• Willkommen im denk-Forum für Politik, Philosophie und Kunst!
    Hier findest Du alles zum aktuellen Politikgeschehen, Diskussionen über philosophische Fragen und Kunst
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Überwindung

... kein Land will wirklich zugeben, dass es auch typische Sozialschmarotzer hat; auch welche, denen man die Faulenzerei nicht nachweisen kann. ...

Ja, niemand kann das zugeben, denn ein fauler Sozialschmarotzer zu sein, das wäre ganz schlimm, würde Verachtung und Ausgrenzung nach sich ziehen, denn schließlich ist jeder Mensch verpflichtet, sich selbst auf dem Arbeitsmarkt als Ware darzubieten und diejenigen, die das selbst mehr oder weniger widerwillig akzeptiert haben, können es überhaupt nicht leiden, wenn sich jemand dieser Pflicht entzieht.
 
Werbung:
Von welcher Region der Erde und von welcher Zeit ist hier die Rede? Wann hast du dir zuletzt selbst Schuhe zusammengebastelt, oder eine Wetterfeste Jacke?

Du willst mit diesen irrelevanten Fragen andeuten, das Kaufen mit Staatsgeld sei für jeden Menschen gleichermaßen unvermeidbar? Ich meine schon, daß es dosierbar ist.


Von Berufswahl war hier die Rede

Ja, das stimmt wohl. Da bin ich dem roten Tuch nachgerannt.


... und es gibt auch Fälle, wo der Beruf durchaus zum Lebensinhalt beiträgt, weil man z.B. dort geistig gefordert wird, weil man seine Kreativität auskosten kann und nebenbei dafür sogar Geld bekommt.

In glücklichen Fällen kann es so laufen. :)
Aber ist es nicht so, daß Du, je größer Dein Umsatz, desto stärker die Maschine anschiebst, deren Richtung sich irgendwie Deiner Kontrolle entzieht?
 
Oha. Du meinst etwa, daß Nichtwählen ein tolles Symbol der Rebellion wäre?
Mitnichten, ganz im Gegenteil, Nichtwählen heißt Zustimmung zum Status Quo.
Nichtwählen sehe ich zwar nicht als aktive Rebellion an, aber Wählen halte ich doch für ein aktives Zustimmen einer Staatsform, die skrupellos suggeriert, eine Nation würde Macht/Gewalt ausüben, indem die Individuen alle paar Jahre ein Kreuz auf ein Stück Papier malen.
 
Ja, und ? Ist das etwa unangebracht ? Ich sähe ein Problem erst dann, wenn man sich selbst ausschließlich negative Eigenschaften zuschreiben würde.



Nur weil man sich seiner negative Eigenschaften bewusst ist heißt das noch lange nicht, dass das Grundbild negativ sein müsste. Aber, wäre nicht gerade die Leugnung seiner negativen Eigenschaften Selbstverleugnung ?
Aber ja, damit man Selbstwert auf Grund der Überwindung seiner "negativen Eigenschaften" gewinnen kann ist es natürlich Voraussetzung, dass man diese Eigenschaften erkennt und akzeptiert. Akzeptiert im Sinne der Anerkennung ihrer Existenz.



Nur dann, wenn man sich in seinen negativen Eigenschaften verliert anstatt mit ihnen konstruktiv umzugehen.



Chauvinismus ist nicht das männliche Gegenstück von Feminismus (Masculinismus wäre es). Auch Feminismus ist Chauvinismus wenn er beinhaltet, dass Frauen Männern überlegen wären.
Wenn du in Weiblichkeit einen Grund siehst stolz zu sein, urteilst du nur bedingt feministisch. Was jemanden genau zum Feministen macht ist nicht eindeutig. Die Einzelnen Grundsätze von realem feministischen Gedankengut ist so heterogen wie beispielsweise das vom Christentum oder vom Islam. Da gibt es auch zwischen den einzelnen Strömungen Grabenkämpfe. Manche besinnen sich mehr auf den Selbstwert (Frauen sind etwas wert bzw Frausein ist gut) oder eben auf den Chauvinismus (Frauen sind wertvoller bzw besser als Männer).
Ja, ich finde es unangebracht, in sich selbst einen Schweinehund zu sehen und gleichzeitig zu glauben, dass daraus eine Leistung erwachsen könne. Wer wirklich und ehrlich eine tatsächliche, negative Eigenschaft an sich bemerkt, hat viel Arbeit vor sich, die nicht das Geringste mit Überwindung zu tun hat. Wer glaubt, durch Überwindung eine negative Eigenschaft gut machen zu können, begibt sich in einen Teufelskreis, der ihn immer ekliger macht - ähnlich wie bei einem Yoyo-Effekt als Nebenwirkung einer Diät.

Was ist Masculinismus?
 
Oder eine Dienstleistung, die zu den eigenen Überzeugungen passt.
Überzeugungen sind mir zu sehr final und machen einen zu unflexibel, deshalb hab ich keine. Dienstleister haben es daher nicht leicht, mir das Passende anzubieten. Aber ich kenne viele, die sich bei Dienstleistern bedienen, mangels differenzierter Denkweise. Eine doch recht erfolgreiche Branche. Ich habe gerade einen dieser Dienstleister in einem anderen Thread verlinkt.
 
Nichtwählen sehe ich zwar nicht als aktive Rebellion an, aber Wählen halte ich doch für ein aktives Zustimmen einer Staatsform, die skrupellos suggeriert, eine Nation würde Macht/Gewalt ausüben, indem die Individuen alle paar Jahre ein Kreuz auf ein Stück Papier malen.

Ich bin auch der Ansicht, daß es keine echte Macht/Gewalt ist, ein Kreuz auf Papier zu malen, welches dafür da ist, einen sogenannten "Vertreter" auszusuchen, der wiederum gründlich negativ vorselektiert ist. :)

Es ist aber halt das, was man tun kann und ich denke, daß es mehr bewirkt, das Kreuz z.B. bei Die Partei zu machen, als gar keines, denn das ist auf jeden Fall unproduktiv. Selbst wenn nur noch 10% zur Wahl gingen, den etablierten Parteien wäre das gerade recht. Wahlverweigerung stützt den Status Quo.
 
Ich bin auch der Ansicht, daß es keine echte Macht/Gewalt ist, ein Kreuz auf Papier zu malen, welches dafür da ist, einen sogenannten "Vertreter" auszusuchen, der wiederum gründlich negativ vorselektiert ist. :)

Es ist aber halt das, was man tun kann und ich denke, daß es mehr bewirkt, das Kreuz z.B. bei Die Partei zu machen, als gar keines, denn das ist auf jeden Fall unproduktiv. Selbst wenn nur noch 10% zur Wahl gingen, den etablierten Parteien wäre das gerade recht. Wahlverweigerung stützt den Status Quo.
Wenn man wählen geht - selbst wenn man sich hie und da dazu überwinden muss - und die gewählte Partei gewinnt nicht, hat nachher immer auch das Recht, die Gesetze der siegreichen Partei(en) zu kritisieren; geht man nicht wählen, muss man alles akzeptieren, was nachher kommt.
 
Werbung:
Zurück
Oben