Edelmarder
Der Baum- oder Edelmarder (Martes martes) ist ebenfalls eine einheimische Art. Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet sind Europa und große Teile Asiens. Aber durch sein feinen und wertvollen Pelz wurde er stark bejagt. Er stand kurz vor der Ausrottung, darum wurde er unter Jagdschutz gestellt. Als Lebensraum bevorzugt der Baummarder große, zusammenhängende Waldgebiete, möglichst nicht in der Nähe von menschlichen Siedlungen. Er gilt als Kulturflüchter. Der Baummarder erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 40-55 cm, eine Schwanzlänge von 20-28 cm und ein Gewicht von 900-2000 g. Als Nahrung bevorzugt er Eichhörnchen, aber seine Nahrung besteht als Tieren von maus- bis rehkitzgroß. Er geht aber auch gerne an Wespen- und Hummelnester, ohne dass ihm die Stiche etwas ausmachen. Auch Beeren, Obst und Nüsse verschmäht er nicht. Als Wohnung dienen verlassene Nester größerer Vögel oder oftmals auch verwaiste Eichhörnchenkobel. Kennzeichnend für den Baummarder ist der dotter- bis weißlichgelbe ungegabelte Kehlfleck, den die Jungen bereits bei der Geburt haben. Das Weibchen bringt 2-5 blinde Junge zur Welt. Bei der Geburt sind die Jungen 9-12 cm lang. Die Augen öffnen sich nach 34-38 Tagen. Mit 7-8 Wochen verlassen sie zum ersten Mal das Nest. Mit 2 Jahren erst werden sie dann geschlechtsreif. Die Lebenserwartung beträgt in freier Wildbahn 8-10 Jahre und in Gefangenschaft bis zu 16 Jahre.