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Wie steht ihr zu Homöopathie und Placeboeffekt?

Wäre dem tatsächlich so, müsste man das nicht. Insofern widersprichst du dir hier selbst.

Die Medizin ist die Wissenschaft vom gesunden und kranken Menschen. Verbindet man mit dem Wissenschaftsbegriff ganz allgemein einen Erkenntnisgewinn anhand von empirischer Forschung (was im Einzelnen natürlich methodisch zergliedert und in sich kritisch beleuchtet werden kann und muss), dann ist es fraglos so, dass Medizin eben diesen Grundanspruch verkörpert.

Vor diesem Hintergrund ist es leicht zu erkennen, dass es keine Alternativmedizin in diesem Sinne geben kann. Es gibt ja auch keine alternative Wissenschaft, das wäre dann - wie schon gesagt - eine Pseudowissenschaft. Trotzdem - und darin stimmen wir überein - sind diese Begriffe etabliert und stoßen in weiten Teilen der Bevölkerung auf Zustimmung und dies obendrein völlig kritiklos. Das musste ich schließlich selbst am Beispiel meiner Mutter leidvoll erfahren.

Aus diesem Grund weise ich darauf hin, dass es nur eine Medizin gibt und alles andere keine ist, sondern sich fälschlich so bezeichnet. Auch wenn das am Ende nur vereinzelte Leser nachvollziehen können oder möchten, so ist das mir dennoch jeden Buchstaben wert, den ich hier in diesem Sinne niederschreibe.
 
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Die Medizin ist die Wissenschaft vom gesunden und kranken Menschen.
"Das Wort Wissenschaft (mittelhochdeutsch wizzen[t]schaft beinhaltet Wissen, Vorwissen, Genehmigung; lateinisch scientia)<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaft#cite_note-1"><span>[</span>1<span>]</span></a> bezeichnet die Gesamtheit des menschlichen Wissens, der Erkenntnisse und der Erfahrungen einer Zeitepoche, welche systematisch erweitert, gesammelt, aufbewahrt, gelehrt und tradiert wird.<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaft#cite_note-2" title=""><span>[</span>2<span>]</span></a>"
Aus https://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaft
Da steht nichts von "modernen wissenschaftlichen Standards".
Und weiters steht dort
"Die Frage, was Wissenschaft ist und wie sie sich von anderen Bereichen menschlichen Handelns und menschlicher Errungenschaften unterscheidet, ist seit langem ein Gegenstand der Wissenschaftsphilosophie. Eine genaue und allgemein akzeptierte Definition findet sich in der Literatur nicht. Insbesondere das Abgrenzungsproblem, auch Demarkationsproblem genannt, welches die Abgrenzung von Wissenschaft gegenüber Pseudowissenschaft und Nichtwissenschaft beinhaltet, gilt nicht als abschließend geklärt. Einige Aspekte der Charakterisierung von Wissenschaft sind im Folgenden genannt....."
Bezüglich Medizin steht in https://de.wikipedia.org/wiki/Medizin
"In diesem umfassenden Sinn ist Medizin die Lehre vom gesunden und kranken Lebewesen."

