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Ist eine Philosophie des Bösen möglich?

Ist nur Ihre Meinung, mehr nicht.

Zumindest bei Heidegger ist nachgewiesen, daß er sich in Sorge um seine nachtodliche Aktualität gewisse Verfügungen ersann, vermöge derer ihm das auch posthum gelang.

Nun bei Nietzsche findet man in Bezug auf Schopenhauer die Bemerkung, dass dieser für sich geschrieben hat und nicht im Sinne eines Marktes (ich glaube man findet das soweit ich mich erinnern kann, in dem Text "Schopenhauer als Erzieher"). Dasselbe hat dann denke ich auch Nietzsche für sich in Anspruch gesprochen. Er sagt das im Grunde auch in seinen Schriften, dass er nicht für einen Markt schreibt, sondern für die Leser, die ihn zu verstehen wissen. Das ist also nicht nur meine Meinung. Im Falle Nietzsche sagt dieser, dass selbst explizit so, dass er nicht für einen Markt schreibt.

Wenn Sie möchten, können Sie ja bezüglich Heidegger die Quelle nennen, wo man das so nachlesen kann. Wenn das tatsächlich dort in der Quelle so steht, dann mag das vielleicht auch so sein. Die Gesamtausgabe und das Erscheinen der einzelnen Bände, hat er ja nicht mehr ganz miterlebt. Und die Schwarzen Hefte wollte er zuletzt eben publiziert haben, warum auch immer. Das sind halt bei ihm seine speziellen Gründe gewesen. Und natürlich gewinnt er durch so eine Veröffentlichungsweise eben auch posthum noch eine gewisse Aktualität.
 
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Wie wollen Sie das aber beweisen, dass es so sei?

Überhaupt nicht, wozu? Die Philosophen sind Beleg dafür. Philosophische Zeitschriften sind voller Geschwätz über mögliche, tatsächliche und unmögliche Dinge, und, das ist ja ein Garant fürs Geschwätz, eben der Bezug auf Bezugnahmen auf Bezugnahmen auf Sachverhalte, den man sich in beliebig vielen Stufen vorzustellen vermag.

So wäre die Bezugnahme auf Sachverhalte eine Tätigkeit von Menschen, die auf Sachverhalte Bezug nehmen und die Bezugnahme darauf zum Beispiel durch eine wissenschaftliche Fragestellung motiviert aber nun kommt unser Philosoph, dem nichts zu doof und toppt das, indem der darauf Bezug nimmt und mehr oder weniger klugscheißerisch Urteile konstruiert um sodann völlig abgehoben nach Art der Glasperlenspieler mit den Urteilen zu spielen. Das Gerede über diese Spiele nenne ich 'Geschwätz' und genau das ist es, was Philosophen liebend gerne tun.

Nun ja , das mag vielleicht bei Ihnen so der Fall bedauerlicherweise gewesen sein.

Das ist doch Kindergarten, werter Freund der Sophisterei!

Es gibt aber Menschen, die aus der Lektüre von Philosophen auch positiven Nutzen für das eigene Leben gezogen haben

Habe ich das irgendwo bestritten? Auch das allerdümmste Geschwätz kann für lernbegierige Menschen nützliche Hinweise enthalten und somit positive Auswirkungen für das eigene Leben haben. Konzentriert man sich auf die Argumentation eines Philosophen und arbeitet aus den Texten die Argumente heraus, kann man das übrige Gelabere getrost vergessen.
 
Überhaupt nicht, wozu? Die Philosophen sind Beleg dafür. Philosophische Zeitschriften sind voller Geschwätz über mögliche, tatsächliche und unmögliche Dinge, und, das ist ja ein Garant fürs Geschwätz, eben der Bezug auf Bezugnahmen auf Bezugnahmen auf Sachverhalte, den man sich in beliebig vielen Stufen vorzustellen vermag.

Naja, aber Ihnen ist doch bewusst, dass Sie, wenn Sie sagen, dass alle Philosophen "Schwätzer" sind, eine Behauptung aufstellen, die durch nichts bewiesen worden ist und eher Ihrer Sichtweise entspricht. Denn Ihr Satz ist der Form nach eine Behauptung, wofür Sie keine objektive Kriterien haben, dass es so sei. Man kann daher nicht sagen, dass die Philsophen "selbst Beleg " dafür seien, weil das dann meist nur Ihrer Sichtweise der Dinge entspricht. Und bezüglich philosophischer Zeitschriften, lässt sich das selbe sagen. Denn wenn diese auf wichtige substantielle Punkte der Philosophen, dann kann das ja kein "Geschwätz" sein. Sondern wenn die Philosophen was wichtiges gesagt haben und sich die Zeitschriften darauf mehr oder weniger beziehen, dann ist auch das , was in den Zeitschriften dann stehen wird , oft auch substantiell (was aber auch vom Autor eines Artikels dann abhängig ist; es gibt ja gute oder schlechte Artikel, und das muss von Fall zu Fall unterschiedlich gesehen werden). Aber so eine generelle Aussage, halte ich da auch in Bezug auf philosophische Zeitschriften für nicht haltbar und unplausibel.

So wäre die Bezugnahme auf Sachverhalte eine Tätigkeit von Menschen, die auf Sachverhalte Bezug nehmen und die Bezugnahme darauf zum Beispiel durch eine wissenschaftliche Fragestellung motiviert aber nun kommt unser Philosoph, dem nichts zu doof und toppt das, indem der darauf Bezug nimmt und mehr oder weniger klugscheißerisch Urteile konstruiert um sodann völlig abgehoben nach Art der Glasperlenspieler mit den Urteilen zu spielen. Das Gerede über diese Spiele nenne ich 'Geschwätz' und genau das ist es, was Philosophen liebend gerne tun.


Wie schon oben gesagt, dass was man dann in Artikel aus philosophischen Zeitschriften findet, kann man auch als Weiterdenken eines philosophischen Ansatzes sehen. Es kommt hier wie gesagt auch auf den philosophischen Autor an, der einen Artikel schreibt. Und manche Artikel sind halt gut , manche weniger. Sie verallgemeinern oft zu sehr und sehen da nicht die Differenzen. Ich lese solche Artikel meist nicht als philosophisches "Gerede", noch als ein "Geschreibe", was mich in der Wortwahl ein bisschen an Heidegger erinnert...der ja auch vom Gerede spricht in Sein und Zeit...Aber generell würde ich das so nicht unterschreiben, wie Sie das sagen.


Das ist doch Kindergarten, werter Freund der Sophisterei!

Was ist daran Kindergarten, wenn ich meine Nicht-Übereinstimmung mit Ihnen ausdrücke? Ich bedauere da eben Ihre Sichtweise, dass für Sie Philosophen anscheinend nichts wichtiges hervorgebracht haben und beurteile das anders. Und ich glaube, dass ich da nicht der einzige bin, der eben auch durch die Lektüre von Philosophen positiven Nutzen ziehen konnte, um es mal so zu sagen...



