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Das Böse in unserer Welt

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AW: Das Böse in unserer Welt

Hallo !

Das Böseste im Universum ist mMn der Versuch, einen Menschen in den Selbstmord zu treiben.

Liebe Grüße

Zeili


Hallo Zeili,
so ein Versuch würde für mich "Das absolut Böse" darstellen!
Nur, darf ich fragen, wie du jetzt gerade auf dieses Beispiel kommst?

Mit freundlichen Grüßen,
Harald
 
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AW: Das Böse in unserer Welt

Was ist "Das Böse"?
Die Gegenteil, von "Der Gute"?
Und wie kann sich der SELBST, sich SELBST umbringen?

alles liebe...magd
-------------------
"ERKENNE DICH SELBST"
 
AW: Das Böse in unserer Welt

Hab ich da jetzt was falsch verstanden?
Ich habe nie daran gezweifelt, dass es in unserer Welt Dualismen gibt!
Wenn man nur einen Teil betrachtet, bedeutet das ja nicht gleich automatisch die Gesamtheit zu leugnen.

Zu Feuer, Sonne und Wasser: Kommt immer auf das Maß an, oder nicht?
Ein wenig = "gut", zu viel = "bös".

Hallo Harald,

genau das meinte ich auch.
Es kommt immer auf die Perspektive der Betrachtung an und auf das Maß.
Aber dies ist doch immer so.
Nichts ist NUR GUT und umgekehrt kann nichts NUR BÖSE sein.

Was in aller Welt soll denn nun DAS BÖSE sein?
A) Eine zeitweilig gerichtete Bewertung und Beurteilung aus unserer beschränkten Wahrnehmung heraus?
B) Eine dauerhafte Deklaration mit sichtbaren Kennzeichnung >>ACHTUNG - BÖSE<<?
C) Eine mittelalterliche, dogmatisch verkrustete Eigenschaft, die es zu verteufeln gilt?

Im Schelling-Idealismus wird das Gute und Böse im Absoluten zusammengeführt. Bei Hegel bringt jede endende, gerichtete Aussage, ob nun gut, böse, schnell, langsam, hoch, tief, alt, jung usw... das Gegenteilige selbst hervor. Wenn also etwas für das Böse gehalten wird, dann ist das Gute darin bereits enthalten. Das nötigt das Bewusstsein dazu im Denken nicht zu verweilen und zu erstarren, sondern eine Denkbewegung weiter zu denken - ob auf einer anderen Begriffsebene oder aber die selbige noch einmal.
Selbst beim Schopenhauer ist der Wille nicht nur BÖSE, sondern es erscheint auch eine lichte Seite, die in der Fülle auch über das Böse siegen kann.

Auch bei Sokrates heißt es: "Niemand tut freiwillig Böses."
Das bedeutet, dass man entweder einem Zwang folgend oder aber aus Unwissenheit und Unverständnis heraus BÖSES tut.
Bei Platon, den Optimisten und Idealisten gibt es kein negatives Denken. Die einzige Bemerkung zum Böses, weil er ja so viel zum Guten gesagt hatte, ist, dass das BÖSE nur im Sinne eines natürlichen Übels (malum physicum) oder des sittlich Schlechten (malum morale) vorkommt.

Ich behaupte, jene Menschen, die andere Menschen als DAS BÖSE verurteilen, haben die Wahrnehmungs- und Erkenntnislücke nicht bedacht, sie haben die Zusammenhängen nicht erkannt und man bedient sich einer primitiven Vor_Ver_Urteilung, um sich nicht weiter mit dieser Sache beschäftigen zu müssen. Denken ist ja anstrengend.

Lieben Gruß
Axl
 
AW: Das Böse in unserer Welt

Oh wird auch darin der eigene Wunsch etwas Besonders im eigenen Leben sein zu wollen beleuchtet und für gut geheißen in einer solchen Gruppe?

