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Nachgedanken zu den großen Fragen des Daseins

Willst Du den Wissenschaften erklären wie sie sich verhalten sollen, wie krank ist das denn?

Die Wissenschaften treten auf der Stelle ohne neue Impulse. Solange die Wissenschaft den Menschen als ein höheres Säugetier behandelt, kann ich sie nicht ernst nehmen. Es muss ein ganzheitlicher Ansatz her.
 
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Mir scheint, dass der materialistische Denkansatz ein Labyrinth ohne Ausgang ist.

Es sei denn... wir sinken in das hinein, was derzeit als das Unbewusste bekannt ist.
 
Aber die derzeitige Wissenschaft ist doch viel zu einseitig. Selbst noch das, was wir als Raumfahrt betreiben, ist letztendlich lächerlich. Wir schicken alle paar Monate jemanden zum Schichtwechsel in eine Konservendose, die im Orbit kreist. Das ist doch keine Raumfahrt. Kein Wunder, dass die Aliens sich weigern, uns zu kontaktieren.

Es mag ein Konservendose sein, aber wenigstens ist es einmal eine solche.
Die Wissenschaft der Satelliten mag manchen Zeitgenossen abenteuerlich erscheinen, aber die Roboter auf dem Mars haben bereits mehr heraus gefunden, als es jede noch so unmögliche menschliche Expedition es je hätte tun könnte.
 
Wenn die Wissenschaft sich weiterentwickeln will, muss sie unkonventionelle Ideen zulassen. Auch der heutige Status Quo wäre nicht entstanden, wenn man alle Visionäre etc. abgelehnt hätte.

Unkonventionelle Ideen kann man viele haben, aber wenn man sie nicht beweisen oder widerlegen kann, dann ist man kein Visionär, sondern ein Träumer oder Spinner.

Der für seine Scharfzüngigkeit bekannte Physiker Wolfgang Pauli sagte einmal: "Das ist nicht nur nicht richtig, sondern nicht einmal falsch.", womit er sagen wollte: Wenn eine Theorie sich auch nicht falsifizieren lässt, dann ist es keine. Ein Vorwurf im Übrigen, der auch gegen die Stringtheorie hervorgebracht wird, denn ihre Aussagen sind beim Stand der Technik unbeweisbar und werden es mutmaßlich auch bleiben: Denn um sie zu beweisen oder zu widerlegen müsste man einen Teilchenbeschleuniger mit kosmischen Ausmaßen bauen.
Mit der Mathematik kann man auch Dinge beschreiben, die ohne physikalische Bedeutung sind, und möglicherweise sind die Stringtheorien reine Zahlenspielerreien. Zahlenspiele jedoch, die viel Arbeit, Zeit und Geld kosten und anderswo sinnvoller verwendet werden könnten (“it does not work, therefore let’s develop it further” Carlo Rovelli).

Das Kunstwort "Google" soll ursprünglich daher stammen, dass man einen Jungen nach der größten Zahl befragte, die er sich vorstellen könne. Der Junge beantwortete die Frage mit 10^100, einer 1 mit einhundert Nullen also.
Ein Wissenschaftsautor ging in einem Artikel einmal der Frage nach, welche "realen" Dinge denn durch eine solche Zahl dargestellt würden. In der Physik wird man da nicht mehr fündig, Ausdehnung des Universums in den kleinstmöglichen Längenmaßen, Gesamtanzahl der kleinsten Elementarteilchen, was man auch immer als Maßstab nimmt: Man erreicht keine 10^100, nicht einmal annähernd. Tatsächlich kann man für eine so große Zahl fündig werden, nicht mehr in der Physik ... aber in der Kombinatorik.
Die Anzahl der möglichen Kombinationen eines gemischten Poker-Kartenstapels (52 Karten) bewegt sich wenigstens irgendwo in der 2. Hälfte von Google, und spielt man Canasta oder Rommée (108 Karten), dann überschreitet man die Zahl sogar.
Aber auch das sind dann reine Zahlenspielerreien, denn selbst in einem wahnwitzigen Gedankenexperiment könnte kein Laplacescher Dämon die Kombinationen mehr auslegen, selbst wenn er Elementarteilchen als Karten nähme, in der größtmöglichen Geschwindigkeit arbeitete und dies seit Beginn des Universums. Denn das ist bislang erst 10^17 Sekunden alt.

