• Willkommen im denk-Forum für Politik, Philosophie und Kunst!
    Hier findest Du alles zum aktuellen Politikgeschehen, Diskussionen über philosophische Fragen und Kunst
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Das Leiden mit buddhistischer Philosophie gesehen

AW: Das Leiden mit buddhistischer Philosophie gesehen

gestern gab es im TV eine Reportage über den Hochsicherheitsknast in Oldenburg. Da wurde das Leben eines männlichen Insassen etwas näher beleuchtet, der im Affekt eine Körperverletzung mit Todesfolge begangen hatte und deswegen in U-Haft auf seinen Prozess wartet. Vor dem Knastaufenthalt hatte der Mann von Hartz IV gelebt. Seine zentrale Aussage: im Knast lebt er nun auf jeden Fall besser als vorher. Hartz IV sei schlimmer als Knast...
Ja, arbeitslos zu sein, ist für viele nicht so einfach. Aber es gibt sicher auch welche, die wegen der Bequemlichkeit recht gut damit umgehen.

MfG rupert
 
Werbung:
AW: Das Leiden mit buddhistischer Philosophie gesehen

Ja, arbeitslos zu sein, ist für viele nicht so einfach. Aber es gibt sicher auch welche, die wegen der Bequemlichkeit recht gut damit umgehen.

MfG rupert

und du rechnest dich zur zweiten Gruppe? Dann muß "Bequemlichkeit" bei dir ja durchwegs positiv besetzt sein. Ich mag positiv denkende Menschen...

Der Rote Baron
 
AW: Das Leiden mit buddhistischer Philosophie gesehen

Du meinst, ich verstehe nicht so, wie Du es verstanden wissen möchtest!
Kaawi ich bin mir sicher Du möchtst auch verstanden werden!

Ihr meint also, dass der Mensch differenzieren soll. Tut er dieses, dann ist er in der Lage, gerechte Urteile zu fällen???
Na Bravo, dann wäre es also gerechter, nicht zu differenzieren und so kann man ohne weiteres sagen - alle Prostituirten sind gleich schlecht.
Um das gings und um nichts anderes!

MfG rupert
 
AW: Das Leiden mit buddhistischer Philosophie gesehen

Hallo Rupert!
Du meinst, ich verstehe nicht so, wie Du es verstanden wissen möchtest!
Hallo Kaawi!
Ich bewundere Deine Fähigkeit, Deine Gesprächspartner auf Distanz zu halten. Es scheint für Dich noch dringend notwendig zu sein.

Ihr meint also, dass der Mensch differenzieren soll. Tut er dieses, dann ist er in der Lage, gerechte Urteile zu fällen???
In der Tat, wenn der Mensch in der Lage die fünf Gegensatzpaare de zu jeder Beziehung dazu gehören mit einanander zu versöhnen:

Dauer und Augenblick
Gleichheit und Verschiedenheit
Versagung und Befriedigung
Stabilisierung und Stimulierung
Distanz und Nähe

Umso wichtiger, dass eure vorschnelle Harmonie hinterfragt wird! LG Kaawi :)

Diese Aussage halte ich für einen überflüssigen und böswilligen Übergriff und damit für eine feindliche Attacke um Leid aufrecht zu erhalten und Frieden zu verhindern.
Wer Frieden will und anstrebt hinterfragt keine Form von Harmonie sondern freut sich an ihr und trauert, wenn sie noch keine tragfähige Dauer erreicht hat. Es ist aber ein Anfang. Hier entnehme ich das hassenswerte teile und herrsche, was nur Unglück und Leid produziert.

:liebe::schaukel::schaf: rg​
 
AW: Das Leiden mit buddhistischer Philosophie gesehen

Hallo Rupert!

Kaawi ich bin mir sicher Du möchtst auch verstanden werden!

Mal geht es mir darum, verstanden zu werden, mal um Selbstausdruck z.B., um meine Sichtweise einer anderen gegenüber zu stellen.


