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Religoinsfeindlichkeit in diesem Forum

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In der Tat erscheint es oft, daß wir religionsfeindlich sind, wenn wir einen Glauben kritisieren oder gar ablehnen. Dies ist meiner Ansicht nach der Fall, da sehr oft nicht zwischen der Religion und der Organisation oder dem unterschieden wird, was die vermeintlich Gläubigen aus der Lehre gemacht haben.

So hat sich die katholische Kirche über Jahrhunderte nicht gerade mit Ruhm befleckt als sie Hexen verbrannte, die Inkas ermordete oder mit der Inquisition durch die Lande zog. Auch der materialistische Ansatz dieser Zeit hat der katholischen Kirche sicherlich nicht gut getan. Doch sind diese menschlichen Verfehlungen auf den Wert oder die Aussage der Religion als solcher zurück zu führen? Wohl kaum.

Die Islamisten vertreten eine Auslegung des Korans und ziehen nun wie die ehemaligen Kreuzritter durch die Welt, da auch sie der Auffasung verfallen sind, den Willen Gottes zu vertreten. Welche Blasphemie spricht schon aus dieser Arroganz, die dem Menschen so eigen geworden ist?

Ein Vergleich der Weltreligionen zeigt sehr schnell, daß es eigentlich eher marginale Unterschiede sind, die diese Religionen letztlich unterscheiden. Woran ein Mensch glaubt ist seine Sache, was er daraus macht, welche Handlungen er sich selbst erlaubt und was er damit anrichtet ist nicht mehr seine Sache, sondern die Sache der Gesellschaft und der Welt.

Wie an anderer Stelle schon geschrieben ist Glaube eine Suche und ein Finden. Die Gefahr kommt mit der Faulheit selbst zu denken und der Dummheit, die durch alle Reihen geht. Nur so kann es vermeintlich religiösen Gruppen gelingen, Menschen in ihren Bann zu ziehen und sie zu Mödern und Attentätern zu machen. Es ist die Dummheit gepaart mit der Bequemlichkeit sich eine Religion zu nehmen und dann das Heil zu haben. Weit gefehlt, doch bequem und begeisternd.

Wenn also die Rede von Religion ist, dann ist in vielen Fällen die Rede von den Organisationen, von denen also, die wie in allen Zeiten versuchen sich die Masse zu borgen, um eigene sehr weltliche Ziele zu realisieren.

Dies widerspricht dem Geiste der Bergpredigt genau so wie den Grundregeln des Islam oder des Buddhismus. Nicht Gott, nicht die Propheten und nicht die Lehre ist das Problem: unsere opportunistische Auslegung ist das Problem.
 
Interessiert schrieb:
Durch den Nachfolgenden Link, sollte wohl jedem klar werden, was Islam bedeutet: http://www.pbc.de/suli/1_02/muhammad.htm

hallo interessiert,

dein link führt zu einer politischen splitterpartei und vermittelt den eindruck, daß nach den wtc anschlägen und der in mitteleuropa um sich greifenden islamischen besiedelung, stimmen mit hilfe einer geschürten angst vor dem islam bzw. islamismus fangen zu wollen.

das problem an sich sind aber nicht die religionen oder der "reine" glauben der menschen selber, sondern der -ismus - als das "nichts außer dem eigenen glauben gelten lassen wollen". die gilt selbstverständlich für den islamismus, auch für den christlichen fundamentalismus z.b. in der us-prägung, für den an die jüdische religion angehängten zionismus, ... .

ob es einen gott für den einzelnen menschen gibt, wer oder was dieser gott ist, das kann und muß ein selbständig denkender mensch alleine entscheiden können. die heiligen schriften und glaubensinstutionen aller couleur können da nur stütze und "beratendes" istrument sein.

toleranterweise
dex
 
Sunnyboy schrieb:
Aber welchen "Beweis" gibt es bitteschön für die Nichtexistenz Gottes?
Das scheint mir ein bisschen zu weit aus dem Fenster gelehnt, sorry.
Auch den (abschließenden) Beweis für die Nichtexistenz kann ich dir nicht liefern. Habe ich auch gar nicht gesagt! Ich habe lediglich gesagt, dass ihr NULL empirische Belege habt und auch die logischen Ableitungen nicht hinhauen! Wir Atheisten hingegen haben welche! Wenn sie auch nicht als abschließenden Beweis taugen, streng nach wissenschaftstheoretischen Ansprüchen. Aber die Belege sind erdrückend!

Gysi
 
"Chacun à son goût !" -

jede/r soll nach seiner Fasson selig werden .
@sunnyboy
Dieser Spruch des "großen" Friedrich des Großen ( Preußenkönig) aus der Aufklärung zeigt meiner Meinung nach viel eher den Geist dieses Forums als der von Dir angefragte..
Und zwar vor allen bei den jüngeren Usern - die schließlich unser kulturelles Erbe ( huch, wie hochtrabend) weitertragen.

Beweis: Lies bitte den Thread Religionsmix (Mehrseitiges Thema 1 2 3)
fusselhirn
.


Da wirst Du Dir dann selber Antwort geben können.


Aber ich habe eher das dumpfe Gefühl dass es Dir,interessiert, eher nicht um religio, Bindung an transzendente Werte geht, sondern um Polarisierung.
Beweis: Aktuell
Christen wacht auf!
Jesus oder Muhammad?
Islam oder Christentum?