Ausdenken kann man sich freilich noch sehr viel größere Exponenten oder Exponenten von Exponenten oder Exponenten von Exponenten von Exponenten ...
... aber das ist dann alles so real wie ein 6er im Lotto + Superzahl. Dabei liegt dessen Chance nur bei 1:139 Millionen (1.4 x 10^11), und trotzdem spielen die allermeisten ihr ganzes Leben lang Lotto ohne den Jackpot zu gewinnen.
Ohne einen Bezug zur Realität, eines Beweises, der Widerlegung des Gegenteils, einem Beweis durch das ausgeschlossene Dritte oder wenigstens Indizien zu seinen Aussagen (Rupert Sheldrake) bleibt alles reine Spekulation wie ein Lottogewinn, oder Fanatsie wie Homers Odyssee. Es hat dann die Qualität wie Aussagen, auch Gott im Schach schlagen zu können (Bobby Fischer), einen 60m hohen Turm für eine nicht funktionsfähige Stromleitung zu bauen (Nikola Tesla) oder als Prediger einer Pfingstbewegung aufgrund von Bibelzitaten das Anfassen von Giftschlangen zu lehren (und am Giftbiss jener zu versterben, Hensley, 1955).

Ihre Fans werden in diesen Zeitgenossen zweifellos Visionäre erkennen, ich sehe in ihnen aber bestenfalls Träumer oder sogar gefährliche Spinner.
 
Spinnen ist ohne Frage eine Erholung für das Gehirn und wer weiß, vielleicht entsteht eine Kombination die Bedeutung hat, aber eine Vision die auf der Erde für die Menschen real und positiv ist, ist etwas anderes, seltenes.
Man kann die entdeckten Naturgesetze nicht in kurzer Zeit über den Haufen werfen, das verkraften die Lebewesen nicht, das geht nur alle paar Jahrzehnte. Die Quantenphysik kann Gesetze der allgemeinen Physik außer Kraft setzen.
 
Spinnen ist ohne Frage eine Erholung für das Gehirn.
Aber ewaldt, das gilt doch ohne Frage nur, wenn man an das Gehirn dabei keine stressigen Fragen stellt. :D
und wer weiß, vielleicht entsteht eine Kombination die Bedeutung hat,...
So möge es sein und im Laufe des stetig wiederkehrenden Zeitenwandels auch schon immer gewesen sein.

Also "nichts Neues unter der Sonne", aber für den, der "hinter dem Mond" lebt, könnten sich aufgrund der Weiterentwicklung in der vernetzbaren Informatik beachtliche Windschattenvorteile für ganz besondere Interessengruppen ergeben.

Hauptproblematik dabei ist und bleibt, dass Besitz- und Eigentumsrechte von (genetisch wirksamer!) Kombinatorik anwendungsorientiert immer als etwas Neuartiges zunächst vorrangig von der praktischen militärischen Forschung als besetzt gelten, wie aktuell ja auch die weltweit im Fokus der Betrachtungen stehende Corona-Viren-Forschung, deren Nachgedanken besonders problematisch auch die ganz großen Fragen des Daseins berühren.
Aber eine Vision die auf der Erde für die Menschen real und positiv ist, ist etwas anderes, seltenes.
Stimmt schon, aber etwas Seltenes in vorgegaukelter Alternativlosigkeit ist immer in aller Munde und die falsche Kunde darüber dient der Erzielung einer Ablenkung von einem zeitnah effizienzbasierten Gedankenwettbewerbsvorteil.
Man kann die entdeckten Naturgesetze nicht in kurzer Zeit über den Haufen werfen, das verkraften die Lebewesen nicht, das geht nur alle paar Jahrzehnte. Die Quantenphysik kann Gesetze der allgemeinen Physik außer Kraft setzen.
Diese Außerkraftsetzungsmöglichkeit ist mit der Öffnung der Büchse der Pandora bereits eingeleitet.

Die jeweils erste (=unmittelbar gegenwärtige) Zukunft richtet die Nachgedanken in der Regel zuerst in die von Unsicherheiten und Belastungen geplagten "Re-ligio-Rückbindungswahrheit".

Und diese religiöse Rückbindungswahrheit trifft eben nicht jeden, ganz unabhängig von der Wahrheit.

