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Aus der Welt des Glaubens

AW: Aus der Welt des Glaubens

1. Vielleicht möchte er auch nur gut sein und alles richtig machen und seine Pflicht erfüllen, innerhalb seines speziellen sozialen (katholischen) Umfeldes.
2. Ich denke, dieses Motiv, nämlich Selbstachtung durch Leistung und Pflichterfüllung, ist der stärkste Motivator im deutschsprachigen Kulturkreis.

3. Das funktioniert so:
4. Zunächst wird Säuglingen Nähe und Wärme und damit das Urvertrauen entzogen. Dann wird dem Heranwachsenden andressiert, daß er eine gewisse Anerkennung und Geborgenheit (zurück-)erhalten kann, wenn er brav und gut funktioniert, vor allem gute Leistung bringt. Was dabei eine gute Leistung ist, das legt das jeweilige soziale Umfeld fest.

5. Bei Katholiken ist das Gute selbstverständlich der Erhalt der Kirche zur Ehre Gottes. ....
6. In einer Familie von Taschendieben wird Leistung natürlich anders definiert. ... Eine allgemeine und in ganzer Breite sämtlicher (Sub-)Kulturkreise anerkannte Leistung ist es, seinen Besitz zu mehren und/oder populär zu sein. Als Indiz für letzteres gilt es, wenn das eigene Konterfei, vielfach auf bedrucktem Papier oder auf Bildschirmen zu sehen ist.

7. Das Motiv der Pflichterfüllung durch Leistung kann von außen betrachtet auch wie Gier aussehen, wenn zigfach überversorgte Leistungsträger alles daransetzen, weitere Millionen auf ihre Konten zu schaufeln oder ihren Ruhm zu mehren.
8. Dabei ist es doch nur die Sehnsucht, wieder Eins zu sein. ....

9. Soweit, absolut themenkonform, zur Freude aller Buchhalter, meine Welt des Glaubens. ...

Zu 1.:
Aber die sog. "Gläubigen" innerhalb des Protestantis-mus scheinen mir auch nicht viel besser dran zu sein...???
Zu 2.:
Ja, fragt sich nur, wie weit man(n)/frau mit dieser Motivation noch kommen werden ...:dontknow:
Aber "Gott-sei-Dank!":lachen: gibt es ja noch andere Motivationen ...:clown1:
Zu 3.:
Funktionieren tun nur technische Systeme, oder auch nicht ...:D
Zu 4.:
Ja ja, immer dieses U(h)R-Vertrauen ....:clown3:
Zu 5.:
"Gott-sei-Dank!" wird dieses sog. "Gute" eines schönen Tages auf den Status einer Sekte reduziert sein ...:lachen:
Zu 6.:
Und in Deppenland definiert natürlich diese idiotische Bundesre-gier-ung, was unter Leistung zu verststehen ist ..., allerdings nicht mehr lange ...(den Anfang vom Ende macht der depperte Wasser...ääähhhh....Westerwelle...):lachen:
Zu 7.:
Der "brave Mann"/die "brave Frau" denkt, (vor allem wenn's um's Geld geht), an sich selbst - zuerst (vor allem in Banken, Parteien, Reg-gier-ungen, Kirchen, Sekten usw.):lachen:
Zu 8.:
Eins sein - womit denn...:dontknow:
Zu 9.:
Und hier, zur Freude aller Buchhalter, mein Glaubens-Bekenntnis:
Ich glaube, daß der Winter dieses Jahr noch weiteren Schnee bringen wird ..., aber vielleicht irre ich mich auch ..., was aber nichts macht ...:schnl:
 
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AW: Aus der Welt des Glaubens

@Harald
Welche Diskussion erwartest du dir durch deinen etwas länglichen Beitrag?
Ist der aus einer Kirchenzeitung?

Ich erwarte mir eine Diskussion rund um den Glauben oder Nichtglauben der Menschen im Allgemeinen, nicht nur der Steirer.
Die Zeitschrift FRONTAL ist definitiv keine Kirchenzeitung, siehe dazu:
http://www.frontal.at/index.php?sid=5010
 
AW: Aus der Welt des Glaubens

Hallo Harald !

