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Rauchverbot

Bernd schrieb:
Lieber Ziesemann.
Ich meinte garnicht, dass Pädagogik mit Wahrheit versehen wird,
Doch, so sagtest Du "was ihr in der wiisenschaflichen Pädagogik mit der Aufschrift Wahrheit verseht" - Oder wie soll ich das verstehen?

sondern dass die Denkweise durch den Wissenschaftsbegriff zur Wahrheit deklariert wird.
Jetzt wird das Verstehen noch schwieriger: Der Wissenschaftsbegriff deklariert die Denkweise zur Wahrheit??? - Wie kann er das, da er doch Produkt des Denkens ist?!

Pädagogik kann m.E. nur in der Geschwindigkeit weiser werden, wie sie sich selbst erkennt. Dass sie sich aber selbst gegen ihre Aufdeckung im Menschen wehrt, ist ihr Hauptmerkmal. Naja, ich mag da nicht weiter debattieren.
Die Pädagogik soll sich selbst erkennen. - Wie kann sie, das können doch nur die Menschen selbst?
Sie - also die Pädagogik - wehrt sich gegen ihre Aufdeckung im Menschen; also wehren sich die Pädagogen dagegen, dass in ihnen als Mensch die Pädagogik aufgedeckt wird. - Kann mir das mal jemand erklären, wie es überhaupt funktionieren könnte?! Oder bin ich wieder zu beschränkt, den Satz zu verstehen. - Doch desto freudiger schließe ich mich Deinem Schlussatz an.



Dem Ziesemann einen Schönen Osterurlaub und öntschie einen schönen Abend wünscht
Bernd
Das hast Du aber nett gesagt. Danke Bernd und gute Wünsche zurück.

Ziesemann
 
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So selten ist da ja nicht, dass unter dem Deckmäntelchen der angeblichen Wissenschaft Wahrheiten propagiert werden, die Jahre später sich als Unwahrheiten herausstellen.

Beispiel: Spinat ist gesund, weil eisenhaltig. (Später erwiesen: Da ist kaum Eisen drin und es gibt etliche andere Gemüsesorten mit größerem Eisengehalt).

Generationen von Kindern wurde aus gesundheitlichen Gründen völlig sinnlos Spinat eingetrichtert.

Pädagogen, Psychologen usw. tendieren von Hause aus zum Rechthaben und zur Untermauerung duch wissenschaftliche Thesen. Ich kann verstehen, dass man das in Frage stellt. Ohne Zweifel hat die Pädagogik, Psychologie usw. viel Licht ins Dunkle gebracht, doch ist dies kein Grund, alles ohne es zu prüfen, zu übernehmen.

Die Pädagogen sollten sich selbst erkennen (wie jeder andere sich ebenfalls selbst erkennen sollte) und die eigenen Falltüren herausfinden. Das ist ein frommer Wunsch. Nichts fällt dem Menschen schwerer, als sich wahrhaftig selbst zu erkennen.

Will man junge Menschen zu eigenständigen Denkern erziehen, ist dies meines Erachtens nicht mit dem pädagogischen Zeigefinger möglich, der wohl eher die Gegenreaktion hervorruft und die Tendenz das Gebot aus Trotz übertreten zu wollen oder nur deswegen, damit sich der Pädagoge ärgert. Aufklärung halte ich für pädagogisch wertvoll unter der Voraussetzung, dass die jungen Menschen die Bereitschaft haben, etwas zu lernen. Da sind dann Pädagogen gefragt, die Neugier wecken können und Begeisterung hervorrufen.

Mit Verboten zu arbeiten, halte ich nicht mehr für zeitgemäß.
 
@ niemand:
ich denke das absolute rauchverbot ist - wie du schon richtig dargelegt hast - unmöglich, da dies weitere verbote nach sich ziehen würde. aber hier geht es in erster linie um das rauchverbot an schulen (so zumindest der ursprüngliche erstbeitrag).

und der sinn dahinter ist, den kindern und jugendlichen das rauchen abzugewöhnen, den konsum zu verringern (was außerhalb der schule passiert kann kein lehrer beeinflussen) und vorallem diese mentalität der "rücksicht gegenüber seinen schülern "anzuerziehen"...praktisch genau das, was du so vermisst wenn dir jemand den rauch absichtlich ins gesicht pustet.
inwieweit das funktioniert oder nicht, sieht man meistens am resultat: die rauchenden schüler regen sich auf, der rest zuckt die schultern (= dran gewöhnt).