Habe ich das irgendwo bestritten? Auch das allerdümmste Geschwätz kann für lernbegierige Menschen nützliche Hinweise enthalten und somit positive Auswirkungen für das eigene Leben haben. Konzentriert man sich auf die Argumentation eines Philosophen und arbeitet aus den Texten die Argumente heraus, kann man das übrige Gelabere getrost vergessen.

Nun ich würde sagen , dass vor allem die Inhalte des philosophisch Gesagten zählen, was man dann ja auch auf seine Richtigkeit prüfen kann oder nicht. Man muss ja nicht immer mit dem was bekannte Philosophen sagen übereinstimmen. Dennoch ist einiges von Ihnen für das eigene Leben und Denken gut brauchbar (auch zum weiterdenken). Aber für mich gibt es da nicht das "allerdümmste Geschwätz", so nach dem Motto 80 Prozent des philosophisch Gesagten kann man in den Müll schmeißen und nur 20 Prozent sind brauchbar einigermaßen. Sowas habe ich eher nicht bei meiner Lektüre von Philosophen...denn so fahrlässig sind ja die meisten Philosophen eher nicht..kleinere Fehler können ja vorkommen, aber so große philosophische Schnitzer habe ich eher nicht erlebt beim Lesen. Oft ist auch das formal ästhetische Beiwerk in den Texten eines Philosophen durchaus lesenswert, und die inhaltliche philosophische Argumentation natürlich auch. Aber auch das schriftstellerische Beiwerk eines Philosophen spielt eine gewisse Rolle..auch für die Argumentation desselben. Die Argumente sind zwar wichtig, aber man sollte auch auf das formal-schriftliche Beiwerk achten, was ich nicht unwesentlich finde. Die alleine formale Konzentration auf die Argumente allein, kann dazu führen, dass man einiges übersieht. Nietzsche und Schopenhauer konnte ja nicht nur argumentieren, sie konnten auch gut schreiben und haben über den philosophischen Stil nachgedacht. Sie stellen das aber so, dass man selbst über den angeblich Negativen (dem "Geschwätz "), was positives daraus ziehen kann. Aber ich finde, dass es da nicht soviel Geschwätz bei Philosophen gibt, wie Sie das gern hätten. Sie sind ja der Meinung, dass nahezu das Meiste was Philosophen sagen, generell Geschwätz ist, und da ich gehe eben nicht mit Ihnen konform und sehe das anders. Das "übrige Gelabre" muss nicht unbedingt solches so sein, nur weil Sie es so sehen, sondern zu dem , was ein Philosoph sagt, auch dazugehören und nicht nur seine formalen Argumente, die natürlich auch wichtig sind. Ich reibe mich also auch hier an Ihrer Sichtweise.
 
Wenn Sie möchten, können Sie ja bezüglich Heidegger die Quelle nennen, wo man das so nachlesen kann.

Ich kann mich auch bremsen, geht es doch hier um die Möglichkeit einer Philosophie des Bösen. Einen brauchbaren Ansatz findet man wohl beim Aquinaten, der dafür plädiert, daß es zur unendlichen Gutheit Gottes gehört, Übel zuzulassen und aus ihnen Gutes hervorzubringen. In diesem Sinne sind dann jene Geister treibende Kräfte, die das Böse wollen, aber das Gute schaffen. Das ist natürlich und selbstverständlich wegen der Personifizierung unbefriedigend und es stellt sich somit die Frage, ob denn eine Philosophie des Übels ohne Wohltäterbezug möglich ist und erinnern uns des Grundsatzes, daß Unwissenheit, Unwissenheit von der Leidensentstehung, Haß und Gier das Leiden bedingen und somit also ursächlich für die Übel in der Welt sind. Das sogenannte Gute wäre dann einfach nur ein Blendwerk zur Aufrechterhaltung von Illusionen, welche den Blick auf die Erkenntnis von der Bedingtheit allen Leids ablenkt. Sinn und Zweck einer Philosophie des Übels wäre also die Gewinnung der Einsicht von der Bedingtheit der Leidensentstehung.

dass Sie, wenn Sie sagen, dass alle Philosophen "Schwätzer" sind, eine Behauptung aufstellen, die durch nichts bewiesen worden ist und eher Ihrer Sichtweise entspricht.

Ja welcher denn sonst? Allerdings behaupte ich nicht einfach, sondern weise das auch nach, nämlich anhand der philosophischen Texte und nu sind Sie am Zuge, denn Sie müssen zeigen, daß ich mich irre und wenigstens einen philosophischen Text vorlegen, der keine überflüssigen Worte, sondern nur die Argumente des betreffenden Philosophen enthält.

Denn wenn diese auf wichtige substantielle Punkte der Philosophen, dann kann das ja kein "Geschwätz" sein.

Warum nicht? 'Wichtige substantielle Punkte der Philosophen' können sehr wohl in ein mehr oder weniger unterhaltsames Geschwätz eingebettet sein. Warum auch nicht? Oft ist es aber so, daß es sich mit den vielen Worten gerade so verhält wie mit den vielen Köchen, die den Brei verderben.

Ich bedauere da eben Ihre Sichtweise,

Ja, Sie bedauern, wo Sie hätten überzeugen müssen. Warum tun Sie das?
 
Ich kann mich auch bremsen, geht es doch hier um die Möglichkeit einer Philosophie des Bösen. Einen brauchbaren Ansatz findet man wohl beim Aquinaten, der dafür plädiert, daß es zur unendlichen Gutheit Gottes gehört, Übel zuzulassen und aus ihnen Gutes hervorzubringen. In diesem Sinne sind dann jene Geister treibende Kräfte, die das Böse wollen, aber das Gute schaffen. Das ist natürlich und selbstverständlich wegen der Personifizierung unbefriedigend und es stellt sich somit die Frage, ob denn eine Philosophie des Übels ohne Wohltäterbezug möglich ist und erinnern uns des Grundsatzes, daß Unwissenheit, Unwissenheit von der Leidensentstehung, Haß und Gier das Leiden bedingen und somit also ursächlich für die Übel in der Welt sind. Das sogenannte Gute wäre dann einfach nur ein Blendwerk zur Aufrechterhaltung von Illusionen, welche den Blick auf die Erkenntnis von der Bedingtheit allen Leids ablenkt. Sinn und Zweck einer Philosophie des Übels wäre also die Gewinnung der Einsicht von der Bedingtheit der Leidensentstehung.

Ich kann nur sagen, machen Sie das, was Sie für richtig und sinnvoll halten. Mehr möchte ich dazu nicht sagen. Sie können gern den Ansatz von Aquin hier näher ausführen. Wobei das Böse wollen und das Gute schaffen, sich schon ein bisschen nach Goethes Faust anhört. Unwissenheit ist in der Tat ein Faktor, woher, das Übel oft herrührt und würde das dann so sehen wie der platonische Sokrates. Wobei die Frage sich stellt ob eine Philosophie des Übels das selbe ist wie Philosophie des Bösen (oder ob es zwischen dem Bösen und dem Übel Unterschiede gibt. Soweit ich weiß gibt es ja die Rede von den natürlichen Übeln (wie Alter usw.) und dem moralischen Übel (eher das Böse im Sinne von böser Charakter)...Kurz: Sie können das gern machen, wie Sie das für richtig halten.