Dann nimm Dir bitte auch die Regel von Benedikt vor. Dort kannst Du nachlesen, wie hier systematisch dazu angeleitet wird, das eigene Denken und die Kritikfähigkeit zu sabotieren. Hier gilt es regelmäßig gut zu sortieren, die einzelne Person, die sich im Laufe seines Lebens darauf eingestellt hat und versucht hat danach zu leben und das ganze System was dahinter steckt und dazu verführt sich und den anderen das Leben schwer zu machen, anstatt die Liebe Gottes für jeden Menschen voraus zu setzen und darin die Würde des Menschen zu sehen.

meint :megaphon: :schaf: rg

Hallo Rote Gräfin,

über das BÖSE habe ich gerade zu Harald geschrieben, weshalb ich auf die Wiederholung verzichte.

Der Wunsch etwas BESONDERES im eigenen Leben zu sein ist elementar, weil wir eben in erste Line ein INDIVIDUUM sind. Das heißt EINZIGARTIG. Das ist immer etwas BESONDERES.

Das ist doch auch mein Anliegen an EUCH, das BESONDERE zu erkennen und zu entfalten. Das unbedingt Allgemeine ist wie das Offensichtliche für alle erkennbar und es ist die NORM. Wir werden auf das Allgemeine reduziert.
Daher ist der Wunsch nach dem Besonderen legitim. Wenn dies nicht bewusst gelebt wird, läuft dies im Unbewussten verdeckt weiter. Die Verdrängung seiner Bedürfnisse sind ja nur aus dem Bewusstsein verdrängt und werden mit Unterdrückungsmechanismen aufrecht erhalten.

Wenn man das Besondere an sich erkannt hat, ist es viel leichter, das Besondere bei den anderen zu ergründen. Der persönliche Verzicht zu Gunsten anderer funktioniert nur über meine Individualbedürfnisse.

Es mag sich in der allgemeinen gesellschaftlichen Ansicht sicherlich egoistisch anhören, sich selbst für etwas Besonderes zu halten, jedoch möchte ich betonen, das dies für jedes Individualwesen Gültigkeit hat.

Die Regel des Benedikt habe ich bereits vor einigen Jahren bei einem Freund angelesen, der in einem Benediktiner-Kloster zeitweilig lebte. Dort bekommt jeder solch eine Benedikt-Bibel. Ich war entsetzt und könnte mich nicht so beugen. Jene autoritären Strukturen sind mir unheimlich.

Ich persönlich glaube auch nicht daran, dass dies mit Gott, der Liebe oder ähnliches zu tun hat, sondern reine Willkür ist, den Geist zu brechen, den Willen zu berauben, die Individualität möglichst klein zu halten und die Menschen mit kleinen Bitten zu großen Taten zu animieren.

Lieben Gruß
Axl
 
AW: Das Böse in unserer Welt

Ich behaupte, jene Menschen, die andere Menschen als DAS BÖSE verurteilen, haben die Wahrnehmungs- und Erkenntnislücke nicht bedacht, sie haben die Zusammenhängen nicht erkannt und man bedient sich einer primitiven Vor_Ver_Urteilung, um sich nicht weiter mit dieser Sache beschäftigen zu müssen. Denken ist ja anstrengend.[/B]


Ur-Teilen, hat nicht mit Denken zu tun, sondern mit einen bestimmten
Bewußtseiszustand.
Daher ist Ur-Teilen, ist immer Kritik, an der UR-Srung.

alles liebe...magd
---------------------
"ERKENNE DICH SELBST"
 
AW: Das Böse in unserer Welt

Was in aller Welt soll denn nun DAS BÖSE sein?
A) Eine zeitweilig gerichtete Bewertung und Beurteilung aus unserer beschränkten Wahrnehmung heraus?
B) Eine dauerhafte Deklaration mit sichtbaren Kennzeichnung >>ACHTUNG - BÖSE<<?
C) Eine mittelalterliche, dogmatisch verkrustete Eigenschaft, die es zu verteufeln gilt?

Hallo Aktivdenker,

diese Frage müsste sich eigentlich jeder Christ stellen, der regelmäßig das "Vaterunser" betet.
Im "Vaterunser" lautet eine Textstelle nämlich:

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns vor dem Bösen.