( Betitelung des von Dir angegebenen Links)

Das sind gefährliche Polarisierungen, die nicht nur politisch ausgenutzt werden können, sondern es schon werden.
Nicht zuletzt durch die hier im Thread schon angesprochene Vermischung von Islam und Islamismus.
Und davor muss jeder aufgeklärte Mensch warnen: Die Zeiten der großen europäischen Religionskriege sind noch nicht vergessen mit ihrem Gemansche von Machtpolitik und der sogenannten religiösen Wahrheit.

Marianne
 
Religionsfeindlichkeit

jede/r soll nach seiner Fasson selig werden .


Das sollte sich jeder hier vor Augen halten.


@sunnyboy
Dieser Spruch des "großen" Friedrich des Großen ( Preußenkönig) aus der Aufklärung zeigt meiner Meinung nach viel eher den Geist dieses Forums als der von Dir angefragte..
Und zwar vor allen bei den jüngeren Usern - die schließlich unser kulturelles Erbe ( huch, wie hochtrabend) weitertragen.

Ich glaube nicht, dass das Forum eine "Geist-Vorgabe" beansprucht. Das wäre doch eine Beeinflussung. Hier aber sollte doch jeder seine Meinung ohne Einschränkung (vorausgesetzt keine persönlichen Beleidigungen) sagen und sich ein eigenes Bild machen dürfen.

Auch dass man sich irrt, sollte erlaubt sein. Schließlich wer ist schon perfekt?

Eine Beeinflussung sollte nur durch stichhaltige Argumente des Gesagten oder Behaupteten möglich sein.

suche :maus:
 
meine liebe suche

Du scheinst da etwas in meinem Post missverstanden zu haben.

Genau das, dass nämlich heute jeder nach seiner Fasson selig wird, mit allen seinen Glaubensansätzen und nachträglichen Regulierungen, - was wohl am ehestem Deinen Aufschrei nach Recht auf Irrtum entsprechen mag - also genau das ist in dem von mir als Beweis zitierten Post zu lesen.

Wir tragen alle Erbe weiter, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht.

die weise Eule, auch Eulenspieglerin genannt


Marianne
 
Hallo

"Chacun à son gôut."
Diese von Marianne zitierte Aussage des "Alten Fritz" (wie man ihn hier liebevoll nennt)
trifft genau das, was ich mit meinen Beiträgen sagen wollte.

Solange er niemanden schadet, soll von mir aus jeder Mensch seinen eigenen Glauben oder Nichtglauben haben.

Ich habe das Glück einen Atheisten zum Vater und eine stark- (wenn auch nicht streng-) gläubige Protestantin zur Mutter zu haben, dadurch kenne ich sowohl die Lebensweise, die man führt, wenn man an keinen Gott glaubt und die, wenn man an einen Gott glaubt. Ich muss ehrlich sagen, sie unterscheiden sich kaum.

Das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher religiöser Auffassungen funktioniert aber nur, wenn der eine den anderen respektiert, so wie es in unserer Familie der Fall ist: meine Mutter zwingt meinen Vater oder mich nicht, in die Kirche zu gehen und mein Vater vermiest uns nicht unseren Glauben.

Deshalb akzeptiere ich jede Weltanschauung, die niemanden in seinen Rechten einschränkt oder diese Rechte oder die Gefühle eines Gläubigen verletzt.
Und zu diesen legitimen und gerechten Religionen zähle ich auch den Islam, den Islam wohlgemerkt, wie er wirklich gemeint ist und nicht den, wie ihn Fundamentalisten ausleben, wie z.B. Bin Ladin etc.
(Aber man darf nicht müde werden zu erwähnen, dass es diese Fundamentalisten in jeder Religion sind und keine Ausnahmeerscheinung im Islam.).

Wer sagt, dass er die Menschen liebt, aber gleichzeitig ihre Religionen, das heiligste und intimste eines Menschen, verurteilt, der muss über seinen Standpunkt meiner Meinung nach nocheinmal scharf nachdenken.
Denn Liebe fordert Toleranz.

Abgesehen davon macht mir das Niveau, mit dem manche hier über den Islam sprechen echt Angst, mit "hier" meine ich nicht nur dieses Forum, sondern auch die Gesellschaft insgesamt.

Den Abgrund, der spätestens seit dem 11. September 2001, wahrscheinlicher sogar bereits seit den Kreuzzügen, zwischen dem Orient und dem Okkzident klafft, können wir nicht durch Stammtischgespräche überwinden, sondern nur durch einen ernsthaften Dialog zwischen den Religionen.

Mfg,
Sunnyboy
 
Sunnyboy schrieb:
Hallo

"Chacun à son gôut."
Diese von Marianne zitierte Aussage des "Alten Fritz" (wie man ihn hier liebevoll nennt)
trifft genau das, was ich mit meinen Beiträgen sagen wollte.

Solange er niemanden schadet, soll von mir aus jeder Mensch seinen eigenen Glauben oder Nichtglauben haben.
Deshalb akzeptiere ich jede Weltanschauung, die niemanden in seinen Rechten einschränkt oder diese Rechte oder die Gefühle eines Gläubigen verletzt.
Ja und genau das ist mein Problem mit den Religionen.
Kennst Du eine, wo keine Menschenrechte eingeschränkt werden?

MfG

Triskell
 
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