Ja welcher denn sonst? Allerdings behaupte ich nicht einfach, sondern weise das auch nach, nämlich anhand der philosophischen Texte und nu sind Sie am Zuge, denn Sie müssen zeigen, daß ich mich irre und wenigstens einen philosophischen Text vorlegen, der keine überflüssigen Worte, sondern nur die Argumente des betreffenden Philosophen enthält.

Sie haben ja den Stein ins Rollen gebracht, da sie ja zuerst behauptet haben, dass alle Philosophen "Schwätzer" sind und daher müssten Sie das nun beweisen, und das mag ich eben bezweifeln, ob sowas gelingen kann. Das doch im Grunde logisch, dass derjenige der zuerst damit angefangen hat, in der sog. Beweispflicht ist und sie Ihre These/Behauptung objektiv nachvollziehbar beweisen müssen. Warum soll ich denn meine Sichtweise beweisen (was ich natürlich auch durchaus kann), wenn Sie damit angefangen haben? Ist es nicht so, dass Sie dann eigentlich so gesehen in der Bringpflicht wären? Anhand welcher philosophischer Texte haben Sie dass denn bisher nachgewiesen, dass es angeblich so sei? Welche objektive Kriterien haben Sie denn, das etwas nicht als überflüssiges Wort gilt? Aus meiner Sicht , müssten Sie das jetzt eigentlich alles zeigen und nicht umgekehrt.


Warum nicht? 'Wichtige substantielle Punkte der Philosophen' können sehr wohl in ein mehr oder weniger unterhaltsames Geschwätz eingebettet sein. Warum auch nicht? Oft ist es aber so, daß es sich mit den vielen Worten gerade so verhält wie mit den vielen Köchen, die den Brei verderben.

Ich würde das so nicht sagen wollen. Mir scheinen diese substanzielle Punkte auch in einem substantiellen Gesamttext eingebettet zu sein, wo Form und Inhalt zusammengehören...und man den "Rest" nicht einfach als "Geschwätz" abstempeln sollte. Mir scheint nämlich diese Betrachtungsweise zu einer Trivialisierung der wichtigen Punkte mehr oder weniger zu führen. Folglich würde ich sagen: ist es im Grunde eigentlich der gesamte Text wichtig, in dem auch diese Punkte eingebettet ist. Ich sehe das kurz gesagt auch hier anders. Das Bild der Köche finde ich daher nicht passend, weil es trivialisiert.



Ja, Sie bedauern, wo Sie hätten überzeugen müssen. Warum tun Sie das?

Ich habe schon durchaus aus meiner Sicht das Ganze ausführlich und nachvollziehbar erläutert..Mir scheint eher mangelnde Einsicht bei Ihnen diesbezüglich vorhanden zu sein, und daher finde ich das auch bedauerlich.
 
Ich kann nur sagen, machen Sie das, was Sie für richtig und sinnvoll halten.

Natürlich und selbstverständlich!


Wobei das Böse wollen und das Gute schaffen, sich schon ein bisschen nach Goethes Faust anhört.

Erst Thomas, dann Johann Wolfgang.

Wobei die Frage sich stellt ob eine Philosophie des Übels das selbe ist wie Philosophie des Bösen

Ist doch längst geklärt. Das Böse ist Teil des Übels in der Welt.


Sie haben ja den Stein ins Rollen gebracht, da sie ja zuerst behauptet haben, dass alle Philosophen "Schwätzer" sind und daher müssten Sie das nun beweisen, und das mag ich eben bezweifeln, ob sowas gelingen kann.

Ich sagte doch bereits, daß jeder philosophische Text eines Philosophen Beleg dafür ist, daß Philosophen Schwätzer sind, die eben nicht wie die Mathematiker sich auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren.

Beispiel Hegel:

»Denken? Abstrakt? – Sauve qui peut! Rette sich, wer kann! So höre ich schon einen vom Feinde erkauften Verräter ausrufen, der diesen Aufsatz dafür ausschreit, daß hier von Metaphysik die Rede sein werde. Denn Metaphysik ist das Wort, wie abstrakt und beinahe auch Denken, ist das Wort, vor dem jeder mehr oder minder wie vor einem mit der Pest Behafteten davonläuft.«

http://www.zeno.org/nid/20009177116

Gegenbeispiel parat?
 
Natürlich und selbstverständlich!

Gut, dann ist das ja geklärt.




Erst Thomas, dann Johann Wolfgang.

Gut da ist auch diese Reihenfolge geklärt. Ich kenne mich mit St. Thomas halt nicht aus, aber wenn das schon bei ihm zu finden ist, dann mag wohl die Reihenfolge stimmen.



Ist doch längst geklärt. Das Böse ist Teil des Übels in der Welt.

Ja jetzt verstehe ich Ihre "Denke" da besser, wenn man das so betrachtet. Wobei man ja unterschiedliches unter dem Begriff des Übels verstehen kann. Zum Begriff des natürlichen Übels: https://de.wikipedia.org/wiki/Malum_physicum :

"Unter dem Begriff malum physicum versteht man in der Philosophie und Theologie im Gegensatz zum malum morale das natürliche Übel, wie Naturkatastrophen, Krankheiten, Missbildungen usw., das Übel also, das dem Menschen schon vorgegeben, in der Natur allenthalben gegenwärtig ist"

Schon der frühe christliche Kirchenlehrer und Philosoph Augustinus und später mittelalterliche Denker wie Thomas von Aquin begründeten die Auffassung, das Übel habe kein eigenständiges Sein, sondern sei nur Mangel an Sein bzw. Mangel am Guten (privatio boni).

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Theodizee

Wobei wir im Grunde auch bei Leibnitz und seiner Theodizee wären...

Aber Naturkatastrophen , Krankheiten, Missbildungen sind keine moralischen Übel, nichts Böses...daher sollte man unterscheiden.

"Seit Augustinus ist die Unterscheidung von physischem Übel (malum physicum z. B. Krankheit und Leiden) und moralischem Übel (malum morale , z. B. das Böse, die Sünde) geläufig. "

http://www.philosophie-woerterbuch.de/online-woerterbuch/?tx_gbwbphilosophie_main[entry]=906&tx_gbwbphilosophie_main[action]=show&tx_gbwbphilosophie_main[controller]=Lexicon&cHash=dcdce43a9dff7830b93a67705ccd6173

Man müsste eigentlich sagen, das Böse ist das moralische Übel der Welt, wenn man genau sein möchte.

