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Die Verliererposition

Es ist und bleibt das menschliche Gehirn, das entscheidet und die Verantwortung auf der Erde hat, völlig unabhängig von der Leistung eines Computers.

Noch ist das so, aber schon längst nicht mehr überall.

Wenn ich mich für eine Sozialwohnung bewerbe, dann sind es längst Algorithmen, die die Bewerber auswählen und nicht mehr Menschen. Im Aktienhandel sind es mittlerweile Algorithmen, die im sogenannten Hochfrequenzhandel Aktien kaufen und verkaufen - eine Form des Aktienhandels im Übrigen, die Menschen überhaupt nicht leisten können. Zeitweise haben sie auch schon erhebliche Kursstürtze verursacht, weil sie in der Masse eine Art Kaskadeneffekt verursacht haben. Auch große Stromnetze sind schon deswegen ausgefallen und haben halb Amerika lahm gelegt.

In einem Betrieb, in dem ich einmal gearbeitet habe, kam es immer wieder vor, dass Gäste verärgert bei uns anriefen, weil sie Abends zu der Veranstaltung "Jeden Donnerstag Karaoke" angereist waren und vor verschlossenen Türen standen. Denn das war in einem Veranstaltungsportal so ausgeschrieben gewesen - nur gab es diese Veranstaltung bei uns schon seit Jahren nicht mehr.
Es erwies sich als de facto unmöglich, in Zusammenarbeit mit dem Betreiber des Portals dergleichen zu unterbinden.
Es waren einfach irgendwelche Bots, die sich von irgendwo aus den Tiefen des Netzes solche Infos ziehen und da einstellen. Und selbst die menschlichen Betreiber des Portals erwiesen sich dagegen als einigermaßen hilflos.

Möglicherweise haben die privaten Betreiber solche Bot-Probleme inzwischen besser gelöst ... die Agentur für Arbeit aber nicht.
Denn auf deren Jobbörse stellen Bots immer wieder Stellen ein, die Arbeitgeber längst besetzt und auch wieder heraus genommen haben. Dadurch wird die Jobbörse der Agentur für Arbeit mehr oder weniger wertlos, denn wenn man nicht genau aufpasst, dann bewirbt man sich da immer nur um längst besetzte Stellen.

Ich finde Algorithmen von KI gesteuert so leicht zu durchschauen, wenn man seine eigenen menschlichen Schwächen kennt. Bisher ist es so, dass mir im Netz passende Werbung geschaltet wird, nachdem ich etwas gekauft habe, was bescheuert ist, denn ich kaufe ja keinen zweiten Kühlschrank. Die KI sollte vor mir wissen, was ich möchte und mir dann Kühlschrankwerbung schalten, wenn ich vorhabe einen Kühlschrank zu kaufen sonst ist es doch sinnlos.

Die Werbe-KI kann natürlich nicht feststellen, dass Du gerade einen Kühlschrank gekauft hast, denn der Kaufvorgang als solcher ist ja geschützt. Sie kann aber feststellen, dass Du Dich für Kühlschränke interessierst, und damit liegt sie dann ja wohl richtig.
 
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Es ist eine sinnlose Debatte, ich hatte Dich schon einmal als Sieger erklärt, weil mir das ständige Widersprechen und den Widerspruch beweisen leid ist. Ich will mit meinen Ausführungen nicht recht haben, ich will darüber nachdenken, wie man mit dem, was ist umgehen kann, wie z.B. Algorithmen. Wer sich von digitalen Dingen bedroht fühlen möchte, bitte schön, auf ein Bedrohungsgefühl mehr oder weniger kommt es nicht an, ich kann sie sowieso nicht alle aus der Welt schaffen. Es geht nicht um den Tod eines Kumpels den man beobachtet, es geht um die Haltung zum eigenen Tod, nur das hat philosophisch gesehen eine Bedeutung. Zum Überleben gehört es die krankhaften Ängste die keine reale Bedrohung haben zu behandeln und zu überwinden sonst bleibt nur der Tod als einziger Ausweg übrig wie bei einem Krebs-Patienten im fortgeschrittenen Stadium. Mir geht es um Lebensbewältigung mit allen Themen des Daseins, da kann ich mich auch mal irren, aber ein Widerspruch aus Prinzip wie in der Parteienpolitik, der politische Gegner muss deformiert werden, egal wie sinnvoll seine Ideen sind, halte ich für niederträchtig und zeugt von schlechtem Charakter.
Sicher gibt es viele Beispiele von Missbrauch der digitalen Technik, dazu ist der Mensch fähig aber es ändert nichts am Fortschritt, der kommt und da ist es klug sich darauf einzustellen, um einen gesunden Umgang zu finden. Du bringst drei Beispiele in denen Algorithmen oder Bots aus menschlicher Sicht unlogisch handeln, ich bringe ein Beispiel, dem widersprichst Du und willst mir das Gegenteil beweisen. Da stimmt doch etwas im Oberstübchen nicht im Bereich Selbstwert.
Ich glaube nicht, dass es Bots sind, die beim Arbeitsamt abgelaufene Stellen präsentieren, das gab es vor dreißig Jahren mit Karteikarten auch schon und da gab es noch keine Algorithmen. Ich befürchte, wenn heute etwas Unangenehmes oder Unverständliches wahrgenommen wird, ist der technische Automatismus Schuld. Bei der Wohnungssuche genauso, wenn ich zum Vermieter gehe und mich als neuer Mieter vorstelle wie seit Jahrzehnten üblich gibt es keinen Algorithmus,
wenn ich jedoch den Computer nach einer Wohnung befrage, dann ist mit 100 % digitale Technik im Spiel, so auch bei einer Vergabestelle, es gibt in großen Instituten keine Karteikarten mehr. Ich habe sowohl mein CD-Archiv, als auch das VHS-Kassetten-Archiv und das Foto-Archiv auf Karteikarte, da wird auch nichts digitalisiert, es bleibt, wie es ist und es funktioniert so lange es geht und dann ist Schluss. Ich habe natürlich auf dem Rechner modernes digitales Zeug und nutze die Algorithmen, die sich bieten, z.B. beim google-Ranking, beim Recherchieren oder schlicht beim Forum betreiben, aber beim Shoppen finde ich Algorithmen lächerlich bei der aktuellen Anwendung.
 
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Mein Computer hat etwa 210 Euro gekostet.
Wenn er das 6. Jahr übersteht, hat er seine Schuldigkeit getan.
Wie die "Grünen" in etwa 10 Jahren.
Nützlich.
 
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