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Über das Scheitern

AW: Über das Scheitern

Liebe Lilith!

Bewusstsein ist nichts Statisches, und sich näher kennen zu lernen muss auch nicht nicht unbedingt angenehm sein.
Bewusstsein kann Schmerz hervorrufen, wenn der Schleier der Täuschung wegfällt.

Ich kann gut nachvollziehen, was du über Wünsche schreibst und deren Erfüllung, bzw. das Verhindern derselben (schon aus einem tieferen Unterbewusstsein heraus).
Dir ist dieser Umstand bewusst geworden.
Du hast Gründe für eine Handlung gefunden.

Das kann ich nicht.
Solche Bewusstwerdungen im Großen sind mir fremd und auch die kleinen kenne ich nicht wirklich.

Manchmal denke ich mir, ich war mit Drei weiter als jetzt mit 57, und das meine ich nicht aus einer Laune heraus.
Bewusstseinsmäßig bin ich wahrscheinlich in diesem Leben gescheitert,
denn ich kann nur verneinen oder ausschließen, nichts mit Sicherheit sagen.

So vermag ich nicht zu behaupten, ich hätte eine besondere Bewusstseins-Entwicklung erfahren.
Älter bin ich geworden, das ist alles.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
Alpha-Loser *

* Nicht von mir, aber auch gut.

Hallo Raphael,

schade, dass Du Dich selbst so missmutig siehst.
Mir jedenfalls sind skeptische, etwas griesgrämige ältere Männer lieber als "Hosiannah!" bläkende Heilsverkünder.
Also im KLartext: Das war jetzt ein Kompliment für Dich! Bist einer der Besten hier. :blume1:

LG, pispezi :zauberer2
 
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AW: Über das Scheitern

Hallo Pispezi!

Danke für die Blumen!

Doch ist es Lob, um das ich buhle?!
Außerdem, wer weiß, ob ich hinter meiner Maske nicht der größte aller gescheiterten Heilsverkünder bin?!

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Über das Scheitern

Hallo zusammen

Habe Eure sehr interessanten Beiträge gelesen und sie haben mich sehr angesprochen.
Ich möchte zum Thema noch eine etwas andere Sichtweise aufzeigen. "Vor andern scheitern" wurde zwar schon erwähnt, aber was mich immer wieder beschäftigt ist die Reaktion der andern auf mein Scheitern.
Wenn ich an etwas scheitere, sagen wir, "weil es das Schicksal so wollte", und wenn dies offensichtlich ist für meine Umwelt, - wie reagiert sie dann?
Ich kann für mich selber daran arbeiten, das Scheitern zu bewältigen, anzunehmen, "etwas daraus machen", meinen Blickwinkel zu ändern.... etc.
Aber die andern? An ihrer Reaktion kann ich nichts verändern.
Muss ich dann nicht noch die "Unbeholfenheit" meiner Mitmenschen ertragen, weil sie nicht wissen, wie sie mit meinem Scheitern umgehen sollen?

Scheitern kann weh tun, - aber noch schmerzhafter können Reaktionen der Nächsten sein.

Mit lieben Grüssen
Zwirbel
 
AW: Über das Scheitern

Wenn ich an etwas scheitere, sagen wir, "weil es das Schicksal so wollte", und wenn dies offensichtlich ist für meine Umwelt, - wie reagiert sie dann?
Ich kann für mich selber daran arbeiten, das Scheitern zu bewältigen, anzunehmen, "etwas daraus machen", meinen Blickwinkel zu ändern.... etc.
Aber die andern? An ihrer Reaktion kann ich nichts verändern.
Da gibt es zwei mögliche Antworten, leicht zu formulieren zwar, aber meist schwer umzusetzen:
Mit dem eigenen Reagieren und Handeln kann ich sehr wohl auch andere beeinflussen. Aber sich selber dahingehend auszurichten, sich selber kritisch hinterfragen und reflektieren, sich selber vielleicht zu "überlisten", das kann ein langer und schwieriger Prozess sein.

Und das zweite ist die Tatsache, dass wir uns selber und unsere Wirkung auf andere oft überschätzen. In Wirklichkeit denkt jeder in erster Linie an sich und bewertet uns nicht so, wie es uns selber scheinen mag. Das geschieht oft unbewusst und läuft kompliziert und verzweigt in uns (bei den anderen) ab, aber im Prinzip kommt es doch fast immer auf dasselbe raus.
 
AW: Über das Scheitern

Da gibt es zwei mögliche Antworten, leicht zu formulieren zwar, aber meist schwer umzusetzen:
Mit dem eigenen Reagieren und Handeln kann ich sehr wohl auch andere beeinflussen. Aber sich selber dahingehend auszurichten, sich selber kritisch hinterfragen und reflektieren, sich selber vielleicht zu "überlisten", das kann ein langer und schwieriger Prozess sein.

Lieber Andreas
Da hast Du vollkommen recht. Ich kann das Reagieren der andern beeinflussen. Ich kann zum Beispiel tun, "als wäre nichts", ich kann den Clown spielen.... Aber was mich beschäftigt: es geht "auf meine Kosten", damit ich es den andern leichter mache. Bis zu einem gewissen Grad ist das völlig ok.......

Und das zweite ist die Tatsache, dass wir uns selber und unsere Wirkung auf andere oft überschätzen. In Wirklichkeit denkt jeder in erster Linie an sich und bewertet uns nicht so, wie es uns selber scheinen mag. Das geschieht oft unbewusst und läuft kompliziert und verzweigt in uns (bei den anderen) ab, aber im Prinzip kommt es doch fast immer auf dasselbe raus.

Und wenn es so wäre, dass andere einem aus dem Weg gehen, peinlich berührt zur Seite sehen, am selben Tisch sitzend, nicht wissen, was reden (ausser der Betreffende "hilft")? Was, wenn "vermeintliche" Freunde plötzlich "keine Zeit" mehr haben???

Liebe Grüsse
Zwirbel
 
AW: Über das Scheitern

Hallo Zwirbel!

Geliebt werden zu wollen, ist legitim und menschlich, doch es trägt schon den Keim des Scheiterns in sich.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
 
AW: Über das Scheitern

Hallo Zwirbel?

Du willst nicht gefallen, nicht geliebt werden?!
Du seltsames Wesen, du!

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
 
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AW: Über das Scheitern

Lieber Raphael

Nein, so habe ich das nicht gemeint ;) Klar möchte ich auch angenommen und geliebt werden.
Ich habe mich unklar ausgedrückt: mit dem "darum geht es mir nicht" meinte ich eigentlich, "darum geht es mir nicht in meinem Text!"
Nein, nein, so seltsam bin ich nicht, - hoffe es mindestens! :rolleyes:
Mir ging es darum, wie gehe ich mit "komischen" Reaktionen meiner Umgebung um. Da suche ich noch immer einen Weg, der nicht ZU SEHR auf meine Kosten geht.

Mit lieben Grüssen
Zwirbel
 
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