• Willkommen im denk-Forum für Politik, Philosophie und Kunst!
    Hier findest Du alles zum aktuellen Politikgeschehen, Diskussionen über philosophische Fragen und Kunst
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

3 weltliche Tugenden

Der Fehler liegt in der Annahme, dass die Moral von Gott kommt. Ich gehe auch davon aus, dass die Moral aus der Kulturnotwendigkeit erwachsen ist. Und uns nicht von Außen gegeben ist - und zufällig brauchten wir sie gerade.

Gysi
 
Werbung:
Sorry, dass ich mich einmische, aber beim Lesen eurer Beiträge fiel mir doch etwas auf:

"Tugendhaft" zu leben bedeutet doch, den eigenen, den religiösen, den ethischen und sozialen Ansprüchen gerecht zu werden.
Intelligenz ist für mich keine Frage der Tugend, sondern eher eine Gabe, ein biologischer Zufall.

Fleiß ist eher ein Produkt des Verantwortung- bzw. Pflichtgefühls. Aber "ohne Fleiß kein Preis" sagt das Sprichwort und meint damit, dass das Fleißigsein aus einer gewissen Erwartungshaltung heraus geschieht. Bin ich fleißig, kriege ich auch etwas dafür; warte also auf meine "Belohnung".

Glaube - für mich schon eher eine Tugend, beinhaltet aber nicht unbedingt den Glauben im religiösen Sinn, sondern kann auch der Glaube an mich,an die "Sache", oder einfach der Glauben sein, dass das, was ich tue richtig ist. Im weltlichen Sinne kommt es eher einem pers. "Schulterklopfen" gleich.

Hoffnung - die kann ich auch vom Religiösen trennen. Ich kann auf alles Mögliche hoffen: Auf einen negativen Untersuchungsbefund oder darauf, dass ich nicht entlassen werde und auch darauf, dass der Preis für die Schuhe, die ich sooo gerne hätte, endlich reduziert wird. Aber ich kann auch im negativen Sinn hoffen. Ich kann hoffen, dass ich die ausgeschriebene Stelle bekomme und mein Mitbewerber leer ausgeht. Ich weiß zwar, dass er die 200 Euro als Familienvater besser besser brauchen könnnte als ich, aber ..............

Liebe - Liebe kann alles bedeuten. Es gibt die Eigenliebe der Egomanen, die Nächstenliebe bis hin zum Altruismus, oder einfach nur die Liebe zum Partner, zu den Kindern, oder den Eltern.

Was ich sagen will ist, dass die hier oft angeführten Tugenden (und auch sicher andere) weltlich aber auch göttlich einzustufen sind. Es liegt nur daran, aus welchem Blickwinkel man sie zu interpretieren versucht.

Weltliche Tugenden sind für mich:

Soziales Engagement
Hilfsbereitschaft
Menschenliebe - unabhängig von Hautfarbe, Religion und politischer Gesinnung (Fanatiker und Extremisten ausgeschlossen)

Rhona
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Und wieder diese Unterscheidung

Danke Gysi für die Antwort. Aber zufrieden bin ich damit nicht, denn auch Rhona führt weltliche Tugenden an und ich sehe keinen Hinweis darauf, dass die Herkunft der Moral diese von göttlichen Tugenden unterscheidet.

An Rhona:
Ich stimme ja mit dir überein, aber die Sache mit dem weltlichen und göttlichen Blickwinkel verstehe ich nicht. Interpretiere doch mal bitte die weltlichen Tugenden, die du zu Ende anführst, aus einem göttlichen Blickwinkel !
 
Werbung:
Ich pers. trenne nicht zwischen göttlichen und weltlichen Tugenden, Suzki, sondern ich wollte nur sagen, dass es allein an der Perspektive liegt, aus der man Tugenden betrachtet.
Für mich sind Tugenden generell etwas Gutes, Positives. Für den gläubigen Menschen sind sie von Gott gewollt; für den Nichtgläubigen sind es vielleicht nur positive Eigenschaften, die den Tugendhaften zu einem wertvollen Menschen machen und ihm Vorbildcharakter? verleihen.

Die drei Tugenden, die für mich weltliche sind, kann man ohne Probleme, nur anders formuliert, ebenso zu göttlichen oder gottgewollten machen.

Man unterschied doch immer schon bei den 7 bekannten Tugenden zwischen weltlichen und göttlichen.
Aus der antiken Philosophie kennt man: Weisheit, Gerechtigkeit, Taperkeit und Mäßigung.
Von christlichem Ursprung sind: Glaube, Hoffnung und Liebe.

Daher könnte man das von mir genannte soziale Engagement auch als ein "Sich für den Anderen einsetzen" oder als ein Zeigen der Anteilnahme bezeichnen.

Die Hilfsbereitschaft würde dann zum Samaritertum oder zur Barmherzigkeit.

Die Menschenliebe zur Nächstenliebe.

Heute erfuhr ich in der Schule, dass wir genau dieses Thema in Kürze im Rahmen des Religions- und Ethikunterrichts besprechen werden.
Ich hoffe, dass ich anschließend mehr oder Fundierteres dazu beitragen kann.

Rhona
 
Zurück
Oben