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Deutsche Sprache im Netz

rotegraefin

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28. März 2009
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AW: Deutsche Sprache im Netz

Und die fehlenden Englischkenntnisse nehm ich dir nicht ab... :reden:
Hallo Windreiter,
von sich selbst schließt der Mensch meist auf andere. Damit hast Du mir hier die Grundlage für eine weitere Diskussion mit Dir entzogen. Ab ins :wc1: damit!

Das was ich hier poste, habe ich mir in Deutsch erarbeitet. Ich ging mit ungenügend aus der Quinta in Englisch vom Lyzeum zurück auf die Volksschule. Ich hatte genug in meinem Leben zu tun, mit dem Gefühlswirrwarr klar zu kommen, der mir immer wieder aufgebürdet wurde. Dafür habe ich mehr wert darauf gelegt, die Sprache der Intuition zu erlernen. Damit bin ich bei vielen Menschen mit gutem Willen gut klar gekommen.

Aber kannst Du mir einmal verraten, wie wir in dieser Gesellschaft klar kommen wollen, wenn jeder nur seiner beschränkten Wahrnehmung glaubt und alle anderen für Lügner und Betrüger hält?

Reite weiter auf den Winden, die kann kein Mensch festhalten. Ich empfehle Dir das Märchen von Peter Pan und seinem Nimmerland. Da bist Du doch gut aufgehoben.

Ich klopp mich derweil liebend gerne mit Fritz herum, ob Verbote sinnvoll oder sinnlos sind. Da weiß ich wenigstens einen realen Menschen am anderen Ende der um ehrliche Antworten bemüht ist und sie gibt.

Dein Wolkenkuckucksheim ist mir zu abstrakt. Schade!
meint rg
 
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rotegraefin

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AW: Deutsche Sprache im Netz

Hallo, rote Gräfin!

Ich wünschte, all die Lehrergeschädigten hier könnten darauf verzichten, einen, der so dumm war und sich als Lehrer outete, nur als "Lehrer" wahrzunehmen.
Ich schreibe hier nicht "als Lehrer". Lasse aber gern meine Erfahrungen und Erlebnisse als solcher hier einfließen, wenn ich es passend finde.
Ich weiß das Gefühl ist scheußlich und ich kenne es zur Genüge, immer nur auf die eine Rolle festgelegt zu werden. Aber je mehr Du damit konfrontiert wirst, desto mehr kannst Du gerade diese Rolle als einen ganz wichtigen persönlichen Anteil von Dir wahrnehmen, vertiefen und ausbauen. Es wird dann zu einem unverwechselbarem Teil Deiner Persönlichkeit. Der auf die Dauer mit mehr Verständnis agieren kann und den Ruf nach allgemeinen Verboten verändert zu einer besseren Beziehung zu seinen Schülern, wo dann Hilflosigkeit mit zu einem Thema gemacht werden kann.
Das Wesentliche bleibt eben für die Augen unsichtbar​
Ich entsinne mich eines Plakates, das in der Schweiz an Wänden hing:

Dass du das hier lesen kannst, verdankst du deinen Lehrern!
Ich nehme für mich in Anspruch, dass ich es trotz meines Lehrers kann. Er prügelte gern und ausgiebig. Ich wurde einmal so von ihm verprügelt, weil ich das Wort setzte falsch geschrieben hatte, dass ich noch mit Ende zwanzig das große Heulen und eine ungeheure Wut bekam, weil ich es immer noch nicht richtig schreiben konnte,


Wie ich im Unterricht handle und hier schreibe, sind zwei Paar Stiefel.
Aber danke für den Hinweis. Ich will sehen, was zu machen ist.

Das freut :jump6: mich zu lesen!
meint rg
 
Zuletzt bearbeitet:
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Windreiter

Guest
AW: Deutsche Sprache im Netz

Ich entsinne mich eines Plakates, das in der Schweiz an Wänden hing:

Dass du das hier lesen kannst, verdankst du deinen Lehrern!

Und ich entsinne mich beim Lesen dieses Satzes ganz schwach an den Inhalt des Eingangsbeitrages...

Hey Fritz! Du kannst ja richtig boshaft sein... :)
 

Skrag

Member
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AW: Deutsche Sprache im Netz

Ich persönlich bin ein Rechtschreibfanatiker, wenn ich einen zusammenhängenden Text schreibe (als Post/Artikel/Brief/etc.), achte ich grundsätzlich immer auf die richtige Rechtschreibung und Grammatik sowie sinnvolle Satzstrukturen. Jedoch habe ich keinerlei Probleme mit anderen Usern, denen Rechtschreibung egal ist (solange der Sinn nicht verloren geht). Ich ärgere mich lediglich über Menschen denen die äußere Form des Textes vollkomen egal ist. Das erschwert einem doch sehr das Lesen desselbigen. Ganz anders beim chatten. Da schreibe ich so, wie ich auch rede, mit allen Ähmms und Hmmms.