fazit: die schule kann keine vorbildfunktion (in bezug auf das rauchen-abgewöhnen) übernehmen, wenn das umfeld eben dies missachtet und entgegenwirkt.

andererseits wird ja zunehmend in öffentlichen räumen (pubs etc.) rauchverbot verhängt...was solche institutionen wie die schule nur unterstützt...ob dies ein eher verzweifelter oder richtiger ansatz der "säuberung" ist, wird sich in zukunft herausstellen.

meint
-ö-

ps.: @ bernd: danke. dir auch einen schönen abend :blume1:
 
Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden (also auch der Schule) könnte Normalität werden. Doch wieviel Zeit verbringt man dort? Genügt das, um jemanden Rücksicht beizubringen oder regt das eher dazu an, außerhalb dieser Gebäude erst recht zu rauchen?

Ich glaube, Einsicht muss freiwillig kommen. Meine Bekannten und Freunde rauchen nicht in meinem Haus. Ich würde es ihnen als gute Gastgeberin gestatten, aber sie wollen es nicht.

Bin ich dagegen in ihren 4 Wänden, so rauchen sie natürlich ohne Rücksicht auf mich zu nehmen. Das ist für mich akzeptabel, solange ich nicht körperliche Symptome aufweise (Asthmaanfall).

Klare Regeln (Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden) geben eine Grenze vor, was ich nicht für verkehrt halte. Doch ich bezweifle, dass der Sinn verstanden wird oder Jugendliche dadurch rücksichtsvoller werden.

Warum sollte man auch das Rauchen absolut verbieten, stellt es doch ein Konsummittel dar wie viele andere auch. Manchen hilft eine Zigarette bei der Konzentration. Wenn man das Rauchen in Schulen verbietet, dann müsste man auch den Verkauf von Süßigkeiten verbieten, um Übergewicht vorzubeugen.
 
niemand schrieb:
Warum sollte man auch das Rauchen absolut verbieten, stellt es doch ein Konsummittel dar wie viele andere auch. Manchen hilft eine Zigarette bei der Konzentration. Wenn man das Rauchen in Schulen verbietet, dann müsste man auch den Verkauf von Süßigkeiten verbieten, um Übergewicht vorzubeugen.
Schon eine ganze Weile verstehe ich nicht (mehr), warum man wieder und wieder den entscheidenden Unterschied zwischen Rauchen in der Öffentlichkeit und anderen Genussmitteln aufzeigen muss: Wenn andere in meiner Umgebung - ich sage es jetzt bewusst ordinär-drastisch - fressen und saufen, bleibt meine Gesundheit davon absolut untangiert; aber von einer einzigen Zigarette noch in 5 m Entfernung inhaliere ich Nikotin. - Ist denn dieser Unterschied wirklich so schwer zu verstehen?!

Ziesemann
 
Guter Rat

Lieber Ziesemann, auch ich verstehe nicht, warum man den Unterschied nicht weiter fasst. Wenn um mich herum Menschen nur Blödsinn reden, unfreundlich sind, Mobbing betreiben, dem Egoismus frönen, andere attackieren und ihnen die „Luft zum atmen nehmen“, dann fühle ich mich in meiner gesundheitlichen Entwicklung auch beeinträchtigt.

Das Heer der Depressiven, Gestrandeten und Selbstmörder würde mir eventuell dabei sogar Recht geben.

Mein Rat dabei: nehme man sich nicht so unerträglich wichtig.
 
[
QUOTE=niemand]Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden (also auch der Schule) könnte Normalität werden. Doch wieviel Zeit verbringt man dort? Genügt das, um jemanden Rücksicht beizubringen oder regt das eher dazu an, außerhalb dieser Gebäude erst recht zu rauchen?

Hallo niemand,

Es geht eigentlich hauptsächlich um Kinder und Nichtraucher, die durch passives Rauchen gesundheitlich genauso gefährdet sind wie der Raucher. Und da fragen sie mit Recht: Wie komme ich dazu?

Ich glaube, Einsicht muss freiwillig kommen. Meine Bekannten und Freunde rauchen nicht in meinem Haus. Ich würde es ihnen als gute Gastgeberin gestatten, aber sie wollen es nicht. [/QUOTE

Einsicht müsste freiwillig kommen, doch weißt Du genauso wie ich, dass es Menschen gibt, denen man die Nase auf etwas stoßen muss oder die einmal draufzahlen müssen. Zu Letzterem soll es aber nicht kommen, denn da wäre jede Einsicht bereits zu spät und die Mitraucher haben vielleicht auch bereits gesundheitliche Schäden erlitten.

