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Parmenides - Das Problem des Seins

AW: Parmenides - Das Problem des Seins

Natürlich: wenn sprachlich ein „Ding“ existiert, wer kann sagen, dass es nicht wirklich existiert, denn würde es nicht existieren, könnte man es ja nicht beschreiben ............ u.s.w.

Hallo K. M.,

diese vermeintlich "natürliche" Argumentation ist meines Erachtens äußerst fragwürdig, da die sprachliche Existenzform schon vorab zur dinghaften stilisiert ist und somit die naheliegende (natürliche) Frage, ob dies überhaupt möglich (resp. sinnvoll) sein kann, verdrängt wird.

Es grüßt,

Philipp
 
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AW: Parmenides - Das Problem des Seins

Hallo K. M.,

diese vermeintlich "natürliche" Argumentation ist meines Erachtens äußerst fragwürdig, da die sprachliche Existenzform schon vorab zur dinghaften stilisiert ist und somit die naheliegende (natürliche) Frage, ob dies überhaupt möglich (resp. sinnvoll) sein kann, verdrängt wird.

Es grüßt,

Philipp

Hallo PhillipP!

es war auch nur als ein zu (pseudo-) beweisführender Nachsatz geschrieben, als sprachliches „Ding“, denn jede rein rhetorische Beweisführung endet in einer sprachlich- funktionalistisch- möglichen; in einer sog. „Satzungswahrheit“, z. B.; die „Juristerei“ bedient sich dieser Methodik.
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kurz nochmals:
deshalb, weil er in der Lage war, eine, ja irgend eine sogenannte Wahrheit (was immer das sein soll) in alle Einzelteile zu zerlegen. Schließlich war er von Beruf Rechtstheoretiker, Universitätsprofessor und vor allem Strafverteidiger. Ich bin der selben Ansicht wie Gorgias, nämlich: Gesetze, egal welche, sind in allen Richtungen auslegbar; - das war seine Botschaft!

Jeder der seine Abhandlung: „Über das Nichtseiende“ liest, weis natürlich, dass das so nicht sein kann, aber die rhetorische Exaktheit lässt keine andere, als eine formale Richtigkeit seiner Disposition zu; das war und ist immer noch seine Aussage: über das sprachliche „Ding“ das entweder, einfach nicht „weg“ will, oder aber, sich einfach nicht eingliedern will, die Sprache als Rhetorik macht’ s möglich; nicht mehr und nicht weniger.

..............

Nachsatz:

Natürlich: wenn sprachlich ein „Ding“ existiert, wer kann sagen, dass es nicht wirklich existiert, denn würde es nicht existieren, könnte man es ja nicht beschreiben ............ u.s.w.

Der Sprachraum hat seine Grenzen, auch als sog. Wahrheitsanspruch

Gruß
K. M.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Parmenides - Das Problem des Seins

was soll das jetzt?

die These von GORGIAS sind bereits durch ARISTOTELES widerlegt worden

das SEIN und das NICHTS, so wie es sich verhält, wurde von mir kurz dargestellt

aber dennoch

behaupten WolfgangG und Kultus Maximus,
daß GORGIAS Recht hat

ps 1
der Richter steht über dem Gesetz
(wenn die Gesetzeslage eindeutig zu einem schwachsinnigen Urteil führt, darf und muss der Richter in seinem Urteilsspruch das Gesetz brechen


ps 2
ich denke,
daß es sich WolgangG und Kultzus Maximus hiermit im Denkforum verschissen haben,
denn keiner ihrer Beiträge kann ernst gemeint sein
 
AW: Parmenides - Das Problem des Seins

was soll das jetzt?

die These von GORGIAS sind bereits durch ARISTOTELES widerlegt worden

das SEIN und das NICHTS, so wie es sich verhält, wurde von mir kurz dargestellt

aber dennoch

behaupten WolfgangG und Kultus Maximus,
daß GORGIAS Recht hat

ps 1
der Richter steht über dem Gesetz
(wenn die Gesetzeslage eindeutig zu einem schwachsinnigen Urteil führt, darf und muss der Richter in seinem Urteilsspruch das Gesetz brechen


ps 2
ich denke,
daß es sich WolgangG und Kultzus Maximus hiermit im Denkforum verschissen haben,
denn keiner ihrer Beiträge kann ernst gemeint sein

Dass Richter Gesetze brechen ist mir nichts neues und beweist: dass Gorgias Theorie der Relativität als „Wahrheitsanspruch“ stimmt.

