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Das Böse in unserer Welt

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AW: Das Böse in unserer Welt

Hallo Fussel,
Ui, ich hätte beinahe deine Antwort in der Fülle der Beiträge überlesen.
Das wäre aber sehr schade gewesen.
Weil genau das Eingetreten ist, was ich gedacht habe. Du hast anscheinend Tips für politische Aktivitäten erwartet, welche ich dir nicht geliefert habe.
Falsch, ich suche keine Tipps.


Du änderst die Menschen aber nicht durch politische Konstrukte oder Gesetze.
Aber die politischen und wirtschaftlichen Konstrukte wirken sich auf die Menschen aus, bei uns z.B. wird Konkurrenzdenken und Sich-durchsetzen gefördert, Schwäche verachtet oder beschuldigt. Als Mensch, der an die Möglichkeiten einer besseren Welt glaubt, muss man doch Stellung dazu beziehen!
Du änderst die Menschen nur wenn sie Liebe erfahren. Diese Aufgabe ist sehr schwer, aber ist meiner Meinung nach, der richtige Weg.
Den Weg gehe ich auch. Ich kenne die Beschwernisse.
Wenn der Mensch sich nicht ändert, wird kein System funktionieren. Warum funktioniert der Kapitalismus nicht? Weil die Menschen keine Werte/Ideale mehr haben.
Oder umgekehrt: der Kapitalismus zerstört die positive, sozialdenkende Lebenseinstellung vieler Menschen.
Geld regiert für dich die Welt, also legst du dein Handeln danach aus und vernachlässigst zugunsten des Geldes andere Werte
.
Jetzt kommst du mir ein bisschen weltverleugnend rüber, das ist keine individuelle Aussage gewesen, ich erhebe damit Anspruch auf Objektivität.
Würdest du idielle Werte habe, die über dem Geld stehen, würde bei dir nicht das Geld regieren
.
Mir persönlich bedeutet Geld überhaupt nichts, es regiert in meinem kleinen persönlichen Leben nicht!!!
Ich habe für meine Werte (Ehrlichkeit, wollte einen Kunden nicht betrügen), meine Karrriere auf Spiel gesetzt und mir einen anderen Job gesucht. Ich werde meine Versicherungen nicht betrügen. Meine Steuererklärung immer erhlich ausfüllen. etc. Die Funktionsweise des Geldes finde ich toll.
Ich habe gar keine Karriere gemacht, sondern mich um ungewollte Menschen gekümmert, und gleichzeitig meine eigenen Traumata aufgearbeitet. Dafür gibt es in diesem Staat kein Geld, dafür zahlt man noch und erntet Verachtung.

Und eine gewaltlose Verteilung der Güter, die den Bedürfnissen aller Menschen gerecht wird schliesst sich im Idealfall warum aus?
Weil dafür die Stärkeren auf den Überfluss verzichten müssten, das werden sie nicht freiwillig tun, wenn das Lieben die letzten 2000 Jahre nichts genützt hat, warum sollte sich das demnächst ändern?
Füllst du dich mir gegenüber als Rebellin?:kuss1:
Ein wenig :). Danke, dass du dich drauf einlässt!
Das ist ein Frage der Sichtweise. Man kann sich auf die negativen Dinge konzentrieren oder auf die positiven.
Aber man kann auch vor lauter Positivismus die Augen vor dem Negativen verschließen!
Wenn der Glaube viel Unheil anrichten kann, dann kann er ja doch einiges verändern, d. h. er ist ein machtvolles Instrument, daraus folgt, dass auch Gutes damit erreicht werden kann, oder?
Theoretisch ist alles möglich.

Liebe Grüße von Kaawi
 
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AW: Das Böse in unserer Welt

Hallo Kaawi und fusselhirn,

wenn Ihr gestattet, würde ich gerne an gehaltvollerer Stelle - also hier bei euch - wieder ein wenig in diesen Thread einsteigen. Aber ohne jetzt detailreich auf euren Disput einzugehen, obwohl der mir sehr gefällt! :)

Es konnte zuvor so aussehen, als ob ich jede Form der Verbesserung um uns rum generell für aussichtslos/überflüssig halte. Dem ist nicht so.

