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Effektiver Altruismus bzgl dem Klimawandel

Ich nehme an, du meinst die Wirtschaftsministerin. Zu ihrem Ressort gehört auch die Energie. Sie setzt wieder auf Gas, obwohl wir das teuer importieren müssen. Sie will auch die Förderung der privaten PV-Anlagen kürzen. Sie ist nicht gewählt, sondern vom Merz gleich von der Energielobbyistin zur Wirtschafts- und Energieministerin ernannt worden.
Was zeichnet eine "Energielobbyistin" aus, was genau ist das? Erneuerbare Energie ist auch Energie, das erklärt keinerlei Bevorzugung irgendeiner Energieform, was du ihr ja ankreiden willst, wenn ich dich richtig verstehe.
Zum Beisatz: 60% erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung entspricht 60% eigener Energieversorgung mit Strom. Das besagt natürlich nichts über die Energieversorgung insgesamt.
Wie gesagt, das heißt nicht unbedingt Unabhängigkeit. Die gegenseitigen Abhängigkeiten in unserer vernetzten Welt sind weit- und tiefgreifender, als man sich das als Laie vorstellen mag.
 
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Was zeichnet eine "Energielobbyistin" aus, was genau ist das? Erneuerbare Energie ist auch Energie, das erklärt keinerlei Bevorzugung irgendeiner Energieform, was du ihr ja ankreiden willst, wenn ich dich richtig verstehe.
Eine Energielobbyistin sorgt für die Durchsetzung der Interessen unserer 5 Energieriesen und diese Interessen stehen diametral zu den Interessen der Bürger und der Klimapolitik. Die Dezentralisierung der Energieerzeugung ist beispielsweise ein Punkt, und das wollen diese Energieriesen unbedingt verhindern.
Wie gesagt, das heißt nicht unbedingt Unabhängigkeit. Die gegenseitigen Abhängigkeiten in unserer vernetzten Welt sind weit- und tiefgreifender, als man sich das als Laie vorstellen mag.
Es macht trotzdem einen Riesenunterschied, ob man an der europäischen Strombörse fehlenden Strom kauft und überschüssigen Strom verkauft, oder ob man Öl aus Saudi Arabien oder sogar Russland kauft, oder aber LNG aus Katar und den USA hierher verschifft. Kohle wird sogar aus Australien hierher verschifft.
 
Eine Energielobbyistin sorgt für die Durchsetzung der Interessen unserer 5 Energieriesen und diese Interessen stehen diametral zu den Interessen der Bürger und der Klimapolitik. Die Dezentralisierung der Energieerzeugung ist beispielsweise ein Punkt, und das wollen diese Energieriesen unbedingt verhindern.

Es macht trotzdem einen Riesenunterschied, ob man an der europäischen Strombörse fehlenden Strom kauft und überschüssigen Strom verkauft, oder ob man Öl aus Saudi Arabien oder sogar Russland kauft, oder aber LNG aus Katar und den USA hierher verschifft. Kohle wird sogar aus Australien hierher verschifft.
Das verstehen halt "Laien", die sich für Experten halten, nicht...
 
Eine Energielobbyistin sorgt für die Durchsetzung der Interessen unserer 5 Energieriesen und diese Interessen stehen diametral zu den Interessen der Bürger und der Klimapolitik. Die Dezentralisierung der Energieerzeugung ist beispielsweise ein Punkt, und das wollen diese Energieriesen unbedingt verhindern.
Nun, eine ERFOLGREICHE Energielobbyistin tut das. Aber auch wenn sie nicht erfolgreich ist und nichts durchsetzt, wäre sie dennoch eine. Andererseits ist nicht jeder ein Lobbyist, dessen Handlungen den Interessen einer Gemeinschaft dienlich ist. Der Vorwurf des Lobbyismus ist ein ad hominem Angriff auf einen politischen Gegner. Ich kenne jene Dame nicht, kann daher nicht beurteilen, inwieweit sie tatsächlich im Auftrag und Interesse der Energieversorger handelt (das müsste sie nämlich als Lobbyistin). Aber ich kenne unsachliche Angtiffe von Idelogen zur Genüge. Daher warte ich lieber auf stichhaltige Indizien für einen Lobbyismus.
Die 'Interessen der Bürger' sind vielfältig und widersprechen sich auch gegenseitig, insofern würde ich mit 'diametral' hier sehr vorsichtig umgehen. Ebenso mit der Bezeichnung 'der Klimapolitik'. Es gibt nicht 'die Klimapolitik', sondern jeder hat seine eigene, und in Demokratien werden in der Regel Kompromisse gewählt, die keiner jener individuellen Vorstellungen genau entspricht und zusätzlich noch viele weitere Interessen verschiedenster Parteien berücksichtigen muss.
Es macht trotzdem einen Riesenunterschied, ob man an der europäischen Strombörse fehlenden Strom kauft und überschüssigen Strom verkauft, oder ob man Öl aus Saudi Arabien oder sogar Russland kauft, oder aber LNG aus Katar und den USA hierher verschifft. Kohle wird sogar aus Australien hierher verschifft.
Kommt darauf an, unter welchem Gesichtspunkt. Aber man kann sagen, dass man eine bestimmte Abhängigkeit durchaus verringern kann. Jedoch in der Regeln nur durch Inkaufnahme von anderen Abhängigkeiten.
 
