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Über den Sinn unseres Daseins

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AW: Über den Sinn unseres Daseins.

Das kommt wahrscheinlich auf den jeweiligen :wut3: (= Hasser) an, wie weit er im System verbleibt - oder nicht ...:dontknow: LG, moebius
Selbstverständlich und auf Deinen eigenen Selbstbetrug, dem Du damit unterliegst, moebius.

Hass erlebe ich regelmäßig auf zurückgewiesene Liebe und Zuneigung.
Hass entwickelt ganz einfach aus diesem Grundgefühl nichts wert und zu nichts tauglich zu sein. Der unerkannte Wunsch und das Gefühl hinter dem Hass nicht geliebt worden zu sein in der empfindlichsten und abhängigsten Zeit des Lebens eines Menschen als Säugling, hat ja zu den verheerenden zwei Weltkriegen geführt, die einige Menschen wachgerüttelt hat und eben noch einen großen Teil in Angst und Schrecken weiter lähmt.

Ich kenne diesen Hass nur zu gut. Ich benutze ihn aber hier im Forum wie im meinem übrigen Leben dazu den Blick auf die Möglichkeiten meines Hasses zu lenken und sorgfältig zu sortieren, was kann ich real tun um weiteres Unheil zu verhindern.

Du weißt, ich habe eine Menge Wut gespürt, wie ich bei meiner letzten Arbeitsstelle einfach oft hilflos zusehen musste, wie Menschen in ihrer armen Flüchtlingssituation noch tiefer gedemütigt wurden, als sie es so schon waren. Mir hat es in keiner Weise geholfen, dass Du dann selber in Wut über diese unprofessionelle Arbeit geraten bist. Im Gegenteil ich hatte eher noch den Eindruck, das Du meine Arbeit für unprofessionell gehalten hast.
Dabei wusste ich, dass ich einen Alibijob hatte und mein Geld damals auch gut und gerne mit Däumchen drehen hätte verdienen können.

Da ich aber meinen persönlichen Ehrgeiz darin sah gute Arbeit zumachen und auch gemacht habe, konnte ich gleichzeitig beobachten, wie sehr und wie viele Kräfte und Menschen dafür waren und meine Hilfe und Arbeit gerne in Anspruch nahmen und wie viele und mit Vorliebe moralisch entrüstete Gutmenschen mir liebend gerne Knüppel zwischen die Beine geworfen haben und zum Schluss eben dafür gesorgt haben, das ich in Schanden entlassen wurde. Diese Schande trage ich seitdem mit Stolz, weil ich begriffen habe, dass Kompetenz, und Fähigkeiten in diesem Land nicht oder nur für kurze Zeit ertragen wird. Die Beziehung, die mal zwischen uns bestanden hat und die Einseitig von Dir gelöst wurde, bestätigt meine Einsicht und die Einsicht von Hannah Arendt über die Banalität des Bösen Deswegen ist mir die Einsicht von Edith Stein so wichtig:
"Wer gesammelt in der Tiefe lebt,
sieht auch die kleinen Dinge in großen Zusammenhängen."


und
"Wer zu groß ist für die kleinen Dinge,
ist meist zu klein für die großen Dinge."

Wer wie Du, regelmäßig zu wütenden Pauschalierungen greift, zeigt mir einige Dinge.
1. und dies ist der Wichtigste er ist ganz früh tief verletzt und hat einen enormen Lebenswillen.
2. Er schafft es noch nicht diese frühe Verletzung als die eigene anzunehmen und soweit zu beruhigen, dass die eigene Wut sein darf und diese als Fokus nimmt für die Fragen:
Was brauche ich jetzt wirklich?
Was kann ich konkret ändern und mit was muss ich mich erst einmal als unveränderbar abfinden.
Die Faust in die Tasche machen und auf eine neue Gelegenheit warten, wo ich einen erneuten Vorstoss :wut3: gegen die Mauer in den Köpfen oder in dem oder vor dem Kopf desjenigen mache, bei dem ich sie gerade wahrnehme.
3. dies macht die Fähigkeit Hilflosigkeit auszuhalten notwendig. Die leicht mit einer Depression verwechselt wird.
4. Hilflosigkeit auszuhalten, missverstanden und ignoriert zu werden, macht das Setzen eines großen Ziels notwendig. Etwas wofür es sich lohnt zu leben und sich voll einzusetzen.

So findet Dein 3. Weltkrieg wenn ich Dich richtig einschätze auf zwei Seiten statt. Einmal im Kopf, der Dir durch all Deinen Spott verboten hat noch einmal zu leiden und zum anderen in den Begrenzungen, die Dir in Deinen ganz konkreten Beziehungen entgegentreten. Wobei ich im Moment einfach wahr nehme, dass sich ganz unterschiedliche Frauen mit unterschiedlichen Motiven sich um Dich kümmern und Dir gut zureden bzw. schreiben. Mehr ist ja im Internet nicht möglich.
Es liegt an Dir, was Du davon annehmen kannst und willst. Vergiss nicht , Du bist nicht der Einzigste, der Gefangen im Schmerz (Arrhur Janov) ist und an dem ein scheußlich(D)er Verrat am Körper ( Alexander Lowen) zu beklagen ist.

:liebe: :geist: :schaf: rg​
 
AW: Über den Sinn unseres Daseins.