Wäre dem nicht so, gebe es keine Gesetze zur einen und keine Richter die die selbigen zur anderen brechen.

Deshalb ist Sein immer auch „Schein“, Wirklichkeit und Fiktion in einem, es ist der zu Recht zu hinterfragende Rechtsanspruch; deshalb ist Gorgias: „Über das Nichtseiende“ als Rhetorik rein formal nicht widerlegbar.

Das Urteil eines Richters beruht letztendlich auch auf gorgianischem Wortgerüst (- Gesetzeshülsen) und fundamentiert mit polizeigewaltlicher Waffengewalt, welche als Wahrheit Darstellung findet.

Gruß
K. M.
 
AW: Parmenides - Das Problem des Seins

Hallo PhillipP!

es war auch nur als ein zu (pseudo-) beweisführender Nachsatz geschrieben, als sprachliches „Ding“, denn jede rein rhetorische Beweisführung endet in einer sprachlich- funktionalistisch- möglichen; in einer sog. „Satzungswahrheit“, z. B.; die „Juristerei“ bedient sich dieser Methodik.
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Hallo K. M.,

wenn Du ohnehin der Auffassung bist, dass die Beweisführung eigentlich 'pseudo' und also keine (resp. eine "rein rhetorische") ist, was soll sie dann noch beweisen können? Doch wohl allerhöchst den Umstand, dass sie unrichtig (resp. problematisch/fragwürdig) ist.

Des Weiteren: was verstehst Du unter "rein formal" bzw. "rein rhetorisch" eigentlich? Wenn eine Aussage nur formal gültig ist, dann - so kenne ich das aus der Prädikatenlogik - heißt das nicht, dass sie auch schlüssig ist. Erst wenn eine Aussage (resp. Aussagensystem) schlüssig ist, dann wären also die Prämissen wahr und der Wahrheitstransfer (also die eigentlich formalen Aspekte) zur Konklusion hin gelungen: die Beweisführung somit erfolgreich.

Ich sehe also nicht, wie eine erfolgreiche Beweisführung unter "rein rhetorischen" (resp. rein formalen) Voraussetzungen überhaupt umsetzbar sein soll.

Es grüßt Dich,

Philipp
 
AW: Parmenides - Das Problem des Seins

Hallo K. M.,

wenn Du ohnehin der Auffassung bist, dass die Beweisführung eigentlich 'pseudo' und also keine (resp. eine "rein rhetorische") ist, was soll sie dann noch beweisen können? Doch wohl allerhöchst den Umstand, dass sie unrichtig (resp. problematisch/fragwürdig) ist.

Des Weiteren: was verstehst Du unter "rein formal" bzw. "rein rhetorisch" eigentlich? Wenn eine Aussage nur formal gültig ist, dann - so kenne ich das aus der Prädikatenlogik - heißt das nicht, dass sie auch schlüssig ist. Erst wenn eine Aussage (resp. Aussagensystem) schlüssig ist, dann wären also die Prämissen wahr und der Wahrheitstransfer (also die eigentlich formalen Aspekte) zur Konklusion hin gelungen: die Beweisführung somit erfolgreich.

Ich sehe also nicht, wie eine erfolgreiche Beweisführung unter "rein rhetorischen" (resp. rein formalen) Voraussetzungen überhaupt umsetzbar sein soll.

Es grüßt Dich,

Philipp

Hallo Phillip!

