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Ist das der Wesenskern?

Die graue Masse da drin im Schädel mit den ganzen Synapsen und Neuronen und wie die Dinger alle heißen, das sind nichts als bessere Chips, die die Daten im Computer speichern. So ein Speichersystem - ein etwas komplizierteres - haben wir da drinnen zwischen den Ohren auch. :zauberer1

Gysi
 
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Gut,laße ich mal so stehen....aber wo geht das Leben ein,wenn wir gestorben sind....löst diese Festplatte sich dann auf?
 
...och jedes Mal, wenn ich ein Thema eröffne, driftet die Diskussion völlig ab. Da ich aber nun auch hier kein allgemeines Thema eröffnet hab, sondern schon wusste, warum ich die Fragen so formuliert hab, bin ich ein ums andre Mal enttäuscht vom Diskussionsverlauf. *Kopf hängen lässt*

Es driften so viele Diskussionen immer wieder in die gleichen Richtungen ab. Immer wieder wird der Ausgangspunkt so verwässert, dass es dann immer heißt, "das hatten wir schon"...ja das ist auch kein Wunder, wenn jeder immer nur das schreibt, was er immer schreibt und der Zusammenhang mit dem Ausgangsthema damit schwindet. *große traurige Augen*

Viele Grüße
Bernd
 
Zurück zum Ausgangspunkt........

Bernd schrieb:
Liebes Forum,

ist nicht der Glaube an Gott in Wahrheit das Vertrauen ins Leben und in die Richtigkeit des eigenen Seins?

Ist nicht der Versuch "zu glauben" die Hoffnung, man könne (zivilisationsbedingtes) frühkindlich Entbehrtes nachholen?

Viele Grüße
Bernd
Hast recht...(hach,traurige Augen rühren mein sentimentales Herz...)

Also:hier nochmal die Ausgangsfrage...(s.o.)

Anmerkung:das Unangenehme an Debatten ist ja,daß sie abtrifften...aber irgendwann bekommt man schon wieder die Kurve...
 
Sorry Bernd!
(Sollte Sibel vielleicht einen neuen Thread aufmachen.)

Back to roots:
ist nicht der Glaube an Gott in Wahrheit das Vertrauen ins Leben und in die Richtigkeit des eigenen Seins?
Ist der Glaube an einen Gott nicht das Ergebnis des Misstrauens der Menschen in die eigene Kraft?
Ist "Gott" nicht der Nebelbegriff für etwas, was das Erkenntniswesen Mensch nicht erkennt?
Ist "Gott" nicht die konstruierte Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod? Damit es wenigstens da besser wird? (Und natürlich nur für Leute, die kuschen.)

Gysi
 
Ist der Glaube an einen Gott nicht das Ergebnis des Misstrauens der Menschen in die eigene Kraft?
Kommt selten vor, aber da würde ich dir zustimmen, Gysi. Das Misstrauen gründet sich dann in meinen Augen leider auch auf ein Fundament, was wir leider unseren Eltern zu verdanken haben. Misstrauen geht dann von der Annahme aus, „ich bin nicht richtig, so wie ich bin, sondern etwas äußeres weiß besser, was für mich richtig ist...ich muss geformt und gebändigt werden und mein Dasein „verdienen“ . Leider sind das die Grundlagen der Kindererziehung. Manch einer von uns, schreibt dann diese Früchte sogar in seine Signaturleiste. Wenn ich also davon ausgehe, dass ein Kind von Natur aus unsozial, böse, faul, unbeherrscht usw. ist und ich als Gott (für das Kind ist die Mama oder Papa Gott) ihm das alles beibringen muss, dann erschaffe (forme) ich ein Wesen, was von Grund auf Misstrauen in die eigene Kraft hat. Das Ausmaß der „gutgemeinten erzieherischen Handlungen“ und die Fähigkeiten der Eltern, bei der Spiegelung, die eigene Unsicherheit, der Fähigkeit zu geben und zu gewähren usw. , bestimmt möglicherweise das Ausmaß des Misstrauens in die eigene Kraft und das eigene Richtigsein. Wenn ich in meinem Leben nur darauf stoße, dass mir etwas äußeres sagt, wie ich bin, suche ich mir offenbar auch später immer wieder äußere „Götter“. Ein Gott könnte doch den zu schwinden drohenden Einfluss des (z.B. Vaters) ersetzen.

