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Das Böse in unserer Welt

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
AW: Das Böse in unserer Welt

@Joan (eben oben):

Nicht unterdrücken hieße ausleben. Das Böse ausleben,
weil ein Unterdrücken schlecht wäre, führt dann zu
etwas Gutem?

_______________________

Jedenfalls ist es besonders böse, wenn
Kinder nie etwas Böses anstellen dürfen.​
Ich erinnnere z.B. an die Straßenschlachten
nach dem zweiten Weltkrieg in
Berlin (und anderen "betroffenen" Großstädten).

Wenn ich damals (etwas) älter gewesen wäre,
hätte ich möglicherweise auch gerne (?) mal
mitgemacht/mitmachen müssen.

Ja ja, alles sehr fragwürdig, aber vielleicht doch
erwähnenswert

von
Reinhard
(mit seinen 70 Jahren)
 
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AW: Das Böse in unserer Welt

Das verstehe ich nicht, bzw. ich kann es nicht nachvollziehen.
Ich denke, dass keiner etwas Böses tun WILL, sondern einfach nicht anders KANN. Die inneren Einsprüche, die du erwähnst, bestätigen das. Sie sind da, aber zu schwach. Und diese Schwäche der Einsprüche macht es auch unmöglich, ihnen oder Einsprüchen von außen zuzuhören. Könne man zuhören, könnte man genausogut unterdrücken - was uns wieder zu meiner Frage zurückbringt, was am Unterdrücken wohl schlecht sei.
Nicht unterdrücken hieße ausleben. Das Böse ausleben, weil ein Unterdrücken schlecht wäre, führt dann zu etwas Gutem?

Deswegen ist das Anerkennen was da ist, die erste Voraussetzung:

Bruno Bettelheim:
"Gleichgültig was ein Mensch auch tut, für ihn ist es das Beste, was er sich denken kann. Es mag unangemessen sein, und es mag anderen sehr dumm erscheinen, aber für den Menschen selbst ist es die beste Problemlösung, die er finden kann. Für ihn ist es das Äußerste, was er bringen kann. Gleichgültig, wie das was er tut, sich auswirkt - und manchmal kann es zerstörerisch sein - dem betreffenden Menschen erscheint es niemals so.
Er weiß sein Leben auf keine andere Art und Weise zu erhalten oder zu verbessern; für ihn ist es das Wichtigste und das Notwendige. Wenn man das einmal verstanden hat, ist es mir kaum vorstellbar, dass nicht allem mit dem größten Respekt begegnet wird."

meint :megaphon: :schaf: rg
 
AW: Das Böse in unserer Welt



Jedenfalls ist es besonders böse, wenn
Kinder nie etwas Böses anstellen dürfen.​
Ich erinnnere z.B. an die Straßenschlachten
nach dem zweiten Weltkrieg in
Berlin (und anderen "betroffenen" Großstädten).

Wenn ich damals (etwas) älter gewesen wäre,
hätte ich möglicherweise auch gerne (?) mal
mitgemacht/mitmachen müssen.

Ja ja, alles sehr fragwürdig, aber vielleicht doch
erwähnenswert

von
Reinhard
(mit seinen 70 Jahren)


Ja, aber sind diese Kinderspiele denn "böse"? Ist es "böse", wenn ein Kind sich schmutzig macht? Ist es "böse", wenn es die Schule schwänzt?

Wir sind wieder beim ursprünglichen Problem: Was ist "böse"?
 
AW: Das Böse in unserer Welt

I.
Arm bist Du weil Du keine Ahnung davon hast wie Böses entsteht und wodurch. Wenn Du das kapiert hast, brauchst mich nicht als einen "Friedensengel" dann sorgst Du selber für Frieden.

II.
Das ist überhaupt nicht zynisch, dass ist das was ich erreichen will! Zu erkennen, wo das "Böse" entsteht und zwar im Privaten Bereich.

III.
Ohne Gewalt sprich Aggression ist Leben nicht möglich. Schon allein wenn Du in ein Butterbrot beißt, übst Du allein, um Deinen Hunger zu stillen, Gewalt aus. Du nimmst damit in Kauf, dass etliche Körner Roggen und/oder Weizen zu Mehl gemahlen werden.

IV.
Wenn Du Deinen Zynismus mal zur Seite nimmst und Du Deine Frage ernst nimmst. Dann hast Du einen verzweifelten, ungewollten und ungeliebten Säugling vor Dir, der jede aber auch jede negative Projektion annimmt und hilflos versucht, all das Pech wieder abzuwaschen, was regelmässig von den Idioten, die an das Böse in der Welt glauben heruntergeschüttet wird. Der Säugling hat keine Chance, wie es Dein Beispiel Fritzl nicht hatte. Weil ihn keiner gefragt hat, was machst Du da eigentlich? Er ist ja das Böse schlechthin für Dich. Solange es Leute gibt wie Dich, die einen Sündenbock brauchen, wird die Welt vor der Liebe sicher sein.