Ich finde nur, dass der einzelne Mensch nicht die Welt verbessern wollen sollte (Stichwort hohe Ideale, -ismen...). Er wird entweder scheitern, oder zum Diktator/Fanatiker werden

Also:
Was sollte man mMn nicht verändern wollen, was aber ja?

Man soll nicht Marktwirtschaft/Demokratie abschaffen wollen, denn diese Ordnung ist kein "System", sondern "der Grundzustand des Menschen" (Dieter Nuhr).

Man soll aber immer schauen, ob sich innerhalb dieser Ordnung Verbesserungen finden lassen. Das ist übrigens der Grundzustand eines demokratischen Gemeinwesens und seine Stärke: Das ewige Verhandeln aller mit allen.
Das demokratische Gemeinwesen ist weiterhin das einzige, in dem das so ist.

Deshalb darf bei aller Meinungsfreiheit diese Ordnung nie zugunsten angeblich "einfacherer, werthaltigerer, geborgenheitsträchtigerer, kollektivistischerer" - aber diktatorischer - Ordnungen in Frage gestellt werden.
Es darf folglich niemals mehr versucht werden, in einem einzigen gewaltigen revolutionären Akt die Welt umzustürzen, um das Paradies auf Erden herbeizuführen.

Fusselhirn, sag, kannst du diese "Dosierung" von Verbesserungswillen, die ich ehrlich vertrete, OK finden?

Grüße, k
 
AW: Das Böse in unserer Welt

Hallo Kaawi,

Kaawi schrieb:
Aber die politischen und wirtschaftlichen Konstrukte wirken sich auf die Menschen aus, bei uns z.B. wird Konkurrenzdenken und Sich-durchsetzen gefördert, Schwäche verachtet oder beschuldigt. Als Mensch, der an die Möglichkeiten einer besseren Welt glaubt, muss man doch Stellung dazu beziehen!
Ja, da hast du recht.


Kaawi schrieb:
Oder umgekehrt: der Kapitalismus zerstört die positive, sozialdenkende Lebenseinstellung vieler Menschen.
Nein, ich denke nicht das der Kapitalismus die Ursache ist. Ich bestreite nicht das Systeme Lebenseinstellungen fördern oder hemmen.

Kaawi schrieb:
Mir persönlich bedeutet Geld überhaupt nichts, es regiert in meinem kleinen persönlichen Leben nicht!!!
Das freut mich.:)

Kaawi schrieb:
Weil dafür die Stärkeren auf den Überfluss verzichten müssten, das werden sie nicht freiwillig tun, wenn das Lieben die letzten 2000 Jahre nichts genützt hat, warum sollte sich das demnächst ändern?
Weil du von einem Ideal gesprochen hast.

Kaawi schrieb:
Ein wenig :). Danke, dass du dich drauf einlässt!
Auch ich ziehe meinen Nutzen daraus. Ebenfalls Danke! Außerdem bist du ein positive Rebellin. Das muss gefördert werden.

Kaawi schrieb:
Aber man kann auch vor lauter Positivismus die Augen vor dem Negativen verschließen!
Ja, die Gefahr ist da.


Hi Knurrhahn,

Ich finde nur, dass der einzelne Mensch nicht die Welt verbessern wollen sollte (Stichwort hohe Ideale, -ismen...). Er wird entweder scheitern, oder zum Diktator/Fanatiker werden
Scheitern? Vielleicht. Die Gefahr zum Fanatiker besteht, meiner Meinung, nach bei den , in meinen Augen, falschen Idealen.

Es darf folglich niemals mehr versucht werden, in einem einzigen gewaltigen revolutionären Akt die Welt umzustürzen, um das Paradies auf Erden herbeizuführen.
Um Gottes Willen, Nein:haare:


Fusselhirn, sag, kannst du diese "Dosierung" von Verbesserungswillen, die ich ehrlich vertrete, OK finden?
Ja klar. Ich bin Vollblutdemokrat. :D

lg,
fussel
 
AW: Das Böse in unserer Welt

Ja, die guten Demokraten
zahlen selten was in Raten.
Böse, böse wird die Welt,
wenn es allen fehlt an Geld.
:nudelwalk

meint der "blaublütige" Volldemokrat.