Ich sagte doch bereits, daß jeder philosophische Text eines Philosophen Beleg dafür ist, daß Philosophen Schwätzer sind, die eben nicht wie die Mathematiker sich auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren.

Beispiel Hegel:

»Denken? Abstrakt? – Sauve qui peut! Rette sich, wer kann! So höre ich schon einen vom Feinde erkauften Verräter ausrufen, der diesen Aufsatz dafür ausschreit, daß hier von Metaphysik die Rede sein werde. Denn Metaphysik ist das Wort, wie abstrakt und beinahe auch Denken, ist das Wort, vor dem jeder mehr oder minder wie vor einem mit der Pest Behafteten davonläuft.«

http://www.zeno.org/nid/20009177116

Gegenbeispiel parat?

Ich würde nicht sagen, dass jeder philosophische Text eines Philosophen als Beleg für "Geschwätzigkeit" geltend gemacht werden kann, Und man kann das ja nicht den Philosophen zum Vorwurf machen, nur wenn sie nicht wie die Mathematiker vorgehen.. Obwohl die Mathematik bei Philosophien wie Platon eben eine wichtige Bedeutung hatte für die philosophische Dialektik (siehe Politeia, Der Staat).

Zudem haben Sie ja hier nicht den ganzen Text des frühen Hegel zitiert, sondern nur den Anfang und erläutern auch nicht worin Sie dort das "Geschwätz" sehen...

Aber wenn Sie nach einem "Gegenbeispiel" fragen hier, aus dem Anfang der Apologie des Sokrates: http://www.gottwein.de/Grie/plat/apol17a.php

"1. Was wohl euch, ihr Athener, meine Ankläger angetan haben, weiß ich nicht: ich meinesteils aber hätte ja selbst beinahe über sie meiner selbst vergessen; so überredend haben sie gesprochen. Wiewohl - Wahres, dass ich das Wort heraussage, haben sie gar nichts gesagt. Am meisten aber habe ich eins von ihnen bewundert unter dem Vielen, was sie gelogen, dieses, wo sie sagten, ihr müsstet euch wohl hüten, dass ihr nicht von mir getäuscht würdet, als der ich gar gewaltig wäre im Reden. Denn dass sie sich nicht schämen, sogleich von mir widerlegt zu werden durch die Tat, wenn ich mich nun auch im geringsten nicht gewaltig zeige im Reden, dieses schien mir ihr Unverschämtestes zu sein; wofern diese nicht etwa den gewaltig im Reden nennen, der die Wahrheit redet. Denn wenn sie dies meinen, möchte ich mich wohl dazu bekennen, ein Redner zu sein, der sich nicht mit ihnen vergleicht. Diese nämlich, wie ich behaupte, haben gar nichts Wahres geredet; ihr aber sollt von mir die ganze Wahrheit hören. Jedoch, ihr Athener, beim Zeus, keineswegs Reden aus zierlich erlesenen Worten gefällig zusammengeschmückt und aufgeputzt, wie dieser ihre waren, sondern ganz schlicht werdet ihr mich reden hören in ungewählten Worten. Denn ich glaube, was ich sage, ist gerecht, und niemand unter euch erwarte noch sonst etwas! Auch würde es sich ja schlecht ziemen, ihr Männer, in solchem Alter gleich einem Knaben, der Reden ausarbeitet, vor euch hinzutreten. Indes bitte ich euch darum auch noch recht sehr, ihr Athener, und bedinge es mir aus, wenn ihr mich hört mit ähnlichen Reden meine Verteidigung führen, wie ich gewohnt bin, auch auf dem Markt zu reden bei den Wechslertischen, wo die meisten unter euch mich gehört haben, und anderwärts, - dass ihr euch nicht verwundert noch mir Getümmel erregt deshalb! Denn so verhält sich die Sache: Jetzt zum erstenmal trete ich vor Gericht, da ich über siebzig Jahr alt bin: ganz ordentlich also bin ich ein Fremdling in der hier üblichen Art zu reden. So wie ihr nun, wenn ich wirklich ein Fremder wäre, mir es nachsehen würdet, dass ich in jener Mundart und Weise redete, worin ich erzogen worden, ebenso erbitte ich mir auch nun dieses Billige, wie mir scheint, von euch, dass ihr nämlich die Art zu reden übersehet - vielleicht ist sie schlechter, vielleicht auch wohl gar besser - und nur dies erwägt und Acht darauf habt, ob das recht ist oder nicht, was ich sage. Denn dies ist des Richters Tüchtigkeit, - des Redners aber, die Wahrheit zu reden."

Warum sollte die Wahrheit reden in dieser philosophischen Rede z.B. als "Geschwätz" betrachtet werden, wenn es doch um die (philosophische) Wahrheit selbst geht? Und wenn der platonische Sokrates betont, dass er ganz schlicht sprechen wird ("sondern ganz schlicht werdet ihr mich reden hören in ungewählten Worten"), warum sollte man ihn dann als "Schwätzer" sehen?. Und würde Sie eine schlichte Ausdrucksweise (vor Gericht) als "Geschwätz" ansehen? Ich denke nicht oder? Hier betont, ja Sokrates , dass er so sprechen wird, wie er es gewohnt ist vom Markt und das übliche Reden vor Gericht nicht kennt..und auch nicht "gewaltig im Reden sei" wie die anderen..sondern er eben nur schlicht die Wahrheit sagen kann... und warum sollte man das, was er hier vor Gericht sagt, als "Geschwätz" auslegen und nicht vielmehr als etwas philosophisch Substanzielles betrachten, wenn es doch aus dessen Sicht die Wahrheit selbst ist? Oder glauben Sie , dass auch hier vor Gericht nur ein "Geschwätz" von statten geht? Das würde ich nicht sagen. Man kann natürlich auch noch andere Beispiele nehmen aus anderen platonischen Dialogen, aber ich glaube im Falle der Apologie des Sokrates - die ja ein Paradebeispiel eines philosophischen Textes ist- würde man doch wirklich nicht von "Geschwätz" sprechen oder? Ist das nicht ein passendes "Gegenbeispiel" ?

Und was Hegel noch anbetrifft, hatte er, wenn man so will , auch Texte wo er philosophisch "besser" ist, wenn man so will. Z. B. in der Phänomenologie des Geistes.