Siehe dazu mehr unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Vaterunser

Überhaupt ist "Das Böse" ein häufig erwähnter Begriff in der Bibel (Sowohl AT als auch NT). Es wird z. B. in der "Bergpredigt" der Begriff "Das Böse", auch für sich alleine stehend, also ohne Gegenüberstellung zu "Das Gute", ein paar Mal erwähnt. Daher finde ich den Beitrag von Lucy8688 (S. 36, Nr. 526) durchaus "wertvoll". Ich möchte nun folgende Fragen stellen:
Glauben diejenigen Menschen, die an die Bibel glauben, auch an "Das Böse"?
Bzw. umgekehrt:
Glauben diejenigen Menschen, die an "Das Böse" glauben, auch an die Bibel?

Mit freundlichen Grüßen,
Harald
 
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AW: Das Böse in unserer Welt

Hallo Zeili,
so ein Versuch würde für mich "Das absolut Böse" darstellen!
Nur, darf ich fragen, wie du jetzt gerade auf dieses Beispiel kommst?

Mit freundlichen Grüßen,
Harald
Hallo !

Es ist mir so durch den Kopf geschossen, Harald, und die Realität Terrorismus (in dem ja einfache, ungebildete Menschen bis zum Selbstmord fanatisiert werden) hat mich dann bewogen, diese Zeilen zu schreiben.

Außerdem bin ich der Meinung, dass wir im Negativbereich des menschlichen Lebens abstufen - als eine Hierarchie machen - müssen; sonst könnten wir aus Trägheit der Versuchung erliegen, einen aus Hunger agierenden Eierdieb gleichermaßen zu verachten wie einen kaltblütigen, aus Habgier handelnden Mörder.

Liebe Grüße

Zeili
 
AW: Das Böse in unserer Welt

Das ist doch auch mein Anliegen an EUCH, das BESONDERE zu erkennen und zu entfalten. Das unbedingt Allgemeine ist wie das Offensichtliche für alle erkennbar und es ist die NORM. Wir werden auf das Allgemeine reduziert.
Daher ist der Wunsch nach dem Besonderen legitim. Wenn dies nicht bewusst gelebt wird, läuft dies im Unbewussten verdeckt weiter. Die Verdrängung seiner Bedürfnisse sind ja nur aus dem Bewusstsein verdrängt und werden mit Unterdrückungsmechanismen aufrecht erhalten.
Das habe ich fast allen Deinen Beiträgen entnommen Dein Anliegen. Es deckt sich mit meinem Anliegen. Nur wer sich selber wertschätzt, kann auf die Abwertung anderer verzichten. Wichtig scheint mir aber dann mit Deinem Anliegen auch zu sein das wirklich Besondere des Menschen mit dem Du Dich gerade austauschst auszudrücken :wc2: und :koenig: Wert zuschätzen. Anerkennen was da ist, bei Dir und in Bezug auf den anderen.

Wenn man das Besondere an sich erkannt hat, ist es viel leichter, das Besondere bei den anderen zu ergründen. Der persönliche Verzicht zu Gunsten anderer funktioniert nur über meine Individualbedürfnisse.
Wenn Du es erkannt hast, warum referierst Du noch darüber. Dann tu es doch.

Es mag sich in der allgemeinen gesellschaftlichen Ansicht sicherlich egoistisch anhören, sich selbst für etwas Besonderes zu halten, jedoch möchte ich betonen, das dies für jedes Individualwesen Gültigkeit hat.
Das ist doch nun wirklich schnuppe, was die allgemeine gesellschaftliche Ansicht ist. Nenne Deine Ansicht und trete in Beziehung zu meiner Ansicht. Dann können wir ja mal sehen, ob erst die Fetzen fliegen, weil der Teufel :teufel2: steckt immer im Detail oder ob wir sofort :sekt: Eintracht und Frieden herstellen können. Bislang habe ich immer wieder verwundert festgestellt, dass nach anfänglicher guter Übereinstimmung, bei der Belastungsprobe innerhalb eines Konfliktes, keine Lösung möglich war.

