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Sozialismus und Individualismus

Papa bezahlt Studienaufenthalte im Ausland, kann sich leicht Uni-Wechsel leisten, jedes beliebige Fachbuch kann er kaufen, statt auzuleihen, fährt mit Auto zur Uni usw.usw. - , dass er nicht auch noch in den Genuss der Gebührenfreiheit kommen muss.

Es könnte ja auch sein, daß der Papa aus seinem Sohn wieder einen Arzt machen will, der filius aber die brotlose Kunst der astronomie studieren möchte, woraufhin der Papa die Zahlungen verweigert.

nein, nein, Ziesemann:
gleiche Chancen für alle,
egal auf welchem Gebiet der bildung und mit welchen eltern

wünscht sich Claus

ps:
LIeber Claus, das Thema Studiengebühren hatten wir erst jüngst diskutiert

da war ich wohl leider abwesend.
will das thema auchnicht ausweiten
 
Zuletzt bearbeitet:
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Marianne schrieb:
Kann man/frau Christ/In und Individualist/In sein?
Das ist nicht die Frage

Ich halte die Frage glatt für Nonsens.

So solltest Du nicht argumentieren.

Jede Bewegung lebt von Individualisten, charismatischen Leitfiguren und denen, die tun, was man ihnen sagt, ohne viel zu fragen.

Wer kann in diesen Bewegungen dem Individualismus frönen? Eventuell die Leitfiguren, die man hinaufgehievt hat, wird doch das sogenannte Charisma meistens gemacht. Und wenn zwei tatsächlich mehr oder weniger dasselbe Charisma haben, dann wird dem, der eine längere Parteivergangenheit oder eine größere Freunderllobby hinter sich hat, der Vorzug gegeben. Möglicherweise kommt dieser angebliche charismatische Parteifunktionär aus einer Loge. Nun, wer immer zur Leitfigur wird, inwieweit kann er seinen Individualismus leben und in seine Arbeit einbringen?

Und wo bleiben die, die angeblich alles machen, was man ihnen sagt? Auch sie gehören der Gruppierung an und es ist die Mehrheit. Sind das Unterläufeln, die keinen Anspruch auf Indiviualismus haben, sind es Lemminge?

Neben den Charismatikern gibt es die große Gruppe der Kritiker in jeder Partei und Bewegung, die sehr wohl Anhänger der Grundideen ihrer Bewegung sind, aber nie aufhören, wachsam zu sein.

Auch Kritiker sind mit Ihrer Wachsamkeit, deswegen sie vehement angegriffen werden, voll ausgelastet. Ob das noch Zeit bleibt um einen Individualismus zu leben, geschweige diesen in ihre Arbeit einzubringen?


Es ist doch irgendwie fast anrüchig zu glauben, dass das eine das andere ausschließt.

Ich habe schwer in Verdacht, dass dies wohl der Fall ist.

Glaubst Du, dass ich z:B. als überzeugte Sozialistin von morgens früh an die Internationale singe und nur tue, was Gusi mir anschafft?

Die Internationale ist ein Lied. Wenn sich der Text mit Deinen Idealvorstellungen überschneidet, dann kannst Du es leben, privat, ohne Partei.
Bist Du aber ein schon höherrangiges Parteimitglied in der sozialistischen Partei, wirst Du Dich bestimmt nach den Vorgaben des Gusi, zumindest wenn Du in seiner Gunst bleiben willst, halten müssen. Und wer will das nicht? In Deiner Arbeit als Parteibonze wird dein Individualismus bestimmt auf der Strecke bleiben. Wenn Du behauptest, dass dies nicht so ist, muss ich Dich in diesem Zusammenhang um praktische Beispiele bitten.

Du bist die langgediente Politikerin, also wird es Dir nicht schwerfallen.

Ich würde mich auf Deine sachlichen Argumente sehr freuen.

Herzlichst

suche
 
>gaius, ziesemann: Die eigentlichen Gegensätze sind natürlich Sozialismus und Individualismus. Die Sozialdemokratie baut aber mE schon auf dem Sozialismus auf.

Individualismus ist laut Duden die Anschauung, die dem Individuum den Vorrang vor der Gesellschaft gibt.

Das Moralische von beiden kann mMn nur der Sozialismus sein - nur können wir nicht wegleugnen, dass wir eben alle unsere Eigenheiten haben und uns auch innerhalb des eigenen Geschlechts, der gleichen Rasse und der gleichen ethnischen Herkunft unterscheiden.

>Marianne: Dass der Christ ein Individualist ist, ist für mich ohne Zweifel. Ob der Christ jetzt ein besserer Mensch als ein Sozialist ist - ist hingegen für mich überhaupt nicht sicher.

Zitat von Claus:
imho gibt es einen fließenden Übergang zwischen extrem kommunistischen (Maoistischen) Gesellschaftsvorstellungen und eher liberalen (new labor, Tony Blair) sozialdemokratischen.

Fast jede Spielart dazwischen ist oder war schon mal irgendwo auf dem Globus verwirklicht.
Und alle einschlägigen Parteien und Gruppierungen fühlen sich als die wahren Heilsbringer.