V.
Ich versteh nicht, was Du dagegen hast. Das habe ich so in meinem langen Leben gelernt, alles was ich Gutes getan habe, wurde ins Gegenteil verwandelt. Ich bin nicht daran gestorben, wohl drei meiner vier toten Brüder und der Zorn kocht immer noch in mir über diese unsinnigen Tode. Ich habe meine Lektion daraus gelernt. So spiele ich einfach jetzt den Herrn.


VI.
Na zum Glück endlich eine Übereinstimmung die ich neben Deinem Gesäusel von liebe und werte als echt anerkennen kann und hoffe sehr dass Du dabei bleibst. :sekt:


Hallo rote Gräfin,

nachstehend meine Antworten:

ad Pkt. IV., "Idioten": Lt. Pkt. I & II glaubst du ja selbst an das "Böse".
Ich verstehe den Widerspruch in deinem Beitrag nicht.

ad Pkt. IV., "Sündenbock": Ja, Herr Fritzl ist für mich ein "böser" Mensch.
Zum "Sündenbock" habe ich ihn deswegen aber nicht gemacht. Einem Sündenbock wird doch etwas Schlechtes (oder: "Böses") "in die Schuhe geschoben", das er nicht verursacht hat. Das ist bei Herrn Fritzl definitiv nicht der Fall! Herr Fritzl hat etwas "Böses" getan!

ad III.: Wenn ich ein Brot esse, übe ich Gewalt aus? Demnach wäre jeder Mensch "bös", der ein Brot isst. Das ist doch absurd!

ad V.: Naja, das funktioniert bei dir wahrscheinlich nach dem Prinzip: Alle schlechten ("bösen") Erfahrungen, die ein Mensch im Leben macht, gibt er bewusst oder unbewusst weiter. Ich denke aber, dass du dich möglicherweise "in deiner Haut wohler fühlen würdest", wenn es dir gelänge, diesen "Teufelskreislauf" zu unterbrechen.
In diesem Zusammenhang würde es mich wirklich interessieren, was genau mit deinen Brüdern passiert ist. Du schreibst: "So spiele ich einfach jetzt den Herrn". Aus deinem diesbezüglichen Blogeintrag geht hervor, dass der "Herr" alles selbst kontrollieren muss, damit gewisse Handlungsabläufe funktionieren.
Stellst du dir dein "Rollenspiel" in etwa so vor?

ad VI.: Wann und wo genau habe ich etwas von Liebe und Werten "gesäuselt"? Kannst mir bitte die Beitragsnummer verraten?

Ich sehe deinen Antworten mit Spannung entgegen,
Harald



p.s.: Schreib doch ein bisschen mehr über deine Familiengeschichte.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Das Böse in unserer Welt

Ja, aber sind diese Kinderspiele denn "böse"? Ist es "böse", wenn ein Kind sich schmutzig macht?

Ist es "böse", wenn es die Schule schwänzt?

Wir sind wieder beim ursprünglichen Problem: Was ist "böse"?

Ja!

Und z.B. die Frage haut richtig hin.

Ob Schwänzen als böse beurteilt wird,
hängt vor allem von den "ErzieHERRN
und -HERRINNEN" ab. Die sind ja nicht
nur "zu Hause", sie sind (selbstverständlich)
auch in der Schule, bei den Schulbehörden.
Sie sind im "System". - Oder nicht.
 
AW: Das Böse in unserer Welt

Hallo an alle,
in der Bibel steht das Böse in der Welt nahm mit Satan den Anfang. Er ist der Vater der Lüge und hat so Eva verführt und damit den Tod, Schmerz und Leid in diese Welt gebracht (1. Mo 3:3,4 + 5:5) Denn laut Gott hätten die Menschen nicht sterben müssen, nur wenn sie von dem Baum der Erkenntniss essen würden (1.Mo 2:17). Die Bibel hat im Grunde ein zentrales Thema: das verloren gegangene Paradies und das damit verbundene Böse in der Welt und das wiedererlangen des Paradieses und was Gott von uns diesbezüglich erwartet (Jesaja 45:18, Matthäus 5:5, Römer 10:13-15, 1.Johannes 4:1-3 und einige mehr).
Gott hat genau aufschreiben lassen was er mit uns Menschen vor hat, was er von uns erwartet, wie er angebetet werden will, und das es das Böse nicht immer geben wird. Da braucht man die Bibel auch nicht auslegen, denn die Bibel legt sich selber aus und spricht für sich.
Viele liebe Grüße :)
Lucy
 
