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Plotin's Gedanken

Die Tage
so milchig trüb…
wollen so gar nicht Tag werden
sind träge… schwer… dümpeln
und schwappen ölig.

Der Himmel verhangen
die Gesichter vergangen
das Gemüt befangen.


Der Mönch
verlassen am Strand…
Möwen huscht schattengleich
über sein Leben…
dass keines werden will.

Nicht heute
und auch nicht morgen.

plotin

 
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Still und leise… zwischen
den Wänden verweilen.

Augen sehen...
beobachten wie Staubflocken zu Boden schweben.

Augen sehen… Ohren hören…
lauschen dem Knarren der alten Dielen.

Ohren hören… Augen sehen… Haut fühlt...
spürt die Kälte die durch die Wände kommt.

Haut fühlt... Ohren hören... Augen sehen… Beine bewegen...
tragen von Raum zu Raum.

Beine bewegen… Haut fühlt... Ohren hören... Augen sehen…
nehmen Leben war nur…

die Räume sind leer!

plotin​
 
Legionen schlafloser Nächte...
auf Binnenpfaden im erdachten Labyrinth
über die eigene Füße gestolpert.

In wilder Verbissenheit
nach Wunschschätzen
des Unmöglichen gegraben.

Auswege vermieden
und bei Begegnungen
mit vergangenen Geistern...
Geheimnisse getauscht
die längst keine mehr waren.

Schließlich… nach zermürbenden Jahren
vom Licht der Sonne nicht gereift
und dem Leben abgewandt
fragte er nicht mehr
nach dem Weg.

plotin​
 
Manchmal
wenn kalte Haut Gräben zieht
ein einziges Wort...
ein Blick
ein Geste
die Brücken schwankend macht
und Angst
vor dem nächsten Moment
das Richtige vergessen lässt
da wünschte ich
die Zeit zu biegen
und nur zu tun
was weder schmerzt noch trennt
doch diese Zeit verwehrt sich mir
so bleibt doch nur
das rechte Wort
die rechte Tat zu finden
und
der Mut des ersten Schrittes.

plotin​
 
Fast Mitternacht
im Garten

Stille

Ich lausche ins Schwarze
da… ein Auto
dort… ein Zug
ein Wort
Schritte
dann wieder

Stille

Plötzlich ein Schrei
angstverwandt
von den Wänden
wiedergeworfen

Stille

Ich suche
in die Nacht
Haus Wohnung Fenster
Schatten hinter Gardinen…
wo kam er her?

Stille

Vergebens
der Schrei
längst tief abgetaucht…
von der Nacht
verschluckt

Und wieder

Stille

plotin​
 
Im dauern der Tage
blickte ich
über die Zäune
bis zum Rand
meiner selbst.

Sprang über Täler und Berge
lief durch Flüsse und über Meere
durchschwamm den Sand...
durchbrach Asphaltdecken.

Sah Lebende und Tote
das Böse wie auch das Gute
sprach mit Schatten und Licht...
blickte hinter der Lüge…
der Wahrheit ins Gesicht.

Doch... Stunden säumten
die gelebten Jahre...
in denen mir der Frieden
verborgen blieb.

plotin​
 
Ein Lichtblick
ein neuer Code…
gesendet… erstrahlt…
erhellt... erscheint.

Wie Treibgut
auf ruhigem Wasser
der Strömung folgend
zu neuen Zielen.

Vertrau in den Lauf der Zeit…
treib gut!

plotin​
 
Ruhst du in dir...
fühlst du dich zuhause
zwischen den Schläfen
dort im Hirnzimmer
gleich über den Augen?

Oder gehörst du zu jenen
die lieber tiefer logieren
in der Bauchgegend
wo es warm ist
und weich?

Ich bin ein Steiger
mal oben im Reinen
dann wieder verschollen
an der Quelle der Säfte
zwischen den Schenkeln.

Besuchst du mich
warte ich im Parterre
und Frage dich höflich...

wo möchtest du hin...
nach oben oder zur Quelle?

plotin​
 
Im Fluss unseres Lebens
sind wir Goldwäscher.

Waten im Wasser...
sieben den Sand.

Mücken im Sommer
Frieren im Winter...
Rückenschmerzen das ganze Jahr.

Doch dann und wann
glänzt es im Teller.

Ein Schimmer Hoffnung...
als kleines Glück

Manch einer versäuft es
bis zum Abend
um am Morgen
mit dem Fluch auf den Lippen
verdammtes Leben...

weiter zu waten
weiter zu sieben.

plotin​
 
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Angespülte Lebenssedimente
haben Wüsten
hinterlassen.

In den Nächten
seine Träume gelebt
Wissend...
um die Tage
der Trockenheit.

Manchmal gelang es
etwas von den Träumen
als Hoffnungsschimmer
in den Morgen zu retten.

Dann blühten
auch die Wüsten….
kurz.

plotin​
 
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