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Der HINTERN GOTTES

Raphael

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17. November 2007
Beiträge
1.795
AW: Der HINTERN GOTTES

Hallo!

Wo Kirche sich mit politischer Macht verbindet, da ist der Hintern Gottes.

Grüße Raphael
 
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Raphael

Active Member
Registriert
17. November 2007
Beiträge
1.795
AW: Der HINTERN GOTTES

Hallo Kathi!

Danke, war aber bloß aus der Hüfte geschossen!

Auf jeden Fall muss der Hintern Gottes sehr groß sein, natürlich bloß in meiner subjektiven Vorstellungskraft.
Zugeschissen möchte ich davon nicht werden... Gott behüte!

Mit ftreundlichen Grüßen
Raphael
 
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DerAufklaerer

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22. Dezember 2007
Beiträge
22
Aufgeklärt oder nicht aufgeklärt?

@DerAufklaerer:

Dein Schlusssatz zerlägt sogleich dein ganzes Gerede. Er spricht von "neuen Atheisten" und begeht sogleich den Fehler und machst alle Atheisten zu "neue Atheisten". Wenn du etwas gegen die Sicht aller Atheisten einzuwenden hast, dann sage es sogleich und lasse alle Gottlosen und damit unter anderem auch die Buddhisten in Ruhe.:confused:

Des Weiteren ist mir schleierhaft, welchen stilistischen Zweck du mit deinem Sternenstaub darstellen willst, inhaltlich gibt es mir nichts.

edit:

Noch ein kleiner Rat, es lautet:
"Weder Kreationisten noch Atheisten vermögen mir wirklich vernünftige und damit sinnvolle Antworten auf meine Fragen zu geben!"
und nicht:
"Weder Kreationisten noch Atheisten vermögen uns wirklich vernünftige und damit sinnvolle Antworten auf die großen Fragen der Menschheit geben!"

@Sharif

... hast ja recht mit "mir" und "meine"! :blume1:

Weiterhin hast Du auch recht, dass diese unterlassene "Unterscheidung" zwischen "Atheisten" und "Neuen Atheisten" vielleicht Missverständnisse hervorruft. Im Prinzip geht es mir aber um das unerträgliche Marktgeschrei der "Neuen Atheisten" wie auch der "Kreationisten", die mit ihrem unverschämten Geplärr emotionale Fronten aufbauen und so einen vernünftigen Dialog behindern.

... also mein Reden geht nicht gegen die, "die-Gott-los-sind" und auch nicht gegen "Buddhisten"!

Dennoch möchte ich hier einiges zu Bedenken geben, was mein tieferes Anliegen betrifft. Ich versuche es mit Kants Staunen bewußt zu machen. Denn gerade "das moralische Gesetz in uns" sollte doch auch das Interesse von Atheisten aber auch Buddhisten und ... wecken:
“Zwei Dinge erfüllen das Gemüt
mit immer neuer und zunehmenden
Bewunderung und Ehrfurcht,
je öfter und anhaltender sich
das Nachdenken damit beschäftigt:
Der bestirnte Himmel über mir,
und das moralische Gesetz in mir.”

(Immanuel Kant)​


Versuche von daher mit Blick auf das "moralische Gesetz", das nach dem Denken der Aufklärung (aufgrund unserer Vernunft) ja für alle Menschen Gültigkeit haben muss (also auch für Atheisten, Buddhisten, ...), mein "Anliegen von Aufklärung" (im Gegensatz zu den neuen Atheisten oder fundamentalistischen Kreationisten), nochmals mit anderen Worten und Fragen, den Teilnehmern dieses Forums hier deutlich zu machen:

Aufgeklärt oder nicht aufgeklärt? - der Leser möge selbst entscheiden!

Sprichst Du bei der Entstehung des Universums noch von einem „Großen Knall“?
Sprichst Du von der Anfangszeit des Weltenraumes noch von der „Kindheit des Universums“?
Sprichst Du bei einer Supernova noch vom „Tod eines Sterns“?
Sprichst Du beim Tagwerden noch vom „Sonnenaufgang“?

Warum verwenden wir wohl diese Anthropomorphismen in unserer sonst so „aufgeklärten/sachlichen Sprache"?

Ja, auch der Aufgeklärteste unter uns wird wohl nicht umhinkönnen, den so gar trockenen "Sternenstaub" etwas zu vermenschlichen. Wem sollte es denn sonst interessieren, dass in ungefähr 5 Milliarden Jahren unsere Sonne wohl ihrem „Untergang“ entgegenstrahlt?

