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Das Leiden mit buddhistischer Philosophie gesehen

AW: Das Leiden mit buddhistischer Philosophie gesehen

Nur die wenigsten wissen wie es in anderen Menschen aussieht, dazu muß sich die andere Person erstmal dem gegenüber ehrlich öffnen, wer glaubt das er weiß wie es in anderen Menschen wirklich aussieht ist meiner Meinung nach sehr naiv. Die Evolution hat das lügen erfunden damit keiner so leicht den anderen durchschauen kann.

Woher willst du das wissen du kennst nur seine Fassade nach Aussen hin, vielleicht ist er innerlich tot unglücklich auch schlechte Menschen können ehrlich weinen wenn sie was bedrückt.
Du mußt das so sehen wenn einem Selbst nich Bewusst ist das man was unrechtes getan hat wie soll so ein Mensch wie Ahmadinejad dann über zB diese Hinrichtungen weinen können.

ein mensch gibt sich durch das eigene handeln, sprechen, mimik, geste nach aussen so, wie er ( "drinnen") ist - darum können wir auch sagen: dieser mensch ist fröhlich, dieser melancholisch, dieser verlogen, hinterlistig usw. und wir erfahren auch - nicht immer gleich - wenn jemand ein lügner ist; die maske ist durchschaubar - darum ist diese metapher auch entstanden - weil man spürt, dass jemand sich nach aussen für jemnden anderen ausgibt... also wenn ich die fassade eines menschen kenne, dann kann ich (mit relativ hoher genauigkeit) auf das innere schließen - die äußere form folgt dem inneren muster.
aber du hast recht, dass die wenigsten wissen wie es in anderen menschen aussieht - ich würde das präzisieren: genau wissen. der rest ist aber gottseidank nicht ganz unwissend - der durchschnittliche mensch hat ein urteilsvermögen, das ihm hilft, sich zu orientieren - je nach dem grad der kognitiven intelligenz hat er entsprechende chancen zu seiem gegenüber durchzudringen.
 
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AW: Das Leiden mit buddhistischer Philosophie gesehen

Zu 1.:
Ja, so wie bei den Radfahrern...

Mir ging es mehr um die "Mäßigung", die Du postuliert hast als um's "Treten"! :)

"Mittelmaß" stinkt für mich in diesem Zusammenhang nach faulem Kompromiss, mit dessen Hilfe einer existentiellen Entscheidung ausgewichen wird:
welche Gültigkeit hat "richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet", drückt sich hierin eine weltfremde und lebensferne Spinnerei, gut geeignet um unselbständige Schafe im Zaum zu halten, aus, oder ist es die letzte Konsequenz der goldenen Regel und somit aus" liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst, denn er ist wie Du" ?

Lg Kaawi :)
 
AW: Das Leiden mit buddhistischer Philosophie gesehen

Zu 2.:
Wobei ich vermute, dass wir in Europa eher in Demokraturen als in Demokratien leben ....aber durchaus mit der Chance einer Transformation von realer Demokratur in wirkliche Demokratie, in der die Würde des Einzelnen nicht mehr gefährdet/bedroht wäre ...
Gruß, moebius
Na ja, das Gelbe vom Ei haben wir sicher noch nicht erreicht. Ohne zu pauschalieren, Korruption, Freunderlwirtschaft, Ungerechtigkeiten oder Nachteiligkeiten für Personen oder Personengruppen - sind auch heute noch vorhanden. Aber trotzdem, um nichts auf der Welt würde ich, speziell in Europa, die Demokratien in irgendeine Regierungsform der Vergangenheit eintauschen wollen. Still Dir vor, wir würden, was nicht ganz auszuschließen wäre, wieder in die Kriegszeit, Zwischenkriegszeit oder weiter in jede Vergangenheit zurückversetzt werden. Was glaubst Du wie schnell wir und unsere Nachfahren, diese Zeiten - zu den Goldenen erklären würden. Wehmütig würde ein sehr großer Teil der Bevölkerung zurückblicken, vermute ich mal.