Wenn es gelänge, einen Sozialismus auf die Beine zu stellen, in dem jeder die gleichen Chancen auf Bildung hat (keine Schulgebühren und Stipendien für alle!),
wo aber der Fleißige und Qualifizierte wesentlich mehr Geld bekommt als die Dummen, Faulen und Schmarotzer,
und wo sicher gestellt ist, daß zur Leistung Unfähige (Kranke und Behinderte) einen menschenwürdigen Mindestlebensstandard haben,
dann wäre ich ein begeisterter Sozialist.
aber:
Fleiß und Bildung müssen sich lohnen,
keine Chancen für Schmarotzertum und Faulheit !
Sind wir auf einer Linie.

Liebe Grüße

Zeili
 
an Suche

Ich habe durchaus nicht die Absicht, auf privater Ebene zu argumentieren. Das Thema heißt: na lies doch nach:" Sozialismus und ... " Hier werden zwei Begriffe einander gegenübergestellt.
Meinen Diskussionsstil musst Du mir schon lassen. Ich lasse Dir Deinen auch . Ich habe zwei Beispiele gegeben. Das muss für einen am Thema Interessierten reichen.

Eine Weltanschauung zu haben - und nichts anderes ist es, sozialdemokratischen Ideen anzuhängen, schließt absolut nicht aus, Individualist zu sein.


Eine Frage mit einer zu begegnen, ist absolut erlaubt in einer Diskussion.


Der Satz mit der Internationale war Ironie! Der nachfolgende auch.

Vielleicht kannst Du jetzt mit meinem obigen Posting mehr anfangen.

Da Du offenbar Schwierigkeiten mit der Definition Individualismus hast, hier meine, von der ich ausgegangen bin.
Individualist zu sein, bedeutet für mich nur, nicht irgendwelchen Trends zu folgen, nur, weil sie "in" sind.Das gilt für jede Art von " Bewegungstreue", der sich der Einzelmensch entziehen kann.


Nun: das wärs. - Amen
Marianne
 
Claus schrieb:
imho gibt es einen fließenden Übergang zwischen extrem kommunistischen (Maoistischen) Gesellschaftsvorstellungen und eher liberalen (new labor, Tony Blair) sozialdemokratischen.

Fast jede Spielart dazwischen ist oder war schon mal irgendwo auf dem Globus verwirklicht.
Und alle einschlägigen Parteien und Gruppierungen fühlen sich als die wahren Heilsbringer.

Wenn es gelänge, einen Sozialismus auf die Beine zu stellen, in dem jeder die gleichen Chancen auf Bildung hat (keine Schulgebühren und Stipendien für alle!),
wo aber der Fleißige und Qualifizierte wesentlich mehr Geld bekommt als die Dummen, Faulen und Schmarotzer,
und wo sicher gestellt ist, daß zur Leistung Unfähige (Kranke und Behinderte) einen menschenwürdigen Mindestlebensstandard haben,
dann wäre ich ein begeisterter Sozialist.
aber:
Fleiß und Bildung müssen sich lohnen,
keine Chancen für Schmarotzertum und Faulheit !

meint Claus

Diesen Sozialismus hätte ich auch gern. BIs jetzt hat es ihn aber noch nicht gespielt. Leider.
 
suche schrieb:
Diesen Sozialismus hätte ich auch gern. BIs jetzt hat es ihn aber noch nicht gespielt. Leider.
Richtig, suche. Er ist eine Idealvorstellung und war noch nie Wirklichkeit - auch zwischen 1917 und 1989 in der Sowjetunion gab es ihn nicht. Hätten die Individualisten (Monarchisten, Feudalherren) nicht derart übertrieben, gäbe es wahrscheinlich die Idee des Sozialismus gar nicht. Haben sie aber.

Liebe Grüße

Zeili
 
Sozialismus und Individualismus...

...nur eine Frage:

Gibt es Insektenstaaten mit nur einem Tier als Mitglied?


Seht ihr! Frage beantwortet.
 
eve13 schrieb:
...nur eine Frage:

Gibt es Insektenstaaten mit nur einem Tier als Mitglied?


Seht ihr! Frage beantwortet.
Naja, eve13, Dein Beispiel ist ja sehr anschaulich; nehmen wir aber den Individualismus gesondert her, dessen Übertreibung zum Egoismus zum führt (und der aus dieser Gefahr her schon sozial bedenklich ist), könnte man sagen dem Einzelwesen ist die Gemeinschaft egal. Tatsache ist natürlich, dass der einzelne ohne die Gesellschaft ja nicht überleben kann. Sagen wir vielleicht, selbst ein eingefleischter Sozialdemokrat braucht ein kleines Plätzchen für sich allein, genauso wie der Egomane, wie schon erwähnt, ohne den anderen nicht durchkommt. Der Individualismus ist eher ein Feind der Demokratie.

Liebe Grüße

Zeili
 
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Und was erkennen wir dann...

...Begriffe wie Individualismus und Sozialismus sind nur Krücken um
den viel komplexeren Prozess unseres Daseins annähernd verstehen
zu können.

Es sind Schrauben die sich für ganze Flugzeuge halten.

Sie sollten mit Vorsicht behandelt werden.

Sie sind Halbwahrheiten.

Wir sind nur Wesen die sich aus Gründen des physischen und emotionellen
Überlebens zu sozialen Systemen verklumpen. Aber in uns drin, gelten
unsere Werte. Sozusagen Wolfe im Schafspelz. Gebt mir meine Portion
Fleisch und alles ist gut.

Sonst werde ich euch auf meine individuelle, oder seit ihr zu viele,
nationale Art FRESSEN!
 
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