Hier ein Zitat (https://www.marxists.org/deutsch/philosophie/hegel/phaenom/vorrede.htm):

"Eine Erklärung, wie sie einer Schrift in einer Vorrede nach der Gewohnheit vorausgeschickt wird – über den Zweck, den der Verfasser sich in ihr vorgesetzt, sowie über die Veranlassungen und das Verhältnis, worin er sie zu andern frühern oder gleichzeitigen Behandlungen desselben Gegenstandes zu stehen glaubt – scheint bei einer philosophischen Schrift nicht nur überflüssig, sondern um der Natur der Sache willen sogar unpassend und zweckwidrig zu sein. Denn wie und was von Philosophie in einer Vorrede zu sagen schicklich wäre – etwa eine historische Angabe der Tendenz und des Standpunkts, des allgemeinen Inhalts und der Resultate, eine Verbindung von hin und her sprechenden Behauptungen und Versicherungen über das Wahre –, kann nicht für die Art und Weise gelten, in der die philosophische Wahrheit darzustellen sei. – Auch weil die Philosophie wesentlich im Elemente der Allgemeinheit ist, die das Besondere in sich schließt, so findet bei ihr mehr als bei anderen Wissenschaften der Schein statt, als ob in dem Zwecke oder den letzten Resultaten die Sache selbst und sogar in ihrem vollkommenen Wesen ausgedrückt wäre, gegen welches die Ausführung eigentlich das Unwesentliche sei. In der allgemeinen Vorstellung hingegen, zum Beispiel was Anatomie sei, etwa die Kenntnis der Teile des Körpers nach ihrem unlebendigen Dasein betrachtet, ist man überzeugt, die Sache selbst, den Inhalt dieser Wissenschaft, noch nicht zu besitzen, sondern außerdem um das Besondere sich bemühen zu müssen. – Ferner ist bei einem solchen Aggregate von Kenntnissen, das den Namen Wissenschaft nicht mit Recht führt, eine Konversation über Zweck und dergleichen Allgemeinheiten nicht von der historischen und begrifflosen Weise verschieden, worin von dem Inhalte selbst, diesen Nerven, Muskeln und so fort, gesprochen wird. Bei der Philosophie hingegen würde die Ungleichheit entstehen, daß von einer solchen Weise Gebrauch gemacht, und diese doch von ihr selbst als unfähig, die Wahrheit zu fassen, aufgezeigt würde.

So wird auch durch die Bestimmung des Verhältnisses, das ein philosophisches Werk zu andern Bestrebungen über denselben Gegenstand zu haben glaubt, ein fremdartiges Interesse hereingezogen, und das, worauf es bei der Erkenntnis der Wahrheit ankommt, verdunkelt. So fest der Meinung der Gegensatz des Wahren und des Falschen wird, so pflegt sie auch entweder Beistimmung oder Widerspruch gegen ein vorhandenes philosophisches System zu erwarten, und in einer Erklärung über ein solches nur entweder das eine oder das andre zu sehen. Sie begreift die Verschiedenheit philosophischer Systeme nicht so sehr als die fortschreitende Entwicklung der Wahrheit, als sie in der Verschiedenheit nur den Widerspruch sieht. Die Knospe verschwindet in dem Hervorbrechen der Blüte, und man könnte sagen, daß jene von dieser widerlegt wird, ebenso wird durch die Frucht die Blüte für ein falsches Dasein der Pflanze erklärt, und als ihre Wahrheit tritt jene an die Stelle von dieser. Diese Formen unterscheiden sich nicht nur, sondern verdrängen sich auch als unverträglich miteinander. Aber ihre flüssige Natur macht sie zugleich zu Momenten der organischen Einheit, worin sie sich nicht nur nicht widerstreiten, sondern eins so notwendig als das andere ist, und diese gleiche Notwendigkeit macht erst das Leben des Ganzen aus. Aber der Widerspruch gegen ein philosophisches System pflegt teils sich selbst nicht auf diese Weise zu begreifen, teils auch weiß das auffassende Bewußtsein gemeinhin nicht, ihn von seiner Einseitigkeit zu befreien oder frei zu erhalten, und in der Gestalt des streitend und sich zuwider Scheinenden gegenseitig notwendige Momente zu erkennen."

Hegel und Platon/Sokrates geht es ja um die Darstellung der Wahrheit, und das machen Sie ja auf Ihre Art und Weise. Und wie könnte man diese Darstellung von Wahrheit als "Geschwätz" betrachten? Das leuchtet mir nicht ein. Wenn man die (philosophische) Wahrheit darstellen möchte wie Hegel/Platon das tun wollen in den zitierten Texten, dann "schwätzt" man doch nicht , sondern will klar die Wahrheit aufzeigen ( wie man sie sieht).

Ist doch überzeugend/einleuchtend, nicht wahr?

PS: Gut, es mag vielleicht sein, dass der frühe Hegel da noch nicht ganz so weit war wie in der Phänomenologie, aber ich glaube es ging ihm schon damals darum , Wahrheit aufzuzeigen, nur mag ihm das in Fall vielleicht noch nicht gut genug gelungen sein, je nachdem wie man das betrachtet...Im Falle des ersten Textes , war es da eben vielleicht noch nicht so weit, aber ich möchte ihm nicht Schwatzhaftigkeit per se unterstellen...

Die Apologie des Sokrates, wo es zwar nicht um Metaphysik in erster Linie geht, aber es um einen bekannten philosophischen Text handelt, würde ich sagen, dass man hier gut sehen kann , dass das, was der platonische Sokrates sagt (und aus seiner Sicht die Wahrheit ist) gerade nicht als "Geschwätz" betrachtet werden sollte, sondern als Sagen der Wahrheit. Und nochmals gefragt: Wie könnte man das Sagen der Wahrheit denn als "Geschwätz" ansehen? Das ist doch ein Widerspruch in sich oder? Folglich kann man nicht sagen, dass jeder philosophische Text "Geschwätz" eines Philosophen ist und generell sollte man das auch so nicht sehen und würde ich auch nicht so empfehlen, das so zu sehen.

PS: Ich könnte natürlich noch andere philosophische Texte als "Gegenbeispiele" nennen, beschränke mich hier aber (erstmal) auf Platons Apologie als Paradebeispiel eines philosophischen Textes, wo man gerade nicht von "Geschwätz" sprechen kann oder sollte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schon der frühe christliche Kirchenlehrer und Philosoph Augustinus und später mittelalterliche Denker wie Thomas von Aquin begründeten die Auffassung, das Übel habe kein eigenständiges Sein, sondern sei nur Mangel an Sein bzw. Mangel am Guten (privatio boni).

Da sind wir ja voll im allerschönsten Geschwätz! Das Sein der Dinge besteht in deren Wahrgenommenwerden, wie auch sonst, aber womit nehme ich das Übel in der Welt wahr?

Zudem haben Sie ja hier nicht den ganzen Text des frühen Hegel zitiert, sondern nur den Anfang und erläutern auch nicht worin Sie dort das "Geschwätz" sehen...

Weil die Verpackung eines Arguments in einem Schwall mehr oder weniger wohlklingender Worte gerade den Anteil der Schwatzhaftigkeit ausmacht, der eben entbehrlich ist, so denn die Mathematik Vorbild der Philosophie sein soll. Mit der Angeabe des Links ist der gesamte Text verfügbar.
 
