"Große Leiden (machen) alle kleineren gänzlich unfühlbar ... und umgekehrt,
bei Abwesenheit großer Leiden (quälen und verstimmen uns) selbst die kleinsten Unanehmlichkeiten."
Wenn du kräftiges Zahnweh hast, ist das schlimm. Du vergißt es aber völlig, wenn drei große Jagdhunde über dich herfallen.
Dies erklärt allerdings nur den ersten Teil des Spruches.
Der zweite Teil bleibt dabei völlig im Dunkeln und wie mit diesen kleinen Quälereien und Verstimmungen umgegangen werden kann, vor allen Dingen dann, wenn noch ein großes Leiden auf seine Heilung wartet?
siehe oben!
ich habe gehört das oft problematische kinder die in einer destruktive umgebung aufwuchsen, im durchschnitt besser mit schwierigen situation umgingen, verarbeiteten als andere.
Würde dies zutreffen?
Ist doch logisch, sie sind eingeübt in Katastrophen und haben sie überlebt.
Wie kann man das psychisch erklären?
Mit der Macht der Gewohnheit. Sie suchen die Situationen wieder auf, die um sie gnadenlos überfordert haben und suchen sie erneut zu ihrem Vorteil zu lösen. Das Problem ist nur, dass so ein Kind im Erwachsenenleben auf ähnliche Menschen trifft, so haben wir vor lauter gewinnen wollen nur gelernt uns gegenseitig zu bekämpfen.
Jede Menge!

Für mich ist es allerdings interessanter geworden mit Menschen mit ähnlichem Schicksal einzuüben die gegenseitigen Verletzungen aufzudecken und zur Heilung zu bringen. Da gibt es noch sehr viel Widerstand und viele kleine Verletzungen.

rg