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Was ist "der Himmel"?

*Religionsgeschichte*
wie sie hier durch @Frischlings sämtliche Bibelhinweise wiederholt stattfindet, wäre doch wohl längst im Schul-Unterricht fällig!
Es geht um die Frage eines relativen Wertekatalogs. Die 10 Gebote würden ausreichen.
Für ein Begräbnis, Hochzeit oder Taufe, einen Gottesdienst sind diese theologischen. historischen Überlegungen für die Teilnehmer vollkommen uninteressant bzw. werden als irrelevant abgetan oder Kauf genommen.
Mich hats einmal gewaltig erwischt, als der Pfarrer bei einem Begräbnis meinte, daß wir jetzt an den nächsten denken sollten, der begraben wird. Eine anschaulicher Hinweis auf Endlichkeit, wie wir sie erfahren.
 
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Es geht um die Frage eines relativen Wertekatalogs.

Meine Überlegung ist so:
Durch ein wiederholtes Aufrütteln, kommen -vielleicht-
eher nicht mehr Leute wie bspw. Herr Schönborn ans
Ruder der Macht (einer Kirche)
Ein Mann der Jahrzehnte *Menschen* (Homosexuelle)
als Sünder abqualifiziert hatte, und der sich heute als
deeeer Verständnisvolle sonnt!
 
seine Forderungen, seine Nächsten zu lieben wie sich selbst

Also das sollte doch wirklich Philosophiegrundkurs 1.01 sein. Ob ich leide oder ein anderer leidet läuft doch auf das selbe hinaus. Es gibt ein mal mehr Leiden auf der Welt. Also sollte das Mitleid und Mitgefühl mit allen Menschen doch selbstverständlich sein. Auf nichts anderes läuft diese Forderung doch hinaus.

und deshalb allen Besitz mit den Armen zu teilen

In der christlich-abendländischen Kultur gibt es doch schon lange den Sozialstaat. Hierzulande muss niemand verhungern, der es nicht drauf anlegt. Natürlich gibt es immer noch viel zu viele Obdachlose, aber was oft ausgeblendet wird: Es gibt Leute, die wollen keine staatliche Hilfe und leben freiwillig auf der Straße. Ich kannte schon mehrere Leute persönlich, die zumindest temporär so leben wollten und sie waren dabei nicht unglücklich.

und sogar seine Feinde zu lieben

Auch dies hat sich in unserer Kultur längst darin manifestiert, dass wir selbst den schlimmsten Schwerverbrechern die Menschenwürde nicht aberkennen. Selbst Leute, die so schlimme Dinge getan haben, dass sie es eigentlich verdient hätten, für den Rest ihres Lebens schlecht behandelt zu werden, werden dennoch in der Haft menschenwürdig behandelt. Dieses Verhalten seitens des Staates (und es kommt beileibe selten vor, dass ich unseren Staat verteidige) ist keineswegs offenkundig und selbstverständlich. Es konnte nur auf der Basis der christlichen Lehre entstehen.

Davon abgesehen betrachte ich die Feindesliebe eher als ein philosophisches Ideal. Denn: Wenn ich selbst denen, die mich hassen, diesen Hass nicht übel nehme, dann bin ich in gewisser Weise unangreifbar. Ich bin mittlerweile eigentlich ganz gut darin, nichts mehr persönlich zu nehmen. Wie ich das genau anstelle, kann ich gar nicht beschreiben, aber es funktioniert tatsächlich.

und den Mächtigen da OBEN zu geben, was die vom Volk verlangen

Hier muss ich ausnahmsweise kurz auf die aktuellen Ereignisse eingehen, um dich im ganz praktischen Sinne zu widerlegen. Denn ich habe von Anfang an festgestellt, dass unter den Maßnahmen-Kritikern überproportional viele spirituell/religiöse Menschen und besonders viele bekennende Christen sind. Bodo Schiffmann und Samuel Eckert sind nur die prominentesten Beispiele, man sieht es auch, wenn man die Kommentarspalten unter Maßnahmen-kritischen Videos liest und wenn man Interviews mit Skeptikern auf der Straße sieht. In vielen Freikirchen werden in den Predigten die Politiker ermahnt, mit den Maßnahmen nicht zu weit zu gehen. Natürlich ist mir bekannt, dass die Bibel lehrt, der Obrigkeit zu gehorchen. Jedoch gilt dies nicht mehr, wenn die Obrigkeit sich unchristlich oder gar antichristlich verhält. Und das Wegsperren der Bevölkerung und das Reduzieren des Menschen auf eine potentielle Virenschleuder ist wohl alles andere als christlich. Jedoch will ich mit diesem Seitenhieb auf keinen Fall eine Covidisierung dieses Threads heraufbeschwören, deshalb ist dies wirklich nur als eine hochaktuelle Widerlegung deiner Behauptung bezüglich der Obrigkeitshörigkeit der Christen zu verstehen.

