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Nichtraucherschutz in Österreich ?

AW: Nichtraucherschutz in Österreich ?

Alkohol und Nikotin rafft die halbe Menschheit hin,
doch ohne Schnaps und Rauch stirbt die andre Hälfte auch. ;)

Ja, das Leben ist tödlich und nicht nur das Rauchen.

Wenn man den Menschen perfekt schützen will, muss man ihn in eine abgeschirmte Zelle sperren und ihn intravinös versorgen.
schön dann vegetiert er vieleicht sein ganzen leben lang dahin, aber dafür vielleicht für 150 jahre. toll, dann lohnt sich das ja.

das witzige ist nur, wenn man bei einer veranstaltung dabei ist wo zb. 3 Säle nichtraucher sind, und ein Kammerl für Raucher, und nach kurzer Zeit quetschen sich ALLE leute im kleinen Kammerl, und die Säle sind fast leer.

Vor allem kommen dann die Nicht raucher auch mit ins raucher kammerl..

Ich bin froh dass ich noch in Lokalen rauchen kann, ich brauch mir nicht jeden Schmarrn vorschreiben lassen.
Und im Restaurant fragt man natürlich die Begleiter am Tisch ob es stört zu rauchen, da ist das doch nicht so schwer. Und erzählt mir nicht dass es von nebentisch auch rüberraucht, das gespühr kann man ja wirklich auch übertreiben. Wenn die Luft in diesem Etablissement so abgestanden ist, sollten sie vielleicht die Räumlichkeiten wechseln, und ein Lokal nach ihrem geschmack wählen.

Ich halte die Nichtraucher Gesetze nicht für vortschrittlich, sondern einfach nur für freiheitsberaubend.

mfg etepetete
 
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AW: Nichtraucherschutz in Österreich ?

Betrunkener Autofahrer raste in Fußgängergruppe. 3 Tote


Warum gibt es eigentlich kein "Antialkoholikerschutzgesetz"?
Müßte nicht auch auf jeder Bierflasche stehen:

Alkohol gefährdet ihre Gesundheit
Alkohol schadet ihrem ungeborenen Kind
Alkohol kann tödlich sein
Alkohol gefährdet nicht nur sie, sondern auch ihre Mitmenschen

Das wundert mich schon, daß es das nicht gibt.
Das Antialkoholikeschutzgesetz.

lg.Eule
 
AW: Nichtraucherschutz in Österreich ?

Alkohol ist in gewissem Maß gesundheitsfördernd, Nikotin nicht.

Tabak ist ein mildes Abführmittel und ziemlich sicher magenschonender als alle andern Abführmittel, die man als Pille schluckt. Und auch beim Tabak gilt: es ist die Menge, die das Gift macht.

Und wenn wir schon bei den Verboten sind: es ist schon mehr als hundert Jahre lang niemand auf die Idee gekommen, Schokolade und Kaffee verbieten zu wollen, wärs da nicht auch wieder langsam an der Zeit? Vor allem die Kaffeesucht in den Büros Europas ist erschreckend.

grüsse, barbara
 
AW: Nichtraucherschutz in Österreich ?

Alkohol ist in gewissem Maß gesundheitsfördernd, Nikotin nicht.

Irrtum lieber Nachmittagsphantast. Es gibt auch Medikamente mit dem Wirkstoff Nikotin. Wie bei jeder Droge kommt es auf die Dosierung an, ob sie krank macht, oder heilt.
Nicht das Nikotin in der Zigarette ist gesundheitsschädlich, sondern die Rauchinhaltsstoffe. Nikotin pur hat absolut keine krankmachende Wirkung.

lg.Eule
 
AW: Nichtraucherschutz in Österreich ?

Nicht das Nikotin in der Zigarette ist gesundheitsschädlich, sondern die Rauchinhaltsstoffe.

Und die gehen mit- und untereinander immerhin ca. 4000 verschiedene, toxische Verbindungen ein. Grund genug das Rauchen zu lassen.

LG raban
 
AW: Nichtraucherschutz in Österreich ?

Ich halte die Nichtraucher Gesetze nicht für vortschrittlich, sondern einfach nur für freiheitsberaubend.

Jaja, der Geschmack der Freiheit in der großen weiten Welt, woher wohl diese Metapher stammt ?...:reden:..ein Schelm, wer dabei Böses denkt !!!

