EmmyBy
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Ungeeignet heißt ja nur es gibt bessere Wege. Jede Woche kommt eine neue Studie zu irgendeinem Lebensmittel raus. Wenn man das so strikt nimmt, würde man nicht viel essen dürfen.Nach dem Standpunkt der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), immerhin Deutschlands höchstes Gremium der Ernährungswissenschaften, gilt eine vegane Ernährung für Kinder und Heranwachsende als ungeeignet.
Gibt ja durchaus auch das andere Extrem - wenn Eltern ihre Kinder mit Fast Foot und TK-Ware durchfüttern, ist das auch nicht unbedingt geeignet. Hochverarbeitete Lebensmittel ebenfalls.
Daher wären eben beide Extreme nicht die beste Wahl.
Mh, ja teilweise. Da tu ich mir schwer. Du hast natürlich Recht. Was mir aber besonders auf die Nerven geht bei der Ernährung, es wird auch oft zu sehr in die Höhe gehoben. Schon gar als Kunst verkauft. Kann es sicherlich sein aber es ist eher nicht der Zugang der Allgemeinheit. In der Regel ist es einfach nur Energieaufnahme und daran ist nichts verkehrt. Natürlich hat es auch hin und wieder etwas mit sozialen Kontakten oder gar Kultur zu tun. Aber das geht schon sehr weit über den eigentlichen Sinn hinaus. Essen ist eine Notwenigkeit, das muss man nicht kompliziert machen.Außerdem ... beim Essen geht es schließlich nicht nur um die Ernährung, es wäre ja auch armselig, wäre es so. Es geht beim Essen auch um die Kultur und das soziale Leben. Zwingt man seinen Kindern einen veganen Lebensstil auf, dann nimmt man ihnen auch einen Teil dessen.
Dürfen sie dann auch nicht auf den Kindergeburtstag, nur weil es da Wiener Würschtel gibt?
Und genau da gehts dann in Richtung Sekte. Wenn ich da nicht mehr drüber hinwegsehen kann, dann wird es gefährlich. Da biegen wir dann schon zur Radikalisierung ab.
Muss ich nicht, habe Religionswissenschaft studiertAber schauen wir doch einmal, wie Wikipedia den Begriff "Sekte" definiert:
Ja, das kann ich verstehen, da bist du in guter Gesellschaft. Da trifft auf dich eben auch die negative Konnotation voll zu.Mir fällt zu "Sekte" eher "Sektierer" ein: Man grenzt sich ab, idealerweise auch dadurch, das man sich mit einer ggf. als "verdorben" angesehenen Allgemeinheit möglichst gar nicht mehr erst abgibt. Die meisten Veganer sind sicherlich tolerant, solange sie nicht ausgegrenzt werden. Familäre Dramen gibt es hier & da aber auch schon mal. Und dies nicht etwa deshalb, weil beim Verwandtentreffen Veganer auf den Salatteller reduziert würden, sondern weil es da jemand nicht verkraftet, dass andere Fleisch essen.
Also kommt er/sie gar nicht erst - und macht sich selbst zum Sektierer.
Eine Sekte beschreibt im Grunde nur eine kleine religiöse Gruppe. Das sagt noch nicht über deren Verhalten aus. Man kann durchaus einer kleinen Gruppe angehören und nicht ständig den drang verspüren zu missionieren. Und im Grunde geht es ja genau darum. Wir können mit Veganern leben, müssen uns aber nicht ständig missionieren lassen. Sollten aber dann im Gegenzug auch Schmähungen oder gut gemeinte Ratschläge mal stecken lassen. Dann vertragen sich alle etwas besser (hoffentlich). Aber ich bin mir sicher, man findet schnell wieder etwas, über das man streiten kann