Na Bravo, dann wäre es also gerechter, nicht zu differenzieren und so kann man ohne weiteres sagen - alle Prostituirten sind gleich schlecht.
Um das gings und um nichts anderes!
Ich glaube, dass nur eine sehr gute Selbstkenntnis dazu befähigt, das Verhalten anderer zu verstehen und einzuordnen. Urteile finde ich grundsätzlich anmaßend, aber vielleicht unvermeidbar im Prozess, seinen eigenen Standpunkt zu finden.

LG Kaawi :)
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Das Leiden mit buddhistischer Philosophie gesehen

dies sehe ich völlig anders !

ich verstehe das buddhistische nirvana als einen seelischen zustand an in welchem jegliches menschliches streben nach bedürfnis befriedugung erloschen ist(amirt alle karmischen bindungen an die welt) - dies bedeutet absolut nicht das man das streben unterdrückt oder sublimiert sondern schlicht weg nur das kein bedürfnis mehr da ist welches anzustreben ist !
Ich habe mich mit dem Begriff "Nirvana" zu wenig beschäftigt, da ich davon überzeugt bin, von diesem "Zustand" noch Lichtjahre entfernt zu sein. Ich würde diesen "Zustand" ("Nirvana") aber als "wunschlos glücklich" bezeichnen. Der Buddhismus beinhaltet m. E. neben dem "Fernziel" des "Nirvana" sehr viele für das praktische Leben hilfreiche Ratschläge, die auch für Laien verwertbar sind. Das "Nirvana" ist im Normalfall ohnehin erst nach mehreren (!) Leben erreichbar.

ebenso mit sex und frauen ... wir stellen die dümmsten sachen an um mit frau in kontakt zu kommen - rackern uns ab - zeihen tolle sachen an - gehen in balletvorstellungen die und nicht interessieren ..... und ...und ......
letzendlich nur um nach erfolgten orgasmus zufrieden und elax neben ihr im bett zu liegen .... ohne weiteres sexuelles bedürfnis zufrieden im nirvanischen hier und jetzt..... also -- ich liebe das nirvana und strebe es aus vollsten herzen an - auch ohne mönch zu sein ^^

ok da waren noch einige kleinigkeiten in der lehre - aber ich hoffe ich konnte euch die basis näherbringen...

Was du hier beschreibst ist - jedenfalls nach meinem geringen Wissenstand - in die Nähe des "Tantrismus" zu rücken. Den "Tantrismus" gibt es sowohl innerhalb des Buddhismus als auch innerhalb des Hinduismus. Grob vereinfacht ausgedrückt, handelt es sich dabei um "Erleuchtung" durch Sex. Das ist kein Scherz, diese "Methode" gibt es im "linkshändigen" Tantrismus tatsächlich. Erwähnt werden muss aber auch, dass bei diesem Weg zur "Erleuchtung" im Idealfall Mann und Frau absolut gleichberechtigt sind. Die "Erleuchtung" erfolgt durch den Orgasmus, der Mann und Frau in kosmische oder "göttliche" Regionen vordringen lässt. Das setzt natürlich voraus, dass auch die Frau zum Orgasmus gelangt. Überflüssig zu erwähnen, dass diese "Methode" zur "Erleuchtung" in extrem konservativen christlichen Kreisen Unverständnis, Entsetzen und Abscheu hervorgerufen hat. Allerdings muss der Weg "Erleuchtung durch Orgasmus" in einem spirituellen Rahmen stattfinden, da "tantrischer" Sex nicht zu einer "tierischen" Handlung werden soll.
 
AW: Das Leiden mit buddhistischer Philosophie gesehen

Ich habe mich mit dem Begriff "Nirvana" zu wenig beschäftigt, da ich davon überzeugt bin, von diesem "Zustand" noch Lichtjahre entfernt zu sein. Ich würde diesen "Zustand" ("Nirvana") aber als "wunschlos glücklich" bezeichnen.

Da kann ich Deinen Gedanken wieder sehr gut folgen, Harald!
- Allerdings bin ich nicht sooo überzeugt, ... :)

Das Thema gibt's auch schon in Buchform.
- Wahrscheinlich lesenswert! (Proben sind wohl im Netz.)