Also, selbst dein inhaltlicher Anspruch, deine vorgebrachte Definition wäre die 'eine richtige' ist unbegründet.
Verbindet man mit dem Wissenschaftsbegriff ganz allgemein einen Erkenntnisgewinn anhand von empirischer Forschung (was im Einzelnen natürlich methodisch zergliedert und in sich kritisch beleuchtet werden kann und muss), dann ist es fraglos so, dass Medizin eben diesen Grundanspruch verkörpert.
Das trifft ja beispielsweise auch für die Homöopathie zu. Alternativmedizin besteht nicht ausschließlich aus (gar betrügerischer) Scharlatanerie, auch wenn manch Erklärungsversuche hanebüchen sein mögen.
Vor diesem Hintergrund ist es leicht zu erkennen, dass es keine Alternativmedizin in diesem Sinne geben kann.
Und doch gibt es diesen Begriff und schon alleine aus der Begrifflichkeit definiert sich Alternativmedizin als Medizin, wie ich in besagtem Posting auch belegt hatte. Was du hier darlegst ist lediglich, dass Alternativmedizin nicht den Ansprüchen der Schulmedizin genügt, und da ist zweifellos richtig und hat meiner Ansicht auch niemand bestritten.
Es gibt ja auch keine alternative Wissenschaft, das wäre dann - wie schon gesagt - eine Pseudowissenschaft.
Aber es gibt nun einmal eine Alternativmedizin und wie gesagt ist diese Begrifflich eine Medizin mit dem Attribut 'alternativ' sowie Alternativantriebe eben auch Antriebe sind mit dem Attribut 'alternativ'.
Ergo, die Frage ist eine sprachwissenschaftliche und keine humanwissenschaftliche, und die Sprachwissenschaft liefert eine eindeutige Antwort, die dir aber nicht gefällt. Was aber an ihrer Richtigkeit nichts ändert.
Trotzdem - und darin stimmen wir überein - sind diese Begriffe etabliert und stoßen in weiten Teilen der Bevölkerung auf Zustimmung und dies obendrein völlig kritiklos. Das musste ich schließlich selbst am Beispiel meiner Mutter leidvoll erfahren.
Die sprachliche Definition der Alternativmedizin als Medizin beinhaltet keinerlei Aussage über ihre inhaltliche Qualität. Darauf habe ich zu Beginn auch hingewiesen.
Aus diesem Grund weise ich darauf hin, dass es nur eine Medizin gibt und alles andere keine ist, sondern sich fälschlich so bezeichnet.
Das ist deine Privatmeinung, die du aber bislang nicht ausreichend begründet hast. Inhaltlich willst du sagen, dass Alternativmedizin keine Schulmedizin ist (worin ich dir zustimme), lediglich mit den benutzten Begrifflichkeiten kommst du hier durcheinander.
Auch wenn das am Ende nur vereinzelte Leser nachvollziehen können oder möchten, so ist das mir dennoch jeden Buchstaben wert, den ich hier in diesem Sinne niederschreibe.
Angesichts deiner Erfahrungen ist deine momentane Motivation sehr verständlich.
Vielleicht ist es dir ein Trost, dass jene, die fest an Scharlatanerie glauben, zwar dadurch in der Regel keinen 'realen' medizinischen Nutzen haben, aber zumindest Hoffnung und Trost. So wie auch Religionen es vermögen. Jemand, der bis zum Ende fest daran glaubt, dass ihn das Paradies erwartet oder dass ihn die Scharlatanerie heilen wird, ist bis um Ende voller Hoffnung - und wenn es von außen betrachtet bewiesen ist, dass dem auch in diesem Fall nicht so ist, dann ist der Betreffende nicht mehr am Leben und bekommt davon nichts mehr mit.
 
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Aus diesem Grund weise ich darauf hin, dass es nur eine Medizin gibt und alles andere keine ist, sondern sich fälschlich so bezeichnet. Auch wenn das am Ende nur vereinzelte Leser nachvollziehen können oder möchten, so ist das mir dennoch jeden Buchstaben wert, den ich hier in diesem Sinne niederschreibe.
Ja, es ist offensichtlich dass sich die Betrüger der Homöopathie und ähnlichem Humbugs sich das Label "Medizin" geben möchten. Eben weil die Medizin im Gegensatz zu ihrem Betrug tatsächlich funktioniert. Das sind eben Trittbrettfahrer, die vom unglaublichen Erfolg der Medizin und natürlich vor allem auch vom unglaublichen Markt der Medizinprodukte profitieren möchten. Betrüger eben. Ein passender Vergleich ist eigentlich die Bezeichnung der "alternativen Fakten", dem Unwort aus dem Jahr 2017, die sich eben gerade daraus auszeichnen, dass sie eine Fakten sind.
 
Da steht nichts von "modernen wissenschaftlichen Standards".
...
Was du hier darlegst ist lediglich, dass Alternativmedizin nicht den Ansprüchen der Schulmedizin genügt, und da ist zweifellos richtig und hat meiner Ansicht auch niemand bestritten.

Da steht aber etwas von den "Erfahrungen und Erkenntnissen einer Zeitepoche". Insofern ziehe ich den heutigen (zeitgemäßen) Wissenschaftsbegriff heran und dieser basiert auf modernen wissenschaftlichen Standards.