Ja, liebe Mitglieder dieses Forums:
„Menschlichkeit“ ist die „Zauberflöte“ eines wirklich aufgeklärten Lebens!

Diesem ewigen Spiel zwischen „Tag und Nacht“, sollte sich in unserer aufgeklärten Zeit der wissenschaftsgläubige „Atheist“ wie auch „Kreationist“, wenigstens in einer ehrlichen Art und Weise stellen.

Zur „Zauberflöte“, die im marktschreierischen „Gottes-Wahn“ von Dawkins & Co mit gar falscher Melodie gespielt wird, noch ein paar Fragen zum Nachdenken:

Erklärst Du Dir „Menschwerdung“ noch mit der Ideologie vom Egoistischen Gen“ (Dawkins), das jeder neueren wissenschaftlichen Grundlage entbehrt?

Rechtfertigst Du deshalb das neoliberale Wirtschaftsgebaren mit einem „war of nature“, also dem „Prinzip der Unmenschlichkeit“ und verleugnest deshalb in ideologischer Verirrung das Not wendende kooperative Miteinader, das auf dem „Prinzip Menschlichkeit“ beruht?

Siehst Du deshalb auch Kinder und Jugendliche als biologische Selbstläufer, deren Entwicklung von einem inneren genetischen Programm gesteuert wird und deren Gedeihen gesichert sei, wenn man in ausreichendem Maße für Unterkunft, Hygiene und Ernährung sorgt.

Ist für Dich deshalb „Bildung“ auch - jetzt davon ausgegangen, dass diese oben genannten Voraussetzungen erfüllt sind - das bloße (aktenmäßige) Instruieren, wie die Welt funktioniert?

Ist für Dich deshalb auch das Erleben von Kindern und Jugendlichen und „Modelle“, die diese dann in ihrer Umgebung vorfinden, mehr oder weniger irrelevant?

Ist für Dich deshalb die Frage nach der „Unantastbarkeit der Würde des Menschen“ eine (vielleicht lästige) Frage nach der Definition eines (eigentlich überkommenen) Grundrechtsbegriffs, der letzten Endes nur mit den fortschreitenden Erkenntnissen der Naturwissenschaft zu rechtfertigen oder auszusondern ist?

Ist für Dich die Frage nach „Menschheit“ von daher nur durch den naturwissenschaftlichen Begriff von „Evolution“ oder nur durch „Intelligentes Design“ zu beantworten?

Wenn ja, dann kann ich Dir persönlich nur mehr entgegenrufen: Welch’ ein Wahn!


Für mich persönlich, spiegelt beispielsweise gerade das bald zwei Jahrtausende alte christliche „Ritual der Karwoche“ und das „Osterfest“, in einer Vollkommenheit und Tiefgang den Begriff von "MENSCHHEIT" wider, wie ich ihn sonst in keiner Philosophie, Religion oder sonstigen Weisheit vorfinde.
Ich bin sogar der Ansicht, dass ohne dieses uralte christliche Ritual von Karwoche und Ostern der vorstaatliche Artikel 1,1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland gar nicht mehr richtig verstanden werden kann, der da lautet: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt."

Wie soll der Begriff von „Menschheit“ nur ohne die christlich-humanistische Wertegrundlage, ohne diese Dialektik von Christentum und Humanismus, denn vernünftig bedacht werden?
Kann allein die „Naturwissenschaft“ dem „Menschen“ wirklich gerecht werden – eine „Wissenschaft“ die selbst Gefahr läuft, zum Nährboden von menschenverachtenden Ideologien mittels "Zauberflöte" missbraucht zu werden? „Nationalsozialismus“ und der real existierende „Kommunismus“ sollten uns diesbezüglich ein sehr warnendes Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit sein.

Daher mein bescheidener aufklärerischer Versuch hier, auf ideologische Verirrungen rechtzeitig hinzuweisen. Meiner persönlichen Überzeugung nach, müssen gefährliche Ideologien um der „Menschheit“ willen rechtzeitig erkannt und ernst genommen werden – gerade angesichts eines sich global verselbständigenden und zunehmend alle Lebensbereiche dominierenden „Kapitalismus“, der auf einer gefährlichen Ideologie vom Egoistischen Gen“ aufbaut – eines "Menschenbildes", das von einem soziobiologischen Denken definiert wird und von daher auch „Wirtschaft“ und „Staat“ mitdefiniert.

Das soziobiologische Denken ist ein pseudoaufklärerisches Denken,
das nicht „Menschlichkeit“, sondern letzten Endes „Unmenschlichkeit“ zum erklärten Ziel hat.


"Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“
(I. Kant, in: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?)​

Gruß
DerAufklärer
 
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