Gruß
Reinhard
 
AW: Das Leiden mit buddhistischer Philosophie gesehen

Überflüssig zu erwähnen, dass diese "Methode" zur "Erleuchtung" in extrem konservativen christlichen Kreisen Unverständnis, Entsetzen und Abscheu hervorgerufen hat. Allerdings muss der Weg "Erleuchtung durch Orgasmus" in einem spirituellen Rahmen stattfinden, da "tantrischer" Sex nicht zu einer "tierischen" Handlung werden soll.

das klingt ja sehr merkwürdig. Mann kriegt doch nirgendwo so viele Frauen auf einmal für's Geld als in einem Tantrahaus...?

Der Rote Baron
 
AW: Das Leiden mit buddhistischer Philosophie gesehen

[ ]
Ich habe mich mit dem Begriff "Nirvana" zu wenig beschäftigt, da ich davon überzeugt bin, von diesem "Zustand" noch Lichtjahre entfernt zu sein. Ich würde diesen "Zustand" ("Nirvana") aber als "wunschlos glücklich" bezeichnen. Der Buddhismus beinhaltet m. E. neben dem "Fernziel" des "Nirvana" sehr viele für das praktische Leben hilfreiche Ratschläge, die auch für Laien verwertbar sind. Das "Nirvana" ist im Normalfall ohnehin erst nach mehreren (!) Leben erreichbar.

bist du noch nie wunschlos glücklich gewesen ???
und ist für dich ein fernziel das gleiche wie ein endziel ?
wie kommst du darauf dass es mehrere leben dauern muss um einmal wunschlos glücklich sein zu dürfen ??
nun ja-vermutlich meinst du auch das unser christliches paradies etwas anderes ist wie das buddhistische nirvana..... nur durch härteste entbehrungen erreichbar und - durch äußerste respektierung kirchlicher würdenträger sowie deren rezepturen ...
nichts gegen makler (sei es immobilien , reisen oder religionen), sind manchmal ganz brauchbar ihre dienstleistungen - aber oft geht es auch ohne - sogar viel schneller..

tja - und mehrere leben ....... wie immer man sich auch seelen und ihre wanderungen vorstellt - fakt ist: es gab vor uns geist und es wird auch nach uns geist geben - wir alle blicken auf eine entwicklung 1000er generationen menschlicher vernunft zurück und können diese auch nutzen - zumindest potentiell.

[]
Was du hier beschreibst ist - jedenfalls nach meinem geringen Wissenstand - in die Nähe des "Tantrismus" zu rücken. Den "Tantrismus" gibt es sowohl innerhalb des Buddhismus als auch innerhalb des Hinduismus. Grob vereinfacht ausgedrückt, handelt es sich dabei um "Erleuchtung" durch Sex.Das ist kein Scherz, diese "Methode" gibt es im "linkshändigen" Tantrismus tatsächlich.
ja - ich habe es der tantrischen lehre entnommen .
ich kenne mich dort auch ein wenig aus - lebte selber mal kurze zeit in einer tantrisch orientierten gemeinschaft.....
von daher weiss ich aber auch dass dieser hier bei uns arg verzehrt dargestellt wird ..... :
es stimmt schon das im tantra die sexualität als eine der stärksten im menschen wirkenden kräfte nicht ausgeschlossen und tabuisiert wird sondern auch in die lehre und riten inte3griert wird - aber das heisst noch lange nicht das es dort um nichts anderes mehr geht ^^
ist so wie wenn man in indien bücher über die christlichen rituale schreibt in denen ausschlieslich über das abendmahl und der dortigen völlerei der beteiligten gesprochen wird... verbunden mit kochbücher über die zubereitung des zu reichenden brotes und die richtige richtige wahl des weines ... ea stimmt dass das abendmahl ein wichtiges christliches ritual ist
wird auch sein dass dies besonders bei ausgehungerten und zwangsfastenden eine menge auslöst nur man darf die christliche lehre nicht darauf reduzieren.

