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Einer trage des anderen Last

Original geschrieben von ein Christ
Du kannst auch Deinem eigenen Hirn und Denken vertrauen und daraus Deine Moralvorstellungen und Dein Verhalten bilden. Ich hab da bei mir selbst jedoch einige Zweifel, daß das gut geht.

Warum eigentlich?
 
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Original geschrieben von walter
Warum eigentlich?

Weil ich postive und negative Erfahrungen gemacht.

Negativ, weil man von seinem Ego oft in die falsche Richtung gedrängt wird.

Positiv, weil die Moralvorstellungen anderer (muß ja nicht ein charismatischer Wanderprediger sein...) oft nützlicher oder besser sind. Warum sollte man Vorstellungen anderer nicht übernehmen, wenn man erkannt hat, daß sie sinnvoll sind?
Ich gehe ja nicht weiterhin 10 km zu Fuß zum Einkaufen, auch wenn mir jemand anderes gesagt hat, daß direkt nebenan ein Supermarkt ist. Der Mensch macht nur öfters lieber etwas nach eigenem Gutdünken, als sich jemand anderem (gedanklich) unterzuordnen, in dem er dessen "Rat" annimmt. Und wenn das dann noch so´n Typ vor 2000 Jahren war, der behauptet, "die Wahrheit" zu sein... oh oh oh... Lieber nicht.
Oder?
Gruß!
eC
 
Ich weiß nicht ...

... als ich vor 10 Jahren das erste Mal die Bibel gelesen habe, habe ich nichts verstanden, habe große Angst bekommen und mich ganz schön mies gefühlt ...

Verstandesmäßig erfassen konnte ich die Worte ja schon ... "Liebe Deinen nächsten wie dich selbst" z.B. ...

Aber ich fühlte es nicht ...

Dann bin ich meinen Weg gegangen - habe meine Erfahrungen gemacht ... habe selbst herausgefunden, dass es sinnvoller ist, nebenan in den Supermarkt zu gehen, anstatt 10 km zu fuss zu laufen (obwohl das gesund ist ... :D ) ... und dann habe ich mich wieder erinnert, an die Worte, die ich einst gelesen habe und konnte sie annehmen ... und dann konnte ich auch so einiges andere annehmen, was ich gelesen hatte ...

Klar kannst Du dem Wanderprediger an den Lippen kleben ... alles annehmen, was er sagt ... und danach leben ...

Wenn´s schön macht ...

:D daggi
 
Original geschrieben von ein Christ
gruß!
??? Hast du gerade die Hacken zusammen geschlagen? :D (Wegen dem Ausrufungszeichen)

Moral zu bilden liegt in der Verantwortung der Menschen. Diese Verantwortung an einen Gott abzugeben, ist Arbeitsverweigerung vor dem HErrn!
Moral ist der Boden der Kultur, auf dem alles Menschliche wächst. Bist du dir sicher, dass Gott und Jesus und die damit verbundenen Dogmen (Wiederauferstehung, Erlass der Erbsünde bei Glauben) wahr sind? Es kann nicht gut gehen, Moral mit einer Religion zu verbinden. Es kann nicht gut gehen, Moral mit etwas unverbrüchlich zu verbinden, was zweifelhaft ist. Und erst recht kann es nicht gut gehen, Moral mit etwas zu verbinden, was einfach nicht wahr ist!

Bitte nicht in den falschen Hals kriegen: Mein Zorn richtet sich nicht gegen dich, er richtet sich ausschließlich geben die Religion. ;)

Gysi

Gysi
 
Original geschrieben von Gisbert Zalich
??? Hast du gerade die Hacken zusammen geschlagen? :D (Wegen dem Ausrufungszeichen)

Nee, das hab ich in allen meinen Postings so gemacht. Aber paßte ja zum Thema... :D

Original geschrieben von Gisbert Zalich
Moral zu bilden liegt in der Verantwortung der Menschen.

Dann laß Jesus Christus doch seine Moralbildung. Er war schließlich auch "nur" ein Mensch...

