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Deutsche Sprache im Netz

Negative Begriffe sind niemals weiblich!
Alles redet doch von Einbrechern!
Wer aber redet von den Einbrecher*innen?
 
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Also ich würde annehmen , dass man in einem Zeitungsartikel im Netz Einbrecherin sagt, wenn es um eine Frau geht.:)
In der Kriminalstatistik der Polizei steht Wohnungseinbruchsdelikte oder Tatverdächtige. Da kann man der oder die davor setzen, daher würde ich das als neutrale Bezeichnung sehen. ich bin mir irgendwie sicher dass man darau kein Tatverdächtige*innen machen wird.
Mörder/ Mörderin schreibt man ja auch. Oder eben Tötungsdelikt.
Ein Negativer, in einem bestimmten Zuammenhang nur auf Frauen angewendeter Begriff. ist "Schlampe" .
Mit einem Schlamper meint man dagegen nur einen unordenlichen Typen.
Bei Beschimpfung gibts kein gender stelle ich gerade fest. Oder?
Ach und früher hatten Sturmtiefs weibliche Namen.
 
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AW: Deutsche Sprache im Netz

Da ich in meinem Schiller die kreuz und quer lese, stoße ich auf den Satz:

"Der Gantze Tag geng also von einer Gnad zu der andern von Ihro Durchleicht vorüber und ich wahr fiel zu foll, um Ihnen nur den vierten Teil von meiner Empfendung zu sagen."

Buchstabengenau abgeschrieben aus dem Tagebuch der Franziska von Hohenheim 1780.

Und bei Schiller selber aus demselben Jahr:

"Was also ist die Krone der Tugend! was ihr schönster, herrlichster Schmuk! Du o Liebe, Erstgebohrne des Himmels, schönste, herrlichste im Angesichts Gottes! Beuge dich nieder blühende jauchzende Natur; beuge dich nieder o Mensch, beuge dich Seraf am Tron! Durch die Liebe seyd ihr hervorgegangen!"

Das war noch vor der Vollendung des Adelungschen Wörterbuch (1786), lange vor den Grimms, sehr lange vor Duden, die uns erst eine einheitliche Orthografie bescherten.

Wenn ich mir manche Texte hier im Forum anschaue, so will mir scheinen, dass viele wieder bei 1780 gelandet sind.

230 Jahre Vereinheitlichung der Orthografie für die Katz und den Bach runter!

Fritz
Schöne Texte
 
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