Ja irgendwie habe ich jetzt den technischen Dreh da raus. Und ich bin damit zufrieden, dass ich das jetzt einigermaßen jetzt beherrsche. Dadurch wird das Ganze auch übersichtlicher,
Jo', deswegen ja.
Nee... jedenfalls hier gibt's äh 'sowas' gar nicht. :)
Gut ich wollte es wenigstens gesagt haben.
Ok., und wie gesagt, will Dir ja wirklich keinerlei Vorschriften oder sowas machen. Aber teilweise driftest Du für meinen Geschmack und Verständnis doch zu sehr... in 'Binsenweisheiten' ab. Und das... 'sehr' ausführlich. :)
Gut dann haben wir ja beide schon diese Erfahrung gemacht bei (mündlichen wie schriftlichen) Diskussionen . Doch "Objektivität" und "Fakten"gibt es schon für mich. Ich habe das so gesehen auch nie angezweifelt. Z.B. historische Fakten, die belegt sind, wie die NS Verbrechen , die ich nie in Frage stellen würde , da es dafür genug Beweise gibt. Aber vielleicht ist das nicht das beste Beispiel, aber immerhin ein Beispiel zum Thema Fakten und Objektivität.
Äh... ja... Du Historikverliebter! ;) Ich aber mein(t)e Objektivität und Fakten an sich! - Was ist denn nun 'Leben' selbst, es an sich, und dessen 'Welt' für Dich? Etwa keine Objektivität, kein Fakt? Also für mich völlig zweifellos, und einzige/r! Wirkliche/r. - Also wenn es nun objektiv faktisch außer 'Nichts' auch noch 'Etwas' geben soll, gibt... Ja, meinetwegen hier nun 'philosophisch-historisch', "Ich denke, also bin ich!" Und, aber, für mich ist absolut objektiver Fakt, dass es dazu 'auch noch' 'Leben' braucht! :)
Ja der Gebrauch der ... kann halt von Mensch zu Mensch abweichend sein..Allerdings kann ich verstehen,, dass das auch verwirrend sein kann.
"Gut ich wollte es wenigstens gesagt haben." ;) Und, was kann denn schon nicht auch "verwirrend sein", in Sachen Verständigung? :)
Schön wenn man (mal) einer Meinung ist ;)
;)
Ja, mich interessiert vor allem die "Philosophie als Tätigkeit" und das was so die einzelnen Denker zu bestimmten philosophischen Themen gedacht haben
Sag' ich ja auch prinzipiell gar nichts dagegen, und wie auch schon erwähnt, hat's mich ja auch "interessiert", 'mal'. Aber ich brauch's 'nun, schon 'ne Weile', nicht mehr. Akzeptiere aber auch... Deine Liebe zur Philosophie, den Philosophen, deren Geschichte... Allerdings, mir wäre das allein einfach... viel zu wenig! In 'meinem' für 'mein Leben'.
und wie man dieses weiterdenken kann vor allem, auch in kritischer Absicht.
Wie "weiter"? Ich habe bei keinem auch nur die Möglichkeit eines "Weiterdenkens" finden, erkennen können. Aber nicht zuletzt auch schon einfach deshalb, weil die für mich praktisch alle schon 'irgendwo zwischendrinnen' gescheitert sind, bzw. sogar schon einen, den falschen Ansatz hatten. Wie z. B., dass unbedingt 'Gott' 'mit drin sein' musste... okay, okay, was 'vielleicht' zeitgemäß sein musste(?)...
Z.B. mit Heidegger gegen Heidegger denken
Ach, das würde mich ja nun doch mal interessieren, wie Du das äh 'etwas' genauer ;) meinst.
usw (auch vielleicht im Hinblick auf das Problem des Bösen).
Naja, wie ja auch schon hier 'vermerkt', ist das für mich gar kein "Problem" (mehr), also dessen Verständnis. Auch, weil für mich "Sein" 'einfach' 'Leben' (auch selbst) ist. Und es bietet uns vielfältigste Möglichkeiten. Ob und welche wir davon erkennen und ergreifen und wie versuchen umzusetzen, liegt allein bei uns. Und, eben auch, ob und welche wir davon als "böse" empfinden und so bewerten.
Allerdings, dazu gehört 'lebensgesetzlich' auch noch, dass all unser Denken, und Handeln aufgrund dessen immer entsprechende Konsequenzen hervorruft, erwirkt! Und zwar die, die wir 'Un/Glück, Zufall, Pech, Unfall, Gesund-/Krankheit, Schicksal, Reichtum/Armut...' usw. nennen. Ja, und die wir dann auch wieder als "böse" empfinden und bewerten können und dürfen...
Was aber absolut gar nichts daran ändert, dass es, so oder so empfunden und bewertet und benannt, absolut notwendige und unabwendbare eben 'lebensgesetzliche' Konsequenzen sind!
Dich interessiert, was dabei "hinten rauskommt". Aber das was gesagt, wird ja meist auch von jemand gesagt..wenn z.b. etwas zum Problem des Bösen gesagt wird, kann in der Art wie darauf eingegangen wird (bei dem Gesagten), man darauf schließen, wer es sagte..also im Sinne welcher Philosophie es gesagt wurde..
Welcher Art und Weise der Anwendung, 'Benutzung' oder meinetwegen auch Umsetzung derselben (Möglichkeit).
Natürlich kann man auch erstmal darauf achten, was gesagt wurde und dann in zweiter Linie von wem es stammte. Und ja die Philosophie bemüht sich ja darum die menschliche Existenz zu verstehen..Es kann in der Hinsicht schon interessant zu sehen, was andere "davor" gedacht haben zu dem Thema. Insofern hoffe ich mal, dass ich da deinen Ansatz diesbezüglich nun etwas besser verstehe.
Nun ja, 'kann, muss aber nicht'. :)
Gegen ein selbstständiges Nachdenken spricht ja auch nichts.. man soll ja auch selbst denken lernen,
Nee, echt jetz?! - Naja, entschuldige, aber... das müsste doch zumindest 'sowas von klar wie Kloßbrühe' sein - oder?
und wenn man mit dem was Philosophen davor gesagt hatten nicht zufrieden ist gedanklich, kann man ja versuchen das ganze selbstständig weiterzudenken und sich dann kritisch von den Vorgängern , wenn man so will, abzusetzen....Kurz: es spricht nicht gegen ein "eigenes " Fazit....was man natürlich auch mit der Wirklichkeit , dem Leben usw. vergleichen kann..
Ja, aber... nein, Du wirst es ja nicht glauben mögen, trotzdem kann 'man' das auch ganz ohne ersteres, allein mit letzterem hinkriegen. :)
Eventuell ist ja trotz gewisser Differenzen in den Ansätzen (der "Denke"), eine "Kommunikation" möglich. Da würde ich sagen, schauen mer mal...
Naja ich bin da offen, vielleicht kann man den Faden auch wieder aufnehmen...
Jo... denke aber doch, dazu nun alles Wesentliche gesagt zu haben(?).
Das finde ich gut :)
:)
Ob man das Leben vernünftig nennen kann bzw. ob es in diesem "vernünftig" zugeht, wie Hegel, es wollte, könnte man sogar in einem Extra -Thread behandeln, aber das deute ich hier mal nur an