Als Vorbild für eine "Pro-ligio-Vorkopplungswahrheit" gelten nur zeitlose, spekulationsfreie Annahmen, die in einem gewissen Zeitrahmen als Zweitrahmen dem Vergleich dienen.

Und so ist eben strategisches und taktisches Denken zu allen großen Fragen des Daseins von bestimmten Interessengruppen eher angesagt und von anderen Interessengruppen eher abgesagt.

Wo kämen wir hin, wenn alle dahinkämen dahinter zu kommen, wo man für dies (= para dies) ganz generell und allgemein eine "absolute Gegenleistungsfreiheit" erwarten dürfte?

Bernies Sage (Bernhard Layer)
 
Unkonventionelle Ideen kann man viele haben, aber wenn man sie nicht beweisen oder widerlegen kann, dann ist man kein Visionär, sondern ein Träumer oder Spinner..................

........................Ohne einen Bezug zur Realität, eines Beweises, der Widerlegung des Gegenteils, einem Beweis durch das ausgeschlossene Dritte oder wenigstens Indizien zu seinen Aussagen (Rupert Sheldrake) bleibt alles reine Spekulation wie ein Lottogewinn, oder Fanatsie wie Homers Odyssee......................

Fairerweise muss man aber auch sehen, dass sich in der Quantenphysik so einiges auch nicht beweisen lässt. Was sich herausgestellt hat ist, dass es manchmal eine nicht belegbare theoretische Annahme ist, die sich dennoch als richtig und segensreich herausstellt und auf einmal passt wieder alles.
NUR müssen solche (zum Teil auch unbequeme oder ansolut nicht gewollte) Annahmen erst einmal zugelassen werden und da hapert es beträchtlich.
Helmfried
 
Man kann die entdeckten Naturgesetze nicht in kurzer Zeit über den Haufen werfen, das verkraften die Lebewesen nicht, das geht nur alle paar Jahrzehnte. Die Quantenphysik kann Gesetze der allgemeinen Physik außer Kraft setzen.

Die Quantenphysik setzt nicht die Gesetze der Physik außer Kraft, wie auch, sie interpretiert die Natur nur anders. Ein Fehlschluss, der nicht dadurch verzeihlicher wird, dass ihn vor allem die Quantenmystiker bedienen.
Es gibt keinen Widerspruch zwischen der klassischen Physik und der Quantenphysik.
Die klassische Physik beschreibt Vorgänge in der makroskopischen Welt und innerhalb dieser stimmen ihre Aussagen und Gesetze. Die Quantenphysik beschreibt (sub-)atomare Vorgänge, aber jenseits dieser heben sich alle quantenphysikalischen Effekte gegenseitig auf und man landet wieder in der klassischen Physik. Kein Ingenieur muss eine Brücke quantenphysikalisch berechnen, genauso wenig, wie er die Schwerkraft von einem Käfer zu berücksichtigen hat, der über sie läuft.

Fairerweise muss man aber auch sehen, dass sich in der Quantenphysik so einiges auch nicht beweisen lässt. Was sich herausgestellt hat ist, dass es manchmal eine nicht belegbare theoretische Annahme ist, die sich dennoch als richtig und segensreich herausstellt und auf einmal passt wieder alles.

Direkt und experimentell sicher nicht, wohl aber indirekt mathematisch. Das mag man für unzulässig oder für nicht stichhaltigtig halten - und genau diese Kritik wird ja auch geübt (siehe mein Beitrag #114 zur Kritik der Stringtheorie).
Mit der Mathematik befassen sich die Esoteriker allerdings erst gar nicht - das kann man Rudolf Steiner vielleicht nicht zum Vorwurf machen, denn zu seinen Lebzeiten steckte die Mathematisierung der Wissenschaften in den meisten Bereichen noch in den Kinderschuhen. Wohl aber seinen heutigen Anhängern, denn diesen steht dieses Instrumentarium zur Verfügung.