AW: Das Böse in unserer Welt

Hallo rote Gräfin,

nachstehend meine Antworten:

ad Pkt. IV., "Idioten": Lt. Pkt. I & II glaubst du ja selbst an das "Böse".
Ich verstehe den Widerspruch in deinem Beitrag nicht.
Mir fehlen die Worte es Dir zu erklären. Ich habe auch keine Lust mehr dazu, weil es eine endlos Debatte ergibt.

ad Pkt. IV., "Sündenbock": Ja, Herr Fritzl ist für mich ein "böser" Mensch.
Zum "Sündenbock" habe ich ihn deswegen aber nicht gemacht. Einem Sündenbock wird doch etwas Schlechtes (oder: "Böses") "in die Schuhe geschoben", das er nicht verursacht hat. Das ist bei Herrn Fritzl definitiv nicht der Fall! Herr Fritzl hat etwas "Böses" getan!
Nein Du nicht. Du schließt Dich nur dieser allgemeinen idiotischen Meinung an.

ad III.: Wenn ich ein Brot esse, übe ich Gewalt aus? Demnach wäre jeder Mensch "bös", der ein Brot isst. Das ist doch absurd!
Das Leben ist absurd. Es endet mit dem Tod.

ad V.: Naja, das funktioniert bei dir wahrscheinlich nach dem Prinzip: Alle schlechten ("bösen") Erfahrungen, die ein Mensch im Leben macht, gibt er bewusst oder unbewusst weiter. Ich denke aber, dass du dich möglicherweise "in deiner Haut wohler fühlen würdest", wenn es dir gelänge, diesen "Teufelskreislauf" zu unterbrechen.
In diesem Zusammenhang würde es mich wirklich interessieren, was genau mit deinen Brüdern passiert ist. Du schreibst: "So spiele ich einfach jetzt den Herrn". Aus deinem diesbezüglichen Blogeintrag geht hervor, dass der "Herr" alles selbst kontrollieren muss, damit gewisse Handlungsabläufe funktionieren.
Stellst du dir dein "Rollenspiel" in etwa so vor?
Muss es überhaupt einen Herrn geben? Offensichtlich hast Du die Geschichte nicht richtig verstanden.

ad VI.: Wann und wo genau habe ich etwas von Liebe und Werten "gesäuselt"? Kannst mir bitte die Beitragsnummer verraten?
Was kann ich für Dein kurzes Gedächtnis?

Ich sehe deinen Antworten mit Spannung entgegen,
Harald
Entspann Dich. Ich habe keine Lust mehr, soviel Dummheit langweilt mich nur.


p.s.: Schreib doch ein bisschen mehr über deine Familiengeschichte.
Das könnte Dir so passen!

meint :megaphon: :schaf: rg
 
AW: Das Böse in unserer Welt

1. Bevor du uns unser Lieblingsspielzeug wegnimmst, moebius, musst du uns was anderes anbieten, was ist die Alternative zu den Abstraktionen?

2. Die Realität? Und was soll das sein, auch ein Wust von Richtigkeiten, Vorstellungen, Interpretationen, Wünschen und Irrtümern. Wird da etwa gerechter unterschieden?

Kaawi :):blume1:

Hallo Kaawi!
Zu 1.:
Die Alternative zu Abstraktionen wäre, auf solche zu verzichten ...- und z.B. über den Grund des Bedürfnisses, mit Hilfe von Abstraktionen zu streiten, zu reflektieren ...
Zu 2.:
Die "Realität" ist immer das, was man(n)/frau dafür hält ....Auch hier lohnt es sich nicht, zu streiten ...es sei denn, innerhalb der Realitäts-/Objekt-bezogenen empirischen Naturwissenschaften beispielsweise, wo aber auf experimentellem Wege über die Halt- bzw. Un-Haltbarkeit bestimmter Modelle/Theorien/Hypothesen relativ vernünftig entschieden werden kann...Solange nicht ausserwissenschaftliche Interessen sich einmischen wie z.B. diejenigen von Geldgebern, Politikern, Auftraggebern, die an bestimmten Ergebnissen interessiert sind ...
Gruß, moebius
 
AW: Das Böse in unserer Welt

Hallo rote Gräfin,

ich muss dir zu deinem letzten Beitrag gratulieren. Dieser ist von einer herzerfrischenden Offenheit, die eine Charakterisierung deiner Beiträge in kurzer Form ermöglicht: Viel Lärm um Nichts.

Mit freundlichen Grüßen,
Harald
 
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AW: Das Böse in unserer Welt

Hallo rote Gräfin,

ich muss dir zu deinem letzten Beitrag gratulieren. Dieser ist von einer herzerfrischenden Offenheit, die eine Charakterisierung deiner Beiträge in kurzer Form ermöglicht: Viel Lärm um Nichts.

Mit freundlichen Grüßen,
Harald

Stimmt das Böse in unserer Welt ist eben Nichts wert. Das ist gut, dass Du es endlich einsiehst.

meint :megaphon: :schaf: rg
 
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