Würdest Du diese Kernforderungen kennen

Ich kenne sie doch.

und Dir überlegen, dann könntest Du vielleicht selbst erkennen, dass diese Forderungen NUR dann einen gewissen Sinn ergeben hätten, wann DAMALS auch das Letzte Gericht erfolgt wäre.

Nein, das sehe ich nicht so.

Denn für eine Jahrtausende lange Zukunft der Menschheit sind diese Kernforderungen nach meiner Meinung völlig ungeeignet, weil kaum ein Mensch sie erfüllen kann ;-)

Natürlich sind es hochgeschraubte Ideale. Aber man kann sie als Orientierung nutzen. Und wie gesagt, ich denke mir, dass Einrichtungen wie der Sozialstaat und die menschenwürdige Behandlung selbst von Schwerkriminellen auf dem Boden der christlichen Philosophie entstanden sind.
 
Entscheidend ist vielmehr, warum Vollidioten solche Phantasiegeschichten glauben, und zwar so sehr, dass sie sich dafür in die Luft sprengen wollen.
Ja, das verstehe ich auch nicht. Wegen irgendwas, das irgendwann, irgendwo, irgendwer mal aufgeschrieben hat. Ich hab da letztens eine ziemlich neue Doku darüber gesehen. Die waren alle auf Trip und haben irgendwelche wirren Geschichten aufgeschrieben und heute, tausende Jahre später, glauben die Menschen das immer noch.
 
Tja, Frau Holle, war ja auch nicht anders zu erwarten, als dass Du den Himmel für dich auch auf Erden reklamierst..
Wenn ich schon meine Betten vom Himmel über euch ausschüttle, kann ich auch gleich die Erde zum Himmel machen :p
Nunja, aus der geistigen Welt wurden wir schon verstoßen, und wir arbeiten gerade auf Hochtouren daran, es uns auch mit Gaia zu verscheißen. Wir sind schon eine krasse Truppe, immer auf der Suche nach Bestrafung wies aussieht.
Absolut. Anscheinend hat die Menschheit keinen Bock auf Frieden, oder halt viele davon nicht...
 
Wenn ich schon meine Betten vom Himmel über euch ausschüttle,
"Wasserbetten" ausschütten? :rolleyes:
.kann ich auch gleich die Erde zum Himmel machen :p
Was Du aber auch alles als pubertäres Kind der Natur "kannst"!

Das klingt leider sehr trotzig und unüberlegt, doch mit dieser Umpolung ist nicht zu spaßen, weder menschlich noch göttlich noch teuflisch!

Diese (sanfte) Umpolung gilt es zuvörderst in Zeitlupe (bildhaft als Sänfte) zu verstehen, um die im Schlepptau befindlichen "Zeiträuber als Viren-Neuprogramm-Überschreiber" zu überlisten zu vermögen.
Anscheinend hat die Menschheit keinen Bock auf Frieden, oder halt viele davon nicht...
Frieden ist ein Verdienst der Natur, aber nicht ein Verdienst von gleich gültigen und ungleich verteilten zum Trotz neigenden "Lass-mich-doch-bitte-bloß-in-Frieden-Menschen".

Bernies Sage (Bernhard Layer)
 
*Religionsgeschichte*

wie sie hier durch @Frischlings sämtliche Bibelhinweise

wiederholt stattfindet, wäre doch wohl längst im Schul-

Unterricht fällig!

In den deutschen Schulen spielt Religionsunterricht meines Wissens kaum noch eine große Rolle. Ob aber im Jetzt die Verantwortlichen für Religionsunterricht bereit sind, aufzuzeigen, dass in der christlichen Bibel genau wie im jüdischen Tanach und im islamischen Koran ein absoluter Feind der für ein friedliches Miteinander der Menschen unabdingbaren Grundrechtes auf Religionsfreiheit beschrieben wird, ist leider nicht zu erwarten.