die tantrischer betrachtung von essen ist der christlichen eher diametral gegenübergestellt. im christlichen (insbesonders calvinistisch) darf es nicht besonders gut schmecken und vorher müssen alle zerknirscht beten und bestätigen wie dankbar sie sind um überhaut etwas abzubekommen . noch sich daran erfreuen zu wollen oder es gar noch besonders schön seinen bedürnissen anzupassen grenzt dort schon an hochmut. eigenen wünschen und sehnsüchten nachzugehen um zur erfüllung zu gelangen ist tiefschwarze verführung durch den teufel - richtig linkshändig......

bei unseren "tantrischen" abendessen gaben wir uns mühe die speisen - auch wenn sie leider nicht immer das teuerste war - auf jedenfall so herzurichten das das essen selber eine offenbarung wurde - eingebunden in der ebenfalls optimierten umgebung (kerzen.musik.duft.optik) - und dazu menschen die sich einfach daran erfreuen - es als heiliges prinzip empfinden dem nachzugehen was sie innerlich als höchste ästhetik fühlen und wo ihre wünsche sie hinführen. den widerspruch zwischen gott und mensch aufzuheben und beide seiten an einen strick ziehen zu lassen - gott hat uns unsere gefühle gegeben damit wir wissen wie wir seine umgebung gestalten sollen und das leid damit wir wissen wenn es uns noch nicht richtig gelungen ist - alles in uns ist absolut authentisch und hat seinen zweck.
so wie das essen eine biologische notwendigkeit und karmische verflechtung ist um zu überleben so kann sie aber auch ein genuss sein wenn sie richtig praktiziert wird. und das kann man auch übertragen - sei es gartenarbeit - hausarbeit - oder auch die biologische notwendigkeit der reproduktion - diese soll keine quelle des leides sein sonder eine quelle der freude für uns - und heilige pflicht sie auszuführen - in perfektion wie sie uns unsere wünsche vorgeben. dem nachzukommen ist pflicht und dienst an den göttern....


was meinst du genau mit linkshändigen tantrismus ?

Erwähnt werden muss aber auch, dass bei diesem Weg zur "Erleuchtung" im Idealfall Mann und Frau absolut gleichberechtigt sind. Die "Erleuchtung" erfolgt durch den Orgasmus, der Mann und Frau in kosmische oder "göttliche" Regionen vordringen lässt. Das setzt natürlich voraus, dass auch die Frau zum Orgasmus gelangt. Überflüssig zu erwähnen, dass diese "Methode" zur "Erleuchtung" in extrem konservativen christlichen Kreisen Unverständnis, Entsetzen und Abscheu hervorgerufen hat. Allerdings muss der Weg "Erleuchtung durch Orgasmus" in einem spirituellen Rahmen stattfinden, da "tantrischer" Sex nicht zu einer "tierischen" Handlung werden soll.

ach was heisst absolut gleichberechtigt ?
wichtig ist einzig und alleine die innere einstellung den partner als heiligstes relikt zu betrachten und so auch zu respektieren - dessen wünsche mit meinen zu integrieren - widersprüche aufzulösen
das höchste ziel angehen: miteinander friedlich und wunschlos einschlafen zu können ^^
ziel ist nicht die wünsche auf spirituelle rähmen zu beschränken
sonder den spirituellen raum auf den ganzen kosmos zu erweitern - eine keim zelle in sich zu finden und diese wachsen zu lassen - zuerst nur eine kleine kerze&/statue
dann eine situation- dann eine andere - hier noch ein mensch - da noch eine gruppe ......
schade und verlust für alles was uns nicht heilig ist..
 
Zuletzt bearbeitet:
Werbung:
AW: Das Leiden mit buddhistischer Philosophie gesehen

das klingt ja sehr merkwürdig. Mann kriegt doch nirgendwo so viele Frauen auf einmal für's Geld als in einem Tantrahaus...?

Der Rote Baron

Was kriegt man(n) nicht alles für's Geld....!?!?
Aber auch in einem Tantrahaus
gehen die Frauen ein und aus...

Helau:clown2: (der nicht-dichte Dichter)
 
Zurück
Oben