Genau das Du eben beschreibst, ist Sinn und Zweck gorgianischer Lehre; als solche gilt: keine Beweisführung ist richtig, aber auch nicht falsch.
Mit der Prädikatenlogik ist das gorgianische Prinzip nicht vollends vergleichbar, denn Gorgias „hebt“ den sogenannten „Realzustand“ in einen sprachlichen Zustand (- und stellt ihn, den Zustand dann in Frage), aber bei der Prädikatenlogik überschneiden sich Disziplinen.

Diese Verlagerung, nennen wir es ursächlich: der „Realität“ (was immer das ist) in eine sprachliche Ausdrucksform, also transformiert in ein Medium, beinhaltet laut Gorgias immer auch einer Modifikation, darin sieht er, Gorgias, den Haken an der sogenannten „Wahrheit“ (was immer das ist).

Wenn nun ein Rechtsstreit losbricht, egal was, wie, warum, weshalb und von wem, wird Sprache (zumindest damals als einziges Medium bei Beweisführung, Photo, Video, Audio, Forensik, gab es nicht) bei grammatisch richtiger Anwendung damit auch zum Beweis.
http://img146.imageshack.us/gal.php?g=seite1516.jpg (-Über das Nichtseiende)

Wenn Du den Text: Über das Nichtseiende“ liest, erkennst Du zwar den (von Gorgias beabsichtigten) Unsinn, aber widerlegen kannst Du ihn nicht; das „Werkzeug“ der Sprache reicht nicht aus, immer wieder kannst Du mit einem Dementi kontern.

Somit wird „Wahrheit“ auch ein Wettstreit, wer nun der bessere Rhetoriker ist, der Sache selbst oft weit entfernt, hebt der sogenannte „reale Umstand“ wie ein Raumschiff ab, in sprachliche Gebilde. Die beste Unterhaltung liefern Fußnoten in Gesetzesbüchern, diese Geschwülste an grammatischer Wortausreizung bestätigen für mich auch Gorgias Theorie: dass Recht von Sprache und Auslegung nicht zu trennen und äußerst fragwürdig ist.

Gruß
K. M.
 
AW: Parmenides - Das Problem des Seins

Dass Richter Gesetze brechen ist mir nichts neues und beweist: dass Gorgias Theorie der Relativität als „Wahrheitsanspruch“ stimmt.

diese Argumentation habe ich vermutet !!!

aber PARMENIDES würde sagen,
daß es einen Unterschied zwischen Recht und Gesetz gibt

ein Richter spricht Recht
die Gesetze sind letztendlich nichtig

RECHT = Sein

GESETZ = Nichts

Wenn Du den Text: Über das Nichtseiende“ liest, erkennst Du zwar den (von Gorgias beabsichtigten) Unsinn, aber widerlegen kannst Du ihn nicht; das „Werkzeug“ der Sprache reicht nicht aus, immer wieder kannst Du mit einem Dementi kontern.

was für ein Arschloch bist Du eigentlich,
daß Du willentlich Blödsinn (GORGIAS) ins Forum setzt,
und danach,
als man Dich darauf hinweist (PARMENIDES, Rezeptionsgeschichte),
den Esoteriker spielst,
sogar umständlich den 'heiligen' Text ins Netz stellst,
um dann wie selbstverständlich kleinbei zu geben?

das „Werkzeug“ der Sprache reicht nicht aus

und was ist Malerei, Spielfilmen, Mythen, Musik ...?

was ist mit der dualistischen Beschränktheit der indogermanischen Sprachfamilie?

wo ist der Versuch bei Dir, das SEIN bzw. RECHT auszudrücken?
 
AW: Parmenides - Das Problem des Seins

Eine neue Art von Gottesbeweis ?

den sprachlichen Gottesbeweis gab es schon (Anselm von Canterbury?)

und antike GORGIAS-Verwandte gab es auch

da den Göttern ein Wirrwarr von Eigenschaften zugesprochen werde,
könne es keine Götter geben​


entscheidend hier ist aber der UR-Monotheismus,
also die Umweltreligion

oder wollen Gorgias und Konsorten etwa auch das SEIN der Umwelt leugnen?
 