Freiheitsraubend war bisher die Ignoranz der Raucher, die die Nichtraucher passiv haben mitrauchen lassen- besonders tragisch wird es, wenn Kinder den Qualm ihrer rauchenden Eltern im Auto ertragen müssen...:haare:

Es IST ein Fortschritt, wenn endlich Nichtraucher mehr geschützt werden, übrigens auf Verlangen der Deutschen Krebshilfe, weil meist in Diskussionen der Regierung der Vorwurf der Willkür unterbreitet wird.


LG raban
 
AW: Nichtraucherschutz in Österreich ?

Als Gastwirtin muss ich mich wohl oder übel mit dem Rauchthema befassen. Wir hatten in Österreich probeweise für ein Jahr diese Selbstverpflichtung.
Ich hatte damals in meinem Lokal folgende Regelung gefunden, welche sich sehr gut bewährte.

Sehr geehrte Gäste!

Wir sind verpflichtet 40% der Sitzplätze Nichtrauchern zur Verfügung zu stellen.

Wir wollen niemand benachteiligen
und haben uns folgende Regeln ausgedacht:
Im Saal sind an den geraden Tagen die rechte Seite
und an ungeraden Tagen die Fensterseite Nichtraucherplätze.
Bei Familienfeiern und Begräbnissen,
ersuchen wir Sie eine rücksichtsvolle individuelle Lösung anzustreben.
Wochenende und Feiertage
ist das Stüberl für Nichtraucher reserviert
In der Gaststube besteht die Möglichkeit zu rauchen.
Herzlichen Dank

Ich werde diese Regelung auch bei Gesetzesänderung beibehalten.

Folgende Erläuterung:
Ich kann mir keine teuren Umbauarbeiten leisten. Nach der allerneuesten Gesetzesregelung bin ich aber mit mehr als 80 m² dazu verpflichtet. Ich brauche meine Räume flexibel. Wer möchte wirklich, dass bei seiner Hochzeit ein Teil der Gäste in einem Schutzraum untergebracht ist?
Raucher oder Nichtraucher vor die Tür zu stellen ist nicht Sinn und Zweck eines Gastgewerbebetriebes.
Niemand geht mehr in ein Gasthaus nur um seinen Hunger zu stillen. Gäste haben verschiedene Bedürfnisse unter anderem erwarten sie sich auch Geselligkeit. Alleine vor dem Fernseher zu speisen ist auf Dauer ziemlich unbefriedigend. Geselligkeit hinter einer Nichtraucherglaswand erinnert mich an ein Gefängnis.
Ich kann und will es mir auch nicht leisten eine Gruppe von 20 oder 30 Gästen abzuweisen, weil zufällig nur Nichtraucherplätze oder Raucherplätze frei sind.

Ich bin ebenfalls eine Gegnerin von Klimaanlagen. Diese sind eine Gesundheitsgefährdung. Mein Lokal hat Fester zum öffnen. Eine ziemlich alte, einfache, leichte, energiesparsame Methode der Frischluftzufuhr.
Eine Klimaanlage ist ein scheinbarer Komfort, wenn am nächsten Tag das Halsweh kommt.

Mein Servicepersonal sind alle Raucherinnen, meine Familie und ich Nichtraucher. Eine Kellnerin hätte nicht zu arbeiten begonnen, wenn sie nicht rauchen darf. Soviel zum Arbeitsnehmerinnenschutz.
Durch die öffentliche Diskussion hat sich das Verhalten von 90% der Raucher sehr verändert. Sie sind rücksichtsvoller und fragen immer öfters ob geraucht werden darf und wo. Die militantesten Nichtraucher sind die ehemaligen Raucher. Bei denen ist auch die Rückfallquote am höchsten. Dauerhafte ehemalige Raucher sind wesentlich toleranter beim Durchsetzen des Nichtraucherschutzes.

