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Parmenides - Das Problem des Seins

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AW: Parmenides - Das Problem des Seins

Vielleicht ließe sich das Nichts ja überreden zumindest kurzfristig etwas zu sein damit man mal vernünftig darüber reden kann... :)
 
AW: Parmenides - Das Problem des Seins

Auf Wunsch würde ich gerne:

„Über das Nichtseiende“

von Gorgias von Leontinoi,

- den gesamten Beitrag (Griechisch und Deutsch) gescannt in PDF Format einfügen, wenn jemand weis wie das geht, freue ich mich auf Instruktionen;


Gruß
K. M.
 
AW: Parmenides - Das Problem des Seins

Gorgias von Leontinoi

Reden Fragmente und Testimonien

Griechisch – Deutsch
Meiner Verlag, Philosophische Bibliothek
Verlag: Meiner (1989)
Sprache: Griechisch/Deutsch
ISBN-10: 3787307400
ISBN-13: 978-3787307401

Über das Nichtseiende

(als Bilddateien, Seitennummerierung bei Bedarf ordnen)

http://img146.imageshack.us/gal.php?g=seite1516.jpg


K. M.
 
AW: Parmenides - Das Problem des Seins


Möglichkeit 1
dazu braucht man einen Scanner und eine Texterkennung
die Ausgabedatei ist dann eine stinknormale Textdatei (txt, rtf)

Möglichkeit 2
ein Scanner allein!
jedes gescannte Bild wird in ein Graustufenbild (256 Graustufen) umgewandelt
(macht das Scanprogramm)
und noch weiter in seiner Farbtiefe reduziert (bis auf ca 16 Graustufen, gutes Bildbearbeitungsprogramm)
und dann
in seiner Pixelgröße soweit verkleinert,
daß der Text gerade noch lesbar ist

Möglichkeit 3
die entscheidenden Fragmente abtippen,
hier und da verändern (alternative Übersetzung verwenden),
dann hier veröffentlichen
(kein Copyright-Problem!)
 
AW: Parmenides - Das Problem des Seins

Möglichkeit 1
dazu braucht man einen Scanner und eine Texterkennung
die Ausgabedatei ist dann eine stinknormale Textdatei (txt, rtf)

Möglichkeit 2
ein Scanner allein!
jedes gescannte Bild wird in ein Graustufenbild (256 Graustufen) umgewandelt
(macht das Scanprogramm)
und noch weiter in seiner Farbtiefe reduziert (bis auf ca 16 Graustufen, gutes Bildbearbeitungsprogramm)
und dann
in seiner Pixelgröße soweit verkleinert,
daß der Text gerade noch lesbar ist

Möglichkeit 3
die entscheidenden Fragmente abtippen,
hier und da verändern (alternative Übersetzung verwenden),
dann hier veröffentlichen
(kein Copyright-Problem!)

Hallo Scilla!

Danke für die guten Tipps (auch in Zukunft echt brauchbar)
Habe mich für Möglichkeit 2 entschieden, hoffentlich ist es groß genug und man kann es auch lesen!
(beim Download die "Lupe" anklicken, dann erscheint es in Originalgröße)

Das Buch ist derzeit vergriffen und in Ö. (meines Wissens) nicht erhältlich.


(zur Sicherheit probier ich es hier nochmals)

Gorgias von Leontinoi

Reden Fragmente und Testimonien
Griechisch – Deutsch
Meiner Verlag, Philosophische Bibliothek
Verlag: Meiner (1989)
Sprache: Griechisch/Deutsch
ISBN-10: 3787307400
ISBN-13: 978-3787307401