Medizin bezieht sich direkt auf diese Wissenschaft und nicht mehr oder weniger sage ich. Das reicht aber auch vollkommen aus, dass deutlich wird, weshalb es keine Medizin ohne diese Anbindung an Wissenschaftlichkeit geben kann. Das ist nicht widersprüchlich, wie du mir fortwährend unterstellen möchtest, sondern folgerichtig.

Daher gibt es weder die Alternativmedizin in einem inhaltlichen Sinne und auch keine Schulmedizin, das sind lediglich Begriffskonstrukte, die einst eingeführt und aus den unterschiedlichsten (pragmatischen) Gründen beibehalten wurden. Es gibt viele Begriffe, die nicht das sind, was sie vorzugeben meinen oder scheinen.

Die Homöopathie versucht natürlich, ihren Status als Pseudowissenschaft zu bestreiten und durch Studien den Eindruck zu erwecken, man betreibe ernsthafte und relevante Forschung in einem wissenschaftlichen Sinne. Diese Studien sind aber - da gibt es zahlreiche Untersuchungen - durch die Bank unseriös und entsprechen modernen wissenschaftlichen Standards nicht. Es bleibt somit beim Status der Pseudowissenschaft. Dass dennoch viele Menschen der Homöopathie zugeneigt sind und darin mehr sehen, als sie ist, sei unbestritten. Das macht sie aber nicht zur Wissenschaft und wertet sie inhaltlich keinesfalls auf. Dasselbe trifft für alle anderen Alternativen zur Medizin zu.
 
Auch mit der allerwissenschaftlichsten wissenschaftlichen Medizin gibt es keine Garantie auf ein gesundes langes Leben. Ich kenne einige, die damit gesegnet sind, ganz ohne Medizin.

Mitunter verkürzt diese Medizin sogar das Leben, wenn z.B. jemand bei der dritten Herzkatheteruntersuchung oder an Krankenhauskeimen stirbt. Oft verlängert sie das Leben, bei beschissener Lebensqualität.

Mein Fazit: Eine lukrative Branche, die überschätzt wird.
 
Ein passender Vergleich ist eigentlich die Bezeichnung der "alternativen Fakten", dem Unwort aus dem Jahr 2017, die sich eben gerade daraus auszeichnen, dass sie eine Fakten sind.
Ist kein passender Vergleich, da "alternative Fakten" inhaltlich keine Fakten sind, "alternative Medizin" jedoch schon Medizin.
Auch gibt es kein passendes Analogon zur Schuldmedizin.
 
Auch mit der allerwissenschaftlichsten wissenschaftlichen Medizin gibt es keine Garantie auf ein gesundes langes Leben. Ich kenne einige, die damit gesegnet sind, ganz ohne Medizin.
Soweit richtig.
Mitunter verkürzt diese Medizin sogar das Leben, wenn z.B. jemand bei der dritten Herzkatheteruntersuchung oder an Krankenhauskeimen stirbt. Oft verlängert sie das Leben, bei beschissener Lebensqualität.
"Mitunter" heißt "in Ausnahmefällen". So wie auch Sport, Freunde zu haben oder sich zu waschen in Ausnahmefällen das Leben verkürzen kann.
Daraus abzuleiten, dass man daher davon Abstand nehmen solle, ist dummdreist.
Mein Fazit: Eine lukrative Branche, die überschätzt wird.
Eine lukrative Branche einer bösen Elite, schon klar. Dein übliches Geschwurbel, und eine böse Elite wolltest du ja üüüüüüüüüüüüüüüüberhaupt nicht implizieren, genau.
 
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... Eine lukrative Branche einer bösen Elite, schon klar. Dein übliches Geschwurbel, und eine böse Elite wolltest du ja üüüüüüüüüüüüüüüüberhaupt nicht implizieren, genau.
Was Du nur immer mit "bösen Eliten" hast, alter Verschwörungstheoretiker. :lachen:

Aber o.k. als Krankenpflegehelfer bist Du natürlich überzeugt, vom Krankheitssystem. ;)
 
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