Zur Würde, sei mal ehlich, fühlst Du Dich wirklich in Deiner Würde bedroht, entehrt, gedemütigt? Also ich nicht wirklich. Abgesehen davon, daß ich mich an die österr. Gesetzte halten muß, fühle ich mich frei. Ich darf fucking Staat schreien so laut und oft ich will, ich darf ausreisen und vieles mehr.
Als ich vergangenen August mich arbeitlos melden mußte, bekam ich Geld, um ein, zwar bescheidenes, aber immer noch würdevolles Leben führen zu können, ohne Überlebensängste haben zu müssen. Die Krankenversicherung lief auch weiter. Das ist leider nocht nicht überall - sooo selbstverständlich.
Nun, trotz der Versuchung, mich die restlichen Jahre bis zu Pensonierung irgendwie ohne Arbeit durchzuschlängeln, habe ich wieder einen Job. Morgen ist mein erster Arbeitstag. Daher werde ich wieder viel seltener hier schreiben.


MfG Rupert:sekt:
 
AW: Das Leiden mit buddhistischer Philosophie gesehen

Soweit ich mich beim Buddhismus auskenne, ist das Streben nach Erleuchtung bzw. nach dem "Nirvana" eigentlich eine Aufgabe für Mönche und Nonnen. Für Laienanhänger und Laienanhängerinnen geht es in erster Linie um eine gute Wiedergeburt und somit um die "Anhäufung" von guten Taten (Karmisch heilsame Willenshandlungen).

dies sehe ich völlig anders !

ich verstehe das buddhistische nirvana als einen seelischen zustand an in welchem jegliches menschliches streben nach bedürfnis befriedugung erloschen ist(amirt alle karmischen bindungen an die welt) - dies bedeutet absolut nicht das man das streben unterdrückt oder sublimiert sondern schlicht weg nur das kein bedürfnis mehr da ist welches anzustreben ist !

und wenn wir es uns im deatil überkegen was dies eigentlich bedeutet so ist es im kern eine binsenweisheit... ^^ welcher wir eh alle mehr oder weniger nachgehen.

also als beispiel: unser körper benötigt energie ---- darum benötigen wir nahrung- wenn nicht mehr genug butzucker da ist haben wir das bedürfnis zu essen
wenn nichts da ist in der nähe müssen wir uns was organisieren
dafür benötigen wir geld--- um geld zu erhalten müssen wir einen job haben... uwsw weiter und so fort -- das alles ist eine kausale reihe bzw auch karmischen verknüpfung genannt.
und wozu der stress ? einfach weil wir hunger haben (ein bedürfnis)
wenn wir nun gegessen haben und faul und satt in der hüängematte schaukeln gibt es damit diese bedürfnis nikcht mehr und damit sind auch alle karmischen verkettungen erloschen..... zumindest bis wir wieder hunger bekommen ^^
ebenso mit sex und frauen ... wir stellen die dümmsten sachen an um mit frau in kontakt zu kommen - rackern uns ab - zeihen tolle sachen an - gehen in balletvorstellungen die und nicht interessieren ..... und ...und ......
letzendlich nur um nach erfolgten orgasmus zufrieden und elax neben ihr im bett zu liegen .... ohne weiteres sexuelles bedürfnis zufrieden im nirvanischen hier und jetzt..... also -- ich liebe das nirvana und strebe es aus vollsten herzen an - auch ohne mönch zu sein ^^

ok da waren noch einige kleinigkeiten in der lehre - aber ich hoffe ich konnte euch die basis näherbringen...
 
