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Es gibt nur Bewusstsein

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Das Bewusstsein bringt Informationen aus verschiedenen Bereichen des Gehirns zusammen und macht sie vergleichbar.

Es ermöglicht uns, über uns selbst nachzudenken und zukünftige Handlungen zu planen.

Und es macht unsere inneren Zustände kommunizierbar – eine Fähigkeit, ohne die Sprache, Kultur und soziales Miteinander gar nicht möglich wären.

Das Bewusstsein ist damit so etwas wie die Bühne, auf der ein Bruchteil der unbewussten Prozesse aufgeführt wird. Ohne Bühne könnte das Stück nicht gespielt und gesehen werden, auch wenn die Hauptarbeit im Hintergrund geschah.



Eine derartige Bestimmung des Bewusstsein wirft zwangsläufig die Frage nach der Willensfreiheit des Menschen auf. Für den Neurobiologen Roth war deshalb selbstverständlich, dass in einem strengen, metaphysischen Sinn wir nicht frei sind. Entscheidungen werden vorbereitet, bevor wir sie bewusst erleben.

Aber das bedeutet nicht, dass wir uns nur als Marionetten fühlen sollten. Das subjektive Erleben von Freiheit ist real und für unser Handeln unverzichtbar. Es motiviert uns, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu vertreten. Roth plädierte deshalb für eine realistische Sicht „Wir sind nicht ,frei’ im alten philosophischen Sinn, aber wir sind auch nicht willenlose Automaten.“

Halten wir zunächst fest, die menschliche Willensfreiheit ist kein isoliertes Phänomen, sondern eine dynamische seelische Funktion, in der Bewusstsein, Erkenntnis und Motivation zusammenfinden,um Entscheidungen aus innerer Selbstbestimmung zu ermöglichen.



Roth blickte auch auf die Evolution und die Entwicklung des Menschen. Er unterschied verschiedene Stufen des Bewusstseins; von einfachen Empfindungen bei Tieren, die Schmerz oder Lust spüren können, bis hin zu komplexen Selbstbildern beim Menschen, die Reflexion und Sprache ermöglichen.

Auch beim einzelnen Kind lässt sich dieser Weg nachvollziehen. Zunächst entstehen basale Formen des Wahrnehmens, später entwickeln sich Erinnerungen, Selbstbewusstsein und schließlich die Fähigkeit, sich als handelndes Ich zu verstehen.

Das Bewusstsein ist kein plötzlicher „Sprung“, sondern das Ergebnis einer langen evolutionären und individuellen Entwicklung.

Was bedeutet es, wenn unser Handeln unbewusst vorbereitet wird? Wie viel Verantwortung tragen wir noch?
 
Ja,es geht über ein Menschenleben hinaus was du Entwicklung nennst.,und ja die Natur macht keine Sprünge.
Wer möchte denn heute noch Verantwortung übernehmen,anders gefragt,..
Ich denke ein Fatum vollzieht sich,,so oder ohne so.also bewußt oder unbewusst
 
Halten wir zunächst fest, die menschliche Willensfreiheit ist kein isoliertes Phänomen, sondern eine dynamische seelische Funktion, in der Bewusstsein, Erkenntnis und Motivation zusammenfinden,um Entscheidungen aus innerer Selbstbestimmung zu ermöglichen.
.....Halten "wir" zunächst fest... dass eine "dynamische seelische Funktion", sowas wie eine "Seele" voraussetzt! Was "ist oder soll" das sein... "Seele"??.....

fragt plotin
 
Aber das bedeutet nicht, dass wir uns nur als Marionetten fühlen sollten. Das subjektive Erleben von Freiheit ist real und für unser Handeln unverzichtbar. Es motiviert uns, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu vertreten. Roth plädierte deshalb für eine realistische Sicht „Wir sind nicht ,frei’ im alten philosophischen Sinn, aber wir sind auch nicht willenlose Automaten.“
Ich persönlich empfinde es erst dann als Unfreiheit, wenn ich dem Willen Dritter unterworfen bin. Wenn die Entscheidungsprozesse zu einem großen Teil in meinem Unterbewusstsein stattfinden, dann bleiben meine bewusst getroffenen Entscheidungen immer noch meine. Deren Umsetzung kann dann mit den Entscheidungen Dritter kollidieren und es kann dann sein, dass ich deshalb auf den Willen anderer Rücksicht nehmen muss, aber das ist dann keine Einschränkung meiner Freiheit, sondern dem Umstand geschuldet, dass meine Freiheit dort endet, wo die Freiheit Dritter beschnitten wird. Der Mensch ist ein soziales Wesen und hat sich demnach an den Regeln der Gemeinschaft zu halten.
Das Bewusstsein ist kein plötzlicher „Sprung“, sondern das Ergebnis einer langen evolutionären und individuellen Entwicklung.

