AW: Sprüche, Weisheiten, Zitate
Zu 1.:
A. CAMUS sagte einmal trefflich, dass der Suizid das einzig ernsthafte Thema/Problem der Philosophie ist.
Die Frage, ob sich das Leben lohnt oder nicht lohnt, kann wohl theoretisch nicht beantwortet werden, sondern nur durch praktische Lebensvollzüge, denke ich.
Albert Camus (Hut ab!) hatte Recht, aber bei Ihm hat die Philosophie versagt.
Ludwig Wittgenstein nannte es "Die Frage des Lebens" verwies aber es in den Bereich worüber man aber nicht sprechen könne.
Ich denke, Leben und Tod sind gleichermaßen die größten Traumata eines jeden lebenden Geistes.
Zu 2.:
Kann es eine
sturmfest-positive Lebeneinstellung überhaupt geben ...

Die aus den USA nach Europa importierte psychologische Modewelle des
"Positive Thinking" (Positiven Denkens) ist aus meiner Perspektive größter Schwachsinn.
...
In sehr von Armut geprägten Ländern begegnet uns öfter eine sturmfest-positive Lebenseinstellung als in den Übergewichtbreiten unseres Erdballs.
Gebiete in welchen die Ärmsten noch ihre letzten Reiskörner mit den Bettlern teilen, dabei tanzend und singend aus religiöser Überzeugung.
Ich vermute nicht nur das WAS und WIE geglaubt wird, sondern auch vor allem die Intensität des Glaubens eine gewichtigere Rolle dabei spielt. Es sind einfach religiösere Menschen.
Zu 3.:
Warum muß/soll alles nach
Maßstäben erfasst werden ...

Wer hätte was von einer solchen quantitativen, statistischen Erfassung ...
Vergleichen lassen sich aber die Selbstmordraten der Industrieländer zu denen der sogn. Entwicklungsländer.
Wer dreimal die Woche um seine Leben ringen muss, der stellt sich kaum derart die Frage nach dem Sinn des Lebens. Eventuell ist die Möglichkeit zu Philosophieren auch Ausdruck höchster Dekadenz und nicht der optimale Religionsersatz.
Zu 6.:
Ernsthafte Philosophie ist immer auch religiös, sie benötigt keine RELIGION (Gottesbild, Dogmen, Moral-Vorschriften, Rituale usw.) mehr! Insofern hat HEINE recht!
Religiöse Philosophie ist Philosophie. Philosophische Religion ist Religion.
Eine Religion die bei der Philosophie Hilfe begehrt ... und ist somit nach HEINE dem Untergang geweiht.
Irgendwie scheint unsere Interpretation dieser HEINE-Hypothese nicht ganz überein zu stimmen
Ich tippe mal: Philosophische Religion ist immer noch mehr Philosophie denn Religion, solange die Frage, ob Religion eine Denkmöglichkeit oder eine Denknotwendigkeit ist, philosophisch nicht klar beantwortet wird.
Ich selbst habe die lange und intensive Beschäftigung mit philosophischen Fragen/Themen auch als Teil eines Heilungsprozesses erfahren...
Da können wir uns die Patschehändchen reichen, von solcher Heil-Erfahrung am eigenen Leib kann auch ich berichten.
Zu 7.:
Humor ist der "Zwillingsbruder" der Philosophie.
Gruß, moebius
Dann schlägt man mit
"Lachen ist die beste Medizin" den Bogen zwischen Philosophie und Pharmazie
lg Soliton