Original geschrieben von Gisbert Zalich
Diese Verantwortung an einen Gott abzugeben, ist Arbeitsverweigerung vor dem HErrn!

Nochmal: Es geht nicht darum, irgendeine Verantwortung an Gott abzugeben, aber warum sollte man nicht etwas von anderen an-/übernehmen, wenn´s gut ist?! Vielleicht liegt ja auch die Problematik darin, daß das gerade Jesus war... Denn wie kann dieser Wanderprediger etwas Gutes gesagt haben?

Original geschrieben von Gisbert Zalich
Moral ist der Boden der Kultur, auf dem alles Menschliche wächst. Bist du dir sicher, dass Gott und Jesus und die damit verbundenen Dogmen (Wiederauferstehung, Erlass der Erbsünde bei Glauben) wahr sind?
Ja, nur gefällt mir der Ausdruck "Dogma" nicht. Dogma bedeutet in diesem Zusammenhang meist einen Lehrsatz des Papstes, auch wenn der eigentliche Wortsinn nur "Meinung" oder "Lehrsatz" bedeutet. Aber mit dem, was der Sektenführer in Rom von sich gibt, will ich nix zu tun haben. Das ist sowohl antibiblisch als auch antichristlich.

Original geschrieben von Gisbert Zalich
Bitte nicht in den falschen Hals kriegen: Mein Zorn richtet sich nicht gegen dich, er richtet sich ausschließlich geben die Religion. ;)

Schon verstanden, Gysi. Ich stimme da gerne ein. Die Religionen haben aus dem christlich/biblischen Lehrverständnis einen Haufen Mist gemacht. Ist ja so.

gruß! *hackenzusammenschlag ;)

eC
 
Original geschrieben von ein Christ
Dann laß Jesus Christus doch seine Moralbildung. Er war schließlich auch "nur" ein Mensch...
Ist ja auch ganz o.k., der Typ. Nur seine Wunderheilungen und den Tod am Kreuz - zwei Tage vor seinem Wiedererscheinen - nehme ich den Schreiberlingen des NT nicht ab.



Nochmal: Es geht nicht darum, irgendeine Verantwortung an Gott abzugeben, aber warum sollte man nicht etwas von anderen an-/übernehmen, wenn´s gut ist?!
Immer, immer! Es ist aber mE so, dass die an der Reputation dieses Wanderpredigers kratzen, die ihn auf ihre schon viel zu lang bewärhte unglaubwürdige Weise erhöhen. Bei Menschen, die mit ihrem naturgegebenen (du könntest sagen: gottgegebenen) Verstand arbeiten, kommt das nicht gut an...

Ja, nur gefällt mir der Ausdruck "Dogma" nicht. Dogma bedeutet in diesem Zusammenhang meist einen Lehrsatz des Papstes, auch wenn der eigentliche Wortsinn nur "Meinung" oder "Lehrsatz" bedeutet. Aber mit dem, was der Sektenführer in Rom von sich gibt, will ich nix zu tun haben. Das ist sowohl antibiblisch als auch antichristlich.
Mir fällt auf, dass die christlichen Fraktionen sich schnell und gerne einander nicht grün sind... Erinnert mich an die Grabenkämpfe der K-Gruppen in den 70ern. JEDE von denen meinte, den Stein der Weisen gefunden zu haben. Fazit: KEINER von denen hatte das getan...

Gysi
 
Erinnerung: eigentlich geht es in diesem Thema nicht um pro/contra Religionen oder Jesus Christus sondern um:

Einer trage des anderen Last

:)
 
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Original geschrieben von walter
Einer trage des anderen Last

Wenn man nur kurz vorbeiblinzelt klingt der Spruch ganz ok, aber wehe, man betrachtet ihn näher.

Ich trage dann die Last von Schrödi, Walter trägt meine und Schrödi trägt Walters Last.
An der Belastung selbst hat sich null geändert, nur die Träger haben gewechselt.


Persönlich bevorzuge ich diesen Spruch -
"Geteiltes Leid ist halbes Leid und geteilte Freude ist doppelte Freude."
 
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