Reinhard70
 
AW: Das Böse in unserer Welt

Ich möchte einen Vorschlag in aller Güte machen, obwohl ich kein Wirtschaftsexperte bin:

Ich glaube schon, dass es eine "freie" Marktwirtschaft gibt und zwar als Gegenteil der Planwirtschaft, wie sie für kommunistische Staaten üblich war bzw. immer noch ist. Natürlich ist die "Freiheit" einer "freien" Marktwirtschaft immer eine relative. Auch die "freie" Marktwirtschaft unterliegt bestimmten Gesetzen, z. B. dem von Angebot und Nachfrage. Die Frage, ob es nun eine "freie" Marktwirtschaft gibt oder nicht, ist aus meiner Sicht aber eher eine rein philosophische.

Als Kennzeichen einer "möglichst freien" Marktwirtschaft sehe ich das Nichtvorhandensein von protektionistischen bzw. sozialen Maßnahmen.

Harald,

Es ist doch gerade die Tatsache, dass eben NICHT Angebot und Nachfrage den Markt regeln, sondern Vorschriften, Gebote, Verbote, Förderungen und Zollschranken, was mich diese Wirtschaftsform nicht als "frei" bezeichnen läßt. Wäre es Angebot und Nachfrage, dann wäre das die sogenannte "freie Marktwirtschaft". Wo soll es die denn geben?
Die heutige Marktwirtschaft ist bestenfalls als "protektionistisch" einzustufen.
 
AW: Das Böse in unserer Welt

Der Beweis, dass es keine freie Marktwirtschaft gibt, sind wir doch selbst. In einer "freien Markwirtschaft" wären wir nämlich alle schon verhungert.
 
AW: Das Böse in unserer Welt

Hi Knurrhahn,

Scheitern? Vielleicht. Die Gefahr zum Fanatiker besteht, meiner Meinung, nach bei den , in meinen Augen, falschen Idealen.

Um Gottes Willen, Nein:haare:


Ja klar. Ich bin Vollblutdemokrat. :D

lg,
fussel

OK, jetzt hab ich es kapiert: Dir genügt nur der totale Umsturz aller Verhältnisse, von dem du erwartest, er werde dein erträumtes Paradies bringen. Hoffentlich gelingt der nie, damit du die danach zu erwartenden Höllen nicht besichtigen musst.

k

PS: Diese Absicht von dir macht mich jetzt traurig, und zwar sehr...
 
AW: Das Böse in unserer Welt

knurrhahn schrieb:
OK, jetzt hab ich es kapiert: Dir genügt nur der totale Umsturz aller Verhältnisse, von dem du erwartest, er werde dein erträumtes Paradies bringen. Hoffentlich gelingt der nie, damit du die danach zu erwartenden Höllen nicht besichtigen musst.

k

PS: Diese Absicht von dir macht mich jetzt traurig, und zwar sehr...
ok. der Punkt geht an dich.:sekt:
 
AW: Das Böse in unserer Welt

meint der "blaublütige" Volldemokrat.

Reinhard70

Reinhard, Du weißt doch sonst so viel!

Warum weißt Du dann nicht, dass jeder hellhäutige Mensch "blaues" Blut hat?

Als die Spanier gegen die Mauren zogen haben diese nämlich die blauen Adern an den Handgelenken der Spanier entdeckt und sie die Blaublütigen genannt.

weiß :megaphon::schaf: rg
 
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AW: Das Böse in unserer Welt

Hallo fussel,

Nein, ich denke nicht das der Kapitalismus die Ursache ist. Ich bestreite nicht das Systeme Lebenseinstellungen fördern oder hemmen.
Okay, darauf können wir uns einigen, die Ursachen bestimmter Lebenseinstellungen sind woanders zu suchen (wo deiner Meinung nach?).
Aber Systeme beeinflussen bestimmte Haltungen.

Weil du von einem Ideal gesprochen hast.
Das verstehe ich nicht.
Für mich ist Lieben kein Ideal sondern tiefstes und ursprünglichstes Bedürfnis des Menschen, und entsprechend braucht man keine moralischen Forderungen, um zu lieben, sondern, insofern man es nicht aus eigener Kraft schafft, die "Erlaubnis" dazu; und natürlich auch dafür, sich selbst als geliebtes Wesen zu fühlen.

Liebe Grüße von Kaawi
 
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