Zu
Deinen Bekannten möchte ich bemerken, dass Du eine gute Gastgeberin bist, sie aber nicht so gut sind, weil sie bei ihnen zu Hause in Deiner Gegenwart rauchen ( nehme an, dass Du Nichtraucherin bist).


Bin ich dagegen in ihren 4 Wänden, so rauchen sie natürlich ohne Rücksicht auf mich zu nehmen. Das ist für mich akzeptabel, solange ich nicht körperliche Symptome aufweise (Asthmaanfall).

Würdest Du an Asthma leiden, dann würdest du bestimmt darum bitten, in Deiner Gegenwart nicht zu rauchen. Ein Asthmaanfall kann nämlich tödlich ausgehen. Und was die anderen körperlichen Symptome anlangt, ist dies nicht sofort bemerkbar. Wäre dem so, würden die Raucher bestimmt sofort zu rauchen aufhören. Krankheiten sind nämlich auch mit Schmerzen verbunden. Diese Dinge gehen schleichend vor sich.


Klare Regeln (Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden) geben eine Grenze vor, was ich nicht für verkehrt halte. Doch ich bezweifle, dass der Sinn verstanden wird oder Jugendliche dadurch rücksichtsvoller werden.

Den Sinn dieses Verbots habe ich dir zu erklären versucht. Wenn du das einsiehst, dann wirst auch du anfangen deine Bekannten aufzuklären. Den Jugendlichen muss man eben klar machen, was es mit dem Rauchen für eine Bewandtnis hat, vor allem aber dass es nicht nur dem Ausführenden sondern auch den "braven" Mitmenschen (und das vor allem Kindern) schadet.

Warum sollte man auch das Rauchen absolut verbieten, stellt es doch ein Konsummittel dar wie viele andere auch.

Richtig, aber ein schädliches.

Manchen hilft eine Zigarette bei der Konzentration.

Gerade das Gegenteil ist der Fall. Es schadet sogar dem Gedächtnis. Dazu gibt es wissenschaftliche Untersuchungen.


Wenn man das Rauchen in Schulen verbietet, dann müsste man auch den Verkauf von Süßigkeiten verbieten, um Übergewicht vorzubeugen.

Süßigkeiten können bis zu einem gewissen Grad auch gesund sein, was man bei Nikotin nicht behaupten kann. Außerdem kommt es dabei immer auf die Menge an. Beim Essen von Süßigkeiten kann ich eventuell mir selbst schaden, aber nicht den anderen, die um mich herum sind. Da gibt es doch einen kleinen Unterschied.

Liebe Niemand, du kannst mir glauben, dass ich dies nur Dir zu liebe geschrieben habe - auch für Menschen, die das zufällig lesen - damit Du verstehst, worum es eigentlich geht und du gesund bleibst. Wenn mir das gelungen ist, dann hat sich die Zeit, die ich investiert habe, gelohnt. Auf keinen Fall wollte ich belehren. Es geht hier wirklich um unsere Gesundheit.

Sei herzlichst gegrüßt

suche :blume1:
 
Gute Frage

louiz30 schrieb:
Lieber Ziesemann, auch ich verstehe nicht, warum man den Unterschied nicht weiter fasst. Wenn um mich herum Menschen nur Blödsinn reden, unfreundlich sind, Mobbing betreiben, dem Egoismus frönen, andere attackieren und ihnen die „Luft zum atmen nehmen“, dann fühle ich mich in meiner gesundheitlichen Entwicklung auch beeinträchtigt.

Mein Rat dabei: nehme man sich nicht so unerträglich wichtig.
Lieber Louiz30, ganz sicher bin ich mir nicht, ob ich Dich richtig verstanden habe. - Ich könnte aber den Unterschied all dieser traurigen Vorgänge zum Tabakkonsum ganz leicht beschreiben: Man kann diesen Kosum, sofern in Gegenwart anderer ihm gefrönt wird, unterbinden; leider aber nicht, dass Menschen mobben, unfreundlich sind, verbal attackieren und Egoisten sind, letzteres sind sie zumeist ab ovo.

Nachdenklich macht mich, ob Du evtl. mit Deiner Beschreibung auch Vorgänge hier im Forum gemeint haben könntest? Ich wähnte Dich darüber erhaben.