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AW: Parmenides - Das Problem des Seins

diese Argumentation habe ich vermutet !!!

aber PARMENIDES würde sagen,
daß es einen Unterschied zwischen Recht und Gesetz gibt

ein Richter spricht Recht
die Gesetze sind letztendlich nichtig

RECHT = Sein

GESETZ = Nichts



was für ein Arschloch bist Du eigentlich,
daß Du willentlich Blödsinn (GORGIAS) ins Forum setzt,
und danach,
als man Dich darauf hinweist (PARMENIDES, Rezeptionsgeschichte),
den Esoteriker spielst,
sogar umständlich den 'heiligen' Text ins Netz stellst,
um dann wie selbstverständlich kleinbei zu geben?



und was ist Malerei, Spielfilmen, Mythen, Musik ...?

was ist mit der dualistischen Beschränktheit der indogermanischen Sprachfamilie?

wo ist der Versuch bei Dir, das SEIN bzw. RECHT auszudrücken?

Hallo Scilla!

In Deiner sehr ehrlichen, wenn auch derben Emotionalität kommt klar zum Ausdruck, indem Du schreibst:

............ und was ist Malerei, Spielfilmen, Mythen, Musik ...?

was ist mit der dualistischen Beschränktheit der indogermanischen Sprachfamilie?

wo ist der Versuch bei Dir, das SEIN bzw. RECHT auszudrücken? ..........
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Dass nämlich Recht und Gesetz, egal wie und was auch immer in einem, aus Menschenhand gemachten (Gesetzes-) Rahmen, einem Codex sich befindet, immer und unweigerlich gleichzeitig dessen selbigen (menschlichen) Schwächen ausgeliefert ist, es (das Gesetz) aber vorgibt darüber zu stehen.

Wie immer Du es drehst und wendest: Recht, Gesetz und göttliches Gerüst (oder Rüstzeug dazu) erweisen sich als angewandte Dialektik, - gleich ob Du einen Ur- Monotheismus, Umweltreligionen, Schamanismen oder diverse Weltreligionen anführst, immer ist es ein sprachliches (schriftliches) Konstrukt, ein Codex mit oft den schönsten Künsten aller Richtungen ausgestattet, aber ein aus Menschenhand gemachtes Konstrukt.

Im „Lobpreis der Helena“ von Gorgias von Leontinoi, schildert er den Rechtsfall einer Figur aus der Mythologie, denn „seine Helena“ hat nie existiert, aber steht symbolisch für Tausende Rechtsfälle bis in unsere Tage (wer werfe den ersten Stein, die Schuldfrage Helenas ob Ehebruch oder nicht); auch bei Gorgias Verteidigung des Palamedes geht es um die Relativität der Zeugenschaft vor Gericht, deren Aussagen unter verschiedenen Aspekten: den unterschiedlichen Perspektiven der betrachtenden Zeugen, deren verschiedenen sozialen, orthographisch- und anderen sich darzustellenden Gegebenheiten heraus in den jeweiligen politischen Umständen, schließt er daraus sachlich und korrekt die Relative jedes Urteils.

Und: (Dein Zitat): ....... ein Richter spricht Recht - die Gesetze sind letztendlich nichtig ..........
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An so einen Unsinn glaubst Du doch selber nicht (dann hätte GROFAZ als oberster Richter nach den Gesetzen eben seiner Zeit gehandelt)

Der Schlüssel des Rechts als kultureller Anspruch ist die Sprache, ein vorgegebener wenn auch evolutiv entwickelter Rahmen in dessen Zeit, der eben seine Grenzen hat und damit auch kein Absolutum darstellen kann.

Denn: alles ist relativ

Gruß
K. M.
 
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