Jeder Raucher weiß, dass Rauchen nicht die Gesundheit fördert sowie Dicke Menschen wissen dass Fettkonsum kein Mittel ist um abzunehmen.
Zum neuen Nichtrauchergesetz sei angemerkt. Ich halte es für ziemlich lächerlich gut sichtbare Warnhinweise in der Raucherzone anzubringen. Wenn schon die riesige Hinweisschilder welche den Weg zum WC weisen nicht gefunden werden.
Ich habe Menschen auf der Lungenstation gesehen, Menschen deren Angehörige Lungenkrebs haben, Lungenkrebspatienten im Endstadium die rauchen. Welchen Sinn hat da ein Hinweis oder Verbotsschild? Es tut zumindest nicht weh

Viele Menschen (Raucher und Nichtraucher) empfinden die Nichtraucherschutzkampagne als Bevormundung und als „Beschäftigungspolitk“ man beschäftigt das Volk mit einem Problem um es von der schlechten Politik und der schiefen Wirtschaftslage abzulenken.
 
AW: Nichtraucherschutz in Österreich ?

Hallo Akelei,

Du schreibst:
Die militantesten Nichtraucher sind die ehemaligen Raucher. Bei denen ist auch die Rückfallquote am höchsten. Dauerhafte ehemalige Raucher sind wesentlich toleranter beim Durchsetzen des Nichtraucherschutzes.

Zunächst einmal muß ich feststellen, daß es keine "militanten Nichtraucher" gibt- dies ist eine bösartige Formulierung, die leider oftmals aus Verlegenheit eingesetzt wird, um Menschen, die völlig zurecht das Rauchen ablehnen, zu diffamieren. Außerdem ist Dein zweiter Satz IN sich unlogisch, weil eben Raucher NICHT tolerant sind. Wären sie es tatsächlich, würden sie aus Rücksicht eben NICHT in geschlossenen Räumen rauchen. Und schon hättest auch DU als nichtrauchende Gastwirtin weniger Probleme. Übrigens eine merkwürdige Toleranz, die da von Nichtrauchern eingefordert wird und bisher stets wurde: sie haben gefälligst SO tolerant zu sein und andachtsvoll das Passivrauchen zu erdulden...:haare:

Viele Menschen (Raucher und Nichtraucher) empfinden die Nichtraucherschutzkampagne als Bevormundung und als „Beschäftigungspolitk“ man beschäftigt das Volk mit einem Problem um es von der schlechten Politik und der schiefen Wirtschaftslage abzulenken.

Wie ich schon schrieb, es war zumindest hier in Deutschland die "Deutsche Krebshilfe", die die Nichtrauchergesetze einforderte, und zwar schon sehr lange. Die Politik hat dem nur endlich stattgegeben.
Trotzdem bin ich auch der Meinung, soll es doch klare "Raucher und Nichtraucherkneipen" geben, dann wäre die Sache mit der Bevormundung vom Tisch. In New York klappt das mit dem Nichtraucherschutz übrigens hervorragend.

LG raban
 
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AW: Nichtraucherschutz in Österreich ?

Ändert „ militante“ Nichtraucher in „aggressive“ Nichtraucher um. Danke für den Hinweis.


Alkoholkranke Menschen, oder drogenabhängige Menschen können nur lernen mit ihrer Sucht umzugehen.
Wenn das Rauchen eine Sucht ist, dann sind die ehemaligen Raucher noch keine Nichtraucher. Das würde bedeuten sie befinden sich in einer Rauchpause. So eine Pause kann natürlich ein Leben lang andauern. Daher nenne ich sie dauerhafte ehemalige Raucher.

Wien ist anders, Wien ist nicht New York.
Die Tabakwerbung hat jahrzehntelang das Wort und das Gefühl „Freiheit“ zu ihren Zwecken missbraucht. Daher verbinden unbewusst viele Raucher Gesetzesmaßnahmen zum Schutze der Nichtraucher als „Freiheitsberaubung“
Wie bei jedem emotional hochgeschaukeltem Thema wird von beiden Seiten mit Ängsten gearbeitet. Zum Beispiel die Angst etwas zu verlieren.

Das Konzept von Nichtraucherlokalen hat es immer gegeben, auch die Möglichkeit Nichtraucherlokale zu eröffnen. Bei uns in Österreich war es nie verboten ein Nichtraucherlokal zu eröffnen. Sie erwiesen sich nur in der Vergangenheit als wirtschaftlicher Flop. Die Zeiten haben sich gewiss für Nichtraucherlokale geändert. Ich würde mir vom wirtschaftlichen Standpunkt heute keines eröffnen trauen.
 
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