Auch ich bin ein - christlich angehauchter - Steirer, der zwar seit 1978 in Wien lebt, zu Weihnachten aber oft an die Steiermark denkt, ist sie doch mein Geburtsland.

Auch ich glaube wie erichs, dass die Lesefreudigkeit der Mehrheit der Denkforumsuser nicht groß genug ist, dass sie die Länge Deines Eingangs-Beitrags zu einer Diskussion anregt.

Die Steirer an sich haben wie alle anderen Menschen der Welt keinen Einfluss auf ihren Geburtsort, die Tatsache des Geburtsortes es ist also weder ein persönlicher Verdienst noch eine persönliche Schuld.

Frohe Weihnachten !

Zeili

Hallo Zeili,

ich habe gar nicht gewusst, dass du steirische Wurzeln hast. Mit meinem "Beitrag", der eigentlich nur die Kopie eines Zeitungsartikels ist, wollte ich ohnehin nur an dem Thema wirklich Interessierte ansprechen, die es ja anscheinend auch gibt. Wer Tageszeitungen liest, wird ja wohl mit dem Artikel auch nicht "überfordert" sein. Ich persönlich finde es interessant, dass sich zwar viele Menschen von der röm.-kath. Kirche abwenden, dafür aber anscheinend Sekten zuwenden. Die Zahl der "echten" Atheisten ist somit durch die Ereignisse rund um die röm.-kath. Kirche anscheinend nicht stark im Steigen begriffen.
Ich habe mit meinem "Beitrag" hoffentlich nicht ein Indiz dafür geliefert, dass es meiner Meinung nach ein Verdienst oder eine Schuld ist, ein Steirer zu sein.

Schöne und erholsame Feiertage,

Harald
 
AW: Aus der Welt des Glaubens

@Harald
Wie ist dein persönliches Statement zu diesem Thema?

Auf das mit der Kirchenzeitung bin ich gekommen, weil ich aus dem Artikel ein mehr oder weniger subtiles Schlechtmachen der Konkurrenten zur katholischen Kirche herauslese; im Übrigen ist er halt so ein 08/15-Artikel, den sich vermutlich irgend ein Praktikant teilweise aus seinen Fingern gesaugt und teilweise im Internet zusammengesucht hat!? Oder tue ich dem Verfasser da Unrecht?

Zum Thema selbst: Gibt es Menschen, die sich konsequent nur mit dem beschäftigen, worüber man wirklich sinnvoll sprechen kann (also über Technik und Naturwissenschaften) und über den grossen Rest konsequent schweigen; vor allem auch im internen Dialog?

Naja, und für den überwiegenden Rest gibt es halt diverse Angebote, die man ihrer Natur gemäß qualitativ schwer vergleichen kann und die offensichtlich auch schädlich sein können; aber da sind die "offiziellen" Kirchen keine Ausnahme.
 
AW: Aus der Welt des Glaubens

Zu 1.:
Aber die sog. "Gläubigen" innerhalb des Protestantis-mus scheinen mir auch nicht viel besser dran zu sein...???
Zu 2.:
Ja, fragt sich nur, wie weit man(n)/frau mit dieser Motivation noch kommen werden ...:dontknow:
Aber "Gott-sei-Dank!":lachen: gibt es ja noch andere Motivationen ...
Zu 3.:
Funktionieren tun nur technische Systeme, oder auch nicht ...:D
Zu 4.:
Ja ja, immer dieses U(h)R-Vertrauen ....:clown3:
Zu 5.:
"Gott-sei-Dank!" wird dieses sog. "Gute" eines schönen Tages auf den Status einer Sekte reduziert sein ...:lachen:
Zu 6.:
Und in Deppenland definiert natürlich diese idiotische Bundesre-gier-ung, was unter Leistung zu verststehen ist ..., allerdings nicht mehr lange ...(den Anfang vom Ende macht der depperte Wasser...ääähhhh....Westerwelle...):lachen:
Zu 7.:
Der "brave Mann"/die "brave Frau" denkt, (vor allem wenn's um's Geld geht), an sich selbst - zuerst (vor allem in Banken, Parteien, Reg-gier-ungen, Kirchen, Sekten usw.):lachen:
Zu 8.:
Eins sein - womit denn...:dontknow:
Zu 9.:
Und hier, zur Freude aller Buchhalter, mein Glaubens-Bekenntnis:
Ich glaube, daß der Winter dieses Jahr noch weiteren Schnee bringen wird ..., aber vielleicht irre ich mich auch ..., was aber nichts macht ...:schnl:

Zu 1: Die sind genau so dran.
Zu 2: Wir werden es er-leben
Zu 3: Warum gibt es dann Funktionäre? :lachen:
Zu 4: Das Vertrauen darauf, daß auch morgen noch Zeit ist.
Zu 5: Es ist vermutlich nicht auszurotten, das Gute.
Zu 6: Das glaube ich nicht. Auch denen, die sich einbilden Regierung zu sein, wurde vorher beigebracht, was Leistung ist.
Zu 7: Logisch, wenn Geld doch die Leistungsfähigkeit beweist.
Zu 8: Eins mit ALLEM (Geborgen, friedlich, seelig, ...).
Zu 9: Nicht in Mauretanien, vermute ich.
 
AW: Aus der Welt des Glaubens

Zu 1.:
Wer missioniert, ( also beispielsweise "enttäuschte Katholiken zurückgewinnen will") hat's nötig ..., weil er im Grunde wahrscheinlich sehr verunsichert ist, oder ...:dontknow:
Ein soziales Problem dürfte mMn auch sein, dass wir - offenbar mehrheitlich - immer Hierarchien machen müssen.

Wenn in einem Wirtschaftsbetrieb ein Kunde abspringt und die Mitarbeiter versuchen, den Kunden zurückzugewinnen,
wird das kaum jemand verurteilen.

Wenn in einem Forschungsinstitut ein ideenreicher Wissenschafter abspringt und die Mitarbeiter versuchen, ihn zurückzugewinnen,
wird das kaum jemand verurteilen.

Wenn in einer Universität eine gute Lehrkraft (die auch etwas vermitteln kann) abspringt und die Mitarbeiter versuchen, diese Lehrkraft zurückzugewinnen,
wird das kaum jemand verurteilen.

Das gleiche könnte man sagen, wenn ein guter Schauspieler, Sänger, Schriftsteller oder anderer Künstler ohne triftigen Grund aufhören will.

Warum bitte sollen Leute mit Moral (ich setze sie hier mit Ethik gleich) nicht das gleiche versuchen dürfen ?

Ich finde, die Moral ist ein Teil des menschlichen Lebens, nicht mehr oder weniger wert als unsere Triebe, unser Verstand oder unsere Gefühle.

Liebe Grüße

Zeili
 
AW: Aus der Welt des Glaubens

Ein soziales Problem dürfte mMn auch sein, dass wir - offenbar mehrheitlich - immer Hierarchien machen müssen.

Wenn in einem Wirtschaftsbetrieb ein Kunde abspringt und die Mitarbeiter versuchen, den Kunden zurückzugewinnen,
wird das kaum jemand verurteilen.

Wenn in einem Forschungsinstitut ein ideenreicher Wissenschafter abspringt und die Mitarbeiter versuchen, ihn zurückzugewinnen,
wird das kaum jemand verurteilen.

Wenn in einer Universität eine gute Lehrkraft (die auch etwas vermitteln kann) abspringt und die Mitarbeiter versuchen, diese Lehrkraft zurückzugewinnen,
wird das kaum jemand verurteilen.

Das gleiche könnte man sagen, wenn ein guter Schauspieler, Sänger, Schriftsteller oder anderer Künstler ohne triftigen Grund aufhören will.