Ja sicher, aber wenn 'man' (erst einmal) weiß, was 'Leben' 'will' (sein Ziel und den Sinn daraus kennt und! akzeptiert hat, als das Absolute!), dann erübrigt sich all das wie "Vernunft" und die weiteren eigentlich jämmerlichen Krücken wie 'Moral, Ethik, Anstand,....'. Denn, ist alles 'schon automatisch mit drin', ist es alles selbst bzw. fordert es sowieso...
Nun so kann man es natürlich sehen...
Wie denn tatsächlich sonst noch?? Wenn 'Philosophie' ihren eigentlichen Sinn haben bzw. behalten, ihren Zweck erfüllen soll?? Für 'Mensch' in 'Leben'?
Naja das ich glaube deine "Denke" nun etwas besser zu verstehen, dass also deine "Denke" vom Verständnis her bei mir so langsam "angekommen" ist.
Na prima! - Fehlt dann ja 'nur' noch Deine Meinung dazu. :)
Nö, die technische Formatierung ist jetzt nicht mehr so schwer..Halleluja :)
:)
Oder man kann den Faden auch hier gern wieder aufnehmen, vielleicht klappt es ja doch noch mit einer Kommunikation hier in dem Punkt. Mal schauen, grundsätzlich bin ich da offen.
Na, "Formatierung" können wir doch wohl jetzt 'echt abhaken', oder?
Nun das Notwehr-Beispiel finde ich schon persönlich einleutend..und glaube dass es dies durchaus auch für andere wohl so ist..aber man müsste das auch nicht vertiefen...
Tja, wenn Du so meinst...(!?)
Ja ich denke auch, dass dies Teil des Problems ist, nur weiß ich jetzt spontan nicht, wie man das wieder aus der Welt bringt bzw. ob das überhaupt geht...Für Vorschläge in dem Punkt bin ich offen, also wie es da weitergehen könnte...
Oh - ich dachte, ich würde hier jedenfalls im Wesentlichen gar nichts anderes versuchen als "Vorschläge" zu machen(!?).
Naja ich habe das schon versucht einige Denkansätze weiterzudenken, ob das hier deutlich geworden in meinen Beträgen lasse ich mal da hingestellt.. Ich kann jetzt nicht sicher sagen, ob du da etwas "verpasst" hast..
Okay, wie gesagt, hatte noch (immer) nicht genügend Zeit, alles mit der gebotenen Aufmerksamkeit zu lesen. :(
Ja das kann ich vollkommen verstehen. Auch für mich ist es nicht einfach, allen Beiträgen hier die nötige Aufmerksamkeit zu schenken..soviel Zeit habe ich oft nicht und daher gehe ich über manche Punkt auch oberflächlicher hinweg...Shame on me! Wer hier ohne Fehl ist, werfe hier bitte den ersten Stein! Woher kenne ich bloß diese Redewendung? :)
Naja, wenn Du es nicht weißt? ;) Ich habe aber jedenfalls keinerlei Absicht, hier irgendwas zu "werfen".
Schon die Übersichtlichkeit wird langsam zum Problem hier ...Mein Vorschlag wäre ja die Punkte zusammenzuballen in größere Themen Blöcke, dann könnte das auch einfacher und übersichtlicher sein.
Um so wieder zu Deiner... alten "Formatierung" zurückzukehren? :eek: Nach meiner Erfahrung ist dieses Problem... 'kaum' wirklich lösbar...
Naja das Leben so gesehen würde ich sagen ist "gerecht". Das heißt nur von menschlicher Seite gibt es Ungerechtigkeiten, nicht vom Leben selbst. Es selbst ist "gerecht". Ich würde nicht sagen, dass das immer so ist und für alle gilt. Aber ich vermute hier die Gefahr eines Missverständnisses.
Ja, die "Vermutung" muss ich bestätigen, und könnte jetzt schon mal platt sagen: 'Nur ein bisschen schwanger gibt's nicht!'. 'Leben' kann nur 'gerecht' sein, schon mal, weil es immer so ist wie es nur sein kann. Aber auch, weil es dies so tatsächlich nur völlig gleich für alle Individuen in ihm sein kann. (Denn es ist ja kein 'Wesen' oder 'wesenhaft' wie 'Gott', also überhaupt nicht personal) Aber, selbstverständlich ist auch mir bekannt, dass zumindest wir 'Menschen' das in der Praxis, vor allem natürlich, wenn wir uns mal wieder benachteiligt sehen und fühlen, eben 'sehr oft' ganz anders 'erleben', sehen, wahrnehmen... was aber niemals tatsächlich so sein kann. Denn tatsächlich erfolgt quasi der Ausgleich immer und 'vollautomatisch' durch oder über die Konsequenzen, ob nun 'positiv, angenehm, "gut" oder 'negativ, unangenehm, "böse". Und, dies aber immer von seinem ('Leben' selbst) Ziel und Sinn daraus her!
Ja, und eigentlich ja auch total selbstverständlich, geht es in ihm immer nur um dieses/n!
Und ja, völlig egal, ob uns das nun passt, oder nicht! - Bzw., eigentlich stimmt letzteres gar nicht, denn tatsächlich ist es 'viiel besser', wenn's, je mehr es einem passt! In 'unserem Leben'. :)
Was aber eben natürlich voraussetzt, dass 'man' ihn/sie überhaupt kennt, diese/n "Perspektive/Blickwinkel", und so akzeptiert und 'nimmt'...
Aber mir ist noch nicht ganz klar wie man das zu dem Notwehr Beispiel in Verbindung bringen kann...Wenn jemand mein Leben bedroht und ich Notwehr agiere um mein Leben zu schützen und zu erhalten, dann würde ich es als gerecht ansehen, mein Leben zu erhalten und wenn es nicht anders dann jemand eben in Notwehr zu töten. Das ist ja kein Töten mit Vorsatz, sondern gerecht im Sinne des eignen Lebens, dass man dieses nämlich erhalten will.
Es geht in 'Leben' niemals um ein 'Leben', sondern selbstverständlich immer um es als Ganzes. Aber, andersrum zählt jedes einzelne in ihm gleichermaßen. Und wer überhaupt in eine solche Situation gerät, geraten ist, hat dies allein selbst bewirkt, verursacht oder verschuldet, beiderseits! Und, entscheidet auch noch bis zur letzten Sekunde mit über deren tatsächlichen Ausgang, auch gedanklich, 'geistig'... denn ja, es 'geht viel mehr ab' zwischen uns, als sich 'normal' überhaupt vorgestellt, überhaupt für möglich gehalten wird!
Jedenfalls "...halte auch noch die andere Wange hin" ist dann absolut tatsächlich die beste Entscheidung! Auch, weil 'Tod' mit zu 'Leben' gehört...
Vielleicht kann diese Erläuterung weiterhelfen. Wenn nicht , haben wir keinen Schritt vermutlich vorwärts gemacht.
Nun ja...(?)
Ja ich würde sagen, dass es schon mehrere "Wahrheiten" gibt , die auch mit unterschiedlichen Blickwinkeln zutun haben. Verschiedene philosophische Perspektiven, verschiedene Philosophien von verschiedenen Denkern, all das gehört zusammen. Die Wahrheit des Philosophen y ist nicht die Wahrheit eines Philosophen x usw.