Von dem griechischen Philosophen und Mathematiker Pythargoras soll der Ausspruch stammen: Alles ist Zahl.
Mit Hilfe der Mathematik lassen sich sogar Prozesse beschreiben, die überhaupt keine physikalische Bedeutung haben, und von denen wir gar nicht genau wissen, wie sie funktionieren. Die heutige Farbtheorie ist dafür ein Beispiel, die außer Fachleuten zwar kaum jemand kennt, deren technische Umsetzung aber praktisch jeder tagtäglich vor Augen hat, denn die Darstellung von Farben am Computer, Druckerzeugnisse und vieles andere basieren auf deren Grundlage.
Aufgrund des mathematischen Modells der Farbtheorie lassen sich Voraussagen machen - die dann auch zutreffen. Das Modell übertrifft die menschliche Wahrnehmung sogar, denn man kann mit ihm auch Farben berechnen, die man durch visuelle Experimente gar nicht ermitteln kann.

Ein Johann Wolfgang von Goethe mit seiner Farbenlehre und ein Rudolf Steiner hätten sicher bereits die Aussage, eine Kategorie wie die der Farbe mathematisch exakt darstellen zu können, brüsk von sich gewiesen. Sie wären der Ansicht gewesen, Farben müsse man "fühlen" oder "intuitiv erfassen" und auch heute gibt es nicht wenige, dieser Meinung sind, vor allem Künstler.
In einer solchen Ignoranz gegenüber der Theorie steckt allerdings auch eine ordentliche Portion Dummheit, denn hätten wir heute Monitore, die auf Goethes Farbenlehre basieren, dann müssten wir mit ziemlich schrecklichen und zerhauenen Farbdarstellungen am Monitor leben. Und genau das war auch immer der Grund, warum ich Künstlern meist mühsam erklären musste, warum es nicht nur technisch nicht möglich war, ihre Farben exakt zu reproduzieren, sondern bereits aus Gründen der Farben selbst nicht (= die Farbtheorie).
 
Es mag ein Konservendose sein, aber wenigstens ist es einmal eine solche.
Die Wissenschaft der Satelliten mag manchen Zeitgenossen abenteuerlich erscheinen, aber die Roboter auf dem Mars haben bereits mehr heraus gefunden, als es jede noch so unmögliche menschliche Expedition es je hätte tun könnte.

Ich bin beim Thema Raumfahrt sowieso hin und hergerissen. Ich denke entweder sollte man es ganz lassen (denn es gibt ja auf der Erde genug Probleme) oder man sollte viel mehr Geld und Personal reinstecken, damit endlich mal große Fortschritte gemacht werden (etwas eine Raumbasis auf dem Mond oder gar auf dem Mars). Letztendlich denke ich aber, dass selbst das noch Kinderkram wäre. Es braucht entweder die Entwicklung eines Warp-Antriebs, der das Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit ermöglicht (denn derzeit bräuchten wir selbst mit einem guten Raumschiff ca. 70.000 Jahre bis zum nächsten Sternensystem) oder vielleicht sogar eine Form des Reisens, die den Raum krümmt oder Wurmlöcher schafft. Von Dimensionssprüngen und ähnlichem will ich an dieser Stelle lieber schweigen, oben genannte Fortschritte wären schon revolutionär genug.

Es gibt keinen Widerspruch zwischen der klassischen Physik und der Quantenphysik.
Die klassische Physik beschreibt Vorgänge in der makroskopischen Welt und innerhalb dieser stimmen ihre Aussagen und Gesetze. Die Quantenphysik beschreibt (sub-)atomare Vorgänge, aber jenseits dieser heben sich alle quantenphysikalischen Effekte gegenseitig auf und man landet wieder in der klassischen Physik.

Aber trotzdem bleibt es erstaunlich, dass beim Doppelspaltexperiment die Teilchen scheinbar durch beide Spalten huschen, dass man aufgrund der heisenbergschen Unschärferelation niemals gleichzeitig den Ort und die Geschwindigkeit eines Teilchens bestimmen kann und dass man vor dem Kollaps der Wellenfunktion immer nur in Wahrscheinlichkeiten angeben kann, wie das Ergebnis eines Experiments aussehen wird. Das alles ist noch keine Quanten-Mystik, aber schon für sich genommen faszinierend genug. Quantenmystik wird es eigentlich erst an dem Punkt, an dem man davon ausgeht, dass explizit das menschliche Bewusstsein die Wellenfunktion zum Kollaps bringt. Ich habe mit dieser Vorstellung selbstverständlich kein Problem, aber auch wenn man diesen Aspekt ablehnt, sind die quantenphysikalischen Vorgänge auch für sich genommen sehr mysteriös und können nicht einfach mit der Bemerkung beiseite gewischt werden, dass diese Effekte in makroskopischen Sphären nicht mehr vorkommen. Es wird ja trotz allem eine Vereinigung von Quantenphysik und Klassischer Physik angestrebt, die langersehnte Vereinheitlichte Theorie. Und die von dir genannte Stringtheorie ist ja ein möglicher Kandidat für eine solche Vereinheitlichung.
 