Warum bitte sollen Leute mit Moral (ich setze sie hier mit Ethik gleich) nicht das gleiche versuchen dürfen ?

Ich finde, die Moral ist ein Teil des menschlichen Lebens, nicht mehr oder weniger wert als unsere Triebe, unser Verstand oder unsere Gefühle.

Liebe Grüße

Zeili

Willst Du mit diesem langen Beitrag die Moral rechtfertigen, die Du als Kind durch Erziehungs-/Identifikations-Prozesse gelernt hast...:dontknow::confused:
Hat jemand in diesem denkforum Deine Moral angegriffen...:dontknow::confused:

Aus meiner unmaßgeblichen philosophischen Perspektive erlaube ich mir lediglich den Hinweis, daß zwischen Moral und ETHIK "Welten" liegen..., was Du aber durch Clicks auf Wikipedia (oder andere links) selbst feststellen kannst.
Frohe :weihnacht
 
AW: Aus der Welt des Glaubens

@Zeilinger
Das erste Beispiel ist möglicherweise zutreffend, dass der Kirche ein zahlender Kunde abgesprungen ist, den sie zurückgewinnen will. Übrigens vermutlich mit wenig Erfolg.
Ich jedenfalls bekam einen Brief, in dem davon geschwafelt wurde, dass man mir verzeihen würde und mich wieder gerne in die Gemeinschaft aufnimmt, etc....
Ist schon lange her und klang nicht sehr einladend; vielleicht formulieren sie diese Briefe heute geschickter?

Deine weiteren Beispiele passen nicht so, finde ich. Ich glaube nicht, dass die Kirche ihre einfachen Mitglieder als Lehrer sieht, oder als Wissenschaftler, von denen sie etwas lernen kann!?

Moral und Ethik sind nicht gleichzuhalten.
Moral ist halt diese willkürliche Erkenntnis von Gut und Böse, mit der die ganzen Kalamitäten angefangen haben (Genesis 2:17 ff).
Die Kirche pflegt das natürlich, weil es ihre "Geschäftsgrundlage" darstellt.
 
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AW: Aus der Welt des Glaubens

erichs schrieb:
Ist schon lange her und klang nicht sehr einladend; vielleicht formulieren sie diese Briefe heute geschickter?
Habe mein Schreiben gefunden:D

Sehr geehrtes fusselhirn,

mit Bedauern haben wir erfahren, dass Sie ihren Austritt aus der Evangelischen Kirche erklärt haben.

Sicher verstehen Sie, dass uns Ihr Schritt nicht gleichgültig ist. Dabei bitten wir Sie, uns abzunehmen, dass wir ihre Entscheidung nicht so sehr aus kirchensteuerrechtlichen Gründen bedauern. Vielmehr betrübt uns der Gedanke, dass Ihnen vielleicht der christliche Glaube und die kirchliche Gemeinschaft nichts mehr bedeuten könnten.

Wir fragen uns, inwieweit wir selber am konkreten Ort daran Schuld sind und was wir anders machen könnten. Auch wir leiden unter vielen Unzulänglichkeiten und Versagen der Kirche und ihrer Mitglieder.

Ihre persönliche Entscheidung respektieren wir. Es geht im Augenblick nicht darum, Sie zu übereden. Aber wir möchten Ihnen sagen, dass die Gemeinschaft der Kirche Ihnen jederzeit offen bleibt, dass sie keine erschlossenen Türen finden werden, wenn Sie wieder ein neues Verhältnis zum christlichen Glauben und seiner Gemeinde gewinnen sollten.

Dennoch nehmen wir Ihre Austritterklärung ernst. Darum werden Sie verstehen, dass wir uns Ihnen gegenüber zurückhalten, solange Sie nicht selbst den Wunssch zum Ausdruck bringen, die Gemeinschaft mit der Kirche wieder aufzunehmen.

Wir wünschen Ihnen alles Gute.
Ich muss dazu sagen, ich weiß nicht einmal, zu welcher Gemeinde ich in meiner Umgebung zugeordnet bin / war.
 
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