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Gedanken zum Marxismus

Aber dennoch kommt bei jedem neuen Durchlauf des Marxismus ein solcher Hundehaufen zum Vorschein. Aber geben wir dem Marxismus ruhig noch eine hundertste Chance. Wir freuen uns schon auf den nächsten Hundehaufen.
Deine Freude auf einen marxistischen Hundehaufen ist ironisch.
Wahrhaftig ist deine Freude auf den von dir erhofften Hundehaufen der afd.
 
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Aber dennoch kommt bei jedem neuen Durchlauf des Marxismus ein solcher Hundehaufen zum Vorschein. Aber geben wir dem Marxismus ruhig noch eine hundertste Chance. Wir freuen uns schon auf den nächsten Hundehaufen.

Große Scheißhaufen gibt es auch in vielen kapitalistischen Ländern. Mit wenigen Superreichen und vielen ganz Armen.

Nur ein Beispiel: Einer, der ununterbrochen in der Liste der weltweit 10 reichsten Menschen vertreten ist, ist ein Mexikaner. Offiziell hat er sein Geld mit Telekommunikationsunternehmen gemacht.
Wie kann es eigentlich sein, dass in einem Land, dass so viele Menschen als Wirtschaftsflüchtlinge verlassen (wollen), um in den USA einer ungewissen und meist illegalen Zukunft entgegen zu sehen - einer der reichsten Männer der Welt lebt? In Mexiko? Wo diejenigen, die bleiben, sich gegenseitig in Bandenkriegen umbringen?

In einem Paralleluniversum, in dem die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl nicht stattgefunden hat, in dem gibt es die Sovietunion noch. Letzten Endes waren es die katastrophalen Folgen von Tschernobyl, die der bereits angeschlagenen Ökonomie der UdSSR den Todesstoß versetzt haben.
Allerdings haben sie die Folgen beseitigt - ganz im Unterschied zum kapitalistischen Japan mit Fukushima, denn daran tun sich die Japaner nach wie vor schwer. Außerdem ist die Staatsverschuldung Japans eine der höchsten der Welt.
 
Aber dennoch kommt bei jedem neuen Durchlauf des Marxismus ein solcher Hundehaufen zum Vorschein. Aber geben wir dem Marxismus ruhig noch eine hundertste Chance. Wir freuen uns schon auf den nächsten Hundehaufen.
Bei jedem behaupteten Durchlauf, damit beginnt es schon mal, das ist Marketing. Politiker lügen halt wie gedruckt, ehrliche gelangen in keinem System mehr an die Spitze.
 
Wie kann es eigentlich sein, dass in einem Land, dass so viele Menschen als Wirtschaftsflüchtlinge verlassen (wollen), um in den USA einer ungewissen und meist illegalen Zukunft entgegen zu sehen - einer der reichsten Männer der Welt lebt? In Mexiko? Wo diejenigen, die bleiben, sich gegenseitig in Bandenkriegen umbringen?
Weil in so einem Land mit einem schlecht funktionierenden Staatswesen die regulative Kraft fehlt. Je ärmer das Land, desto schwieriger ist auch ein funktionierendes Staatswesen aufrecht zu erhalten. Wer etwas mehr Geld und Macht hat als andere tut sich leichter, zusätzliches Geld und zusätzliche Macht anzuhäufen als der Rest. Deswegen ist die Schere zwischen arm und reich gerade in den armen Ländern besonders groß, selbst wenn in unseren Ländern lautstärker darüber gejammert wird.

So geschehen auch im postkommunistischen Russland. Das Machtvakuum nach Zusammenbruch der kommunistischen Regimes ließ dem LIberalismus freien Lauf, und einige Wenige "wuchsen" ungebremst zu Oligarchen. Das sei frenilshtar und sonstigen Egomanen einen Lehre. Ihre libertäre Wunschvorstellung führt nicht zum Paradies, sondern beseitigt lediglich die Hindernisse für die rücksichtslosesten und erfolgreichsten Egomanen.
 