Die Regel des Benedikt habe ich bereits vor einigen Jahren bei einem Freund angelesen, der in einem Benediktiner-Kloster zeitweilig lebte. Dort bekommt jeder solch eine Benedikt-Bibel. Ich war entsetzt und könnte mich nicht so beugen. Jene autoritären Strukturen sind mir unheimlich.
Ich habe versucht ein halbes Jahr nach dieser Regel zu leben. Aus den verschiedensten Motiven heraus, wobei wohl der Bewussteste war, dass ich eine tiefe seelische Wunde ausheilen wollte, was auch in Ansätzen gelungen ist, wenn man mich dort nicht auch mit der Weisung fortgeschickt hätte, dass die Tatsache, dass ich wütend werde ein Anzeichen dafür wäre, das mein Kontakt zu Gott nicht stimmt.

Ich persönlich glaube auch nicht daran, dass dies mit Gott, der Liebe oder ähnliches zu tun hat, sondern reine Willkür ist, den Geist zu brechen, den Willen zu berauben, die Individualität möglichst klein zu halten und die Menschen mit kleinen Bitten zu großen Taten zu animieren.
Auch da gebe ich Dir in weiten Teilen Recht, wenn ich die negativen Seiten der Regel in Betracht ziehe. Wenn ich die Regel in einer positiven Weise lese und verstehe. Dann kann wie zum Schluss im letzten Kapitel gesagt werden, dies ist eine Regel für Anfänger. Also jeder hat die Aufgabe für sich die Qualitäten eines Abtes zu entwickeln, selber eine Autorität zu sein oder wieder zu werden.
Da wir Menschen aber die besondere Gabe haben aus dem Besten das Schlechteste zu machen, achte ich gerne auf diese weit verbreitete Idiotie.

meint :megaphon: :schaf: rg
 
AW: Das Böse in unserer Welt

Es ist mir so durch den Kopf geschossen, Harald, und die Realität Terrorismus (in dem ja einfache, ungebildete Menschen bis zum Selbstmord fanatisiert werden) hat mich dann bewogen, diese Zeilen zu schreiben.

Außerdem bin ich der Meinung, dass wir im Negativbereich des menschlichen Lebens abstufen - als eine Hierarchie machen - müssen; sonst könnten wir aus Trägheit der Versuchung erliegen, einen aus Hunger agierenden Eierdieb gleichermaßen zu verachten wie einen kaltblütigen, aus Habgier handelnden Mörder.

Hallo Zeili,

der erste Absatz greift m. E. die alte Frage auf: Kann Religion "böse" sein?
Anhand deines Beispieles muss ich ganz klar sagen: JA!


Der zweite Absatz bezieht sich m. E. auf sogenannte Straftaten bzw. "böse" Taten. Im Strafgesetzbuch gibt es diesbezüglich ohnehin eine "Abstufung" in der "Bewertung".

Freundliche Grüße,
Harald
 
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Hallo

Man findet immer wieder dorthin, dass etwas "böse" ist, wenn ein Mensch einem anderen Menschen einen Schaden zufügt. Das wiegt umso schwerer, je größer eine bewusste, klare Absicht dahinter liegt.

Unterschiede liegen auch bei dem, was ethisch oder moralisch als bös empfunden wird und was als Tat strafrechtlich verboten ist. Für das falsche Parken bekommt man einen Strafzettel - aber falsches Parken ist sicher nicht böse. Bei Unglücksfällen, die von Menschen verursacht werden, fehlt die Absicht zu schaden. So etwas gilt gleich wie das Schicksal nicht als böse.

Und nicht zuletzt spielt die religiöse Einstellung herein, die entscheidet, was als böse und vor allem als sündhaft gilt, weil religiöse Normen verletzt oder überschritten werden. Doch das wiederum ist Menschenwerk.

Aber von der metaphysischen Tiefe ist dasjenige umso böser, je dunkler es schwingt und in Sünde verharrt. Damit ist die größte und weiteste Absonderung vom Göttlichen gemeint. Der Teufel, der Satan, der Diabolo, der Versucher, der Zerstörer, der Verführer ist der Träger dieses Seins, und zwar als das größte gefallene Wesen. Man muss ja nicht an den Teufel glauben - aber man merkt, was böse ist.

Das Vaterunser wird immer eine leere Hülse sein, wenn du nur gedankenlose Worte murmelst. Anders ist es, wenn du es auch tatsächlich ausprobieren willst - das "seinen Schuldigern zu vergeben" und selbst friedlich zu sein.
LG
 
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