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Ich bin beim Thema Raumfahrt sowieso hin und hergerissen. Ich denke entweder sollte man es ganz lassen (denn es gibt ja auf der Erde genug Probleme) oder man sollte viel mehr Geld und Personal reinstecken, damit endlich mal große Fortschritte gemacht werden (etwas eine Raumbasis auf dem Mond oder gar auf dem Mars).

Die unbemannte Raumfahrt ist sicher weniger romantisch, aber die Satelliten - und da meine ich keineswegs nur die Mars-Rover - haben erheblich mehr Wissen hervorgebracht als die menschlichen Missionen. Zu deutlich geringeren Kosten, weniger Aufwand und auch ohne Risiko für menschliches Leben. Der Betrieb der ISS mag spektakulär sein, aber wenn man sich einmal umsieht, was an neuem Wissen aus der Raumfahrt so publiziert sind, so erfährt man praktisch nur durch Satelliten gewonnene Erkenntnisse. Aber von der menschlichen Raumfahrt, der ISS? Was passiert denn da eigentlich?
Man gewinnt eher den Eindruck, die bemannte Raumfahrt ist mehr Selbstzweck. Es wird mehr repariert und instand gehalten als geforscht, jedenfalls erfährt man nichts. Oder Raumfahrer feiern Ankünfte oder machen Kapriolen, aber trotz immensem Aufwand und Kosten kommt nichts dabei heraus.

Eine Basis auf dem Mond oder dem Mars ist sicher ein zeitnaher SF-Traum, die dazu zu bewältigenden Probleme sind aber ungelöst.

Letztendlich denke ich aber, dass selbst das noch Kinderkram wäre. Es braucht entweder die Entwicklung eines Warp-Antriebs, der das Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit ermöglicht (denn derzeit bräuchten wir selbst mit einem guten Raumschiff ca. 70.000 Jahre bis zum nächsten Sternensystem) oder vielleicht sogar eine Form des Reisens, die den Raum krümmt oder Wurmlöcher schafft. Von Dimensionssprüngen und ähnlichem will ich an dieser Stelle lieber schweigen, oben genannte Fortschritte wären schon revolutionär genug.

Das ist alles derzeit reine Spekulation. Zwar sind solche Konzepte nicht als explizit unmöglich ausgeschlossen, eine zugrunde liegende Physik, die sie ermöglichen könnten, die haben wir aber auch nicht. Es hat Spekulationen über Raumverzerrungsantriebe gegeben und die uns bekannte Physik schließt sie nicht aus. Allerdings setzen sie Materialien wie exotische Materie voraus, die zwar nicht grundsätzlich unmöglich sind, die aber noch nie einer gesehen hat und schon gar nicht weiß, wie man sie herstellen sollte - und dann auch noch in gigantischen Mengen. Gar nicht erst zu reden, wie man die Mengen an Energie erzeugen will, die es zum Betrieb solcher Technologien bräuchte.

Selbst andere Technologien, die auf der uns bekannten Physik beruhen, stecken noch nicht einmal in den Kinderschuhen. Man verspricht sie uns seit Jahrzehnten, aber es gibt sie nicht oder de facto nicht: Die Supraleitung, der Fusionsreaktor, der Quantencomputer, die Nanotechnologie.
Da ist man immer "einen wichtigen Schritt weiter gekommen", "erwartet den Durchbruch in wenigen Jahren" oder "sieht sich in der Machbarkeit bestätigt" - aber all das hat man uns vor 20 Jahren auch schon erzählt, ohne das ein wirklicher Erfolg zu erkennen wäre. Und schon gar nicht das, was man uns versprochen hat, Nanoroboter, die Zellen reparieren oder der stickstoffgekühlte Super-Computer für daheim.
 
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