Über das Nichtseiende

(als Bilddateien, Seitennummerierung bei Bedarf nochmals ordnen)


http://img146.imageshack.us/gal.php?g=seite1516.jpg


Gruß
K. M.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Parmenides - Das Problem des Seins

danke schön

es handelt sich um eine Widerlegung der Thesen von Gorgias
also nicht um Gorgias 'Text' selbst

die Argumentation von Gorgias soll sich, zusammengefasst durch ARISTOTELES, auf drei Punkte gestützt haben
1) das Wirrwarr in den Eigenschaften, die dem SEIN zugeschrieben werden,
bedeute letztendlich, daß es das SEIN nicht gibt
2) wenn es das SEIN nicht gibt, dann müsse es folglich sein Gegenteil geben
3) dazu komme, daß das Einzige, was zugleich sein und nicht sein kann, das Nichts sei

die Widerlegung durch ARISTOTELES
(bestimmte Annahmen von GORGIAS werden übernommen,
dann wird gekontert)
1) die leere Menge sei eine Menge und demzufolge ein SEIN
2) es sei nicht sicher, das Gegenteil als einzigen Ausweg anzunehmen
3) es handle sich um zwei Baustellen: einmal das SEIN, einmal das Nichts
4) das Wörtchen 'ist' verweise auf das SEIN
5) das Gegenteil werde nicht abgeleitet, sondern gefordert
6) es gäbe kein Wort für das Nichts
7) das Nichts sei selber Gegenteil zum SEIN, somit liesse sich die Argumentation von GORGIAS umdrehen
8) die Menge aller Mengen gäbe es nur aus seiner, vermeintlich räumlichen* Sicht nicht
[das ist tatsächlich der Hammer, daß das mathematische Grundlagenproblem der Gegenwart bereits zur Zeit der Griechen diskutiert wurde]
45-9
das Unbegrenzte [Menge aller Mengen) aber könne nicht irgendwo sein. Weder könne es in sich selbst [Teilmenge von sich selbst] noch in einem anderen sein [Teilmenge einer anderen Menge]
*9) [aus räumlicher Sicht gibt es die Menge aller Menge sehr wohl!
es handelt sich um eine stinknormale Landkarte, aus deren Raummuster ein Geograph die Genese der Landschaft ablesen kann (wie ist die Landschaft geworden?)]
dem Nichts fehle seine Genese
10) das Nichts sei, wenn überhaupt, doppelt gemoppelt nichts,
und dann selber nichtig
47-12
wenn nun ein Zwang besteht, falls etwas ist, daß es entweder ungeworden oder geworden, beides aber [entweder ... oder] unmöglich ist, os ist unmöglich, daß etwas tatsächlich ist


von nun an (Seite 47 13) referiert Aristoteles die Argumentation des GORGIAS im Einzelnen

wichtig und richtig ist dieser Satz
49-16
eine Ausspaarung von Seiendem ist da, wo es zerteilt ist


warum?

nicht-SEIN (leere Menge)
da-SEIN (Grundmenge)
SEIEND (Menge aller Mengen)

Nichts (Teilmenge)

den Zusammenhang findest Du hier auf Seite 5
 
AW: Parmenides - Das Problem des Seins

Eines steht für mich fest:

Ihr habt den Gorgias von Leontinoi nicht verstanden;

deshalb, weil er in der Lage war, eine, ja irgend eine sogenannte Wahrheit (was immer das sein soll) in alle Einzelteile zu zerlegen. Schließlich war er von Beruf Rechtstheoretiker, Universitätsprofessor und vor allem Strafverteidiger. Ich bin der selben Ansicht wie Gorgias, nämlich: Gesetze, egal welche, sind in allen Richtungen auslegbar; - das war seine Botschaft!

Jeder der seine Abhandlung: „Über das Nichtseiende“ liest, weis natürlich, dass das so nicht sein kann, aber die rhetorische Exaktheit lässt keine andere, als eine formale Richtigkeit seiner Disposition zu; das war und ist immer noch seine Aussage: über das sprachliche „Ding“ das entweder, einfach nicht „weg“ will, oder aber, sich einfach nicht eingliedern will, die Sprache als Rhetorik macht’ s möglich; nicht mehr und nicht weniger.

Gruß
K. M.

Nachsatz:

Natürlich: wenn sprachlich ein „Ding“ existiert, wer kann sagen, dass es nicht wirklich existiert, denn würde es nicht existieren, könnte man es ja nicht beschreiben ............ u.s.w.
 
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AW: Parmenides - Das Problem des Seins

Anhang zum obigen Beitrag Nr.: 59:

Die Beweislastumkehr vor Gericht funktioniert im Prinzip auf der selben Basis;

Hexenprozesse im Mittelalter wurden so geführt und im Grunde, bis heute werden politische Prozesse so gehandhabt.
 
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