg - Besuche im glücklichen Winkel", Belser 2008)
 
"... ein trefflicher, gebratener Fisch hier, eine stattliche Haxe dort. (…)"

jetzt musste ich hell auflachen - was für ein Glücksmoment ;)
 
Ist Glück überhaupt etwas reales?
Ich denke schon.
Wer schon einmal richtig verliebt war, für den stellt sich diese Frage erst gar nicht.
Verliebte brauchen gar keine Füße, denn sie werden von ihren Gefühlen getragen (um nicht zu sagen "mitgerissen").
Nun ist man nicht immer in einer "heißen Phase" aber die Liebe spielt immer eine Rolle.
Um überhaupt einen anderen Menschen - von ganzen Herzen - lieben zu können, muss ich erst einmal lernen, mich selbst (so, wie ich nun einmal bin) anzunehmen und lieben zu lernen. Erst wenn ich eine solche Liebe entwickelt habe, kann ich auch Liebe verschenken und habe eine Chance auf eine erfüllende Beziehung. Allein dadurch, dass ich diese wichtige Hürde genommen habe, hat mein Lebensgefühl eine viel stärkere Basis.
Wo die Liebe fehlt, empfindet der Mensch quälende Leere und alles fällt schwer.
Ich muss nicht zu denen gehören, die ständig umworben sind (weil sie vielleicht besonders hübsch sind). Alles was hauptsächlich über den optischen Reiz in Gang kommt, entwickelt sich gewöhnlich recht schnell, ist aber häufig auch schnell wieder vorbei.
Wenn man so jung ist wie Du, gewinnt man viel, wenn man an Authentizität gewinnt, zu sich selbst steht und nicht versucht es anderen recht zu machen.
Das ist manchmal nicht einfach, es lohnt sich aber daran zu arbeiten.
LG * Helmfried
 
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