Ich glaube , dass es deshalb nicht die absolute Wahrheit gibt, weil es ja verschiedene Individuen gibt.. und was für den einen wahr ist , ist es nicht unbedingt für anderen. Hier bin ich eher pluralistisch gestimmt...Denn warum exisitieren sonst Individuen? Jeder hat da seine Sicht auf die Dinge, seine Perspektive und seine "Wahrheit(en)". Platon ging ja auch von einer allgemeingültigen Wahrheit aus, was ich aber bezweifle, dass es sowas geben kann, also "die" Wahrheit...man müsste eher fragen "wessen" Wahrheit. Meine Wahrheit, deine Wahrheit, unsere Wahrheit? Welche Wahrheit ist gemeint?
'Leben', wie ich mir ja auch hier schon erlaubte darzustellen, ist und bedeutet Bewegung, Entwicklung, lernen... und, einverstanden damit? Falls ja, was meinst Du denn dann, was lernen, zu was entwickeln? Etwa jedes "Individuum" was anderes, zu was anderem, also zumindest letztendlich, hm?
Nun an der Stelle bin ich in der Tat nur kurz die einzelnen Philosophien in einer tour de force sozusagen kurz durchgegangen. Ich kann das aber auch ausführlichen machen, wenn das die Zeit erlaubt.Man kann das insofern der Sache nach noch genauer durchgehen (in den Beiträgen). Jeder Beitrag ist ja unterschiedlich..der eine ist mehr, der andere weniger ausführlich bei mir.
Ja ja, aber nein danke, nicht nötig. Also für mich... ;)
Ich wäre aber auch dafür offen, wenn du mal vorführen würdest wie du daran rangest an die Sache, aber ich glaube das hattest du schon zum Teil gemacht..Allein die Übersichtlichkeit ist natürlich nicht einfach in langen Beiträgen. Für einen Gegenvorschlag bin ich offen.
Nun ja, das, worüber wir hier versuchen zu reden, ist nun mal einfach "lang". Oder etwa nicht? Kann somit nur "vorschlagen", mir konkret zu sagen, was Du noch "vorgeführt" haben möchtest. :)
Naja ich würde nicht sagen, dass ich deinen thematisch letzten Punkt (nicht wirklich) ignoriert habe bzw. das wollte. Normalerweise ignoriere ich ja Dinge nicht, sonst würde ich nicht versuchen alle Punkte gleich aufmerksam zu beantworten. Im Falle des Bösen
Also mir ging es da 'einfach' darum, dass Du Dir selbst versuchst zu verdeutlichen, dass es mit "verschiedene, individuelle Blickwinkel/Perspektiven"... beileibe nicht getan ist! Sondern das nur die 'eine Seite der Medaille' ist! - Aber vielleicht 'verfrühstückst' Du ja jetzt erstmal von wegen "Ziel von 'Leben'" usw., s. weiter oben. :)
habe ich eben beispielsweise durch die verschiedenen Philosophien/Perspektiven herausgefunden , dass man dieses nicht allein vom Menschen denken kann , sondern auch z.B. aus der Perspektive des "Seins",
Jo, 'ebend'. Und, aber, ersetze doch "Sein", wenn jetzt auch nur mal quasi probehalber, ;) durch 'Leben'. - Na?
was ja keine menschliche Perspektive ist und ich von selbst eher weniger an diese gedacht hätte. Ich weiß jetzt nicht , ob ich damit deine Frage in dem Sinne zu deiner Zufriedenheit
He'? - Wie kommst Du denn darauf, es ginge hier um meine "Zufriedenheit"? :confused:
beantworten kann bzw. ob ich diese Frage in dem "richtigen" Sinne verstehe. Ich vermute mal, dass ich die vielleicht anders verstanden als du intendiert hattest. Schwierig was man da jetzt sagen kann. Generell ist der Vergleich mit mehreren Perspektiven/Philosophien insofern hilfreich, weil man die verschiedenen Aspekte einer Sache (wie hier dem Bösen) gewahr wird. Und wenn man sich hier nur auf eine Philosophie eines Philosophen stützen würde, könnte man andere Aspekte gar nicht so auf Anhieb sehen. Was die unterschiedlichen Aspekte sein könnte, ließe sich das anhand der betreffende Phänomene zeigen. Im Fall des Bösen wird man durch philosophischen Vergleich gewahr, dass sich das Böse auch von einer nicht-menschlichen Seite denken lässt. Und genau das habe ich eben durch den Vergleich der unterschiedlichen Perspektiven herausgefunden, betreffs des Bösen. Ich habe das mal hier wieder etwas skizziert, schon aus Zeitgründen, hoffe trotzdem, das es vielleicht weiterhilft in der Beantwortung deiner Frage..wenn nicht, ist vielleicht mein Latein erstmal am Ende, sozusagen.
Hm... ich dachte ja die ganze Zeit, wir diskutierten hier... :confused:
Ist das vielleicht etwas besser? Falls nicht, weiß ich fürs erste auch nicht so weiter, hmm...Mehr fällt mir da momentan auch nicht so ein fürs erste. Aber soweit dazu erstmal.
Jo'... dito.
Ja das versuche ich mal, ob mir das alles gleich auf Anhieb gelingt, muss ich sehen. Learning by doing.
PS: Mein Vorschlag: schon allein wegen der besseren Übersichtlichkeit: wäre es möglich , vielleicht größere Themenblöcke in den Beiträgen zu machen? Das würde Zeit sparen und mehr Übersichtlichkeit gewähren, sonst würde das weiterhin etwas kompliziert sein mit den langen Beiträgen (und dem Punkt für Punkt durchgehen)..Es wäre halt nur ein Vorschlag von meiner Seite dazu....Also statt 10 oder 15 (kleinere oder größere) Themenpunkte/Themenblöcke dies auf 7 oder 8 größere zusammenzufassen sozusagen. Dann kann man das Ganze auch besser überblicken. Was meinst du? Oder bist du mit der bisherigen Form der Beiträge glücklich? Ich ehrlich gesagt eher nicht, weil die Übersichtlichkeit schwierig ist bei langen Beiträgen..da könnte man glatt "konfuss" werden, nicht wahr? :)
Nun... s. weiter o.
Aber ich nehme das Ganze auch mit Humor...ich liebe ja lange Beiträge (mitunter).
Aber klar doch! :) ;)
 
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Ein sehr bedeutsames Übel in der Welt ist übrigens das Eine, denn Männer sind Schweine (so die Ärzte) und wollen immer nur das Eine.
 
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