Das ganze Christentum ist nach meiner Meinung in sich leider so verlogen, dass den meisten Christen gar nicht bewusst wird, wie sehr sie selbst das verhöhnen, was Jesus von seiner kleinen Herde gläubiger Menschen gefordert hat: seine Feinde zu lieben und seine Nächsten wie sich selbst und deshalb allen Besitz mit den Armen zu teilen.

Ich selbst kenne nicht einen einzigen Christen persönlich, der sich wirklich bemüht, das einzuhalten, was sein Erlöser gefordert haben soll. Er war eben ein Eiferer ohne Realitätsbezug auf das Wichtigste, was die Menschen von ihrem Gott glauben sollten: gegenseitige Toleranz auch in Bezug eines anderen Glaubens, solange die Menschen sich bemühen, andere so zu behandeln, wie sie selbst behandelt werden wollen.

Das hat ja auch Jesus laut Matth. 7, 12 genauso gefordert, wie andere große Menschen, etwa Konfuzius. Aber solange das Gift in der Bibel steht, dass Jesus alle Menschen VERDAMMT, die sich nicht zu seinem Gott bekehren und dass er als alleiniger Weltenrichter „Ungläubige“ mit Höllenstrafen belegen will, solange kann dieses Gift im Denken von Menschen solche negative Wirkung erlangen, wie wir es im Nahen Osten erleben, wo sich Gläubige an den Gott Abrahams nach der Version des jüdischen Tanachs, der christlichen Bibel und des muslimischen Korans gegenseitig „gottgefällig“ die Köpfe einschlagen.
 
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Zitat von Frischling: ↑ Ich habe von dem Namensgeber des Christentums und DESSEN Ankündigung des Letzten Gerichts geredet und nicht von einer indischen Religion.

Die Menschen zu Zeiten Jesu glaubten noch an die Reinkarnation. Zumindest geht dies aus einigen Bibelstellen hervor, zum Beispiel:

Und sie fragten ihn: Was dann? Bist du Elia? Er sprach: Ich bin's nicht. Bist du der Prophet? Und er antwortete: Nein.

Johannes 1,21

Jesus sagte doch unmissverständlich, dass er keine Reinkarnation des Elia sei! Schließt Du aus dieser Verneinung, dass Jesus an Reinkarnation geglaubt hat? Dieser Bibel-Figur Elia soll er übrigens laut Matth.17, 1-5 zusammen mit Mose persönlich begegnet sein, aber eben nicht als deren Reinkarnation, sondern als Lichtgestalten. Solltest Du es nicht wissen: der christliche Glaube geht NICHT von Reinkarnation aus, sondern von nach der Auferweckung der Toten und deren Aburteilung beim Letzten Gericht für die „Guten“ von einem Ewigen Leben im Reich Gottes und der Ewigen Pein im Feuer für die „Bösen“.

Zitat von Frischling: ↑ Dich braucht auch nicht zu interessieren, dass Paulus, der wichtigste christliche Religionsmacher der Anfangszeit, ebenfalls davon überzeugt gewesen sein soll, dass er und seine Zuhörer noch LEBEN, wenn Jesus die Toten zum Letzten Gericht auferweckt:

Er ging davon aus, jedoch lesen wir an anderer Stelle:

Von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.

Matthäus 24,36

Also auch Paulus nicht. Deshalb sind alle Datumsfestlegungen zum Thema Apokalypse menschengemachte Spekulation oder Fehldeutungen.


Gehst Du etwa davon aus, dass ich das glaube, was Paulus gesagt haben soll??

Paulus soll kein Datum genannt sondern nur gesagt haben, dass er und seine Zuhörer noch LEBEN, wenn Jesus die Toten zum Letzten Gericht auferweckt. Auch Jesus selbst laberte nie von einem konkreten Datum, sondern nur davon, was BALD geschehen muss, etwa die Apokalypse. Erfolgt ist die auch Jahrtausende später noch nicht.

Paulus irrte sich genauso wie der Eiferer und gescheiterte Weltuntergangs-Prophet Jesus und alle anderen Weltuntergangs-Angsterzeuger-Rattenfänger!
 
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