Das kommt wahrscheinlich auf den jeweiligen :wut3: (= Hasser) an, wie weit er im System verbleibt - oder nicht ...:dontknow:

LG, moebius

Ich denke, dass Hass ein grundsätzliches Fundament jener Systeme ist
und dass man diese eben darum nicht verlassen kann, solange man hasst.
Oder anders rum: Solange man hasst, bedient man sie.
Die Annahme, es ginge anders, ist dann nur noch eine Illusion mehr,
die von besagten Systemen erhalten und gefüttert wird.
Schimpfen kann man auch ohne Hass ..... gibt so herrliche Schimpfwörter. :zunge3:
Aufpassen muss man trotzdem dabei. Find ich jedenfalls.
Weil Wörter und Worte nun mal Wirkung nach allen Seiten haben.

Grüne Grüße :zauberer1
 
AW: Über den Sinn unseres Daseins.

Hallo sdoubleu!

Es ist nichts Arges darin zu sehen, der Erhaltung der Art Sinn zuzuschreiben, immerhin ist der Akt dazu mit Lust und Liebe verbunden.

Die Vorstellung, in diesem Universum beheimatet zu sein und teilhaben zu dürfen am Fluss, das Leben auch weitergeben zu können, als Ausdruck des aus der Materie hervorwachsenden lebendigen Geistes, all das ist wunderbar und staunenswert!

Das ist Sinn genug für den Anfang.
Man schaue und staune, zu suchen ist nicht nötig.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
 
AW: Über den Sinn unseres Daseins.

Ich denke, dass Hass ein grundsätzliches Fundament jener Systeme ist
und dass man diese eben darum nicht verlassen kann, solange man hasst.
.....

Hass als Fundament der Macht-Systeme in Politik, Wirtschaft, Religionen/Kirchen, Banken usw.:dontknow:

Wie gut, dass die :ironie: führenden Repräsentanten und Tantinnen der jeweiligen Macht-Systeme hier nicht mitlesen ...:lachen::lachen::lachen:

Gruß, moebius
 
AW: Über den Sinn unseres Daseins.

Ich denke, solange man hasst, ist man auf jeden Fall noch drin!
Solange ich noch Hass empfinden kann, oder ab dem ich überhaupt wieder etwas empfinden kann lebe ich noch. Da bin ich noch nicht tot so gerne das meine Umwelt auch gehabt hätte.
Hass ist eine starke Emotion und zeigt eben grade die Verstrickung mit dem ursprünglich Geliebten an, von dem man aber massiv verraten und enttäuscht wurde.
Wenn es um die Mutter geht, dann sollte es doch wohl besser mit der ursprünglich Geliebten heißen.
Ich persönlich ziehe auch hier dann das Wort die starke Verbindung mit der Mutter vor. Das ist was anderes als Verstrickung. Denn verstricken tue ich mich in dem Wirrwar von Gefühlen, die entstehen wenn ein Kind zulange und zu früh auf sich alleine gestellt ist. Keins der Gefühle konnte dann angenommen und echt ausgedrückt werden. Alles findet im Kopf eines Säuglings statt.
Bei meinem Mann bin ich mir sicher, dass sein Hass ursprünglich gegen beide Eltern geht, er bringt es auch fertig, sich den Anteil, der gegen seinen Vater geht, einzugestehen.
Das ist logisch. Ein Kind wünscht sich dass die Eltern es lieben und es lieben. Stimmt da etwas nicht in dieser Triangel der Beziehungen wird es vermutlich zu der Spaltung greifen böser Vater - liebe Mutter.
Aber bei seiner Mutter versagt er es sich, denn er hat sie als Opfer erlebt und kann sich (noch?) nicht vorstellen, dass jedes Opfer auch Täter ist und das genauso für seine Mutter gilt!
Sich dann später einzugestehen, dass auch dies lediglich nur ein frommer Selbstbetrug war und ist zu dem ein Kind greift um sein psychisches Überleben zu retten, ist den wenigsten bewusst und wenn es bewusst wird dann tut es ganz einfach nur höllisch weh.
Bei mir ist der Schmerz eingetreten, als ich gemerkt habe das mein Vater der Verrücktmacher in der Familie war und keinerlei Verantwortung für sein Verhalten übernommen hatte und mich dazu verführt hatte in meiner Mutter eine schlechte Mutter zusehen. Das war Verstrickung pur. Das versteht kaum einer der es nicht selber erlebt hat und aus diesem Gefängnis muss ich mich jedesmal neu wieder befreien, weil ich zu sehr den Worten meiner Mitmenschen glauben schenke. Meine einzige Rettung aus dem Dilemma bedeutet für mich keine einzige Störung mehr zu übersehen und weiter die Menschen bei ihrem Wort nehmen, denn die meisten wissen eben nicht was sie tun, denn sie werden blind vor Hass.
Dabei ist Hass nur die Kehrseite der Liebe, wer das weiß kann damit dann wieder ganz befreit umgehen.
:liebe: :geist: :schaf: rg​
 
AW: Über den Sinn unseres Daseins.

Solange ich noch Hass empfinden kann, oder ab dem ich überhaupt wieder etwas empfinden kann lebe ich noch. Da bin ich noch nicht tot so gerne das meine Umwelt auch gehabt hätte.


Solange es Hass ist, ist es eben Hass.
Heißt aber nicht, dass Menschen, die keinen Hass (mehr) empfinden, tot sind! :rolleyes:
Es gibt noch mehr Gefühle, die man empfinden kann! :zauberer1
 
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AW: Über den Sinn unseres Daseins.

Solange es Hass ist, ist es eben Hass.
Heißt aber nicht, dass Menschen, die keinen Hass (mehr) empfinden, tot sind! :rolleyes:

Ist dieser Schluß denn umkehrbar? Können tote Menschen immer noch Hass empfinden? Das wäre doch tragisch, weil sie diesen Hass dann niemandem mehr mitteilen könnten.

Der Gutachter
 
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