Nun, eine ERFOLGREICHE Energielobbyistin tut das. Aber auch wenn sie nicht erfolgreich ist und nichts durchsetzt, wäre sie dennoch eine. Andererseits ist nicht jeder ein Lobbyist, dessen Handlungen den Interessen einer Gemeinschaft dienlich ist. Der Vorwurf des Lobbyismus ist ein ad hominem Angriff auf einen politischen Gegner. Ich kenne jene Dame nicht, kann daher nicht beurteilen, inwieweit sie tatsächlich im Auftrag und Interesse der Energieversorger handelt (das müsste sie nämlich als Lobbyistin). Aber ich kenne unsachliche Angtiffe von Idelogen zur Genüge. Daher warte ich lieber auf stichhaltige Indizien für einen Lobbyismus.
Lobbyismus ist eine gut bezahlte Funktion für die Interessen der Wirtschaftsverbände, denn sie beeinflussen mithilfe ihrer Lobbyisten direkt die Politik in ihrem Interesse. Man braucht nur in der Politik gut vernetzt zu sein und schon verdient man gutes Geld.
Wenn eine Lobbyistin zur Energieministerin ernannt wird, dann braucht sie nicht mehr die Politik im Interesse des Energieverbands zu beeinflussen, sie setzt ihre Interessen ganz einfach selbst um.
Du setzt schon wieder deinen Kampfbegriff ein und unsere Unterhaltung ist schon wieder gefährdet.
Die 'Interessen der Bürger' sind vielfältig und widersprechen sich auch gegenseitig, insofern würde ich mit 'diametral' hier sehr vorsichtig umgehen. Ebenso mit der Bezeichnung 'der Klimapolitik'. Es gibt nicht 'die Klimapolitik', sondern jeder hat seine eigene, und in Demokratien werden in der Regel Kompromisse gewählt, die keiner jener individuellen Vorstellungen genau entspricht und zusätzlich noch viele weitere Interessen verschiedenster Parteien berücksichtigen muss.
Wenn in einer Dekokratie von den Interessen der Bürger die Rede ist, dann ist damit immer die Mehrheit der Bürger gemeint, denn sie sind in der Regierung und im Parlament vertreten. Wenn also eine Regierung sich auf die Fahne geschrieben hat, den Klimaschutz voranzutreiben, dann sollte diese Regierung keine Lobbyistin zur Energieministerin ernennen, denn diese Energieministerin vertritt nicht den Willen der Mehrheit, sondern den des Industrieverbands, für den sie zuvor gearbeitet hat.
Kommt darauf an, unter welchem Gesichtspunkt. Aber man kann sagen, dass man eine bestimmte Abhängigkeit durchaus verringern kann. Jedoch in der Regeln nur durch Inkaufnahme von anderen Abhängigkeiten.
Abhängigkeiten innerhalb der EU sind im Sinne des Erfinders. Abhängigkeiten beispielsweise von Russland können sich als Bumerang erweisen, wie man gesehen hat.
 
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Lobbyismus ist eine gut bezahlte Funktion für die Interessen der Wirtschaftsverbände, denn sie beeinflussen mithilfe ihrer Lobbyisten direkt die Politik in ihrem Interesse. Man braucht nur in der Politik gut vernetzt zu sein und schon verdient man gutes Geld.
Wenn eine Lobbyistin zur Energieministerin ernannt wird, dann braucht sie nicht mehr die Politik im Interesse des Energieverbands zu beeinflussen, sie setzt ihre Interessen ganz einfach selbst um.
Du setzt schon wieder deinen Kampfbegriff ein und unsere Unterhaltung ist schon wieder gefährdet.
Ganz im Gegenteil - ich sehe hier die Möglichkeit, dass 'Lobbyismus' als Kampfbegriff verwendet worden ist und bohrte deshalb nach. Bislang erhielt ich noch keine Information, die gegen meine Vermutung spräche.
Wenn in einer Dekokratie von den Interessen der Bürger die Rede ist, dann ist damit immer die Mehrheit der Bürger gemeint, denn sie sind in der Regierung und im Parlament vertreten. Wenn also eine Regierung sich auf die Fahne geschrieben hat, den Klimaschutz voranzutreiben, dann sollte diese Regierung keine Lobbyistin zur Energieministerin ernennen, denn diese Energieministerin vertritt nicht den Willen der Mehrheit, sondern den des Industrieverbands, für den sie zuvor gearbeitet hat.
Das 'Interesse der Bürger' ist vielschichtiger als hier impliziert. Es haben schon einzelne Bürger mehrere sich widersprechende Interessen. Und diese müssen nicht einmal im Einklang mit ihren geäußerten Forderungen stehen. So wollen manche beispielsweise eine freie, rechtsstaatliche Demokratie, fordern und wählen aber Kickl bzw die afd.
Und, Regierungen wie Oppositionen heften sich alles Mögliche auf die Fahnen. Keine Institution wird sich erlauben, irgendein Gebiet (Wirtschaft, Umwelt, Sicherheit, Freiheit, Verkehr, Soziales, etc...) für weniger als 'ganz wichtig' zu halten.

Ich weiß nicht, was alles jene Ministerin gemacht hat, aber bei deinem Beispiel der Kürzung der Förderung von privaten PV-Anlagen muss man kein Fossilenergielobbyist sein, um dafür zu stimmen.
Abhängigkeiten innerhalb der EU sind im Sinne des Erfinders. Abhängigkeiten beispielsweise von Russland können sich als Bumerang erweisen, wie man gesehen hat.
Alle Abhängigkeiten können sich als Bumerang erweisen bzw enthalten Risiken. Und manche werden eben schlagend, wie man immer wieder sieht.
Ein Unternehmen ist immer von seinen Lieferanten, seinen Mitarbeitern, seinen Kunden und von äußeren Umständen abhängig. Die Summe der Abhängigkeiten kann niemand ändern. Wohl aber kann man Abhängigkeiten auf- und umverteilen, sodass kein Einzelrisiko zu große Auswirkungen hätte, falls es schlagend würde.
Aber generell 'unabhängig' ist keine.
 
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