Dein letzter Satz ist leicht zu unterstreichen. Doch, wer wollte ihn bestreiten und damit ist er zur Handlungsorientierung unbrauchbar. Kein NR zwingt einen R, sein Laster aufzugeben, solange davon andere nicht betroffen sind. Aber R verlangen, dass man den output ihrer Sucht ertragen soll. Wer also nimmt sich wichtig?

Ziesemann
 
Ziesemann, ich bin zwar nicht über alles erhaben, aber ich bemühe mich, hinter die Dinge zu schauen. Und ja, ich nehme Beiträge ziemlich ernst und versuche auf meine Art darauf zu antworten.

„Schon eine ganze Weile verstehe ich nicht (mehr), warum man wieder und wieder den entscheidenden Unterschied zwischen Rauchen in der Öffentlichkeit und anderen Genussmitteln aufzeigen muss: Wenn andere in meiner Umgebung - ich sage es jetzt bewusst ordinär-drastisch - fressen und saufen, bleibt meine Gesundheit davon absolut untangiert; aber von einer einzigen Zigarette noch in 5 m Entfernung inhaliere ich Nikotin. - Ist denn dieser Unterschied wirklich so schwer zu verstehen?!“

Darauf ist meine Antwort gerichtet.

Vielleicht bin ich zu sensibel für deine Sprachgewohnheiten, aber wie bereits an anderer Stelle entsprechend erwähnt, benötige ich keinen Moderator und auch keinen der meint den dummen Menschen „wieder und wieder“ etwas erklären zu müssen, weil er nicht versteht, warum seine Meinung so schwer zu verstehen ist.

Und, meine Beispiel zielen genau auf solches Verhalten, ebenso wie der gute Rat.

Ziesemann, wir verstehen dich – doch wir stimmen dir nicht alle zu.
 
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louiz30 schrieb:
Ziesemann, ich bin zwar nicht über alles erhaben, aber ich bemühe mich, hinter die Dinge zu schauen. Und ja, ich nehme Beiträge ziemlich ernst und versuche auf meine Art darauf zu antworten.

„Schon eine ganze Weile verstehe ich nicht (mehr), warum man wieder und wieder den entscheidenden Unterschied zwischen Rauchen in der Öffentlichkeit und anderen Genussmitteln aufzeigen muss: Wenn andere in meiner Umgebung - ich sage es jetzt bewusst ordinär-drastisch - fressen und saufen, bleibt meine Gesundheit davon absolut untangiert; aber von einer einzigen Zigarette noch in 5 m Entfernung inhaliere ich Nikotin. - Ist denn dieser Unterschied wirklich so schwer zu verstehen?!“

Darauf ist meine Antwort gerichtet.

Die obige Antwort von mir war erkennbar nicht an Dich, sondern an jemand anders gerichtet, weil ich den Eindruck gewann, es wird immer wieder die Gleichsetzung von öffentlichem Rauchen und dem Konsum anderer Genussmittel vorgenommen.


Und, meine Beispiel zielen genau auf solches Verhalten, ebenso wie der gute Rat.

Ziesemann, wir verstehen dich – doch wir stimmen dir nicht alle zu.

Ich fürchte, ich werde eben nicht verstanden - leider auch nicht von Dir. Du schreibst "wir". Darf ich fragen, in wessen Namen Du sprichst - vielleicht außer dem der Raucher? - Und für die Frage der Schädlichkeit des Rauchens auch für den passiv Betroffenen bedarf es keiner Zustimmung, so wenig wie ich Akklamation benötige, wenn ich behaupte, dass 2+2 = 4 ist.


Eine Frage aber bitte ich Dich fairerweise noch zu beantworten, wenn Du nicht möchtest, dass ich mich als von Dir beleidigt fühle: Aber ich ich je irgendwen gemobbt -gar Dich? Habe ich Dich je attackiert? Habe ich je irgendwen hier mit irgendeinem Wort beleidigt, gar Dich? Bitte um Antwort!

Gut, dass ich mir bald mal einen Urlaub vom Forum verordnet habe.

Ziesemann

PS: Nachdenkliche Nach-Frage: Könnte es sein, dass Deine Sensibilität von einer persönlichen Betroffenheit herrührt, weil Du selbst dem Rauchen huldigst und davon gegen Deinen Wunsch nicht los kommst? Auch nur eine Frage
 
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