AW: Das Leiden mit buddhistischer Philosophie gesehen

1. Mir ging es mehr um die "Mäßigung", die Du postuliert hast als um's "Treten"! :)

2. "Mittelmaß" stinkt für mich in diesem Zusammenhang nach faulem Kompromiss, mit dessen Hilfe einer existentiellen Entscheidung ausgewichen wird:
3. welche Gültigkeit hat "richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet", drückt sich hierin eine weltfremde und lebensferne Spinnerei, gut geeignet um unselbständige Schafe im Zaum zu halten, aus, oder ist es die letzte Konsequenz der goldenen Regel und somit aus" liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst, denn er ist wie Du" ?

Lg Kaawi :)
Zu 1.:
Okay!
Zu 2.:
Ja, denn im "Mittelmaß" steckt auch das "Mittelmäßige"/"Faule".... Zu meiner Studentenzeit wurde oft ein Spruch zitiert:
"In der größten Not ist das Mittelmaß (bzw. der Mittelweg) der Tod."
Zu 3.:
Sowohl als auch!
Wenn politische Herrscher/Macht-Haber diesen Bibel-Vers zitierten, um die "gläubigen" Untertanen in Schach zu halten, ist es Ausdruck eines zynischen Mißbrauchs eines Bibel-Wortes!
Im Kontext eines Bemühens um Verstehen und Verständigung ist dieses Bibel-Wort Ausdruck einer großen Weisheit - wie die Goldene Regel auch!
Auch hier ist wohl wieder die Haltung dessen entscheidend, der etwas zitiert/sagt ...
LG, moebius :)
 
AW: Das Leiden mit buddhistischer Philosophie gesehen

Soweit ich mich beim Buddhismus auskenne, ist das Streben nach Erleuchtung bzw. nach dem "Nirvana" eigentlich eine Aufgabe für Mönche und Nonnen. Für Laienanhänger und Laienanhängerinnen geht es in erster Linie um eine gute Wiedergeburt und somit um die "Anhäufung" von guten Taten (Karmisch heilsame Willenshandlungen).

Harald das stimmt schon. Buddha war zu damaligen Zeiten der Überzeugung, daß nur sehr wenige erleuchtet werden können. Diese Sicht vertritt die ältere Schule des kleinen Fahrzeugs(Hinayana-Buddhismus) noch immer. Eingige Vertreter der jüngeren reformfreudigeren Schule des großen Fahrzeugs(Mahayana-Buddhismus) sind zur Ansicht gekommen , daß zwar keinesfalls alle, aber doch viel mehr zur Erlösung kommen können. Man denkt es auch soweit an, daß das Nirvana nicht mehr unbedingt das höchste Ziel sei, sondern, das der Geläuterte als Bodhisattva der Welt dienlich ist. Obwohl im großen Fahrzeug wieder viel Metaphysisches eingeflossen ist, gefällt mir die Sicht besser, daß sozusagen viele Menschen in den geistigen Himmel gelangen können. Außerdem verstehen ja sehr viele die Lehren Buddhas, die Ratschläge von Moses, Jesus uam.! Nur in der tätigen Umsetzung haperts noch. Aber es braucht halt alles seine Zeit.

MfG rupert
 
AW: Das Leiden mit buddhistischer Philosophie gesehen

Mir ging es mehr um die "Mäßigung", die Du postuliert hast als um's "Treten"! :)

"Mittelmaß" stinkt für mich in diesem Zusammenhang nach faulem Kompromiss, mit dessen Hilfe einer existentiellen Entscheidung ausgewichen wird:
welche Gültigkeit hat "richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet", drückt sich hierin eine weltfremde und lebensferne Spinnerei, gut geeignet um unselbständige Schafe im Zaum zu halten, aus, oder ist es die letzte Konsequenz der goldenen Regel und somit aus" liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst, denn er ist wie Du" ?