Skrag
 

FritzR

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AW: Deutsche Sprache im Netz

Da ich in meinem Schiller die kreuz und quer lese, stoße ich auf den Satz:

"Der Gantze Tag geng also von einer Gnad zu der andern von Ihro Durchleicht vorüber und ich wahr fiel zu foll, um Ihnen nur den vierten Teil von meiner Empfendung zu sagen."

Buchstabengenau abgeschrieben aus dem Tagebuch der Franziska von Hohenheim 1780.

Und bei Schiller selber aus demselben Jahr:

"Was also ist die Krone der Tugend! was ihr schönster, herrlichster Schmuk! Du o Liebe, Erstgebohrne des Himmels, schönste, herrlichste im Angesichts Gottes! Beuge dich nieder blühende jauchzende Natur; beuge dich nieder o Mensch, beuge dich Seraf am Tron! Durch die Liebe seyd ihr hervorgegangen!"

Das war noch vor der Vollendung des Adelungschen Wörterbuch (1786), lange vor den Grimms, sehr lange vor Duden, die uns erst eine einheitliche Orthografie bescherten.

Wenn ich mir manche Texte hier im Forum anschaue, so will mir scheinen, dass viele wieder bei 1780 gelandet sind.

230 Jahre Vereinheitlichung der Orthografie für die Katz und den Bach runter!

Fritz
 

plattbauer

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AW: Deutsche Sprache im Netz

Da ich in meinem Schiller die kreuz und quer lese, stoße ich auf den Satz:

"Der Gantze Tag geng also von einer Gnad zu der andern von Ihro Durchleicht vorüber und ich wahr fiel zu foll, um Ihnen nur den vierten Teil von meiner Empfendung zu sagen."

Buchstabengenau abgeschrieben aus dem Tagebuch der Franziska von Hohenheim 1780.

Und bei Schiller selber aus demselben Jahr:

"Was also ist die Krone der Tugend! was ihr schönster, herrlichster Schmuk! Du o Liebe, Erstgebohrne des Himmels, schönste, herrlichste im Angesichts Gottes! Beuge dich nieder blühende jauchzende Natur; beuge dich nieder o Mensch, beuge dich Seraf am Tron! Durch die Liebe seyd ihr hervorgegangen!"

Das war noch vor der Vollendung des Adelungschen Wörterbuch (1786), lange vor den Grimms, sehr lange vor Duden, die uns erst eine einheitliche Orthografie bescherten.

Wenn ich mir manche Texte hier im Forum anschaue, so will mir scheinen, dass viele wieder bei 1780 gelandet sind.

230 Jahre Vereinheitlichung der Orthografie für die Katz und den Bach runter!

Fritz

Es war hier noch nie so voller Lehrer. Als Lehrer wärest Du mir lieber, wenn Du denn ein wenig voller sein wolltest. Allerdings: Je voller ein Lehrer, desto leerer. Kannst Du mich die Völle lehren, oder schöpfst Du die Leere
aus dem Vollen?
 

FritzR

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AW: Deutsche Sprache im Netz

Es war hier noch nie so voller Lehrer. Als Lehrer wärest Du mir lieber, wenn Du denn ein wenig voller sein wolltest. Allerdings: Je voller ein Lehrer, desto leerer. Kannst Du mich die Völle lehren, oder schöpfst Du die Leere
aus dem Vollen?

Das ist ja doch wohl ein Rückfall in deine alte Unsitte, mehr zu furzen und zu stänkern, als einen sinnvollen Beitrag zum Thema zu bieten.
 

Kultus Maximus

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AW: Deutsche Sprache im Netz

Bitte! Ich will keine sprachwissenschaftliche Auseinander- oder Zusammensetzung.

Ich will bloß wissen, wie ihr über den Rückgang der Fähigkeit der korrekten Schreibung denkt.

Ist das bloß im Netz so?
Oder ein allgemeines Fänomen?

Wer schert sich denn noch um sprachliche Korrektheit?

Ist sprachliche Korrektheit überhaupt noch ein Wert?

Fritz

Ich denke nicht, dass die deutsche Sprache „im Netz verkommt“, weil der jeweilige Standpunkt eines Diskutanten: ein Problem, eine Sachlage, ein Argument zum Ausdruck zu bringen, davon abhängt, wie sprachlich (schriftlich) einwandfrei und eindeutig man in der Lage ist es darzustellen, denn aus jeder Diskussion, egal welches Thema betreffend, entsteht auch ein „Wettstreit“ der/mit Sprache/Schrift.

Gruß
K. M.
 
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Munro

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2. Januar 2014
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5.319
Derzeit wird die deutsche Sprache durch das Gender*innen-Gebot verhunzt und ver-hündinnent und verkatzt und verkatert!
 
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