FritzR
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AW: was ist der unterschied zwischen Protestantismus und Katholizismus
Nun, zunächst einmal eine Richtigstellung.
1728 trat Rousseau als Sechzehnjähriger in Turin zur katholischen Kirche über. Vermutlich konnte er so leichter Anstellungen bei Turiner Adelsfamilien bekommen. Er war bei mehreren als Lakai tätig.
Als Calvinist hat man in Italien eben keine gute Karten.
Im Jahr darauf versuchte er Priester zu werden, lief aber bald wieder aus dem Priesterseminar davon.
Was soll man von den Entschlüssen eines Halbwüchsigen halten? Und gar auf dessen Überzeugungen schließen?
1754 ließ er sich wieder in die calvinistische Kirche aufnehmen. Da lebte er wieder in Genf. Also wieder ein ganz praktischer Grund. Als Katholik hatte man in Genf eben keine guten Karten.
Es fand auch Heinrich IV.: "Paris ist eine Messe wert!"
Auch Heine glaubte als Getaufter besser zu reüssieren. Und wurde enttäuscht.
Auch Mahler ließ sich taufen und kam doch nicht als Dirigent nach Bayreuth.
Keine philosophosche oder theologische Gründe, sondern menschlich-allzumenschliches und irdisches Kalkül.
Gruß Fritz
eine diskussion die ich heute geführt hat...entstand über Rousseau..er war Calvinist und ist später in seinem Leben Katholik geworden. was könnten die beweggründe für jemanden sien, sich dem katholizimus zuzuwenden.
was sagt ihr dazu?
Nun, zunächst einmal eine Richtigstellung.
1728 trat Rousseau als Sechzehnjähriger in Turin zur katholischen Kirche über. Vermutlich konnte er so leichter Anstellungen bei Turiner Adelsfamilien bekommen. Er war bei mehreren als Lakai tätig.
Als Calvinist hat man in Italien eben keine gute Karten.
Im Jahr darauf versuchte er Priester zu werden, lief aber bald wieder aus dem Priesterseminar davon.
Was soll man von den Entschlüssen eines Halbwüchsigen halten? Und gar auf dessen Überzeugungen schließen?
1754 ließ er sich wieder in die calvinistische Kirche aufnehmen. Da lebte er wieder in Genf. Also wieder ein ganz praktischer Grund. Als Katholik hatte man in Genf eben keine guten Karten.
Es fand auch Heinrich IV.: "Paris ist eine Messe wert!"
Auch Heine glaubte als Getaufter besser zu reüssieren. Und wurde enttäuscht.
Auch Mahler ließ sich taufen und kam doch nicht als Dirigent nach Bayreuth.
Keine philosophosche oder theologische Gründe, sondern menschlich-allzumenschliches und irdisches Kalkül.
Gruß Fritz

Oh! Erst jetzt merke ich, dass dies ein wiederbelebter Faden ist.