Hallo @Asanoya
So wie Du hier im Forum rüberkommst, verfügst Du über ein beträchtliches
historisches wie philsophisches *Wissen* und - überhaupt!

Frage
Wenn (irgend-) jemand eine Idee von einem 'anderen' für eigene unredliche Zwecke
benutzt, dann muss/ist auch auch die Idee des Gründers unrichtig fürs Gemeinwesen
-?

Einst hatten meine Geschwister und ich recht einfühlsame Religionslehrkräfte: Zu
unserer Zeit war Religion noch ein Pflichtfach.

Ist diese *christliche Idee* nicht sehr sehr ähnlich dem Kommunismus von den beiden
Kommunisten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht? Wieso ist der humanistische
Versuch der beiden Kommunisten Elke Kahr und Kay-Michael Dankl nicht auch mal
als positiv zu bewerten?
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese "Muß-Idee" hat sich zwischen den Bekenntnissen und zu "ungläubigen" Anschauungen zu einem einem liberalen " Du sollst" entwickelt.
Die Idee des Christentums á la Jesus ist nah an dem, was Kommunismus ebenfalls ist - der Gedanke einer friedlichen Welt mit empathischen Menchen, ohne Gier und Streben nach Reichtum. Genauso illusorisch, denn die dazugehörige Menschheit existiert nicht.

Es ist kein "du sollst", eher ein "es wäre ganz schön, wenn du" - aber jeder weiß, dass die Grundidee ein Traum ist und noch für lange Zeit bleiben wird.
 
Diese "Muß-Idee" hat sich zwischen den Bekenntnissen und zu "ungläubigen" Anschauungen zu einem einem liberalen " Du sollst" entwickelt.
Das "Du sollst..." ist mitnichten liberal, es ist nur so formuliert, dass es den freien Willen zum Ausdruck bringt. Das heißt, man muss nicht alternativlos befolgen (so wie man alternativlos sterben MUSS), aber man muss alternativlos entscheiden, ob man befolgt oder nicht. Nur, wenn man nicht befolgt ist es nicht auch gut (was ja liberal wäre), sondern man wird mit ewiger Verdammnis bestraft.
 
Weil in so einem Land mit einem schlecht funktionierenden Staatswesen die regulative Kraft fehlt. Je ärmer das Land, desto schwieriger ist auch ein funktionierendes Staatswesen aufrecht zu erhalten. Wer etwas mehr Geld und Macht hat als andere tut sich leichter, zusätzliches Geld und zusätzliche Macht anzuhäufen als der Rest. Deswegen ist die Schere zwischen arm und reich gerade in den armen Ländern besonders groß, selbst wenn in unseren Ländern lautstärker darüber gejammert wird.

Mir sind solcherart Mechaismen durchaus bewusst. Es ist aber die Aufgabe des Staates und der Politik eines Landes, solcherart Entgleisungen einzugrenzen und zu minimieren, denn anderenfalls sind in meinen Augen die Politiker und Industriellen solcher Länder nur korrupte Arschlöcher,
 
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Mir sind solcherart Mechaismen durchaus bewusst. Es ist aber die Aufgabe des Staates und der Politik eines Landes, solcherart Entgleisungen einzugrenzen und zu minimieren, denn anderenfalls sind in meinen Augen die Politiker und Industriellen solcher Länder nur korrupte Arschlöcher,
Sofern politisch gewünscht, ja. Allerdings braucht der Staat nicht nur die entsprechenden Politiker, sondern einen funktionierenden Staatsapparat und auch die aktive Unterstützung des Volkes. Ein Staat kann nur dann funktionieren, wenn er von (mehr oder minder) allen respektiert und mit den entsprechenden Mittlen ausgestattet wird. Bei den ärmsten Ländern ist das natürlicher Weise weniger der Fall, da sind die einzelnen Menschen eher damit beschäftigt, selbst über die Runden zu kommen und haben wenig Muße, sich mit übergeordneten Zielen zu befassen.

Etwaige Missstände lediglich auf "die Politiker" zu schieben ist hingegen billig, wenn auch sehr modern.
 
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