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Plotin's Gedanken

Träume
die wenn überhaupt etwas...
dann nur Verheißung

Wehe dem
der sie zu deuten wagt

Eine Erinnerung
ein Im-Puls
eine Vor-Ahnung

Bilder a priori
die in uns wohnen

Sterbender Schwan werden
oder Flugfisch...
im Wolkenmeer

Verheißung
die wenn überhaupt etwas...
dann nur Träume

plotin​
 
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Das Leid… die Lieder
kein Wind vermochte es…
sie zu vertragen.

Sie blieben zwischen
den Mauern...
zerbrachen
unter der Last
hochragender Brillenberge
und Zöpfen die...
wie Wolle zu Ballen gebunden.

In den Lagerhäusern
verblasst die Schrift
auf Koffern und Körben
nur das Gold
leuchtet umso heller
in der Schweiz!

Auf dem Weg noch spielten
an der Hand die Knaben.

Wo bliebst du…
Elias?

plotin​
 
Kaum
schlossen sich die Türen
lagen die gerade
reparierten Träume
schon wieder
als Trümmerfeld vor uns.

Es blieb die Flucht
vor unseren Blicken
die wir einst sandten und…
mahnend die Fragen.

Wie war das… Vater?
Sprich… Mutter!

Schweigen
wo reden geboten
summierte sich zu blassen Filmen
zu einem Kino ohne Ton…
dass wir mit unseren Daumen
nicht zu stoppen wagten.

Auf die lange Dürre
folgten Regenzeiten…

die unsere Fragen fortspülten
und alles mit ihnen.

plotin

 
Eingespannt zwischen
Atlas und dem fünften Rad
am Großen Wagen...
fremden Zwecken untertan
ein Leben lang für Lohn
der eine Illusion nur ist.
Dem Wagen gleich
der seine Bahnen zieht
von Freiheit träumt
und doch nichts weiter ist
als schöner Sternenschein
im kalten Nichts.

plotin​
 
Es hat Dir nicht an Mut gefehlt
als die Pappeln an der Seine
Dir über den Kopf gewachsen sind.

Dein Herzland war...
aschfarben wie Sulamith´s Haar
...lange schon
vor Deinem Wassergrab zerbrochen.

Weggesunken und
den Pulsschlag mitgenommen.

Nichts dichtete mehr in Dir
vom Zuviel war die Rede…
lichtlos und ohne Sterne
Dein letzter Gang.

plotin​
 
Vierzig mal zu oft
gesagt
den Wunsch
und hundertmal
zu wenig…
zwischen den Zeiten
allen geglaubt
die Dich schüttelten.

(Wahrheit gegen Luftwurzeln getauscht)

Stille kommt
aus Gold wird Blech
und Du
den Kopf ausgeschaltet
vertreibst die Angst mit Rauch
und atmest zu oft...
den Hauch
von wilden Lebensformen.

plotin​
 
Abnehmende Kälte
atemstill.

Blindlinks rot ich
aus getränkten tagen…
noch hält das Eis

Tauwetter wäre
Untergang.

plotin​
 
5 Uhr 20...
im Schlachthof glänzen die Kacheln.

Der Abdecker in Gummistiefeln
raucht seine Roten...
die verschwielten Hände... rachitisch
fischen Verse aus den Lachen.

Er träumt von Parallelzeit
und dass eine ungeöffnete Frau
etwas in sein Ohr flüstert:

Du bist Herr all dieser leeren Augen.

Die Zigarette schmeckt nicht mehr…
zu viele waren es wieder.

Er hat sich etwas Nacken
in Packpapier gewickelt
und zur Seite gelegt.

Um 7 Uhr ist Schicht.

plotin​
 
Ich blick durch ein Fenster
weichgezeichnet hinter Schleiern
sitzt jemand unter der gerahmten Zeit...
so als sei er schon tot.

Kürzlich erst schrieb mir einer auf die Rückenhaut
ich versuchte die Worte zu erraten
nun sehe ich sie zu Füßen liegen
in winzigen Körben...

...wie Katzen ohne Augen
die das Feuer spüren.

In Spiegelschrift gesellt sich
ein aussortierter Artist zu mir.

Mit stark gegerbter Netzhaut...
tätowierten Sprunggelenken
und baskischen Zungenschlag
spricht er... er lebt nicht schlecht
und bietet mir seinen Husten an.

Ich klopfe ans Glas
der Raum zerfällt zu Asche
und der Artist fragt...
ob er mir Verse
aus dem Rücken schneiden darf?

Ich nicke
und während er schneidet
sage ich...

wussten Sie
dass das Meer nicht schön ist?
Ich habe lange darin gelebt...
schauen sie nur… all das Salz auf der Zunge!

Still... aber nicht traurig geht er
mit einer Handvoll Wörtern
und Asche im Haar...

...vielleicht ans Meer.

plotin​
 
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Brückentreff:

"Ich war mal Lehrer in Afrika“

sagt einer und...
springt.

Die gespiegelten Wolken frieren ihn ein
sobald sich das Wasser beruhigt.

„Der hat´s gut,
der weiß wo er hingehört“


sagt ein anderer
nimmt einen Schluck und...
spuckt hinterher.

„Ja so ist das wohl“

sagt ein dritter und…
schlurft mit hängenden Schultern
der Stadt zu.

plotin​
 
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