Ich muss sagen, ich verurteile heute Menschen nicht mehr, die an einen Gott glauben, belächle sie auch nicht. Ich bin lediglich der Meinung, dass der Glaube an einen Gott ein Vehikel ist. Man kann glauben, auch ohne Gott und Religion. Glaube ist nach meinem Verständnis Vertrauen in das Leben und die eigene Kraft (wenn man das mal mit Gysis Worten sagen will)...die Werte und Richtungen entstehen in einem selbst, wenn man sich dem eigenen Kern langsam wieder nähert (den psychischen und physischen Panzer abträgt) und genau hinhört. (Spätestens jetzt hab ich wohl den Esotherikstempel verpasst bekommen. :rolleyes: ) Das starre Regelwerk einer Religion dagegen, kann in meinen Augen gar die positiven Wirkungen des Glaubens auslöschen und ins Gegenteil verkehren. Jedenfalls sehe ich das in den mir bekannten Religionen so. Ein Mensch, der sich dessen nicht bewußt ist, dem begegne ich mit ein bisschen Vorsicht (oder lieber garnicht).

Ob ein Mensch auch ohne den ganzen Aufwand, ihn von seinem naturell zu entfernen, nach dem „was kommt danach“ suchen würde, weis ich nicht...wahrscheinlicher scheint mir schon, dass die suche nach dem „danach“ wirklich nur erzeugt wird und zum Vertrösten Minderprivilegierter missbraucht oder als pädagogische Keule (Reinkarnation) verwendet wird.

Bernd
 
Na, dann bist du ja auch ein Atheist, Bernd! Ich hatte dich immer auf der anderen Seite gesehen... :D

Cheers! :bier:

Gysi
 
Bernd schrieb:
Wenn ich also davon ausgehe, dass ein Kind von Natur aus unsozial, böse, faul, unbeherrscht usw. ist und ich als Gott (für das Kind ist die Mama oder Papa Gott) ihm das alles beibringen muss, dann erschaffe (forme) ich ein Wesen, was von Grund auf Misstrauen in die eigene Kraft hat.

Sprichst Du da aus eigener Erfahrung?So wie oben geschildert,hat man vielleicht in den 50-iger Jahren erzogen.Ich muß komplett alles falsch gemacht haben,denn meine Kinder (3) sehen mich alles andere als "göttlich" an....




Das Ausmaß der „gutgemeinten erzieherischen Handlungen“ und die Fähigkeiten der Eltern, bei der Spiegelung, die eigene Unsicherheit, der Fähigkeit zu geben und zu gewähren usw. , bestimmt möglicherweise das Ausmaß des Misstrauens in die eigene Kraft und das eigene Richtigsein. Wenn ich in meinem Leben nur darauf stoße, dass mir etwas äußeres sagt, wie ich bin, suche ich mir offenbar auch später immer wieder äußere „Götter“. Ein Gott könnte doch den zu schwinden drohenden Einfluss des (z.B. Vaters) ersetzen.
Also ,so ist das doch heute nicht mehr,ich kenne keine der jungen Familien,wo der Vater als richtungsweisender Patriarch und Gottgesandter sich produziert....
Man kann glauben, auch ohne Gott und Religion.

Stimmt........

Das starre Regelwerk einer Religion dagegen, kann in meinen Augen gar die positiven Wirkungen des Glaubens auslöschen und ins Gegenteil verkehren. Jedenfalls sehe ich das in den mir bekannten Religionen so.

Wie definierst Du Glaube und Religion?

Ein Mensch, der sich dessen nicht bewußt ist, dem begegne ich mit ein bisschen Vorsicht (oder lieber garnicht)

Da müßte es um Dich her recht einsam sein....

Ob ein Mensch auch ohne den ganzen Aufwand, ihn von seinem naturell zu entfernen, nach dem „was kommt danach“ suchen würde, weis ich nicht...wahrscheinlicher scheint mir schon, dass die suche nach dem „danach“ wirklich nur erzeugt wird und zum Vertrösten Minderprivilegierter missbraucht oder als pädagogische Keule (Reinkarnation) verwendet wird.

Das finde ich fast zynisch....
 
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