Was bedeutet es, wenn unser Handeln unbewusst vorbereitet wird? Wie viel Verantwortung tragen wir noch?
Das führt dann zu der Frage, inwiefern unsere Kindheit unser Leben bis ins hohe Alter beeinflusst. Aus meiner Sicht begleitet uns unsere Kindheit im Unterbewusstsein für immer und beeinflusst uns bei unseren Entscheidungen und hier entsteht dann das Dilemma, denn in unserer Kindheit waren wir fremdbestimmt. Andererseits gehört unsere Kindheit auch zu unserer Persönlichkeit...
Es ist gut, dass es viele offene Fragen gibt, denn sie machen das Leben spannend bis zu unserem letzten Atemzug. Genau deshalb liebe ich es.:)
 
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Ich persönlich empfinde es erst dann als Unfreiheit, wenn ich dem Willen Dritter unterworfen bin. Wenn die Entscheidungsprozesse zu einem großen Teil in meinem Unterbewusstsein stattfinden, dann bleiben meine bewusst getroffenen Entscheidungen immer noch meine. Deren Umsetzung kann dann mit den Entscheidungen Dritter kollidieren und es kann dann sein, dass ich deshalb auf den Willen anderer Rücksicht nehmen muss, aber das ist dann keine Einschränkung meiner Freiheit, sondern dem Umstand geschuldet, dass meine Freiheit dort endet, wo die Freiheit Dritter beschnitten wird. Der Mensch ist ein soziales Wesen und hat sich demnach an den Regeln der Gemeinschaft zu halten.
Hier zählst du das Unbewusste zu deinem 'Ich' hinzu. Freuds 'Ich' ist da enger gefasst und meint nur jenen Teil, den man (zumindest anscheinend) kontrolliert. Und letztendlich kann man ja nur eine Entscheidung über etwas treffen, über das man auch Kontrolle hat. So kann ich entscheiden, ob ich ein Schnitzel bestelle oder nicht, aber nicht darüber, ob ich Appetit auf eines habe oder nicht.
Die ineressante Frage hier ist nun, ob die Entscheidung der Bestellung angesichts des nicht mittels Entscheidung gegebenen Appetits überhaupt noch eine Entscheidung ist. Empfunden wird sie als solche, aber ob diese Empfindung nicht mehr als eine Illusion ist, lässt sich nicht direkt experimentell überprüfen, während die Indizien durchaus in Richtung Illusion weisen.

Eine Entscheidung existiert nur unter der Prämisse, dass es Möglichkeiten bzw Alternativen gibt. Die Gegebenheit dieser Prämisse lässt sich aber nicht verifizieren.
Dazu müsste man nämlich die Situation, in der die in Frage gestellte Entscheidung getroffen worden ist, hinreichend genau replizieren können, und das kann man eben nicht. Genauso, wie man die Bedingungen bei der Lottoziehung niemans so genau replizieren kann, sodass immer die gleichen Zahlen gezogen würden - was der Fall sein müsste, das sich die physikalischen Gesetze, die die Bewegungen der Kugel bestimmen, ja nicht ändern. (Achtung, selbst das ist eine letztendlich unbewiesene Prämisse!)

Ergo, die Sicht, dass man 'seine Entscheidungen selbst trifft' also nur auf dem Gefühl basieren, für das keine belastbaren Argumente, dsss jenes Gefühl mehr wäre als eine Illusion, existieren.

Wie oben geschrieben, hätte die Akzeptanz dessen fundamentale Auswirkungen auf die philosophische Sichtweise auf den Menschen. Aber darüber hinaus? Welche praktische Auswirkung hätte es, den Verurteilten von seiner Schuld freizusprechen, wenn man gleichzeitig den Richter von der Schuld des ungerechtfertigten Schuldspruches und das Volk von der Schuld der ungerechtfertigten Zustimmung zum Schuldspruch freisprechen müsste? Am Ende säße der Verurteilte genauso hinter Gittern, dem Opfer wäre dennoch dasselbe widerfahren, lediglich niemand wäre schuld....
 
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