Lg Kaawi :)

Kaawi, ich glaub Du verstehst nicht richtig.
Kennst Du den Spruch "Der Mensch ist das Maß aller Dinge"
Z.B. beim Essen und Trinken. Wenn man zu viel oder zu wenig frisst, wäre es für uns nicht gut. Wie sollten ein mittleres Maß finden, damit es unserem Körper und so auch uns selbst gut geht.
Beim Dialog zwischen moebius und mir gings um Die Mächtigen und deren Bewertung und Beurteilung.
Ich nehme jetzt mal die Huren. Wenn ich sage würde, alle Huren sind nur schlecht, oder nur gut, wäre das in der Bewertung und Be/Verurteilung äußerst oberflächlich, also kein mittleres gerechtes Maß!
In dem Sinne war das gemeint und ich bin mir sehr sicher, daß Moebius und ich da einander gut verstanden haben.

MfG rupert
 
AW: Das Leiden mit buddhistischer Philosophie gesehen

Zur Würde, sei mal ehlich, fühlst Du Dich wirklich in Deiner Würde bedroht, entehrt, gedemütigt? Also ich nicht wirklich. Abgesehen davon, daß ich mich an die österr. Gesetzte halten muß, fühle ich mich frei. Ich darf fucking Staat schreien so laut und oft ich will, ich darf ausreisen und vieles mehr.
Als ich vergangenen August mich arbeitlos melden mußte, bekam ich Geld, um ein, zwar bescheidenes, aber immer noch würdevolles Leben führen zu können, ohne Überlebensängste haben zu müssen. Die Krankenversicherung lief auch weiter. Das ist leider nocht nicht überall - sooo selbstverständlich.

gestern gab es im TV eine Reportage über den Hochsicherheitsknast in Oldenburg. Da wurde das Leben eines männlichen Insassen etwas näher beleuchtet, der im Affekt eine Körperverletzung mit Todesfolge begangen hatte und deswegen in U-Haft auf seinen Prozess wartet. Vor dem Knastaufenthalt hatte der Mann von Hartz IV gelebt. Seine zentrale Aussage: im Knast lebt er nun auf jeden Fall besser als vorher. Hartz IV sei schlimmer als Knast...


Nun, trotz der Versuchung, mich die restlichen Jahre bis zu Pensonierung irgendwie ohne Arbeit durchzuschlängeln, habe ich wieder einen Job. Morgen ist mein erster Arbeitstag. Daher werde ich wieder viel seltener hier schreiben.

da steckt - außer einer vielleicht positiven, persönlichen Chance - eine tiefere Weisheit drinnen: nicht wegen der persönlichen Menschenwürde wird Vollbeschäftigung angestrebt, sondern damit keiner mehr Zeit hat, sich Gedanken über die herrschende Ordnung in unserem Land zu machen. Oder womöglich diese Gedanken dann auch noch zu verbreiten...

Der Rote Baron
 
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AW: Das Leiden mit buddhistischer Philosophie gesehen

Hallo Rupert!
Kaawi, ich glaub Du verstehst nicht richtig.
Du meinst, ich verstehe nicht so, wie Du es verstanden wissen möchtest!
Kennst Du den Spruch "Der Mensch ist das Maß aller Dinge"
Z.B. beim Essen und Trinken. Wenn man zu viel oder zu wenig frisst, wäre es für uns nicht gut. Wie sollten ein mittleres Maß finden, damit es unserem Körper und so auch uns selbst gut geht.
Beim Dialog zwischen moebius und mir gings um Die Mächtigen und deren Bewertung und Beurteilung.
Ich nehme jetzt mal die Huren. Wenn ich sage würde, alle Huren sind nur schlecht, oder nur gut, wäre das in der Bewertung und Be/Verurteilung äußerst oberflächlich, also kein mittleres gerechtes Maß!
Ihr meint also, dass der Mensch differenzieren soll. Tut er dieses, dann ist er in der Lage, gerechte Urteile zu fällen???
In dem Sinne war das gemeint und ich bin mir sehr sicher, daß Moebius und ich da einander gut verstanden haben.
Umso wichtiger, dass eure vorschnelle Harmonie hinterfragt wird!

LG Kaawi :)
 
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